Dienstag, 7. Juli 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -236-



[GE]gessen
Rotes Curry und Gai Pad Med mit Duftreis von Khao HomNjamm!

[GE]trunken: Lindenblüten-Cassis-Eistee

Zum ersten Mal [GE]schmort: Beef Back Ribs
Spontan zwei marinierte Stücke à ca. 800 gr erstanden, ausreichend für 2-3 Personen. Ofen auf 150 Grad vorgeheizt, Gitter unterste Schiene. Kreuzförmig in den grossen runden Le Creuset gelegt. Kein Anbraten, kein Gemüse, keine Flüssigkeit. Deckel drauf und 4 Stunden schmoren lassen. Nach drei Stunden die Fleischstücke einmal gewendet. Butterzart, fällt beim Anheben von den Knochen, schön gebräunt, bisschen Jus im Topf. Unbedingt entfetten, falls er verwendet wird.

[GE]backen: Gemischtes Gemüse und Feta, serviert mit Kräuterschmand

[GE]wesen: In Diepoldsau. Familienmeeting wegen einer Hausräumung.

[GE]freut: Herr C. fand dort für sich, Schwesterherz und gute Freunde, massig Werkzeug und Kleinmaschinen. Ich durfte eine Kenwood Küchenmaschine, eine Schachtel voll Krimskrams und Kleinzeug zum Basteln abstauben.

Während der Räumungspause [GE]gessen: In der Trattoria il Sole.
Trotz Reservation war der Tisch nicht vorbereitet, die Bedienung von Anfang an genervt-unfreundlich, das Essen mittelmässig bis schlecht. Und wie so oft, hat das Glück mich nach der Bestellung verlassen: Das Vitello Tonnato war billigstes Convenience-Food, Formfleisch mit breiiger Sauce und angematschten Kapern. Brot gab's weder freiwillig noch auf Nachfrage dazu. Die extra georderte Portion Gemüse als Beilage war eine in der Mikrowelle aufgewärmte, fixfertig gewürzte TK-Mischung. Selten so lieblos zusammengestellte und angerichtete Menüsalate mit Gastrofertigsauce gesehen. Die Pizzen waren sosolala, die Pasta mässig, das Tagesmenü okay, aber die Spätzli dazu ebenfalls ein Fertigprodukt.
Herr Bumann, falls Sie sich im Ruhestand langweilen, überlasse ich Ihnen gerne die Adresse dieses Etablissements.

Nach dem Hupf über die österreichische Grenze [GE]kauft
Ein paar Flaschen Grüner Veltliner, Mozartkugeln, Tonic-Sirup, Almdudler mit Hanf (ein bisschen Spass muss sein..), Käferbohnen, geräucherter Bio-Käse und Bio-Gin. Leider hatten wir nur Zeit für einen ultrakurzen Abstecher und ausserdem war es an dem Tag zu heiss, um Frischprodukte quer durch die Schweiz zu karren.

 [GE]sehen: Castle Rock, die zweite Staffel

[GE]lesen: Pompeji - Robert Harris

[GE]hört: Thriller - Michael Jackson. Mein neuer Duschsoundtrack.
Reicht perfekt für zwei Durchgänge mit Shampoo und Duschgel.

[GE]ärgertIn der Markthalle bei Thipp's Thai Cuisine eine Portion Bratnudeln und rotes Hühnchencurry to go erstanden. Nach ein paar Gabeln voll Nudeln lagen sieben scharfkantige Knochensplitter auf dem Tellerrand. Der Genuss war dahin, der Rest des Gerichtes landete im Müll. 

Sonntag, 5. Juli 2020

Schnelle Pfirsich-Tonka-Tarte




Für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser:

  • ein rund ausgewallter Kuchen-, Mürb- oder Blätterteig (io: Dinkelkuchenteig ohne Palmöl, Migros)
  • 6 reife Pfirsiche, ca. 600 gr

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Fixfertigen Teig mit dem anhaftenden Backpapier in die Form legen, den Rand nachformen. Bei Affenhitze bis zur Verwendung im Kühlschrank parkieren. Pfirsiche gründlich abbrausen, trocken tupfen und halbieren. Die pelzige Haut abziehen, falls möglich. Kerne entfernen und jede Hälfte in vier Schnitze schneiden. Abgedeckt zur Seite stellen.

