Dienstag, 29. Dezember 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -258-



An Heiligabend in trauter Zweisamkeit [GE]gessen
Gemischter Salat mit marinierten Riesencrevetten
Zürcher Geschnetzeltes und Elsässer Butternüdeli
Cheesecake mit Orangenscheiben

[GE]trunken: Red Ale der Hardwald Brauerei, Wallisellen

[GE]kocht
Eine Bouillon aus Hühnerherzen, Markknochen und Rüstabfällen für's Fondue Chinoise am Stephanstag. Zum Biorindfleisch gab es das Knochenmark, reichlich Gemüse, drei Sorten Brot und, alle Jahre wieder, Ommas Knoblauchsauce. Übrigens landeten die Herzen selbstverständlich nicht im Müll, sondern in Schweinwolls Magen. 

[GE]backen: Ein Zwirbelbrot mit Hartweizen und Haferflocken

Am 24. Dezember [GE]wesen: Ringsherum Geschenke überbracht. 
Am 25. & 26.12. waren wir faul zu Hause, einen Tag später dann als Ausgleich mit Schwesterherz in der Petite Camargue Alsacienne.

Vom Tannenbaum ab[GE]schnitten
Kleine Zweige, um damit Entlebucher Kaffi zuzubereiten.  

 [GE]sehen: Michel in der Suppenschüssel 

[GE]lesen: Olympia - Volker Rath

[GE]freut: Schänggli!
Gärautomat von Bröd & Taylor (Tausend Dank, Tante Z.) 
Grüner Kardamom (Heiss begehrt)
Elephant Sloe Gin (Alkohol mit Mehrwert) 
Geschirrtuch mit Stärnli (Ginverpackung, von wegen Zero waste und so) 
Handgenähte Stoffmaske (Als Sicherheit, wenn die Einwegmaske reisst) 
Pro Innerstadt Gutschein (Think global, buy local)
Holzschneidebrett (Handgeschreinert von zwei lieben Menschen. Wow.)

[GE]ärgert
Für Gärtnerfreunde Phäno-Kalender aus dem Spriessbürger-Verlag bestellt und vergessen, sie mit in die Geschenktüten zu packen. Sie sind nun per Post unterwegs.

[GE]kauftZwei TGTG-Tüten im Globus. 
Eine für Schwesterherz und die andere zu unserem Vergnügen. 

[GE]hört: Last Christmas. What else?

Donnerstag, 24. Dezember 2020

Fröhliche Weihnachtsgrüsse 2020


© Feather and Nest

Ich wünsche euch allen ein besinnliches Fest und möge 
die Macht mit euch sein das Christkind all eure Wünsche erfüllen.

Dienstag, 22. Dezember 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -257-


 

[GE]gessen: Ein wahnsinnig feines Körnergipfeli von Les Gareçons. Bestreut mit reichlich geröstetem Sesam, gerösteten Sonnenblumenkernen und braunen Leinsamen.

[GE]trunken: Smoothie aus Randen, Wirsing, Heidelbeeren, Orange und Kokosjoghurt.

[GE]kocht: Minestra di lenticchie all' abruzzese

[GE]backen: 
Einen weiteren Mohn-Zitrus-Kuchen für die coronakonforme Fete mit Tante & Onkel Z.

[GE]wesen: In Zürich, eine Lampe montiert und Weihnachten vorgefeiert.

[GE]freut: Statt des erbetenen Zustupfes an ein Küchengerät, überreichte mir Tante Z., das irre Huhn, den gesamten Kaufpreis als Weihnachtsgeschenk. Herr C. bekam einen Pullover. Von uns gab's einen exklusiven Aceto Balsamico, eine Tasse von Björn Wiinblad, Bioseife mit Eselsmilch und selbst gedörrte Gartenzwetschgen.

 [GE]sehen: Versailles 

[GE]lesen: Maigret und der Treidler der Providence - Georges Simenon

[GE]ärgert: Mein Weihnachtsgeschenk ist eingetroffen.
Ganz toll: Das Paket konnte nicht nachverfolgt werden, weil eine falsche Sendungsnummer angegeben wurde. Statt bequemer Heimlieferung war eine halbe Stunde Schlange stehen in der komplett überfüllten Postfiliale angesagt. Ausserdem hat der Händler weder Verpackungs- noch Stopfmaterial verwendet und dadurch riskiert, dass die bestellte Ware beim Transport beschädigt wird. Der Originalkarton, den ich für's Verstauen gebraucht hätte, ist dreckig und kaputt. Super. Echt super. 

