Sonntag, 13. Juni 2021

Der Butterzopf, der genau so ist, wie ein Butterzopf sein sollte



Aromatisch und butterig, aber keinesfalls fettig.
Keine kätschige Krume, keine trocken-bröselige Kruste.
Es bilden sich wattige Streifen beim Zerreissen der Zopfscheiben.  
Bloss kein Eiwaschgeruch. Ürks.

Für uns ist es DER Butterzopf schlechthin. Vielleicht auf für euch. Wer weiss?

Griesskochstück:
  • 75 gr Wasser
  • 15 gr feiner Reissgriess
  • 9 gr Salz
Alle Zutaten in einem kleinen Topf verquirlen. Ständig rührend aufkochen. Eine Minute kochen, vom Herd ziehen, Deckel auflegen und bei Zimmertemperatur zwei Stunden ausquellen lassen. 


Quellstück:

  • 75 gr kaltes Wasser
  • 6 gr fein gemahlene Flohsamenschalen
Wasser und Flohsamenschalen in der Schüssel der Knetmaschine klümpchenfrei verrühren. Abdecken und zwei Stunden bei Zimmertemperatur quellen lassen.

Hauptteig:
  • Kochstück, zimmerwarm
  • 350 gr Farina di Manitoba
  • 200 gr Halbweissmehl Typ 720
  • 100 gr hahnenheisses Wasser
  • 1 Ei Grösse L, kühlschrankkalt (Ei aufschlagen, abwiegen & mit Schmand auf 160 gr ergänzen)
  • ca. 100 gr Schmand, kühlschrankkalt
  • 20 gr Zucker
  • 5 gr frische Hefe
  • 75 gr Butterflöckchen, kalt (io: halb Butter, halb Flora Plant)
  • 3 El Milch zum Bestreichen

Alle Zutaten bis und mit Hefe zum Quellstück in die Rührschüssel geben. Vier Minuten auf Stufe 1 kneten. Dann die Butterflöckchen dazu und weitere 8 Minuten kneten, bis sich der Teig vollständig von der Schüssel gelöst hat. Der Teig bleibt minimal klebrig. Kurz mit den Händen auf der Arbeitsfläche durchkneten, zu einem Ball formen und wieder in die Schüssel legen. Mit einer Duschhaube abdecken und 5-6 Stunden bei Zimmertemperatur knapp verdoppeln lassen. Arbeitsfläche leicht bemehlen, den aufgegangenen Teig dritteln (ca. 355 gr pro Stück). Die Drittel grob länglich formen, mit einem Backpapier bedeckt 10 Minuten entspannen lassen. Danach zu ca. 60 cm langen Stränge formen, diese nicht zu satt verzöpfeln. Den Zopf diagonal auf ein Backpapier legen. Locker mit Klarsichtfolie abdecken und etwa 50 Minuten bei Zimmertemperatur knapp verdoppeln lassen. Unterdessen den Ofen auf 250 Grad vorheizen, das Backblech verkehrt herum auf der untersten Schiene einschieben. Wenn der Zopf aufgegangen ist, die Klarsichtfolie entfernen und die Oberfläche zweimal mit Milch bepinseln. Die Ofentür öffnen und das Blech halb herausziehen. Backpapier an den diagonal gegenüberliegenden freien Ecken fassen, den Zopf so hochheben und auf dem Blech absetzen. Reinschieben und leicht schwaden (io: 5-6 Stösse mit der Sprühflasche). Temperatur gleich auf 200 Grad reduzieren, 25 Minuten backen. Das Backblech evt. drehen, falls die Bräunung zu einseitig ausfällt. Danach die Temperatur auf 180 Grad senken und den Zopf weitere 20 Minuten backen. Vor dem Anschneiden auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Dank Koch- & Quellstück bleibt dieser Butterzopf lange vor dem zopftypischen Austrocknen verschont.

Anmerkungen: Reisgriess durch die gleiche Menge feinen Weizen-, UrDinkel-, Mais- oder Gerstengriess ersetzen. Alles schon getestet und für gut befunden. Der Zopf gelingt auch mit backstarkem Weizenmehl Typ 550 statt Farina di Manitoba. Saurer Halbrahm statt Schmand tut's auch (evt. Wassermenge reduzieren). Ein Zopf aus zwei Strängen sieht zwar traditioneller - und auch adretter - aus, aber ein flach geflochtener Dreistrangzopf ergibt gleichmässigere Brotscheiben, die besser nebeneinander in unsere Lunchboxen passen.

