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Sonntag, 22. August 2021

Brownies mit geröstetem Haferflockenmehl (glutenfrei)



Herr C., der sonst süss-salzige Desserts und Gebäck verschmäht, war von den Brownies so angetan, dass er täglich um ein grosses Stück als Zugabe zu seiner Lunchboxfüllung bat. Schwesterherz, die ein riesiger Fan von süss-salzigen Desserts und Gebäck ist, ging aus diesem Grund leer aus. Alles selber gemampft. Sorry.

Für eine quadratische Brownieform (20 x 20 cm):

  • 85 gr zarte Vollkornhaferflocken (z.B. glutenfreie Hafervollkornflocken aus der Migros)

Haferflocken in einer Pfanne unter ständigem Rühren anrösten, bis sie nussig duften und ganz leicht gebräunt sind. Auf einem Teller abkühlen lassen, danach im Zerkleinerer/Mixer in feines Mehl verwandeln.

  • 175 gr dunkle Schokolade (io: mit 60% Kakaogehalt)
  • 120 gr Salzbutter (io: Meersalzbutter aus der Normandie mit 2,8% Salzkristallen)

Schokolade grob hacken. Zusammen mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Die Schokobutter vor der weiteren Verwendung ein paar Minuten abkühlen lassen. Unterdessen den Ofen auf 180 Grad vorheizen, das Backblech auf der mittleren Schiene positionieren. Die Form mit Backpapier auslegen. Den Boden zusätzlich mit ein wenig pomadiger Butter einfetten. So lässt sich das Backpapier später leichter ablösen.

  • 3 Eier Grösse M
  • 140 gr Zucker
  • ein leicht gehäufter Tl lösliches Kaffeepulver (io: Orzo & Café)
  • 1/4 Tl Weinsteinbackpulver
  • eine grosszügige Prise Vanillepulver 
  • 75 gr dunkle Schokolade, nicht zu fein gehackt (io: wiederum mit 60% Kakaoanteil)
  • 1 El brauner Rum oder Orangensaft

Eier mit Zucker, Kaffee-, Back- und Vanillepulver in einer Schüssel mit dem Schwingbesen aufschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Schokobutter gründlich untermischen, danach das Hafermehl. Zum Schluss die gehackte Schokolade und den Rum zackig mit einem Gummispatel unterheben. Den dickflüssigen Teig in vorbereitete Form giessen. Etwa 30 Minuten backen, bis der Stäbchentest positiv verläuft. Aus dem Ofen holen, 20 Minuten in der Form abkühlen lassen. Vorsichtig auf ein Kuchengitter stürzen. Backpapier abziehen und mit Hilfe eines Tellers den Browniekuchen wieder richtig herum auf das Gitter befördern. Vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen. Übrige Haferflockenbrownies eintuppern und maximal eine Woche im Kühlschrank aufbewahren. Abgeändert nach diesem Rezept: Klick

Sonntag, 5. Mai 2019

Sonntagssüss: Cookies Brookies



Suchtfaktor Brownies: 10 von 10.
Suchtfaktor Chocolate Chip Cookies: 10 von 10.
Suchtfaktor Brookies: 140. Vorsichtig geschätzt.


Normalerweise rate ich jedem, künstliche Aromen komplett zu meiden. Analog Teufel und Weihwasser. Macht schliesslich keinen Sinn, den Geschmack guter Zutaten mit irgendwelchem artifiziellen Quatsch zu überdecken. Aber weil der Einzelhandelspreis für Vanilleschoten sich voraussichtlich erst in zwei, drei Jahren wieder normalisieren wird, darf bei diesem Rezept a-u-s-n-a-h-m-s-w-e-i-s-e Buttervanillearoma eingesetzt werden. 

Cookieteig:

  • 125 gr Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
  • 80 gr brauner Zucker 
  • 60 gr weisser Zucker 
  • das ausgekratzte Mark einer 1/2 Vanilleschote oder 1/2 Fläschchen Buttervanillearoma
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei Grösse L
  • 125 gr Walnüsse, fein gemahlen
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 125 gr Weizenmehl Typ 550 oder 1050
  • 120 gr dunkle Schokolade, mind. 50%, grob gehackt 

Die Zutaten der Reihe nach mit dem Handrührer vermischen. Den weichen Teig etwa 30 Minuten kühlen (TK oder Kühlschrank), damit er sich anschliessend besser formen lässt. Unterdessen eine Brownieform mit hohem Rand (20 x 20 cm) ausbuttern oder mit Backpapier auslegen. Zur Seite stellen. Das Gitter auf der untersten Schiene einschieben, Ofen auf 180 Grad vorheizen und den Brownieteig zubereiten.