[GE]kauft: Einen Christbaumständer mit Zugseilsystem. 
Der alte Bülacher Baumhalter aus grünem Glas ist zwar schöner und charmanter, aber leider nur für klitzekleine Stammdurchmesser geeignet.

[GE]hört: S.O.B. - Nathaniel Rateliff

[GE]wundertNeuerdings grummelt mein Bauch nach dem Genuss von Milch.
Hoffentlich bahnt sich keine Laktoseintolleranz an.

Sonntag, 20. Dezember 2020

Marble Rye Topfbrot mit Hefewasser



Kekse backen fällt dieses Jahr aus. Das Familienfest ebenfalls. Adventstreffen mit Verwandten und Freunden wurden auf einen einzigen Besuch bei Tante und Onkel Z. reduziert. Weihnachtsvorfreude? Gleich null. Für Ablenkung sorgen Bücher, Serien ohne weihnächtlichen Bezug und zwei Flaschen Hefewasser. Das erste wurde aus Bio Medjool Datteln herangezüchtet, das zweite aus unseren Gartentrauben. Beide blubbern fröhlich vor sich hin, das Dattelwasser mit Früchten, das Traubenwasser ohne. Momentan versuche ich, einige meiner erprobten Brotrezepte nur mit Hefewasser als Triebmittel nachzubacken. Ein gelungenes Beispiel ist das im Topf gebackene Marble Rye mit Traubenhefewasser.

Vorteig:

  • 150 gr Roggenmehl Typ 997
  • 115 gr Hefewasser, zimmerwarm 

Mehl und Hefewasser in einem Messbecher verrühren, abdecken und ca. 12 Stunden bei Zimmertemperatur verdoppeln lassen. (Io: 9 Stunden bei ca. 17 Grad, danach vier Stunden im Ofen mit eingeschaltetem Licht).

Hauptteig:
  • 1 El Kakaopulver
  • 1 El Wasser
  • Vorteig
  • 365 gr helles Ruchmehl (io: Moitiémehl, Mühle Maisprach)
  • 275 gr Wasser, lauwarm
  • 20 gr Kartoffelflocken ohne Zusätze (io: Purée Bio, Leclerc)
  • 1 Tl Kümmelsamen, optional
  • 15 gr Zucker
  • 9 gr Salz
  • 10 gr Butter, kühlschrankkalt

Kakaopulver und Wasser klümpchenfrei in einem Schüsselchen verrühren, abgedeckt zur Seite stellen. Vorteig, und alle Zutaten bis und mit Salz, in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Zuerst 6 Minuten auf Stufe 1 kneten. Butterflöckchen zugeben und weitere 4 Minuten kneten, bis sich der Teig vollständig von der Schüssel gelöst hat. Den Teig abwiegen und in zwei gleich schwere Stücke teilen. Arbeitsfläche einölen. Ein Teigstück zurück in die Schüssel legen, die angerührte Kakaomischung 1-2 Minuten auf Stufe 1 gründlich unterkneten. Das andere Teigstück auf der eingeölten Fläche falten, rund formen. Den dunklen Teig ebenfalls auf der eingeölten Fläche falten und danach rund formen. Das dunkle Teigstück mit dem Schluss nach oben in die Schüssel legen. Den hellen Teig mit dem Schluss nach unten auf den dunklen Teigball legen. 

Schüssel mit einer Duschhaube abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur knapp verdoppeln lassen. Das dauerte bei mir etwas mehr als fünf Stunden. Den aufgegangenen Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Kreis flach drücken, Seiten einschlagen, rund schleifen. Eine Salatschüssel mit einem Gärtuch auslegen, äusserst grosszügig bemehlen, Teig hineinlegen. Mit der Duschhaube abdecken und etwa 2 Stunden bei Zimmertemperatur um ca. 50 % aufgehen lassen. Nicht verdoppeln lassen. Unterdessen Gitter und Gusseisentopf (io: Le Creuset, 4,7 Liter) auf der untersten Schiene einschieben, den Ofen auf 270 Grad vorheizen. Sobald der Teig wie gewünscht aufgegangen ist, die Form aus dem Ofen holen. Deckel entfernen und den Teig vorsichtig in das Düpfi gleiten lassen. Schnell einschneiden, Deckel wieder auflegen und 15 Minuten bei 250 Grad anbacken. Temperatur auf 210 Grad senken, weitere 25 Minuten backen. Deckel entfernen und noch 10 Minuten nachbacken. Vor dem Anschneiden auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Anmerkungen: Kümmelsamen nach Belieben in einer kleinen Pfanne rösten und vor der Zugabe auf einem Teller abkühlen lassen. Die Teigstücke können auch getrennt aufgehen, das erlaubt mehr Kreativität bei der Marmorierung. Wenn der Teig zu einer Rolle statt zu einem Ball geformt wird, entsteht ein Spiralmuster. Weder Traubenwasser noch Kakaopulver sind im fertigen Brot rauszuschmecken. Alle Zeitangaben sind nur Richtwerte. Dank Hefewasser und Kartoffelflocken bleibt das Marble Rye Topfbrot lange frisch.