Sonntag, 6. Juni 2021

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -272-



[GE]backen
: Salzige Kümmelbretzeli im neu erworbenen 
Bretzeleisen.
Während Herr C. an einer kurzfristig anberaumten Besprechung teilnahm, vertrieb ich mir die Zeit im Brockenhaus nebenan. Zuerst fand ich eine Bisquitporzellanvase aus der Jura Serie von AK Kaiser. Zwei Regale weiter dann das seit Jahren gewünschte Bretzeleisen der Firma Jura. Der schicksalhafte Wink mit dem Zaunpfahl kostete mich ein Viertel des unten erwähnten Wäschekorbs. Und im Gegensatz zu dem Weidedesaster, ist die Benutzung der beiden Brockifunde eine wahre Freude.  

[GE]trunken: Goba Cola. Unser Lieblingscola. Erhältlich beim Rietschi in Arlesheim.

[GE]kocht: Ein Poulet im Slow Cooker, serviert mit hausgemachtem Chimichurri.


[GE]feiert: Mit lieben Menschen den runden Geburtstag des Herrn C.
Die Deko auf Tante Z.s Rüeblikuchen wurde anfänglich von mehreren Anwesenden für gegrillte Cocktailwürstchen gehalten. Sie hat brav die Anleitung des kruden Rezepts befolgt und die Marzipankarotten mitgebacken... Auch kulinarisch waren die Rüebli kein Highlight, wie ich euch versichern kann. Vor Nachahmung wird gewarnt.


Zwei Wochen später [GE]wesen: In der Ostschweiz, eine eintägige Auszeit gegönnt. Mittagessen gab's im Ochsen in Schwellbrunn, davor und danach je eine Shoppingtour und als Abschluss ein Diner mit Tante Z. in der Linde in Heiden.


[GE]kauft
Im Brocki eine Nordic Ware Backform und eine türkise Bay Keramik Vase. 
In der Ochsen-Metzgerei Landjäger für Herrn C., in der Drogerie ein Glas Hagebuttenlatwerge und in der heissgeliebten Holzofenbäckerei in Waldstatt 
St. Galler Brot, altmödiger Chäsfladen (se one and only!), Linzertorten und einen Speckmocken für's Znüni. 

 [GE]sehenThe Flight Attendant & Panic 

[GE]lesenDie Pest - Volker Reinhard
1913: Der Sommer des Jahrhunderts - Florian Illies

[GE]freut: Das Schweinwoll sieht wegen seiner riesigen Narbe wie Frankensteins Hund aus, ist aber unterdessen genau so fit wie vor der OP.

[GE]ärgert: Nach langer Suche einen neuen Wäschekorb bestellt.
Plastikfrei und in Deutschland hergestellt. Zwar teuer, aber Nachhaltigkeit hat halt ihren Preis. Nur leider steht die gelieferte Qualität in keinem Verhältnis zum bezahlten Betrag: Der Deckelhenkel ist ein schlechter Witz, rundherum ragen gefährlich spitzige Weidenenden heraus und der schludrig genähte Innensack schrumpfte beim Waschen (Kurzprogramm Handwäsche, 20 Grad) so stark, dass er nun ständig über den Rand rutscht. Ziemlich verärgert vor fast vier Wochen eine entsprechende Bewertung auf der biber Homepage hinterlassen, die bis heute nicht veröffentlicht wurde. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.  


Wieder [GE]buchtDas grosse Ferienhaus mit wunderbarer Terrasse und grandioser Aussicht über den Lago Maggiore. Allerdings erst für September, bis dahin sollten wir endlich geimpft sein. 

[GE]lacht: Wo ist Walter der Falter?

Samstag, 15. Mai 2021

12 x [GE] - Sonderausgabe: Das Comeback -271-

                                    [GE]freut:                                       Das Schweinwoll hat die OP und diverse Komplikationen unterdessen gut überstanden. Hoch lebe das Schweinwoll!