Brownieteig:

  • 120 gr dunkle Schokolade, mind. 50%
  • 70 gr Butter 
  • 70 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier Grösse L
  • 30 gr Gerstenmehl (io: helles Gerstenmehl der Mühle Maisprach)
  • 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 30 gr Weizenmehl Typ 550
  • ein grosszügiger Schuss Cognac

Schokolade und Butter im Wasserbad schmelzen, in eine Rührschüssel umgiessen. Restliche Zutaten der Reihe nach mit einem Schwingbesen unterrühren. Brownieteig in die vorbereitete Form umfüllen. Den gekühlten Cookieteig portionsweise zwischen den Händen zu fingerdicken Patties formen. Nebeneinander auf den Brownieteig legen, Lücken grosszügig stopfen. Das Ziel ist eine flächendeckende, überall etwa gleich dicke Teigschicht. Wenn dieses Vorhaben gelungen ist, die Form in den Ofen verfrachten und die Brookies ca. 40 - 45 Minuten backen (Stäbchentest). Zwanzig Minuten in der Form abkühlen lassen. Vorsichtig aus der Form befreien und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren in kleine Würfel schneiden.

Donnerstag, 20. September 2018

Kürbis zum Zweiten: Kürbisbrowniekuchen



Untertitel:
Vom Kürbis zum fulminanten Dessert in 45 Minuten.


Für eine runde Kuchenform mit 24 cm Durchmesser:

  • 1 kleiner Kürbis, ca. 250 gr schwer (io: Delicata)

Kürbis schälen, Kerne und Fasern entfernen. Fruchtfleisch in dünne Scheiben schneiden und im Dämpfeinsatz butterweich garen. 150 Gramm abwiegen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Unterdessen die Form mit Backpapier auslegen. Ofen auf 180 Grad vorheizen und das Gitter auf der untersten Schiene einschieben.

  • 200 gr dunkle Schokolade, mind. 60% (io: Zartbitter Kuvertüre von Rapunzel)
  • 100 gr Butter
  • 150 gr gedämpfter Kürbis
  • 2 Eier Grösse L
  • 85 gr Vanillezucker
  • 1/4 Tl Pumpkin Spice, optional
  • 1 Prise Salz
  • 80 gr Mehl
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver

Schokolade und Butter im Wasserbad schmelzen. Zur Seite stellen und ein wenig abkühlen lassen. Kürbisstücke und die Eier im Mixer zu einem glatten Brei pürieren, in eine Rührschüssel umfüllen. Restliche Zutaten kurz unterrühren, zuletzt die flüssige Schokolade zugeben und nur so lange weiterrühren, bis die Masse homogen aussieht. In die vorbereitete Form giessen und sofort in den Ofen verfrachten. Backen: Etwa 25 Minuten, bis der Stäbchentest positiv ausfällt. Aus dem Ofen holen und 20 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form kippen, Backpapier entfernen und den Kürbisbrowniekuchen auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Gut eingepackt und im Kühlschrank gelagert, halten sich allfällige Reste etwa eine Woche.

Sonntag, 22. April 2018

Gomfibraunies



Im Kühlschrank finden sich ab und zu halbleere Gläser mit selbst gemachter Konfitüre und/oder Gelée, die unabsichtlich immer weiter nach hinten gewandert und so aus dem Blickfeld verschwunden sind. Diese Braunies sind eine wunderbare Möglichkeit, solche Reste in ein köstliches Dessert zu verwandeln. Ihr Name setzt sich übrigens zusammen aus dem mundartlichen "Gomfi" (siehe Schweizerisches Idiotikon) und der amüsanten eingedeutschten Schreibweise von "Brownies".