Guss:

  • 3 gehäufte El Zucker
  • 1 El Speisestärke
  • 200 gr Schmand*
  • 1 Ei Grösse L
  • 100 gr Sahne
  • 100 gr Milch
  • zwei bis drei grosszügige Prisen fein geriebene Tonkabohne 

Zucker und Speisestärke in eine Rührschüssel geben, mit dem Schwingbesen klümpchenfrei verrühren. Restliche Zutaten der Reihe nach unterrühren. Teig spiralförmig mit den Pfirsichspalten belegen. Guss vorsichtig über die Früchte giessen. In den vorgeheizten Ofen schieben und etwa 45 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist und nicht mehr wabbelt. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen. Wer die Kalorien nicht scheut oder heute Geburtstag hat, darf sich dazu noch einen dicken Klecks geschlagene Sahne und/oder eine Kugel Vanilleeis genehmigen. Ristretto nicht vergessen!

* Zum Thema Schmand: War früher ausschliesslich in Deutschland erhältlich, kürzlich aber bei Aldi Suisse im Kühlregal erspäht. Hoffentlich bald auch in Bio-Qualität im Migi oder Konsi erhältlich. Ersatz: Saurer Halbrahm.

Dienstag, 30. Juni 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -235-



[GE]gessen
Oder besser gesagt, probiert zu essen, denn der Schoko-Crunch-Becher war übersüsst und eklig fettig. Ich bin davon ausgegangen, eine Art Mousse au chocolat mit Granola zu erstehen. Weit gefehlt, wie ihr dem Etikett entnehmen könnt. Kann mir mal jemand erklären, warum ausgerechnet eine Bäckerei solchen Mist herstellt? 

[GE]trunken: Melissenwasser

Ein[GE]kocht: 1,5 Liter Cassissaft

[GE]backen: Vierkornflauschis aus Weizen, Kamut, Gerste & Hartweizen

[GE]wesen: Mit Schwesterherz beim Interio Schlussverkauf.

[GE]kauft
Zwei rechteckige, gelochte Tarteformen mit herausnehmbaren Böden

 [GE]sehen: The Boys 

[GE]lesen: Der Kuss der Schlange - Ruth Rendell

[GE]freut
Die Gewitterfront hat unseren Garten gnädigerweise verschont.

[GE]freut 2: Herr C. begleitete mich zum letzten Flohmarkt vor der Sommerpause. Seine Beute: Eine Sägevorrichtung und Bohrerzubehör. Ich: Vier Bücher, ein Memory aus dem Jahr 1971 und zwei Brotdosen aus Aluminium. 

[GE]hört: Codo - DÖF

Mit Rasenschnitt [GE]mulcht: Das Gurkenbeet (10 Setzlinge) und alle Topfpflanzen (Tomaten, Minikiwis, Feige) im Garten. Das Experiment scheint zu funktionieren, die Erde unter dem Rasenschnitt bleibt länger feucht. Allerdings sollte die erste Schicht mindestens 3 cm dick sein, damit das Unkraut keine Chance hat (vorher natürlich gründlich jäten). Alle paar Wochen muss eine neue Schicht frischer Rasenschnitt aufgetragen werden. Schneckenkragen oder - körner verwenden, die Mistviecher lassen sich durch die Mulchschicht nicht abhalten.