[GE]wesen: Im letzten Monat öfters beim Tierarzt, als in den vergangenen 35 Jahren - mit unzähligen eigenen und anderen Tieren - zusammen. Zumindest gefühlt.

 [GE]sehen: Fünf Staffeln Golden Girls. Kurz, anspruchslos und lustig genug, um die nächtliche Patientenpflege mit maximal einer Stunde Schlaf am Stück besser wegstecken zu können. 

[GE]gessen: Viel zu viel Knabberzeug und Süsskram. Für "aufwendigeres", wie Sandwiches oder so, war ich oft einfach zu groggy.

Mindestens einmal täglich meiner Frau Mama [GE]dankt
Sie bewahrte in ihrem Kleiderschrank stets ein paar alte, aber gut erhaltene Frotteetücher auf, falls den Enkeln, Haustieren oder dem Ehemann einmal ein grösseres (blutiges) Malheur passiert. Hätte ich diese clevere Angewohnheit nicht von ihr übernommen, würden wir nun ein neues Sofa benötigen. 

Aufgrund des verzögerten Genesungsprozesses die Ferienwoche in Graubünden gestrichen und stattdessen [GE]gönnt: Eine von Walter Gropius entworfene, mattschwarze Teekanne mit Teesieb aus der TAC Serie von Rosenthal.
Secondhand, natürlich.

[GE]trunkenLiterweise griechischer Bergtee mit Honig und a bisserl Zitronensaft. Und vor den Nachtschichten einen Mastix-Kaffee mit Milch und Kithulsirup.

[GE]kauft: Methi Sev (leicht scharfe Kichererbsenstäbchen mit Bockshornkleeblättern), Boondi (gesalzene Kichererbsenfritter) und drei Flaschen Kithulsirup beim Inder um die Ecke. Genial, das Zeuch.

[GE]kocht: Suppen. Polenta. Griessbrei und Erdbeerkompott mit Sumach.
Hauptsache schnell, unkompliziert und sättigend.

[GE]backen: Ein dunkles Pecannussbrot mit Quinoaflocken & Kithulsirup.
Der restliche Bedarf an Backwaren & Mahlzeiten wurde via TGTG gedeckt. 

[GE]lesen: Maos grosser Hunger - Frank Dikötter

[GE]lacht
Mit dem Schwesterherz auf dem Weg zum Tierarzt über
 die Umwandlung von Brüchen ins Dezimalsystem diskutiert.  
Sie: 1/4 und 1/2 sind einfach, aber bei 3/4 setzt mein Hirn regelmässig aus. 
Ich, völlig übermüdet und gaga: Pipieinfach. 3/4 ist gleich 0,3 Schrägstrich 4.

Der Mathenobelpreis wird dieses Jahr eventuell an jemand anderen verliehen....

Sonntag, 18. April 2021

11 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -270-


[GE]gessen
: Burger und Fritten aus dem Union Diner. Njamm.

[GE]trunken: Emmi Good Day Balance laktosefrei 
Kreidiges Pinselwaschwasser im Tetra Pack, wenn ihr mich fragt.

[GE]kocht: Lammgigot in Milch mit Petersilienkartoffeln und zum Dessert
 Erdbeerkompott mit Sumach. (Erdbeeren via TGTG)

[GE]backen: Sirapslimpor mit Rosinen, Catalogna Quiche,
UrDinkelvollkornbrot mit gerösteten Sonnenblumenkernen
und Rotweingugelhupf

[GE]wesen: An der Klinikpforte ein paar Knabbereien abgegeben für Frau Schwiegermama, die ein neues Hüftgelenk eingesetzt bekam.

[GE]freut
Die OP verlief wie am Schnürchen, unterdessen ist sie schon wieder zu Hause.

[GE]ärgert 
Unsere "liebe" Gartennachbarin hat, das vierte Jahr in Folge, rücksichtslos Äste abgeknickt, damit sie ihr Tomatenhäuschen direkt an der Begrenzungsmauer aufstellen kann, obwohl sie einen Mindestabstand von 150 cm zu unserem Garten einhalten müsste. Nach unzähligen freundlichen Hinweisen, ist mir nun der Geduldsfaden gerissen. Die schriftliche Beschwerde an den Vorstand ist unterwegs.

