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Donnerstag, 15. Juni 2017

Mango-Kokos-Lassi am Stiel (vegan)



Wettervorhersage: 30 Grad und 10 Stunden Sonnenschein
Aktuelle Thermometeranzeige: Schwüle 29 Grad
Gefühlte Wärme: Mindestens 50 Grad
Anzahl der heute durchgeschwitzten Kleidungsstücke: 4
Massnahmen: Literweise Cold Brew Tea und Eis am Stiel, bis das TK-Fach leer ist


Für 6 lebenserhaltende Lutscher:

  • 280 gr sehr reifes Mangofruchtfleisch (von einer mittelgrossen Mango)
  • 90 gr hausgemachtes Kokosmilchjoghurt
  • Saft einer halben Limette
  • 1-2 Tl Rosenwasser
  • 1 grüne Kardamomkapsel, Körner fein zermörsert
  • 1 El Agavendicksaft oder Akazienhonig
  • 2 dünne Scheibchen frische Kurkumawurzel oder 1 Prise Kurkumapulver (optional)

Alle Zutaten in den Mixer geben und zu einem glatten Brei pürieren. In die Lutscherförmchen (io: vom blauen Schweden) giessen, Stiele hineinstecken und über Nacht in den Tiefkühler stellen. Das Eis hält sich dort locker 2-3 Wochen, überlebt bei uns aber höchstens 2-3 Tage. 


Donnerstag, 18. August 2016

Blitzschnelle Mango-Limetten-Crème ohne Zucker



Wetter = Mies (wg. Gewitter und Regen)
Stimmung = Im Keller (wg. Holzwurmbefall des Gartenhäuschens)
Foto = Unterirdisch (Kombination aus Wetter und Stimmung)
Mangocrème = Einziger Lichtblick des Tages


Für 2-3 Personen:

  • 1 mittelgrosse, gefrorene Banane
  • 1 unbehandelte Limette
  • 1 grosse, reife Mango (ca. 600 gr)
  • 125 gr dickes Schafmilchjoghurt*   
  • 1 El Rosenwasser
  • 1 grüne Kardamomkapsel, Körner fein zermörsert

Banane 5 Minuten vor der Verarbeitung aus dem TK nehmen. Unterdessen die Limette heiss waschen und die grüne Schale fein abreiben. Danach die Frucht halbieren und aus einer Hälfte den Saft auspressen. Mango schälen, Fruchtfleisch vom Stein schneiden und in den Mixbecher damit. Leicht angetaute Banane schälen, in dicke Stücke schneiden und zusammen mit Limettensaft, Joghurt, Rosenwasser und einer grosszügigen Prise Kardamompulver ebenfalls in den Mixbecher geben. Mit dem Stabmixer zu einer dickflüssigen Crème pürieren. Einen gehäuften Tl der abgeriebenen Limettenschale unterrühren. Abschmecken, in kleine Schälchen oder Gläser umfüllen und mit der restlichen Limettenschale garnieren. Sofort servieren. 

* Durch türkisches oder griechisches Joghurt ersetzen. Für eine vegane Variante Kokosjoghurt verwenden.

Sonntag, 29. November 2015

Persische Quittenkonfitüre aus dem Slow Cooker



Das ist die quittigste aller Quittenkonfitüren. Mehr Quitte geht einfach nicht. Dank der langen Garzeit ist der Fruchtaufstrich unglaublich aromatisch und, trotz des geringen Zuckeranteils, ausreichend süss. Die Vorbereitung ist etwas aufwändiger als gewöhnlich, wird aber durch die Zubereitung im Slow Cooker wieder wett gemacht. Traditionell besteht die Konfitüre aus Quittenstückchen, die in einem dicken Sirup schwimmen. Ich verzichte aber gerne auf ständigen Tropfalarm beim Frühstück und püriere sie deshalb vor dem Abfüllen. Bei der Rosenwassermenge empfiehlt sich vorsichtiges Herantasten: Mit einem halben Esslöffel voll beginnen und peu à peu mehr untermischen, bis der Geschmack passt. Funktioniert natürlich auch ohne Slow Cooker. Einfach 1-2 Stunden in einem grossen Topf auf dem Herd köcheln lassen und regelmässig umrühren, damit nichts anbrennt.


Für 4 Gläser à 250 ml und 1 Glas à 175 ml:

  • ca. 1,5 Kilo ungespritzte Quitten 

Flaum gründlich abreiben, Quitten schälen und vierteln. Kerngehäuse, Fliegen und Stielansätze entfernen. Schalen und Kerngehäuse in einen grossen Topf verfrachten, mit einem Liter Wasser bedecken und 15 Minuten auskochen. Unterdessen die Quittenviertel wiegen und ein Kilo davon in dünne Scheiben schneiden. In den Einsatz des Slow Cookers legen, zum Vorwärmen den Deckel auflegen und das Gerät auf HIGH schalten. (Wenn Quittenviertel übrig bleiben, Quittentee daraus kochen). Ausgekochte Quittenreste in ein Sieb schütten, Flüssigkeit auffangen und abmessen.