Sonntag, 28. Juni 2020

Orangiges Schafmilcheis mit eingestrudelter Erdbeersauce



Beinahe wäre ich daran vorbeigelaufen. Auf der Suche nach Bergbauernbutter, bemerkte ich einen ganzen Karton voll verbilligter Schafmilch. Ich ging weiter auf Buttersuche und nachdem ich in der hintersten Ecke der Regalzeile fündig geworden war, kehrte ich grübelnd zur Milch zurück. Was könnte ich daraus machen? Frischkäse? Mmmmhhh... Hatte ich überhaupt noch Lab im Kühlschrank? Mmmmmhhh.... Definitiv unsicher grübelte ich weiter. Pudding? Griessköpfchen? Vanillesauce? Mmmmmmhhhh.... Auf dem Weg zur Kasse, packte ich stattdessen vier Körbchen vergünstigte Erdbeeren ein und fuhr anschliessend im Nieselregen nach Hause. Dort angekommen, zog ich gerade die nassen Kleider aus, als ein Gedankenblitz mein Hirn durchzuckte. Schafmilch = hoher Fettgehalt = supercrèmiges Eis. Blitzschnell zog ich mich wieder an und schwang mich, mittlerweile im strömenden Regen, nochmal aufs Velo. Schwein gehabt, von den sechs Flaschen waren noch vier da. Als ich aus dem Laden trat, war der Regen so heftig, dass mir nichts anderes übrig blieb, als das Velo zu schieben. So hatte ich genug Zeit, um über meine undichte Regenjacke zu fluchen und zu überlegen, auf welche Sorte Eis ich eigentlich Lust hatte. Die Grundmasse sollte die gleiche wie beim Vanilleeis sein, allerdings mit kleinen Änderungen. Statt Vanille stellte ich mir Orange und Grand Marnier vor. Und was passt dazu wie die Faust auf's Auge? Erdbeeren! Was soll ich noch sagen? Ich bin hin und weg. Crèmiges Milchglacé mit einer dezenten Nuance von Orangen und Grand Marnier, ergänzt durch frisch-fruchtige Erdbeerstrudel... Njammi! Aus den restlichen Früchten entstand übrigens eine Erdbeerkonfitüre mit Bergamotteschalen. Génial, nebenbei bemerkt. Doch das ist eine andere Geschichte. 


Für die Erdbeersauce:
  • 300 gr Erdbeeren, geputzt gewogen
  • 75 gr Bio-Gelierzucker 2:1
  • 30 gr frisch gepresster Orangensaft
  • 30 gr frisch gepresster Zitronensaft

Erdbeeren in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einem Topf vermischen und eine Stunde ziehen lassen. Zum Kochen bringen, 6 Minuten sprudelnd kochen lassen. Topf zur Seite stellen und zwei Stunden auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dann mit dem Mixstab fein pürieren. Die dunkelrote Masse wird flüssiger und hellrot. Abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag die schaumig-wobblige Sauce in der letzten Minute vor Verwendung aus dem Kühlschrank holen und kurz durchrühren. 


Für das Schafmilcheis:
  • 500 gr Schafmilch (io: Naturaplan mit 6,3% Fett)
  • 300 gr Sahne
  • 110 gr Zucker
  • 2 El/30 gr Agavendicksaft
  • 4 breit abgeschälte Streifen Bio-Orangenschale
  • 2 Prisen Salz
  • 14 gr Speisestärke 
  • 60 gr sahniger Frischkäse (io: Crème fraîche de brebis)
  • 3 El Grand Marnier