Dienstag, 15. Dezember 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -256-


[GE]gessen: Raclette (Bio & Geräuchert) mit Gschwellti, sauer eingelegtem Gemüse und frischer Ananas. Klingt pervers, ist es wahrscheinlich auch, but I love it.

[GE]trunken: Literweise Griechischer Bergtee mit Zitrone & Honig

[GE]kocht: Mit Béchamelsauce überbackene Gemüsepolenta

[GE]backen: 
Helles Kamutkastenbrot mit Flohsamenschalen und Hagbuttenpulver

[GE]wesen
Ein Vogelfutterhäuschen und ein Kilosack Sonnenblumenkerne im Baumarkt besorgt.

 [GE]sehen: Truth Seekers

[GE]lesen: Weinachten mit Maigret - Georges Simenon

[GE]freut
Wachteleier gekauft, deren Produzent die Aufzucht der Bruderküken garantiert.

[GE]ärgert
Das Foto oben zeigt die Auslage einer Bäckereikette Stunden nach Ladenschluss. Frau Schwiegermama kauft dort oft ein, ich fand viele der vorgesetzten Backwaren zu trocken, manchmal auch altbacken. Nun scheint das Rätsel der krümeligen Konsistenz gelöst. Es sieht so aus, als ob das Kleingebäck auf dem Blech am nächsten Tag wieder zurück ins Regal gelegt und als frisches Backwerk verkauft wird. In der Bäckerei bei uns an der Ecke wird dieser Schwindel auch praktiziert, aber zumindest packen sie die Brote ein und decken das Kleinzeug mit Wachspapier ab. 

[GE]kauft: Keramik in der Schweiz von Barbara Messerli   

[GE]hörtYou make my dreams & Out of touch - Hall & Oates

Innerlich zum Menschen des Jahres [GE]kürt:
Die Kassiererin im Supermarkt, die einen Covidioten äusserst freundlich über das überall im Laden plakatierte Essverbot und die seit Monaten verordnete Maskenpflicht belehrt hat. Nachdem er sich mit faulen Sprüchen rausreden wollte, drohte sie ihm, immer noch unglaublich freundlich, zukünftig mit Ladenverbot. Daraufhin probierte der junge Mann es noch mit weiteren Provokationen, doch die Dame ging nicht darauf ein und wünschte ihm zum Abschluss noch einen schönen Tag. 
Chapeau! 
P.S. Natürlich habe ich mich bei der couragierten Frau auch direkt bedankt.
Ich hab' die Nase so gestrichen voll von all den Coronaleugnern, Maskenverweigerern, Maskenfalschträgern, notorischen Besserwissern und anderem unterirdisch dummem Gefleuche. Noch ein paar Monate mehr mit euch und ich werde endgültig zur Misanthropin.

Sonntag, 13. Dezember 2020

Mohn-Zitrus-Kuchen, frei nach Ottolenghi



Original: Lemon & Poppy Seed Cake aus Ottolenghis Sweets.
Meine Abwandlungen: Grammverschiebungen, Zitrusschalen, Vanille & gemahlener Mohn.
Die Wertung der unabhängigen, unparteiischen Jury unter Vorsitz des Ehrenwerten Herrn C. :
"Ganz okay" für Ottolenghis Kuchen. "Njamm, mömpf, mehr" für die Version seiner Lieblingsbäckerin.
*froi*


Bitte beherzigen: Gar nie und nimmer nicht behandelte/gewachste Zitrusfrüchte für diesen Kuchen verwenden. Mohn in der Kaffeemühle fein zermixen. Lasst bloss die Finger von Mohnback oder ähnlichen Panschereien. Einzig gemahlen abgepackter Mohn könnte ein - selbstredend nur im Notfall - akzeptabler Ersatz sein. Den fertigen Kuchen bei kühler Zimmertemperatur in der Backform aufbewahren, locker abgedeckt mit einem Stück Alufolie. So bleibt der Guss trocken und der Kuchen im Innern feucht.

