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Sonntag, 13. Juli 2025

Stachelbeer Crumble mit Haferflocken


Ein Sonntagssüss wie aus dem Bilderbuch. Zum Niederknien!


Ausreichend für 4-6 Dessertliebhaber:

  • 1 Tl Butter
  • 400 gr grüne Stachelbeeren
  • 200 gr rote Pflaumen oder Himbeeren
  • 1 Apfel, ca. 180 Gramm
  • 2 bombierte Suppenlöffel Zucker
  • 1 El Speisestärke
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 3 El Orangensaft oder Wasser

Als erstes den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Rost auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Eine tiefe Backform (io: Brownieform, 20 x 20 cm) mit der Butter einfetten. Stachelbeeren von Stielen und Blütenresten befreien. Abbrausen und im Sieb abtropfen lassen. Himbeeren ebenfalls abbrausen und abtropfen lassen. Pflaumen - falls verwendet - und Apfel vierteln und vom Kern bzw. Kerngehäuse befreien. Die Viertel der Länge nach halbieren und jeweils 8 Stücke zerteilen. Form mit den Früchten füllen. Zucker mit der Speisestärke und Vanillepulver mischen, über die Früchte streuen. Kurz durchrühren. Saft an der Seite in die Form giessen.

Streusel:
  • 125 gr Butter, weich
  • 100 gr brauner Rohrzucker
  • 115 gr feine Haferflocken
  • 85 gr dunkles UrDinkelmehl (io: Typ 1170, Mühle Maisprach)
  • eine Prise Salz
  • Double Crème de Gruyère, Mascarpone oder Vanilleeis, optional


Alle Zutaten für den Belag direkt in einer Rührschüssel abwiegen. Mit dem Pastry Blender oder den Knethaken des Handrührers zu einem Teig verarbeiten. Portionsweise mit den Händen zu flachen Patties formen und die Fruchtmischung damit möglichst lückenlos bedecken. Restlichen Teig benutzen, um die Löcher zu stopfen. Für ca. 40 Minuten in den Ofen stellen, bis der Belag hellbraun ist und die Apfelstücke weich sind. Heiss oder zimmerwarm mit oder ohne Double Crème geniessen.

Sonntag, 16. März 2025

Sonntagssüss: Kumquats-Mandel-Kuchen, frei nach Ottolenghi


Der Zitrus-Mohn-Kuchen, frei nach Ottolenghi, gehört bei uns mittlerweile zum Standardrepertoire. Im Sommer wird er mit frischen Himbeeren aus dem Garten verfeinert und während der kalten Jahreszeit mit Kumquats, Mandeln und Rum. Uneingeschränkte Nachbackempfehlung!

Für eine ausziehbare Cakeform

  • 75 gr geschälte Mandeln (io: Mandelblättchen)
  • 125 gr grosse Kumquats, wenn möglich Bioware
  • 3 El brauner Rum, Orangensaft oder Wasser
  • 25 gr Zucker

Form auf 34 cm ausziehen (die Angabe "35" sollte knapp vom oberen Blech bedeckt sein), vollständig mit Backpapier auskleiden. Backblech auf der zweiten Schiene von unten einschieben, Ofen auf 210 Grad vorheizen. Mandeln im Zerkleinerer fein mahlen. In ein Schüsselchen umfüllen und zur Seite stellen. Kumquats gründlich heiss abspülen. Von den Stielansätzen befreien, halbieren und alle Kerne entfernen. Zitrusfrüchte mit der Flüssigkeit und dem Zucker im Zerkleinerer möglichst glatt pürieren. Messer entfernen, Deckel wieder auflegen und in Reichweite stellen.

  • 5 Eier Grösse L, zimmerwarm
  • 225 gr Zucker
  • 200 gr Crème fraîche (io: Brebis, bio, aus F)
  • Kumquatmus
  • fein abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 125 gr Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
  • gemahlene Mandeln
  • 280 gr Weizenmehl Typ 405
  • 9 gr Weinsteinbackpulver

Eier mit dem Zucker drei Minuten auf höchster Stufe mit dem Handrührer aufschlagen. Crème fraîche, Kumquatmus, Zitronenschale und Salz zugeben, weitere zwei Minuten auf höchster Stufe untermischen. Butter und Mandeln gründlich einrühren. Mehl mit dem Backpulver sieben, in zwei Portionen zackig unterrühren. Teig in die vorbereitete Form umfüllen, die Oberfläche glatt streichen. Einen Teelöffelstiel kalt abspülen und mittig der Länge nach, etwa einen Zentimeter tief, durch den Teig ziehen. Dieser Vorgang sorgt für ein kontrollierteres Aufreissen der Oberfläche. Backen: 70 Minuten bei 180 Grad, bis die Stäbchenprobe positiv ausfällt. (Io: Nach 50 Minuten Backzeit den Kuchen locker mit Alufolie abgedeckt. Eine Viertelstunde mit der Aluhaube backen, dann noch 5 Minuten ohne). Noch 5 Minuten bei leicht geöffneter Ofentür stehen lassen.