400 gr Milch, Sahne, Zucker, Agavendicksaft, Orangenschale und Salz in einen Topf geben, auf den Herd stellen und unter Rühren zum Kochen bringen. Unterdessen die Speisestärke mit der restlichen Milch klümpchenfrei verquirlen. Wenn die Milchmischung kocht, Topf zur Seite ziehen und die angerührte Speisestärke zügig untermischen. Wieder auf die heisse Platte schieben und unter ständigem Rühren etwa eine Minute kochen, bis es merklich andickt. Vom Herd nehmen und die Schalenstreifen herausfischen. Frischkäse in einer kleinen Schüssel glatt rühren. Vier Esslöffel von der heissen Milchmischung zugeben und kräftig rühren, bis die Masse völlig glatt ist. Die Frischkäsemilch in den Topf löffeln und klümpchenfrei verquirlen. Waschbecken etwa handbreit mit kaltem Wasser füllen, Topf hineinstellen und so lange rühren, bis der Inhalt nur noch lauwarm ist. Dann den Grand Marnier untermischen. Wasser auswechseln und den Topf im Becken stehen lassen, bis der Inhalt vollständig abgekühlt ist. In einen grossen Messkrug mit Ausguss (vorzugsweise aus Glas) umfüllen, abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag nach Gebrauchsanweisung in der Eismaschine gefrieren lassen. Unterdessen eine Tupperschüssel im Tiefkühler vorkühlen und aus Backpapier eine passende Abdeckung ausschneiden. Nach 45 Minuten das Eis abwechselnd mit der Erdbeersauce in die vorgekühlte Schüssel füllen. Mit einem breiten Löffelstiel verwirbeln, vorsichtig den Backpapierdeckel andrücken und ab damit in den Tiefkühler. Nach 2-3 Stunden ist das Glacé fester und servierbereit. Erst dann, also wenn das Eis fest ist, mit dem Deckel verschliessen. Das Backpapier nicht entfernen, es sorgt dafür, dass sich auf der Oberfläche keine gummige Schicht oder Eiskristalle bilden. Das Eis hält sich locker einen Monat im Tiefkühler und behält dabei seine crèmige Konsistenz. Tipp: Schüssel 10 Minuten vor dem Servieren aus dem TK holen und Deckel abnehmen. Danach lässt es sich sehr gut portionieren. Geht zur Not aber auch ohne Aufwärmzeit. Ergibt etwa 1,2 Liter Eis. Notiz an mich: Etwas mehr, als das gelbe Tupperli fassen kann.

P.S. Zitronige Variante: Orangenschale durch 4 Streifen Zitronenschale und Grand Marnier durch 3 El Limoncello, Wodka oder Grappa ersetzen.

Mittwoch, 24. Juni 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -234-



[GE]gessen: Schollenfilets mit Broccoli und Süsskartoffelpommes

Zum Fermentieren An[GE]setzt
Eine Gurkensalsa mit Nektarinen und Bockshornkleeblättern

[GE]kocht: Blumenkohl an Curry-Zitronen-Dressing mit Maniok

Vor[GE]nommen: 
Pastateig herstellen, mit der "neuen" Maschine auswallen und endlich einmal den Raviolistempel einsetzen, den mir Tante Z. vor einigen Jahren geschenkt hat.  

[GE]wesen: Mit Herrn C. im Elsass, Bio-Frischzeug erstanden, u.a.
Schaf- und Ziegenjoghurt, Crème fraîche de lait de brebis, diverse Sorten Ziegenfrischkäse, Bûche de chèvre und Clementinensaft.

 [GE]sehen: Süsse Magnolien. Naja. 

[GE]lesen
Ruhe unsanft - Agatha Christie
A mano - Claudio del Principe
La Vita, la Pasta - D. & F. Partenzi. Naja.

[GE]freutEndlich eine Packung Sauerstoffbleiche ergattert. 
Das Zeug ist gerade schwerer aufzutreiben als die Handynummer des Papstes.

[GE]ärgert: Letzte Woche einen Holzsplitter in den Fuss gerammt, der sich nun bei jedem Schritt unangenehm bemerkbar macht.

[GE]kauft: Schwarzwald Miso aus Gerste

[GE]hört: You make me feel - Jimmy Somerville

[GE]lacht
Herr C. schlüpft in neue, ein bisschen zu enge Jeans.
Verzweifelt versucht er, das Kleidungsstück durch Bewegungen zu dehnen.
Beim Beugen knallt er sich mit Schmackes ein Knie am Bettrand an
und beginnt vor Schmerz zu jodeln.
Mein Kommentar: Freu dich doch, nun ist die Hose nicht mehr dein grösstes Problem.
Die Weihnachtsgeschenke kann ich nach dem Spruch wohl abschreiben...

Montag, 22. Juni 2020

Kleines Intermezzo: Sacristains



Perfekt als Mitbringsel und/oder als Abschluss eines gemütlichen Grillabends.