Für die ausziehbare Cakeform

  • 200 gr Double crème de la Gruyère oder Crème fraîche
  • 50 gr Mohn (io: Graumohn aus Österreich)
  • 1 Prise Salz

Form auf 35 cm ausziehen, vollständig mit Backpapier auskleiden. Ofen auf 210 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Mohn fein mahlen. Mit dem Salz und der Crème double in einer kleinen Schüssel vermischen. Fünf Minuten quellen lassen.

  • 5 Eier Grösse L, zimmerwarm
  • 250 gr Zucker
  • 30 gr Orangenzucker, fein zerstossen*
  • fein abgeriebene Schale von zwei grossen Bio-Zitronen
  • ein gehäufter 1/2 Tl Vanillepulver
  • 125 gr Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
  • 3 El Milch
  • 280 gr Weizenmehl
  • 7 gr Weinsteinbackpulver

Unterdessen die Eier mit dem Zucker drei Minuten auf höchster Stufe mit dem Handrührer aufschlagen. Orangenzucker, Zitronenschale, Vanille und Mohnmischung zugeben, weitere zwei Minuten auf höchster Stufe untermischen. Butter zugiessen und gründlich einrühren. Mehl mit dem Backpulver sieben, abwechselnd mit der Milch in zwei Portionen zackig unterrühren. Teig in die vorbereitete Form umfüllen, die Oberfläche glatt streichen. Einen Teelöffelstiel kalt abspülen und mittig der Länge nach, etwa einen Zentimeter tief, durch den Teig ziehen. Dieser Vorgang sorgt für ein kontrollierteres Aufreissen der Oberfläche. Backen: 70 Minuten bei 180 Grad, bis die Stäbchenprobe positiv ausfällt. (Io: Nach 50 Minuten Backzeit den Kuchen locker mit Alufolie abgedeckt. Eine Viertelstunde mit der Aluhaube backen, dann noch 5 Minuten ohne).

Sobald der Kuchen aus dem Ofen genommen wurde, den Guss zubereiten. 

Dafür vier bombierte Esslöffel Puderzucker mit frisch gepresstem Zitronensaft zu einem mittelflüssigen Guss verrühren. Die Oberfläche des heissen Kuchens mehrmals grosszügig bepinseln. Überschüssiger Guss sollte an den Seiten runterlaufen können, evt. den Kuchen in der Form mehrmals vorsichtig hin und her kippen. Nach dem Glasieren die Form auf das Kuchengitter stellen. Dem Guss fünf Minuten zum Antrocknen gönnen. Die Form vorsichtig entfernen, das Backpapier rundherum herunterklappen. Eine Stunde abkühlen lassen. Dann den Kuchen vorsichtig zur Seite kippen und das Backpapier vom Boden abziehen. Auf dem Gitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Anschneiden, wenn möglich, abgedeckt in der Form einen Tag durchziehen lassen. Richtig verpackt, bleibt der Kuchen mehr als eine Woche lang schön feucht.

* Hausgemacht, Rezept folgt. Ersatz: 25 Gramm Zucker und fein abgeriebene Schale einer kleinen Bio-Orange.

Dienstag, 8. Dezember 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -255-



Einen Bissen [GE]gessen
Vom - bitte entschuldigt meine Ausdrucksweise - grusigsten Schinkengipfeli bis dato. Herrn C. hat's nach der Kostprobe fast überstellt und das Schweinwoll sich über den Rest gefreut. Fragt sich nur, ob der professionelle Bäcker einen grottenschlechten Tag hatte oder seine Geschmacksknospen tot sind.

[GE]trunken: Appenzeller Hanfblüte

[GE]kocht: Pouletgschnätzlets in roter Kokossauce

[GE]backen: 
Focaccia mit Joghurt & Kalonji
Mohn-Zitronen-Cake, frei nach Ottolenghi
Pecannussbrot

[GE]wesen: Am letzten Flohmarkt 2020

Dort [GE]kauftDrei geschnitzte Bibermodel, eine Barbapapa Spardose, eine Glaskorallenkette und eine Appenzeller Zündholzschachtelummantelung als Bestechung für Herrn C., damit er nicht über die Model und die Halskette meckert. 
War fast wirksam. Fast.