 [GE]sehenChernobyl, Schitts Creek, Ripper Street & Grantchester
Godzilla vs. Kong
Queen: Days of our Lives 

[GE]lesen
Später - Stephen King
Drei Männer im Schnee - Erich Kästner

[GE]kauft: Zwei Säcke Erde um alle Setzlinge pikieren zu können.

[GE]hört: Bisch parat? - Lasso

Kein [GE], nur eine kleine Bitte
Herr C. bemerkte nach der Augen-OP des Schweinwolls eine kleine Beule an seinem Oberschenkel. Wir vermuteten zuerst eine Reaktion auf einen Spritzeneinstich oder einen Insektenstich. Nachdem die Beule aber rasant grösser statt kleiner wurde, vereinbarte ich einen Untersuchungstermin beim Tierarzt. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt, und die chirurgische Entfernung äusserst kompliziert ist. Bitte drückt ihm am Dienstagmorgen für die OP alle verfügbaren Daumen und Zehen, er hat es bitter nötig.

Dienstag, 6. April 2021

Karotten-Frischkäse-Mousse mit Frühlingskräutern


Der Garten quillt förmlich über vor lauter Frühlingsgrün: Giersch, Löwenzahn, Schnittknoblauch, Schaumkraut, Borretsch, Gänseblümchen, Schnittlauch und Dost sind schon gross genug für die erste Ernte nach der Winterpause. Die pipieinfache, blitzschnell zubereitete Karotten-Frischkäse-Mousse schmeckt, je nach verwendetem Kraut oder Kräutermix, im Jahresverlauf immer wieder anders und wird so nie langweilig.

Für vier Personen als Apéro, serviert mit Gemüsesticks und Cräckern:

  • 1 grosse Karotte, ca. 180 Gramm
  • 150 gr Frischkäse, nach Belieben Kuh-, Ziegen-, Schaf- oder Nusskäse (io: Züger, bio & lactosefrei)
  • 1/2 Tl Dijonsenf
  • wenig Kräutersalz
  • eine grosszügige Menge Piment d'Espelette
  • 1/4 Tl Sumach 
  • 1 - 2 El fein gehackte frische Kräuter (io: Schnittlauch, Löwenzahn- & Gänseblümchen)

Karotte schälen, im Zerkleinerer oder Mixaufsatz zu einem feinstückigen Brei zermixen. Mit den restlichen Zutaten gründlich vermischen. Abdecken, kühl stellen und mindestens eine Stunde durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken. Reste im Kühlschrank lagern und innerhalb einer Woche aufbrauchen.

Anmerkungen: Sumach kann durch Amchur oder Zitronensaft ersetzt werden. Für die milde Schärfe sorgen reichlich Pfeffer, Cayennepfeffer, Chiliflocken oder frisch geriebener Meerrettich statt Piment d'Espelette.

Sonntag, 4. April 2021

Frohe Ostern allerseits!

Erneut in trauter Zweisamkeit. Bisschen langweilig, dafür aber stressbefreit.

Lasst es euch gut gehen und denkt immer daran: Eierlikör ist kein Grundnahrungsmittel. *hicks*

Dienstag, 30. März 2021

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -269-

 

[GE]gessen: Café complet mit Brot und Brötchen aus der Holzofenbäckerei, Wildschweinlandjäger, Appenzeller Rahmkäse, getrüffelten Oliven, Äpfeln, Rohschinken, Mostarda di frutta, Gazusa limun und mandarino.

[GE]kocht: Fenchel-Salsiccie-Sugo und frische Pasta

[GE]braten: Hafenbuletten II.
Grundrezept plus Hirseflocken, mehr Flüssigkeit und Buchweizen- statt Ruchmehl. Bisher die beste Version.

[GE]backen: Rüeblisaftbrot. Langweilig und zu süsslich.

[GE]wesen: In Balsthal, Olten und Aarau.

[GE]kauft: Blumen via TGTG

 [GE]sehen: Göring, Brueghel und die Shoa 

[GE]lesen: Das Karussell der Verwechslungen - Andrea Camilleri

[GE]freut: Am Samstag wurde der kleine L.L. Cool Bean geboren. 
Alle sind wohlauf und ich bin mit sofortiger Wirkung Grosstante. Yeah.