Für eine runde Tarteform (24cm) oder eine viereckige Brownieform (20 x 20 cm):

  • 200 gr dunkle Schokolade, mind. 50%
  • 100 gr Butter
  • 3 Eier Grösse L
  • 140 gr Zucker
  • 20 gr Kakao
  • 1 grosszügige Prise Salz
  • 120 gr Konfitüre, Gelée oder Marmelade, glatt gerührt (io: Holundergelée)
  • 120 gr Mehl
  • gehäufter 1/4 Tl Backpulver
  • 2 El angerösteter Sesam (optional)

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Die Form mit Backpapier auslegen. Schokolade und Butter im Wasserbad schmelzen, glatt rühren. Zur Seite stellen. Eier mit Zucker, Kakao und Salz klümpchenfrei verquirlen, dann die Konfitüre unterrühren. Mehl und Backpulver in die Schüssel geben, kurz untermischen. Geschmolzene Schokolade einrühren. Nur so lange vermischen, bis der Teig gerade homogen ist. In die vorbereitete Form giessen, mit dem Sesam bestreuen. In den Ofen verfrachten und 30-35 Minuten backen, bis auch die Mitte aufgegangen ist. Auf ein Kuchengitter stellen, in der Form auskühlen lassen und zimmerwarm servieren. Die Braunies halten sich, gut eingepackt & kühl gelagert, etwa eine Woche.

Sonntag, 9. Juli 2017

Spicy Café Touba Red Palm Brownies



Um die Diskussion rund um das Thema Palmöl zu minimieren, schicke ich gleich vorweg: Ja, auch ich gehöre zu den Menschen, die irgendwelches Fertigfutter wieder ins Regal stellen, weil in der Zutatenliste das böse, böse Palmöl auftaucht. Allerdings besteht zwischen "billigem" Palmöl von Plantagen, die oft auf illegal gerodetem Urwald betrieben werden, und biologisch erzeugtem, fair gehandeltem Palmöl von Kleinbauern ein ziemlich grosser Unterschied. Und um die Sache noch mehr abzukürzen: Im Bioladen wurde wegen dem bald nahenden Geburtstag des MHDs ein Glas zum halben Preis angeboten. Ich war neugierig und so landete das rote Palmöl von Rapunzel im Einkaufskorb. Basta. Wer Palmöl vermeiden will, kann auf natives Kokosöl ausweichen, welches aber ebenfalls nicht völlig unbedenklich ist. Oder nur Butter verwenden, die die Arterien verstopft und uns allen einen schröcklichen Tod bringen wird. Oder war es der weisse Industriezucker, der uns so enden lässt? Oder doch das Gluten im Weizenmehl? *grübel*


Für 12 kuchige Brownies:

  • 60 gr rotes Palmöl, pomadig
  • 60 gr Butter, sehr weich
  • 120 gr Zucker
  • 1/2 Tl frisch gemahlener Mohrenpfeffer
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier Grösse L, zimmerwarm
  • 40 gr Kakaopulver
  • 75 gr Mehl
  • 1/2 Tl Backpulver

Ofen auf 180 Grad vorheizen und das Gitter auf der mittleren Schiene einschieben. Eine Brownieform (20 x 20 cm) oder ein rundes Wähenblech (24 cm Durchmesser) gründlich mit Butter einfetten oder mit Backpapier auslegen. Palmöl, Butter, Zucker, Gewürze und Salz in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührer eine Minute auf hoher Stufe vermischen. Eier einzeln zugeben und jeweils 10 Sekunden unterrühren. Kakaopulver untermischen, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Mehl und Backpulver zugeben, und dann nur noch so lange verrühren, bis das Mehl gerade eingearbeitet ist. In die vorbereitete Form umfüllen und 20-22 Minuten backen. Aus dem Ofen holen, 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form befreien und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Mit Sahne, Vanilleeis oder ohne alles geniessen. Quelle: Senegal: Modern Senegalese Recipes from the Source to the Bowl by Pierre Thiam.

P.S. Mohrenpfeffer, auch Senegalpfeffer genannt, verleiht den Brownies zwar keine wahrnehmbare Schärfe, dafür aber einen Hauch Gewürzbasar (so in Richtung Kubebenpfeffer meets Eukalyptus meets Sandelholz). Spicy wird das Gebäck durch die Zugabe von 1/8 Tl Cayennepfeffer, den ich aber Herrn C. zuliebe unterschlagen habe. 