Für 12 Stück:

  • 100 gr ganze Mandeln, fein gehackt
  • 60 gr Zucker 
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei Grösse S
  • 1 El Sahne
  • ein rechteckig ausgewallter Butterblätterteig, 280 gr (io: Anna's Best, ohne Palmöl)

Ofen auf 200 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Mandeln mit Zucker und Salz in einer kleinen Schüssel vermischen. Ei mit der Sahne verquirlen. Blätterteig auf der Arbeitsfläche ausrollen und der Länge nach halbieren. Beide Seiten mit der Eimischung bepinseln und eine Platte mit einem Drittel der Mandelmischung bestreuen. Leicht andrücken, dann die zweite Blätterteigplatte mit der Eiseite nach unten auf die bemandelte Blätterteigplatte legen. Oberseite mit Ei bestreichen, mit einem weiteren Drittel der Mandelmischung betreuen, leicht andrücken. Wenden und die letzte Seite mit dem verquirlten Ei bestreichen, restliche Mandelmischung darauf verteilen und nochmals sanft andrücken. In zwölf Streifen schneiden, verdrehen und auf das Backblech legen. Auf der mittleren Schiene einschieben und in ca. 15-18 Minuten goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Gleich wegknuspern oder in einer Blechdose maximal zwei Tage aufbewahren. 

Mittwoch, 17. Juni 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -233-



[GE]gessen: Mit lieben Menschen im Restaurant Ochsen in Schwellbrunn.

[GE]trunken
Einen portugiesischen Rotwein, den der familieneigene Weinpapst ausgesucht hat.

[GE]freut: Alle trotzten dem Mistwetter und nahmen über eine Stunde Anreise in Kauf, damit wir uns endlich wieder einmal live sehen konnten.

[GE]kauft: Sechs Siedwürste und Kalbsfischli in der angeschlossenen Metzgerei.

Auf dem Rückweg noch [GE]plündert: Die Holzofenbäckerei Brotkorb. 
Ein Ausflug ohne Halt in Waldstatt? Undenkbar! Erbeutet wurden St. Galler Brote, ein Zopf, ein altmödiger Chäsfladen mit Hefeteigboden, Chäsfladen mit Zwiebeln, Mandelgipfel, Linzertorten, Pizze, Silsergipfel, Aprikosenschnitten und Zimtfladen.
P.S. Natürlich haben wir telefonisch vorbestellt. Ehrensache. 

[GE]kocht: Curryreis mit Rüebli und Cashews

[GE]backen: Hartweizenfocaccia mit Sauerteigfütterungsüberschuss 

 [GE]sehen: Lukas 

 [GE]lesen
A Knife to the Heart - Barbara Nadel 
Die Tulpe: Eine Kulturgeschichte - Anna Pavord
Ikebana: Schalengestecke nach Moribana - Satchiko Matsunaga
Gewürze aus dem Alten Rom - Günther E. Thüry

Dank einer Hausräumung [GE]schenkt bekommen:
Eine Pastamaschine von Marcato, Holzbearbeitungsmaschinen, Gartenwerkzeug, Schnitzzubehör, eine elna Nähmaschine, Schneiderscheren, einen Weltempfänger, eine Werkstattlampe, alte Fotoapparate und diverses anderes Werkzeug. Ein Teil der Gegenstände wurde schon verschenkt, den Rest werden wir behalten oder verkaufen. 

[GE]hört: Sailing on the Seven Seas - OMD

[GE]lacht: Hirnbirn und Chrützimützi sind Partnerstädte.
(Insider. Sorry.)