[GE]freut II: Das Schweinwoll hat seine Augen- und Zahn-OP bestens überstanden, ausserdem ist das Ergebnis seines Altersbluttests durchgehend positiv. Doppelyeah.

[GE]hört: Little Lies - Fleetwood Mac

Sonntag, 28. März 2021

Hafenbuletten II

 

Meine neue Lieblingsvariation: Würziger, saftiger, fleischiger. Njamm.

Für 12 Buletten:

  • 230 gr feine Vollkornhaferflocken
  • 20 gr Hirseflocken
  • 3 gehäufte El getrocknetes Suppengemüse 
  • 1 gehäufter El getrocknete Salatkräuter 
  • 1 El Steinpilzpulver
  • 1 Tl Braten- oder Fleischgewürzmischung
  • 1/4 Tl Kräutersalz
  • je ein 1/4 Tl grob gemahlener Pfeffer & getrockneter Majoran
  • 270 gr Milch, kühlschrankkalt

Vermischen und eine Stunde abgedeckt quellen lassen.

  • 2 Eier Grösse L
  • 3 El fein geriebener Parmesan
  • 1 gehäufter El grober Senf
  • 1 gehäufter El Buchweizenmehl

Eier mit Käse, Senf und Buchweizenmehl gründlich verquirlen. Gesamte Haferflockenmischung unterrühren. Abschmecken. Schüssel abdecken und dem Inhalt mindestens 10 Minuten zum Nachquellen gönnen. Nach der Einweichzeit bleibt die Bulettenmasse ein bisschen klebrig, aber das muss so sein. In einer grossen Pfanne 2 El Rapsöl und 1 El Butter erwärmen. Haferflockenmasse mit feuchten Händen zu Buletten formen oder, wenn die Masse zu feucht ist, direkt mit dem Löffel in die Pfanne befördern. Auf beiden Seiten braun braten (io: Stufe 6 von 9, jede Seite ca. 4-5 Minuten). Die Buletten lassen sich unfallfrei wenden, wenn sich auf einer Seite eine Kruste gebildet hat. Auf Küchenpapier entfetten und heiss oder zimmerwarm geniessen. Übrige Hafenbuletten im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Tagen verputzen.

Donnerstag, 25. März 2021

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -268-


[GE]gessenPilav mit grünen Bohnen, Rüebli, frischen Erbsen und Cashews

[GE]trunken: Cold Brew Tea aus Jasminperlen von Länggass Tee

[GE]kocht: Frische Morcheln und Brätchügeli an Rahmsauce mit Butternüdeli

[GE]backen: Verschiedenes Gemüse aus derselben TGTG Tüte. Anschliessend mit gebratenen Nudeln gemischt, Käse drüber, zufrieden war der Herr C.

[GE]wesen: In der Landi, wieder die gewohnte Aussaterde abgeholt. Über das letztjährige Desaster mit der Coop Naturaplan Erde ärgere ich mich immer noch.

 [GE]sehen: Sanditon 

[GE]lesen: The Five - Hallie Rubenhold

[GE]freut: Über die vielen tollen Brockifunde.
Unter anderem Kuchen, Cakes, Schnitten der Fachschule Richemont, acht Anismodel, ein uralter französischer Topfuntersetzer aus Gusseisen, drei versilberte Kannen und eine Zuckerdose von SIGG mit Bakelitknauf. 
Wenn Corona noch länger überzieht, müssen wir einen Kredit aufnehmen und anbauen. 

[GE]kauft: Zwei Vermicelles in der Konditorei Niederberger in Laufen.
Viel Naps im Marronipüree und knuspriger Meringue-Boden mit Schoggischicht. 
Njamm, njamm, njamm. 

Um[GE]geräumt: Den Vorratsschrank. 
Die Chancen, irgendetwas innerhalb einer nützlichen Frist zu finden, sind durch dieses Tat signifikant gestiegen.

[GE]meinsam entschieden: Ostern wird in trauter Zweisamkeit gefeiert.
Am Vormittag urbi et orbi, am Mittag Gitzigigot und am Nachmittag Eierlikör à gogo. I love my own Planung.