P.P.S. Café Touba ist übrigens Senegals Nationalgetränk: Kaffeebohnen, Mohrenpfeffer, evt. noch Kardamom und/oder Gewürznelken werden zusammen geröstet, zerstossen und (mehrmals) aufgebrüht. Der Café wird dann noch heftig gezuckert und immer brühheiss serviert. 

P.P.P.S. Ist der Café Touba zu stark, bist du zu schwach. ;-)

Sonntag, 19. Juni 2016

Mascarpone-Brownies mit Amaranth



Am Freitag war wieder einmal Mahltag, d.h. meine Salzburger Mühle hat Weizen, Wildroggen, Gerste, geröstete Gerste, grüne Erbsen, rote Linsen und Amaranth in puderfeines Mehl verwandelt. Wobei "puderfein", genau genommen, nur auf die ersten sechs Ergebnisse zutrifft, denn das Amaranthmehl ist leicht krisselig. Keine Ahnung, ob diese Konsistenz bei selbst gemahlenem Amaranth die Norm ist. Oder gibt es einen Trick, wie aus den winzigen Körnern vollkommen glattes Mehl gewonnen werden kann? Anyway, ich habe mich dann nicht getraut Cookies daraus zu zu backen. Wer will schon knirschende Kekse zum Tee? Gesucht wurde also eine Verwendungsmöglichkeit, bei der nur eine kleine Menge Mehl eingesetzt wird. Spontan kamen mir Brownies in den Sinn. Und warum in die Ferne schweifen, wenn der erste Gedankenblitz schon tauglich ist?

Für eine kleine Brownieform (20 x 15 cm):

  • 100 gr dunkle Schokolade, mind. 50 % Kakaoanteil
  • 125 gr Mascarpone
  • 45 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Vanillepulver
  • 2 Eier Grösse L
  • 2 Tl Kirsch
  • 25 gr Amaranth, fein gemahlen
  • 1/4 Tl Weinsteinbackpulver

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Form mit Backpapier auslegen oder sorgfältig ausbuttern. Schokolade zerbröckeln und im Wasserbad schmelzen. Unterdessen Mascarpone, Zucker, Salz und Vanillepulver mit dem Handrührer eine Minute vermischen. Eier einzeln jeweils 30 Sekunden unterrühren. Wenn die Masse glatt ist, zuerst die geschmolzene Schokolade, dann den Kirsch unterziehen. Zuletzt Amaranth und Backpulver unterrühren. In die vorbereitete Form giessen und ab in den Ofen damit. Auf der zweiten Schiene von unten 22-25 Minuten backen, bis er in der Mitte aufgegangen und oben nett gebräunt ist. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Gut verpackt und kühl gelagert halten sich die Brownies locker 3-4 Tage.

P.S. Der Kuchen fällt beim Abkühlen zusammen. Keine Panik, das ist völlig normal bei einem so geringen Mehlanteil. Die Brownies sind wunderbar saftig, schokoladig und das Amaranthmehl hat sich weder positiv noch negativ bemerkbar gemacht.


Samstag, 5. Dezember 2015

Cassis-Brownies statt Grättimänner



Keine Zeit für Hefeteig, ich bin mit Herrn C. in der Innerschweiz unterwegs. Darum nur ein schnelles Sonntagssüss statt der traditionellen Grättimänner. Grundlage ist das Rezept für Heidelbeer-Brownies, die Abwandlung minimal, trotzdem ergibt sich ein völlig neues Geschmackserlebnis. Für eine glutenarme bzw. glutenfreie Variante das Weizenmehl 1:1 durch helles Roggenmehl oder Farina bonà ersetzen. 


Für eine kleine Tarteform (15 x 20 cm):

  • 85 gr dunkle Schokolade (halb 73%, halb 50%)
  • 45 gr Butter & ein kleiner Knubbel zum Ausfetten der Form
  • 1 Ei Grösse L
  • 50 gr frische oder aufgetaute schwarze Johannisbeeren
  • 75 gr brauner Rohrzucker
  • 1 Tl Crème de Cassis oder Grappa 
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl Granatapfelmelasse
  • 75 gr fein gemahlene Mandeln 
  • 20 gr Weizenmehl
  • 1/4 Tl Weinsteinbackpulver 

Ofen auf 200 Grad vorheizen, Gitter auf der mittleren Schiene einschieben. Boden der Form mit Backpapier auslegen, Rand ausbuttern. Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen. Unterdessen Ei, Johannisbeeren, Zucker und Alohol mit dem Mixstab fein pürieren. Zuerst die geschmolzene Schokolade, dann Salz, Melasse und Mandeln unterrühren. Mehl und Backpulver kurz unterziehen, bis der Teig gerade homogen ist. In die Form füllen, in den Ofen schieben, Hitze gleich auf 160 Grad reduzieren und 22 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen, dann vorsichtig mit dem Backpapier aus der Form heben. Kann problemlos zwei Tage im Voraus gebacken werden. 