Sobald der Kuchen aus dem Ofen genommen wurde, den Guss zubereiten. 

Dafür vier bombierte Esslöffel Puderzucker mit frisch gepresstem Zitronensaft zu einem mittelflüssigen Guss verrühren. Die Oberfläche des heissen Kuchens mehrmals grosszügig bepinseln. Überschüssiger Guss sollte an den Seiten runterlaufen können, evt. den Kuchen in der Form mehrmals vorsichtig hin und her kippen. Nach dem Glasieren die Form auf das Kuchengitter stellen. Dem Guss fünf Minuten zum Antrocknen gönnen. Die Form vorsichtig entfernen, das Backpapier rundherum herunterklappen. Eine Stunde abkühlen lassen. Dann den Kuchen vorsichtig zur Seite kippen und das Backpapier vom Boden abziehen. Auf dem Gitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Anschneiden, wenn möglich, abgedeckt in der Form einen Tag durchziehen lassen. Richtig verpackt, bleibt der Kuchen mehr als eine Woche lang schön feucht.

Sonntag, 19. März 2023

Sonntagssüss: Ovo-Karotten-Muffins


Beim letzten Grosseinkauf eine neue Buttersorte im Kühlregal entdeckt. Gesalzene Bio-Sauerrahmbutter aus dem Fass, stand auf der Verpackung. Meine Erwartungen waren hoch. Viel zu hoch. Dank der luftdurchlässigen Papierverpackung war die äussere Butterschicht dunkelgelb verfärbt und roch etwas abgestanden. Den farbigen Teil weggeschnitzt und den wesentlich helleren Kern verkostet. Der Geschmack war langweilig-dumpf mit einer schwer zu beschreibenden, eigenwilligen, schon fast unangenehmen Nebennote. Irks! Definitiv nur als Koch- und Backbutter zu gebrauchen. Wenn überhaupt. Um das auszutesten, ein Spiegelei darin gebraten. Beim Erhitzen verschwand der Stallgeruch. Gut. Als Herr C. wenige Tage später verkündete, er würde am Wochenende seine Verwandtschaft mit einem Besuch beehren, scrollte ich Minuten später durch die gespeicherten Pinterest-Bildchen auf der Suche nach einem netten Kuchenrezept. Die Ovo-Rüebli-Muffins machten das Rennen. Unter anderem, weil vom letzten Urlaub noch eine halbgefüllte Dose Ovomaltine im Schrank herumstand. Die hatte Herr C. in einem Anfall von Ferienfrühstückswahn angeschafft und nach unserer Heimkehr nie mehr in die Hand genommen. Ich sag's jetzt nicht, aber Gott hört mein Brummeln....

Für 12 Muffins:

  • 4 Eier Grösse L, zimmerwarm
  • 90 gr Zucker
  • 80 gr geschmolzene Butter, lauwarm (io: Fassbutter mit 1% Salzgehalt)
  • fein abgeriebene Schale einer kleinen Bio-Orange
  • 140 gr gemahlene Haselnüsse (io: geschält & frisch gemahlen)
  • 135 gr fein geraffelte Karotten
  • 120 gr Ovomaltine
  • 2,5 Tl Weinsteinbackpulver
  • 130 gr Mehl

Ofen auf 220 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Eine 12er Muffinform mit Papierförmchen bestücken.* Eier und Zucker in einer Rührschüssel mit dem Schwingbesen kräftig verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Butter und Orangenschale unterrühren. Nacheinander Nüsse, Rüebli und Ovomaltine mit Backpulver einrühren. Zuletzt das Mehl kurz (!) untermischen. Förmchen randvoll mit dem Teig füllen. Ab in den Ofen. Die Temperatur auf 180 Grad reduzieren und die Muffins 30 Minuten backen, bis die Stäbchenprobe positiv verläuft. Auf einem Kuchengitter fünf Minuten abkühlen lassen. Danach die Muffinränder vorsichtig mit den Fingerspitzen vom Blech lösen, falls nötig. Einzeln aus der Form heben und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Übrige Muffins maximal drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

P.S. Der Verwandschaft und dem Herrn C. hat das Gebäck gemundet. Ich bin immer noch erkältet und alles was ich esse oder trinke, schmeckt wie gekochte Pappe. Ihr müsst euch daher auf das Urteil der Jury verlassen.