 [GE]sehen
Zwei Pater Brown Filme mit Heinz Rühmann & Rebecca mit Laurence Olivier 

[GE]lesen
Being Dead is no Excuse
The Official Southern Ladies Guide to Hosting the Perfect Funeral
Gayden Metcalfe

[GE]freut
Frau Schwiegermama hat ein Nikolausisäggli vorbeigebracht, 
u.a. gefüllt mit Olivenöl, Rosenseife, Apfel-Zimt-Honig, einem Pflegeset mit Aprikosen-Holunder-Duft und einem Tütchen geschälter Kardamom von Lebensbaum.

[GE]ärgert
Über die Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen.
Herrgott, wer denkt sich so einen kranken Scheiss aus? 
Jede Frau, die abtreiben will, aus welchem Grund auch immer, sollte dies legal innerhalb einer gewissen Frist, im eigenen Land, ohne jeden Druck und Angst vor Strafverfolgung tun können. Ihr Körper, ihre Entscheidung. Punkt.

[GE]hört: Good Golly Miss Molly - Little Richard

[GE]füttert: Mein Dattelhefewasser mit drei Bio Medjool Datteln. 
War wohl etwas zu grosszügig, denn seither muss mehrmals pro Tag minutenlang Druck abgelassen werden, sonst würde die Plastikflasche explodieren.
Notiz an mich: Zukünftig nur noch mit einzelnen Datteln füttern.
Falls ihr mit dem Gedanken spielt, Hefewasser heranzuzüchten, lege ich euch die Medjool Datteln von Alnatura dafür ans Herz. Sie werden offen nach Gewicht verkauft und eignen sich hervorragend für einen Neuansatz und spätere Auffrischungen.

Sonntag, 6. Dezember 2020

Paranussruchbrot oder Pecanbrot mit Emmer?


Heute ist der 6. Dezember und ich liege mit einem eingeklemmten Rückennerv im Bett. Stellt euch eine Schildkröte vor, die im Grössenwahn eine Palme zu erklimmen versucht, runterpurzelt, verkehrt herum auf ihrem Panzer landet und verzweifelt alle Gliedmassen verrenkt, in der Hoffnung, wieder auf die Beine zu kommen. That's me and my Ungeschick im Schnelldurchlauf. Ausser, dass es keine Palme war und mein Rücken leider nicht gepanzert ist.... Jedenfalls, wieder einmal ein fantastisches Timing! Statt Grättimänner aus süssem Hefeteig, gibt's im Hause C. später Clementinen und gesalzene Cashews. Mandarinli und ungeschälte Erdnüsse hätte ich gestern besorgt, und am Abend den Hefeteig zusammengeknetet. Hätte, hätte, Fahrradkette.


Zumindest bleibt so reichlich Zeit, um ein paar Posts zu bearbeiten, die definitiv zu lange auf ihre Veröffentlichung warten mussten. Sogar so lange, dass ich das Paranussruchbrot unterdessen mehrmals mit kleinen Veränderungen nachbacken konnte. Die Erkenntnis: Emmer- und Weizenvollkornmehl lassen sich problemlos untereinander austauschen, mit Pecannüssen wird die Krume brauner. Ob mit Ruchmehl oder hellem Weizenmehl, dieses fluffige, keineswegs trockene Brot überzeugt nicht nur mit seinem wunderbaren Geschmack sondern auch mit seiner langen Haltbarkeit. Mein absolutes Lieblingsnussbrot.

Autolyse:

  • 150 gr lauwarme Milch
  • 100 gr helles Weizenvollkornmehl oder Emmer, fein gemahlen
In der Rührschüssel der Küchenmaschine vermischen und 30 Minuten ruhen lassen.

Quellstück I:
  • 90 gr Para- oder Pecannüsse, fein gemahlen
  • 65 gr lauwarme Milch
In einem Schüsselchen verrühren und abgedeckt 30 Minuten zum Quellen gönnen.

Quellstück II:
  • 60 gr kaltes Wasser
  • 5 gr Flohsamenschalen
In einem anderen Schüsselchen verrühren und ebenfalls abgedeckt 30 Minuten quellen lassen.