Sonntag, 20. September 2015

Perfektes Sonntagssüss: Heidelbeer-Brownies



Kurz und knapp:  Für mich der perfekte Brownie. Üppig, schokoladig, feucht (aber nicht klitschig), dezent fruchtig, mit einem Hauch Säure der Granatapfelmelasse. Einziges Problem: Dieses Gebäck verursacht asoziale Anfälle. Teilen? Kommt überhaupt nicht in Frage! Mein Bbbbbbroooownie! Zischel, zischel...


Für eine kleine Tarteform (15 x 20 cm):



  • 85 gr dunkle Schokolade (halb 73%, halb 50%)
  • 45 gr Butter & ein kleiner Knubbel zum Ausfetten der Form
  • 1 Ei Grösse L
  • 50 gr frische oder aufgetaute Heidelbeeren
  • 75 gr brauner Rohrzucker
  • 1 Tl Grappa 
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl Granatapfelmelasse
  • 75 gr fein gemahlene Mandeln oder süsse Aprikosenkerne
  • 20 gr Weizenmehl
  • 1/4 Tl Weinsteinbackpulver 

Ofen auf 200 Grad vorheizen, Gitter auf der mittleren Schiene einschieben. Boden der Form mit Backpapier auslegen, Rand ausbuttern. Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen. Unterdessen Ei, Heidelbeeren, Zucker und Grappa mit dem Mixstab fein pürieren. Zuerst die geschmolzene Schokolade, dann Salz, Melasse und Mandeln unterrühren. Mehl und Backpulver kurz unterziehen, bis der Teig gerade homogen ist. In die Form füllen, in den Ofen schieben, Hitze gleich auf 160 Grad reduzieren und 22 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen, dann vorsichtig mit dem Backpapier aus der Form heben. Kann problemlos ein, zwei Tage im Voraus gebacken werden. 

Ausprobierte Abwandlungen: Das Weizenmehl kann durch helles Roggenmehl oder Farina bonà ersetzt werden.


Montag, 27. Juli 2015

Erdmandelbrownies (ohne Mehl, Butter und Nüsse)



Im Schrank stehen seit Anfang des Jahres zwei Gläser Erdmandelcrème von Govinda. Eines hatte ich mir damals selber gekauft, und kurze Zeit später ein weiteres Glas geschenkt bekommen. Leider hat sich herausgestellt, dass ich mit diesem Aufstrich überhaupt nichts anfangen kann. Normalerweise wird beim Vermahlen Erdmandelöl zugegeben, um eine streichfähige Paste zu erhalten. Govinda hat aber bei ihrem Produkt einen anderen Weg eingeschlagen und sich für billigeres Sonnenblumenöl als Streckmittel entschieden. Zusammen mit der parfümartigen Vanillenote ergibt das eine eigenartige Pampe, welche ich pur nicht essen mag. (Obwohl auf dem Etikett nur "Vanille" angegeben ist, empfinde ich den Geschmack als künstlich. Ausserdem erinnert er mich an die gelben, tannenbaumförmigen Bedufter fürs Auto aus den 80ern). Der Vanillemief ist so penetrant, dass er auch aus Smoothies und Fruchtdesserts heraussticht. Nach einigen Überlegungen kam mir die Idee, dass eine Kombination aus dunkler Schokolade, Kakao, Kokoszucker und Rum den unerwünschten Geschmack überdecken könnte. Um meine Theorie zu überprüfen, änderte ich das Kürbiskernbrownies-Rezept ein wenig ab und schob eine halbe Stunde später die Backform in den Ofen. Zu meinem grössten Missfallen hat es nicht ganz geklappt, die störende Vanille war immer noch viel zu deutlich wahrnehmbar. Aber der Browniekuchen an sich war klasse. Ein zweiter Anlauf, mit einem anderen Erdmandelmus, überzeugte sogar Herrn C. Aber was mache ich jetzt mit dem übrigen Glas von Govinda? 