[GE]ärgert
Herr C. wurde auf einem Zebrastreifen von einem falsch fahrenden Velolenker umgenietet, der hinter einem Bus hervorgeschossen kam. Kein harmloses Touchieren, der Typ hat Herrn C. frontal erwischt, so dass er ungebremst auf den Boden geknallt ist. Dank seiner guten Reaktion, robuster Arbeitskleidung und einer Legion Schutzengeln, hat er "nur" leichte Blessuren davongetragen. Eine gebrechliche Person - oder ein Kind - würde jetzt wahrscheinlich auf der Intensivstation liegen. Oder in der Pathologie. Das rücksichtlose Arschloch Der Fahrradrowdy hat ihm nur zugerufen: Geht's? Danach ist er auf Nimmerwiedersehen abgehauen. Ich plädiere seit Jahren für ein weithin sichtbares Velonummernschild, damit solche Drecksäcke nicht ungestraft davonkommen. Wieviele Unfälle braucht es noch, bis auch der hinterletzte Politiker begreift, dass Fahrräder und E-Bikes zwar ökologisch sinnvoll, aber nicht alle Lenker auch automatisch Heilige sind?

Sonntag, 21. März 2021

Spargelsuppe mit Tsampa. Und Sprossen, falls gewünscht.

 

Anfang der Woche lag in einer TGTG Tüte ein halbes Kilo weisser Spargel aus Deutschland. Kilopreis laut Verpackung: 60 Franken. W-a-h-n-s-i-n-n! Aber echt jetzt, wer braucht schon Spargel im März? Anscheinend genug Leute, denen es egal ist, wieviel Energie für den Anbau in geheizten Treibhäusern oder auf beheizten Feldern verschwendet wird. Oder die es nicht kümmert, dass Spargel um diese Jahreszeit oft aus Südamerika eingeflogen wird. So oder so, die Ökobilanz ist für beide Varianten grottenschlecht. Der Import der exorbitant teuren Stangen scheint sich trotzdem zu lohnen, so lange genug Ignoranten keinerlei Interesse zeigen, über den Tellerand zu "denken" und entsprechend weniger egoistisch zu handeln. * Lange Rede, kurzer Sinn: Merkt euch dieses Rezept für die richtige Spargelsaison (CH: ca. Mitte Mai bis Ende Juni), wenn auf dem Markt Stangen mit Schönheitsfehlern und Bruchspargel aus einheimischem Anbau angeboten werden.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1,5 Liter Wasser
  • 500 gr dicker, weisser Spargel 
  • 1 Tl Zucker
  • Salz
Wasser zum Kochen bringen. Unterdessen die Spargelstangen abbrausen, schälen und die Enden abschneiden. Geschälte Spargelstangen in ein feuchtes Tuch einschlagen und zur Seite stellen. Schalen und Enden zusammen mit Zucker und ausreichend Salz ins kochende Wasser schubsen. Hitze reduzieren (io: Stufe 2 von 9), Deckel auflegen und 25 Minuten ausköcheln. Spargelsud durch ein Sieb in einen anderen Topf umgiessen. Reste im Sieb gründlich ausdrücken. Benötigt werden 1,2 Liter Spargelsud, ggf. mit Wasser strecken.

  • 2 El Butter
  • geschälte Spargelstangen
  • 1 Tl Zucker
  • 2 gehäufte El Tsampa aus Gerste oder Kichererbsen
  • 1,2 Liter Spargelsud
  • eine Zitronenscheibe
  • Kräutersalz
  • 100 ml Sahne
  • zwei handvoll gemischte Sprossen, nach Belieben (io: Bockshornklee und Senf, selbstgezogen)

Butter im Kochtopf zerlassen. Unterdessen die Spargelstangen in dünne Scheiben schneiden. In der Butter anbräunen. Zuerst mit dem Zucker, dann mit dem Tsampa bestreuen. Eine Minute rührbraten. Hitze hochdrehen und den Spargelsud zugiessen. Zitronenscheibe über dem Topf auspressen. Salzen und die Suppe 10 Minuten kochen, bis die Spargelscheiben weich sind. Mit dem Stabmixer glatt pürieren. Sahne zum Schluss einpürieren. Abschmecken und, falls verwendet, mit einer grosszügigen Portion Sprossen garnieren.