Mittwoch, 3. Juni 2020

Mittwochssüss: Gepimpte Beerichüechli



Im Kühlschrank steht ein Einmachglas mit orangefarbenem Sirup. Sirup? Nee, liebe Leute, das ist kein Sirup. Sondern Mandarinenmarmelade mit Vanille aus Eigenproduktion. Der Geschmack ist top, die Konsistenz leider ein Flop. Herr C. findet zwar, dass Zitrusmarmelade ruhig recht flüssig sein darf, aber ich mag das einfach nicht. Kleckerei und klebrige, verschmierte Finger sind nicht meine Welt. Aus diesem Grund mische ich die Konfi lieber unter Quark oder Joghurt. Und unter Kuchenteig. Sozusagen als Ersatz für Zitrusabrieb. Die Konfi hält sich dezent im Hintergrund, verleiht dem fertigen Gebäck aber heimlich noch eine extra flaumige, saftige Konsistenz.
P.S. Schweizer machen übrigens keinen EU-Norm-Konformen-Unterschied und nennen alles, was nur entfernt an Fruchtaufstrich erinnert, einfach "Konfi".


Für 12 Muffins:

  • 150 gr geputzte Beeren, z.B. Heidel-, Cassis-, Johannis-, Brom- oder wünzige Stachelbeeren
  • 125 gr sehr weiche Butter
  • 65 gr brauner Rohrzucker 
  • 65 gr Zitrusmarmelade (io: flüssige Mandarine mit Vanille)
  • 2 Eier Grösse L, zimmerwarm
  • 125 gr Weizenmehl oder 65 gr Ruchmehl & 60 gr Weizenmehl Typ 405
  • 3/4 Tl Weinsteinbackpulver

Ofen auf 200 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Stufe von unten einschieben. Beeren in ein Sieb geben, abbrausen, trocken tupfen. Tiefgekühlte Beeren direkt unter den Teig mischen. Unterdessen ein 12er Muffinblech ausbuttern oder mit Papierförmchen bestücken. Butter mit Rohrzucker zwei Minuten aufschlagen. Zitrusmarmelade unterziehen, dann die Eier eine Minuten unterrühren. Mehl und Backpulver kurz untermischen. Nicht zu lange rühren, nur bis das Mehl gerade eingearbeitet ist. Beeren mit einem Spatel unterrühren. Teig in die Muffinformen verteilen und gleich in den Ofen verfrachten. 18-20 Minuten dunkelgoldig backen. Stäbchentest nicht vergessen! 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig einzeln herausholen und auf einem Gitter völlig auskühlen lassen. Die Chüechli lassen sich wunderbar aus den Papierförmchen lösen und sind auch nach zwei Tagen noch supersaftig. Quelle: Abgewandeltes Rezept aus dem Buch Tender. Obst von Nigel Slater.

Dienstag, 2. Juni 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -232-



[GE]gessen: Lammnierstück, Kräuterbutter und Basler Brot

[GE]trunken: Kokos-Kalamansi-Lassi aus der Migros. I like it.

Im Slow Cooker [GE]pochiertHühnerbrüste in würziger Kokossauce 

Zusammen[GE]mixt: 
Gazpacho aus Gurke, Peperoni, Tomaten, Aprikosen und Granatapfelmelasse

[GE]wesen: Den ersten Flohmarkt nach dem Lockdown besucht.

Dort [GE]kauft
: Zwei Einkaufskörbe aus den 80ern, ein Brettspiel aus dem gleichen Jahrzehnt, ein Kuchengitter und einen Slow Juicer als Ersatzteillager.

 [GE]sehen: Die ersten zwei Folgen von The Plot Against America, die letzte Folge von Defending Jacob und alle Folgen von The Great. 

[GE]lesen
Studio Olafur Eliasson - The Kitchen
Atlas der nie gebauten Bauwerke - Philip Wilkinson

Wir bekloppt [GE]freut
Die irre Studentin ist ausgezogen!
Sie ist endgültig weg!
Freudentaumel!
Champagner!
P.S. Ihr hättet den Umzug sehen sollen. Chaotisch ist nur der Vorname...

Auch [GE]freutDie vor drei Jahren eingetopfte Minikiwipflanze blüht, trotz Spätfrost, wie wild und wird heuer zum ersten Mal Früchte tragen.

[GE]hört: Inside - Stiltskin

[GE]bucht: Ein einsam gelegenes Ferienhäuschen in der Ostschweiz.
Und Schwesterherz ist wieder mit von der Partie.
Das wird lustig.