  • 675 gr Quittenwasser
  • 350 gr Zucker
  • 3 grüne Kardamomkapseln, aufgebrochen
  • 3 Gewürznelken
  • Saft einer Zitrone

Quittenwasser, Zucker, Kardamom und Nelken in den ausgespülten Topf geben und fünf Minuten kochen. In der letzten Minute den Zitronensaft einrühren. Nelken entfernen. Die kochende Flüssigkeit zu den Quitten giessen. Deckel wieder auflegen und die Quittenstücke etwa 5 Stunden auf HIGH garen, bis sie weich sind und eine hübsche rote Farbe angenommen haben. Zwischendurch umrühren kann nicht schaden.

  • etwa 1,5 El Rosenwasser 
  • Saft einer halber Zitrone

Kardamomkapseln herausfischen. Wer mag, kann die Körner auslösen und unter die Quitten mischen. Den Topfinhalt mit dem Stabmixer zu einem glatten Mus pürieren. Rosenwasser und Zitronensaft unterrühren. Eine weitere halbe Stunde auf HIGH garen, dann in die ausgekochten, vorgewärmten Gläser abfüllen. Deckel gut zudrehen und unter einem Tuch auskühlen lassen. Wenn sich ein Vakuum gebildet hat, ist die Konfitüre mindestens 6 Monate haltbar. Nach Anbruch im Kühlschrank lagern. 

Sonntag, 19. Februar 2012

Fideriser Torte - Grüsse aus dem Prättigau



Marianne Kaltenbach, die Autorin des Buches "Aus Schweizer Küchen", veröffentlichte das Rezept der Fideriser Torte zum ersten Mal vor fast 40 Jahren in einer Zeitschrift. Als Zutat verwendete sie drei Tropfen Rosenöl, was ihr einige böse Leserbriefe bescherte, denn das importierte ätherische Öl war damals ein unerschwinglicher Luxus. Einige Jahre später erwähnte sie in dem oben genannten Buch, dass preisgünstigeres Rosenwasser und sogar Kirsch als Ersatz für das luxuriöse Rosenöl akzeptabel sind. Kirsch ist - dem Fondue sei Dank - quasi in jedem Schweizer Haushalt vorhanden. Diese pragmatische Lösung dürfte auch die sparsamsten Leserinnen wieder freundlich gestimmt haben. Mangels Rosenwasser kam auch bei mir der Kirsch zum Einsatz, und statt Himbeergelée Hagebuttenkonfitüre. Das war allerdings eine eher suboptimale Entscheidung, weil der Geschmack der Hagebutten leider nicht gegen den würzigen Teig ankommt. Nächstes Mal werde ich es mit Trübeligelée probieren. Der Teig ist übrigens nicht bröselig, wie bei einer Linzertorte, sondern schön feucht.

Trotz des Konfitüren-Fehlgriffs ein feines Gebäck und somit ein weiterer Beitrag zur {Initiative Sonntagssüss}.

Zutaten für eine Torte:

  • 150 gr Zucker
  • 3 Eier Grösse L, getrennt
  • 200 gr Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl Zimtpulver
  • 1 El Rosenwasser oder Kirsch
  • 350 gr Mehl, gesiebt
  • 200 gr gemahlene Mandeln (io: 120 gr geschälte & 80 gr ungeschälte Mandeln, selbst gemahlen)
  • fein abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 200 gr Himbeerkonfitüre, glatt gerührt

Ofen auf 190 Grad vorheizen, eine Springform mit 24 cm Durchmesser gut ausbuttern. Zucker und Eigelb schaumig schlagen. Lauwarme Butter unterrühren. Mehl, Salz, Zimt, Rosenwasser, Mandeln und Zitronenschale zugeben, gut verrühren. Eiweiss steifschlagen und vorsichtig mit einem Gummischaber unter die Masse heben. Etwa 2/3 der Masse in die vorbereitete Form einfüllen, die Oberfläche glätten. Konfitüre darüber verstreichen und mit dem Rest des Teiges bedecken. In der Mitte des Ofens 45 - 50 Minuten backen. Mit Alufolie abdecken, falls die Oberfläche zu schnell bräunt. Aus dem Ofen holen und 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form befreien und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren gut verpackt mindestens einen Tag bei Zimmertemperatur durchziehen lassen. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben. Kühl gelagert hält sich die Torte mindestens eine Woche.