Anmerkung: Schöne Spargelköpfchen der Länge nach halbieren und in Butter anbraten, um sie in der Suppe zu servieren. Die Stangen aus der Überraschungstüte hatten ihren Zenit schon überschritten und so landeten die Köpfchen ebenfalls im Kochtopf. Spargel und Tsampa ergänzen sich wunderbar, der Spargelgeschmack wird durch die zarte Röstnote geerdet. Zusätzlich ist die Suppe mit Gerste sättigender als die gewohnte Spargelcrème, und eignet sich deshalb auch gut als Hauptgericht für zwei hungrige Spargelfreunde.

* Nachtrag: Gestern protestierten tausende unmaskierte Querdenker, Impfgegner und Covidioten in Liestal gegen Coronaimpfungen, Impfzwang, Bevormundung, Diktatur des Bundesrates, Unterdrückung, Nötigung, den Polizeistaat, die Übernahme der Weltherrschaft durch Bill Gates... Selbstverständlich sind die alle entschuldigt. Deren Hirnkapazitäten zusammengerechnet reichen nicht aus, um herauszufinden, in welcher Richtung sich der Tellerrand befindet. Falls sie überhaupt wissen, was ein Tellerrand ist. Denn vielleicht ist ein Tellerrand auch nur ein Lügenkonstrukt der Politiker, so wie die Pandemie und die überfüllten Intensivstationen. Over and out.

Dienstag, 16. März 2021

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -267-

[GE]gessen: Zopfsandwich mit Zigerbutter

[GE]trunken: Volvic Minze-Eisenkraut. Geldverschwendung.

[GE]kocht: Champignonsuppe mit Tsampa

[GE]backen: 
Misocookies mit weisser Schokolade (sosolala)
Dinkel-Choco-Cookies mit Buchweizen (fein)

[GE]wesen: Mehrmals bei Schwesterherz, die durch eine Hand-OP eingeschränkt ist.

Eine aufwühlende Doku [GE]sehen
Abtreibungsverbot in Polen - Frauen fordern Selbstbestimmung 
Zwei Zuschauer, ein Gedanke: WTF???
Straight back ins dunkelste Mittelalter?

[GE]lesen: Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann? - Celia Fremlin

[GE]freut: Meine Schweizer Bauernkeramiksammlung wächst langsam, aber beständig. Neuester Zugang: Frau Schwiegermama hat mir ihre kleine Herde, bestehend aus Kühen, Ziegen und Pferden, überlassen. *froi*

[GE]freut II: Herr C. liess sich am Sonntag, trotz Regen und Kälte, zu einem Ausflug nach Biederthal, einem Spaziergang hinter Burg im Leimental und, auf dem Rückweg, zu einem Abstecher zur Bücherkabine am Bundesplatz überreden.

[GE]kauft
Türkische Mehlfeigen, grüne Sultaninen aus dem Iran und 
ungespritzte Bergsultaninen ohne Ölüberzug, ebenfalls aus der Türkei.

Zweimal hin[GE]hört
Der neue Staubsauger ist tatsächlich halb so laut wie sein Vorgänger.
Wenn ich das geahnt hätte, hätte ich schon vor Jahren auf einen Neukauf bestanden.

Aus[GE]gedrucktAussaatkalender 2021

Sonntag, 14. März 2021

Rettichsalat mit Rüebli und Öpfel



Unspektakulär. Günstig. Fein.


Sauce:

  • frisch gepresster Saft einer grossen Orange
  • 2 El Mayonnaise 
  • 1 El Rapsöl
  • 1 El Weissweinessig
  • 1 Tl mittelscharfer Senf
  • reichlich Kräutersalz
  • bunter Pfeffer

Alle Zutaten gründlich in einer Salatschüssel verrühren.