Für eine kleine Kastenform (21 x 12 cm):

  • 1 Ei, Grösse XL
  • 55 gr Kokospalmzucker
  • 2 Tl Kakaopulver
  • 2 Prisen Salz
  • 65 gr dunkle Schokolade, mind. 70%
  • 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 140 gr Erdmandelmus
  • 1 Tl Rum (optional)

Ofen auf 160 Grad vorheizen, Gitter auf der mittleren Schiene einschieben. Form mit Backpapier auslegen. Ei mit Zucker, Kakaopulver und Salz gründlich verquirlen. Schokolade grob hacken und mit Weinsteinbackpulver unter die Eimischung rühren. Zuletzt Erdmandelmus und Rum schnell untermischen, bis der Teig gerade homogen ist. In die vorbereitete Form geben, gleichmässig verteilen und 20-22 Minuten backen, bis der Kuchen aufgegangen und die Oberfläche gebräunt ist. Die Masse geht ziemlich auf, fällt aber beim Abkühlen wieder zusammen. Auf einem Gitter 10 Minuten abkühlen lassen, aus der Form heben, mit einem Löffel portionieren und lauwarm servieren. Oder in der Form auskühlen lassen, herausheben, in fingerdicke Scheiben schneiden und geniessen. Am besten noch am Backtag verspeisen.


Sonntag, 29. März 2015

Schoggiwürfel (aka Brownies) mit WonderFlour



Apropos Würfel: Früher hiessen die Dinger bei uns Schoggiwürfel und enthielten oft noch einen Schuss Alkohol. Meistens war es Kirsch, ab und zu Rum, seltener Grand Marnier und für spezielle Gelegenheiten durfte es auch mal Cognac sein. Für Kinder wurden sie mit einem Schuss Orangensaft versetzt, aber die schmeckten natürlich nie so gut, wie die Erwachsenenversion. Irgendwann kamen sie aus der Mode und wurden durch Vollkorn-Schoggikuchen mit Zucchini ersetzt. Ich sage nur: Bääh. Jahre später hatten die Würfel dann ein Revival unter dem Namen Brownies. Klingt natürlich kosmopolitischer, ist aber eigentlich genau das gleiche Gebäck. Viel Schokolade, wenig Mehl, kaum Backpulver, kurze Backzeit. Einziger Unterschied: Wer es Schoggiwürfel nennt, darf 2 Esslöffel Hochprozentiges unter den Teig mischen. 

Für eine runde oder eckige Springform (16/18 cm):

  • 100 gr dunkle Schokolade, mind. 50%
  • 65 gr Butter & Knubbel zum Ausfetten
  • 2 Eier Grösse M
  • 70 gr Zucker
  • 1 Tl Kakaopulver
  • 1 Tl Malzkaffeepulver
  • 2 Prisen Salz
  • 40 gr WonderFlour*
  • 1/4 Tl Weinsteinbackpulver

Boden der Springform mit Backpapier belegen und den Rand ausbuttern. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Schokolade in kleine Stücke brechen und mit der Butter zusammen im Wasserbad schmelzen. Zum Abkühlen zur Seite stellen. Unterdessen Eier mit Zucker, Kakao, Malzkaffee und Salz verquirlen. Geschmolzene Schokolade einrühren. Wenn die Masse glatt ist, Mehl und Backpulver kurz untermischen. Nicht länger als nötig rühren. In die vorbereitete Form giessen, auf der mittleren Schiene einschieben und 18-20 Minuten backen, bis der Kuchen aufgegangen ist. In der Form auskühlen lassen, dann in viereckige Stücke schneiden. Gut eingepackt, bleiben sie ein paar Tage schön feucht.

* Helles Emmermehl kann als Ersatz verwendet werden.