Montag, 1. Juni 2020

Knackiger Randensalat mit Koriander



Viele Leute kennen Randen/Rote Beete/Runkeln nur in eingelegter Form oder als Salat aus gekochten Exemplaren. Die Vielseitigkeit der rohen Knolle hat sich auch mir erst in den letzten Jahren offenbart. Zuerst habe ich sie zu Suppe verarbeitet, dann im Ofen gebacken und als Beilage kredenzt. Als nächstes kamen Randengnocchi, Randenspätzli, Randenwähe, Randenquiche, Randentarte, Randencake und Randenmuffins. Im Winter bevorzuge ich immer noch Salat aus gekochten oder gebackenen Knollen, doch sobald die Tage wärmer werden, steige ich um auf die rohe, knackige Version. Dieser Salat ist süss-sauer, mit einem Hauch senfiger Schärfe, und dank dem Koriander ein kleines bisschen exotisch. Abgetropfte Reste in ein aufgeschnittenes Brötchen packen, übriges Hühnerfleisch vom letzten Grillabend fein zerzupfen, über den Randenstreifen verteilen, grosszügig mit Zitronenmayonnaise beklecksen. Njamm!


Für 4 Personen als Beilage:

  • 2 grosse Randen, ca. 600 gr
  • 75 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 3 El Reisessig
  • 2 El Rapsöl
  • 1 El mittelscharfer Senf
  • 1 Tl Birnel oder Süssmostkonzentrat 
  • 1/2 Tl gemahlener Koriander
  • Kräutersalz und reichlich frisch gemahlener weisser Pfeffer

Randen schälen und in dünne Stäbchen hobeln oder schneiden. Die restlichen Zutaten zu einer süss-sauren Sauce vermixen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Mit den Randenstreifen vermischen, abschmecken und vor dem Servieren mindestens eine Stunde abgedeckt durchziehen lassen. Kann auch gut am Abend vorher zubereitet werden. Reste halten sich problemlos 3-4 Tage im Kühlschrank.

Montag, 25. Mai 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -231-



Am Sonntagmorgen [GE]gessen
: Zopf mit Foie Gras de Canard

Ja, ich esse Foie Gras. Liebend gerne sogar. Aber ich lehne es aus diversen Gründen ab, solche Produkte zu kaufen. Die, mit höchstem Genuss verspeiste Kleinportion, fand sich in einer Überraschungstüte, die via To Good To Go erstanden wurde.

[GE]trunken: Zitronenmelissenwasser
Wasser + Zitronenmelisse + 12 Stunden im Kühlschrank = Herrlich erfrischend.
Auch fein mit einem Schuss Apfelsaft.

[GE]kocht: Gnocchetti sardi mit Sugo alle verdure

[GE]backen: 
Dunkle Milchfocaccia mit Sardellen-Oliven und gedörrten Tomaten
Bohnen und Kichererbsen mit Gemüsemix und reichlich Dill

Mehrmals mit meinem Tiffin [GE]wesen
In der alten Markthalle, ein indisches Mittagessen bei Dabbawalas abgeholt. 
P.S. Gehet hin und unterstützt den äusserst sympathischen Standbetreiber. 
Das Essen ist NJAMMI. Mein Wort darauf.

 [GE]sehen: Die letzte Folge der dritten Staffel Westworld 

[GE]lesen: Im Hause Longbourn - Jo Baker
Zum x-ten Mal Die geheime Geschichte von Donna Tartt

[GE]freut: Zwei supertolle Bücher günstig erstanden: Ikebana von Shozo Sato und Bäume in Küche und Heilkunde von Karin Greiner.

[GE]ärgert
Über das Ungeziefer auf unserem Balkon.
Blattläuse in Schnittlauch, Minze und Schnittknoblauch, 
Gewittertierchen im Lavendel,
 Raupen in den Feigenbäumchen
und Ameisen überall.
Notiz an mich: Nie wieder Coop Naturaplan Aussaaterde verwenden.