  • 1 weisser Rettich
  • 1 grosse Karotte
  • 1 grosser, säuerlicher Apfel

Rettich, Karotte und Apfel schälen. Direkt in die Salatschüssel raffeln, zum Beispiel an der Rösti- oder Rohkostreibe (io: Börner Curly). Vermischen und mindestens 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Vor dem Servieren abschmecken. Bei uns gab's dazu Appezöller Chässchnitten. Wie gesagt: Unspektakulär, aber fein.

Donnerstag, 11. März 2021

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -266-



Zu meiner grossen Freude [GE]wesen
In der Ostschweiz und anschliessend zu Besuch bei Tante Z.

Am Mittag [GE]gessen
Gegrillte Bratwurst mit Bürli im Auto bei knapp 2 Grad Aussentemperatur.

[GE]trunken: Zwei (oder drei?) Gläschen Weisswein nach getaner Arbeit.
Wobei Herr C. die Arbeit, d.h. Deckenlampen montieren, erledigt hat und Onkel Z. mit mir auf die gelungene Beleuchtung anstiess. 
Coole "Arbeitsteilung".


Essbares [GE]hamstert, als ob morgen der nächste Lockdown in Kraft tritt: Rässkäse, Appenzeller Rahmkäse, Urnäscher Hornkuhkäse, Frischkäse mit Kräutern, Blochkäse, Blue Jersey aus Lichtensteig, Carameltöpfli, Ribelmaistöpfli, Bergbutter, Fässler Cervelats und Freilandeier von Appenzeller Junghühnern. Die Metzgerei Sturzenegger versorgte uns mit Cervelats, Grillschüblig, Chässchüblig, Schwartenmagen, hausgemachten Spätzli und Café de Paris Butter. Die letzte Station war dann die Holzofenbäckerei Brotkorb in Waldstatt, wo die vorbestellten St. Galler Brote, Chäsfladen, Linzertorten, Mandelgipfel, Pizzen und Silsergipfel auf uns warteten.
Übrigens wird dort, herrlich altmodisch, nur Bargeld akzeptiert. 
I like it.



Nebenbei in verschiedenen Brockis ab[GE]staubt: Eine Jugendstil Teekanne aus Kupfer, eine kleine exquisite Kristallvase, eine schwarz-orange Keramikvase, vier Anismödeli und vier Bücher (Erntebilder, Der Zoo der Anderen, Schweizer Volkskunst, Fabians Saucen). Last but not least, drei Kerzenständer aus Glockenbronze von Harjes. Wahrscheinlich aus den 60er/70er. Heutzutage ist nur noch kleinste Version erhältlich.

Im Ofen [GE]schmort: Kalbsbrust mit Knochen. 
Wie üblich nur mit a bisserl Gemüse, hellem Bier und Dörrzwetschgen. Deliziös.

Ein[GE]legt: Karottenlachs

 [GE]sehen
kreuz und quer: Wir glauben an die Arche Noah
Zwei Zuschauer, ein Fazit: WTF???

[GE]lesen
Prinz Charles: Ein aussergewöhnliches Leben - Sally Bedell Smith

[GE]freutIm Internet eine wunderhübsche Deckeldose mit Jugendstildekor
 von Karl Schenk erstanden.

[GE]hört: Running in the family - Level 42

[GE]lacht
Als wir durchs Appenzellerland gegondelt sind, fing Herr C. plötzlich an zu gackern. Eine Kurve später verstand ich den Grund seiner Heiterkeit. Eigentlich wollte ich bei einer früheren Fahrt nur auf die behornte Kuhherde an diesem Ort hinweisen. Doch nach den Whiskeyproben in der Brauerei Locher fand es mein Hirn lustiger, die Kühe mit Hörnern zu Hühner mit Körnern zu verdrehen....  
Dieser Versprecher wird mich voraussichtlich bis an mein Lebensende verfolgen.
P.S. Minuten nach meinem Malheur, bestand das, ebenfalls angeschwipste Schwesterherz - ganz heiser nach ihrem Lachanfall - darauf, dass sie nun wegen mir einen Tarzan im Auge hat... (Sie streitet heute allerdings vehement ab, so etwas je von sich gegen zu haben. Herr C., nüchterner Chauffeur wie immer, fuhr damals vor lauter Lachen fast in einen Misthaufen. Aber das ist natürlich kein hieb- und stichfester Beweis, wenn man Schwesterherz fragt).