Donnerstag, 26. Februar 2015

Kokosmus-Schoko-Blondies (ohne Mehl & Butter)



Sieht aus wie ein Cantuccino, schmeckt wie ein dänischer Kokoskeks und ist in Wahrheit eine Scheibe Kokos-Schoko-Blondie. Keiner der Testesser wollte mir glauben, dass tatsächlich kein Mehl bzw. irgendwelche Getreideprodukte enthalten sind. Im Gegensatz zu den supersaftigen Kürbiskernbrownies, hat diese Version die Konsistenz eines eher trockenen Kokoskuchens. Zumindest am Backtag. Reste trocknen noch nach und beginnen wie Cookies aussenherum ein bisschen zu bröseln. Was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut. Mir gefielen die Blondies am nächsten und übernächsten Tag sogar noch besser. 

Für eine kleine Kastenform (21 x 12 cm):


Ofen auf 160 Grad vorheizen, Gitter auf der mittleren Schiene einschieben. Form mit Backpapier auslegen. Ei mit Zucker und Salz gründlich verquirlen. Schokolade grob hacken und mit dem Weinsteinbackpulver unter die Eimischung rühren. Zuletzt das Kokosmus schnell untermischen, bis der Teig gerade homogen ist. In die vorbereitete Form geben, gleichmässig verteilen und 18-20 Minuten backen, bis der Kuchen aufgegangen und die Oberfläche gebräunt ist. Aus dem Ofen holen, fünf Minuten warten, dann aus der Form heben und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Reste halten sich gut eingepackt 2-3 Tage.


Freitag, 13. Februar 2015

Geniale Kürbiskernbrownies (ohne Mehl, Butter und Nüsse)



Das Auge isst heute mal nicht mit.

Jackie O. Sonnenbrille aufsetzen und sich ein Stück dieser Suchtbombe auf der Zunge zergehen lassen.

Obwohl....

Nur ein Stück?

Vergesst es.

Alles MEINS! Her damit! *mömpf*


Für eine kleine Kastenform (21 x 12 cm):

  • 1 Ei, Grösse L
  • 45 gr Zucker
  • 2 Prisen Salz
  • 1 Tl Kakaopulver
  • 60 gr dunkle Schokolade, mind. 70%
  • 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 120 gr Kürbiskernmus*

Ofen auf 160 Grad vorheizen, Gitter auf der mittleren Schiene einschieben. Form mit Backpapier auslegen. Ei mit Zucker, Salz und Kakaopulver gründlich verquirlen. Schokolade grob hacken und mit Weinsteinbackpulver unter die Eimischung rühren. Zuletzt die Kürbiskernbutter schnell untermischen, bis der Teig gerade homogen ist. In die vorbereitete Form geben, gleichmässig verteilen und 20-22 Minuten backen, bis der Kuchen aufgegangen und die Oberfläche gebräunt ist. Die Masse geht ziemlich auf, fällt aber beim Abkühlen wieder zusammen. Auf einem Gitter 10 Minuten abkühlen lassen, aus der Form heben, mit einem Löffel portionieren und lauwarm servieren. Oder in der Form auskühlen lassen, herausheben, in fingerdicke Scheiben schneiden und geniessen. Am besten noch am Backtag verspeisen. Idee: My New Roots

*Mache ich immer selber im Standmixer. Gleiches Vorgehen wie beim Mandelmus, aber statt Rapsöl kommt eine passendere Mischung aus 50% Kürbiskernöl und 50% Walnussöl zum Einsatz.


Yep, eine Augenweide ist es definitiv nicht, aber perfekt für zwei bis drei Süssschnäbel. Notfalls kann auch noch ein Überraschungsgast damit versorgt werden. Das Kakaopulver ist zum Färben des Teigs nötig, ohne ist der Grünstich ziemlich heftig. Wenn ein anderes Mus (z.B. aus Mandeln, Haselnüssen oder Cashews) verwendet wird, kann die Kakaozugabe entfallen. Die Konsistenz ist an den Rändern kuchig, innen supersaftig. Saftig, nicht klitschig, möchte ich betonen.     

P.S. Das Ende aller Tage ist übrigens nahe. Denn Herr C. hat etliche Stücke davon genossen! Herr C.!! Der Mann, der Kürbiskerne verabscheut!!! Halleluja!!!! (Zu dieser Verkündigung bitte Jesus he knows me von Genesis als Hintergrundmusik abspielen, dann wirkt es beeindruckender).

P.P.S. Hoffentlich kommt das Ende erst übermorgen, ich muss unbedingt noch eine Ladung davon backen.