Als Überraschung [GE]kauft: Ein kleines Geschirrset für Schwesterherzens Garten. 
Je sechs grosse und kleine Teller, vier Suppenteller und zwei Servierplatten von Arzberg mit grauem Bastdekor. Sie findet es, ich zitiere: Kuuh-Ell.

Wieder einmal [GE]füttert:
Den Weizensauerteig. Ging während den letzten acht Wochen wegen Corona und ToGToG komplett unter. Er hat's mir aber nicht wirklich übel genommen und sich nach vier Fütterungen mit Bio-Ruchmehl wieder innerhalb von vier Stunden verdreifacht.

Vor[GE]nommen
Bald Tante Z. zu besuchen und ihr Geburtstagsgeschenk, den Bon für einen Haarschnitt, einzulösen. Meine extrem langweilige Frisur hat einen Vorteil: Sie muss nur einmal pro Jahr nachgeschnitten werden. Letztes Jahr fiel der Coiffeurbesuch wegen Terminkollisionen ins Wasser, mittlerweile habe ich ihn aber echt bitter nötig, denn Herr C. spricht mich nur noch mit Vetter Itt an...

Sonntag, 24. Mai 2020

Klappe, die Vierte: Beghrir mit frischer Hefe



In meinen früheren Posts zum Thema Beghrir wird als Zutat stets Trockenhefe verlangt. Mittlerweile backe ich aber ausschliesslich mit frischer Hefe und es wurde Zeit, das Rezept dahingehend anzupassen. Damit die Hefe sich problemlos auflöst, sollte man sie mit einem Teelöffel Griess vermengen und die Mischung dann mit den Fingerspitzen zu feinsten Bröseln zerreiben, bevor sie in der Teigschüssel landet. 


Für 6 Stück:

  • 160 gr Hartweizengriess
  • 150 gr Weizenmehl Typ 550
  • 20 gr Zucker
  • 5 gr frische Hefe
  • 360 gr lauwarmes Wasser
  • 3 gr Salz
  • 325 gr Milch oder Haferdrink
  • 1,5 Tl Weinsteinbackpulver

Alle Zutaten bis und mit Salz in einer Rührschüssel mit einem Schwingbesen klümpchenfrei vermischen. Schüssel mit einer Duschhaube abdecken und über Nacht an einem eher kühlen Ort, d.h. bei maximal 15 Grad, aufgehen lassen. Turbo: Bei Zimmertemperatur, oder im Ofen mit eingeschalteter Lampe, beträgt die Ruhezeit nur 3-4 Stunden. Der Teig ist fertig, wenn er leicht aufgegangen und die Oberfläche voller Bläschen ist. Nun mit einem Schwingbesen kräftig durchrühren. Milch schluckweise zugeben. Wenn der Teig etwas flüssiger ist, Backpulver untermischen. Restliche Milch portionsweise unterrühren, bis die Konsistenz eines Crêpesteigs bzw. eines sehr dünnflüssigen Pfannkuchenteiges erreicht ist. Eine möglichst schwere, beschichtete Pfanne leer erhitzen (io: Pfannendurchmesser 30 cm). Eine Schöpfkelle voll Teig hineingiessen. Pfanne sachte schwenken, damit sich der Teig gleichmässig verteilt. Wenn sich innerhalb von Sekunden viele Bläschen an der Oberfläche bilden, ist die richtige Temperatur erreicht. Hitze regulieren und Beghrir "backen", bis sich alle Bläschen geöffnet haben und die Oberfläche nicht mehr glasig aussieht. In Marokko werden die Pfannkuchen nur auf einer Seite gebraten. Wer mag, kann sie natürlich auch noch kurz auf der anderen Seite bräunen. Bitte erst wenden, wenn das vorher genannte Stadium erreicht ist, sonst schliessen sich die Löcher und der Pfannkuchen wird matschig. Vor jeder neuen Teigportion die Pfanne wieder auf höchster Stufe erhitzen. Gleich servieren oder auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Gut verpackt halten sich die Beghrir im Kühlschrank mindestens drei Tage. Einfach kurz in der Pfanne oder im Ofen aufwärmen und zimmerwarm mit Honigbutter oder Amlou geniessen.