Hauptteig:

  • Autolyse
  • Quellstück I & II
  • 400 gr helles Ruchmehl (io: Moitiémehl, Mühle Maisprach) oder Weizenmehl Typ 550*
  • 10 gr Zucker
  • 10 gr Salz
  • 4 gr frische Hefe
  • 170 gr Milch, lauwarm
  • 35 gr Butter, kühlschrankkalt

Alle Zutaten, bis auf die Butter, etwa 10 Minuten auf Stufe 1 verkneten. Die Butter in Flöckchen zugeben und weitere 5 Minuten kneten, bis sich der Teig vollständig von der Schüssel gelöst hat. Den eher kompakten Teig auf einer eingeölten Fläche falten. Zurück in die Schüssel legen, mit einer Duschhaube abdecken und etwa 5-6 Stunden bei Zimmertemperatur verdoppeln lassen. Die Backform auf 30 cm ausziehen und bis ca. 2 cm über den Rand mit Backpapier auskleiden. Den aufgegangenen Teig auf eine bemehlte Fläche kippen. Abwiegen und in vier gleich schwere Stücke zerteilen (io: 1096 Gramm/274 Gramm pro Teigbatzen). Jedes Stück zu einer etwa 25 cm langen Zunge formen, einrollen, die Seiten nach unten umschlagen und in die vorbereitet Form legen. Oberfläche leicht mit Mehl bestäuben. Wieder mit der Duschhaube abdecken und etwa 40-50 Minuten bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis der Teig mindestens daumenbreit über den Formenrand guckt. Unterdessen den Ofen auf 240 Grad vorheizen, das Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Form mit dem aufgegangenen Teig in den Ofen stellen und zackig schwaden (io: fünf, sechs Stösse mit der Sprühflasche). Backen: 10 Minuten bei 210 Grad, danach 25 Minuten bei 190 Grad. Das Brot von Form und Backpapier befreien, 10 Minuten nachbacken. Vor dem Anschneiden auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. 

* Eventuell die Flüssigkeitsmenge im Hauptteig anpassen, wenn Weizenmehl Typ 550 verwendet wird. Fangt also lieber mit 140 Gramm Milch an und giesst den Rest peu à peu nach Bedarf zu. 

Mittwoch, 2. Dezember 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -254-



[GE]gessen: Milchsuppe mit Kürbis und roten Linsen

[GE]trunken: Griechischer Bergtee mit einer zusätzlichen 
Prise Bio-Kräuterteemischung, Honig und einem Spritzer Zitronensaft.

[GE]kocht: Kürbis Paneer Masala und Butterreis

[GE]backen: Marble Rye mit Hefewasser

[GE]wesen
Auf dem Friedhof. Eine Christrose eingepflanzt und das Grab unserer Eltern mit Tannenästchen abgedeckt. Auf dem Rückweg sind vier Rehe an uns vorbeigehüpft. 
Beim nächsten Besuch bringe ich ihnen ein paar Karotten mit.

 [GE]sehen: Cryptid & Lovecraft Country

[GE]lesen: Die zerrissenen Jahre 1918-1938 - Philipp Blom

[GE]freut
Ab dem erstem Advent darf das Radio wieder ganz legal bis zum Anschlag aufgedreht werden, wenn Last Christmas von Wham! gespielt wird.

[GE]ärgert: Ein Anruf von einer unbekannten Nummer erhalten. Doch statt des erwarteten Versicherungswerbers war die Polizei am Apparat. Irgendjemand ist in unser Gartenhäuschen eingebrochen und hat zusätzlich die Werkzeugkiste demoliert. Gleich darauf hingefahren und wenig später erleichtert aufgeatmet, als sich herausstellte, dass nichts gestohlen, abgefackelt oder aus Frust zerstört wurde. Der Sachschaden beträgt, zum Glück, nur ein paar hundert Franken, aber diese Einbrüche alle paar Jahre nerven gewaltig. Was erhoffen sich die Diebe? Die neuesten Laptops? Bargeld? Schmuck? Kunst? Goldbarren? Das Bernsteinzimmer?
Oder werden neuerdings Rechen und Spaten zu Höchstpreisen gehandelt?

[GE]kauft: Die neue Margarine von Alnatura aus Kokosöl und Sheabutter.
Pur schmeckt sie ganz ordentlich. Back- und Bratverhalten werden noch getestet. 

[GE]hört: Black Saturday - Mando Diao

Noch nie so spät im Jahr rein[GE]räumt
Alle sechs Zitrusbäumchen, die fünf Weihrauchpflänzchen und die einzige Geranie.