* Eventuell den oberen Rand der Vertiefungen und die angrenzende Blechregion vorsorglich rundherum einbuttern. Der Teig fliesst beim Backen a bisserl über die Vertiefungen und klebt - je nach Blechart - im dümmsten Fall die Muffinoberteile bombenfest ans Metall.

Sonntag, 1. Mai 2022

Sonntagssüss: Flauschiger Heidelbeer-Buttermilch-Kuchen


Flauschig & feucht. Njamm.

Für eine viereckige Brownieform (20 x 20 cm):

  • 300 gr frische Heidelbeeren
  • 130 gr Zucker
  • 90 gr weiche Butter
  • fein abgeriebene Schale einer kleinen Bio-Orange
  • ein gehäufter 1/4 Tl Sumach 
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 1 Ei Grösse L
  • 140 gr Buttermilch, zimmerwarm
  • 190 gr Mehl
  • 1,5 Tl Weinsteinbackpulver

Heidelbeeren in ein Sieb schütten, kurz abbrausen und gut abtropfen lassen. Ofen auf 200 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Form mit Backpapier auslegen. Zucker mit Butter, Orangenschale und den Gewürzen crèmig rühren. Ei mit dem Schwingbesen so lange untermischen, bis die Masse wieder glatt ist. Buttermilch einrühren. Der Schüsselinhalt sieht nun wie geronnene Milch aus. Kein Grund zur Panik, das ist völlig okay. Zuletzt Mehl und Backpulver nur so lange unterrühren, bis der schwer reissende Teig glatt aussieht. Beeren mit einem Teelöffel Mehl bestreuen. Kurz im Sieb herumhüpfen lassen, bis sie alle dünn mit Mehl überzogen sind. Vorsichtig unter den Teig rühren. Teig gleichmässig mit einem Gummischaber in der vorbereiteten Form verteilen. Backen: Etwa 40-45 Minuten bei 170 Grad, bis der Stäbchentest positiv ausfällt. Auf einem Gitter 20 Minuten abkühlen lassen, danach aus der Form heben und das Backpapier entfernen. Mit dem Anschneiden warten, bis der Kuchen ausgekühlt ist. Reste im Kühlschrank aufbewahren. 

Sonntag, 13. Februar 2022

Weit gereistes Sonntagssüss: Apfel-Buchweizen-Kuchen


Weit gereist? 
Äpfel: Bodenseeregion/D
Zucker: Schweiz
Butter: Irland
Bio Zimt: Madagaskar
Bio Vanille: Uganda
Salz: Himalayagebiet
demeter Eier: Biederthal/F
Bio Buchweizenvollkornmehl: Veltlin/I (Ferienmitbringsel)
demeter Buchweizenmehl, hell: Deutschland
Bio Weinsteinbackpulver: Deutschland
 Bio Orange: Griechenland
Bio Weizenmehl: Schweiz
Zusammengerührt und gebacken: In Basel.
Sehnsüchtig erwartet und persönlich abgeliefert: In Bern.
Fürwahr: Weit gereist.

Für eine rechteckige Brownieform (20 x 30 cm):

  • 4 aromatische, eher mehlige Äpfel, ca. 600 gr (io: Holsteiner Cox)
  • 190 gr Zucker
  • 150 gr sehr weiche Butter
  • bombierter 1/4 Tl Zimt
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • eine Prise Salz
  • 3 Eier Grösse L, zimmerwarm
  • 135 gr Buchweizenmehl (io: halb Vollkorn, halb hell)
  • 1 gehäufter Tl Weinsteinbackpulver
  • 70 gr frisch gepresster Orangensaft
  • 100 gr Weizenmehl Typ 405

Backofen auf 170 Grad vorheizen, Gitter samt Backpapier auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Die Brownieform mit Backpapier auslegen. Äpfel schälen. Kerngehäuse, Stielansatz und Fliege entfernen, Fruchtfleisch achteln. Zur Seite stellen. Zucker mit Butter, Gewürzen und Salz eine Minute lang mit dem Handrührer crèmig aufschlagen. Eier zugeben und die Masse weiter aufschlagen, bis sie deutlich heller und voluminöser ist. Buchweizenmehl und Backpulver kurz (!) untermischen. Anschliessend den Orangensaft kurz (!) unterheben. Zuletzt das Weizenmehl kurz (!) unterrühren. Den crèmigen Teig in die vorbereitete Form umfüllen, mit einem Gummischaber glatt streichen. Die Apfelschnitze dicht an dicht, mit der Wölbung nach unten, leicht in den Teig drücken. Form in den Ofen schieben und den Kuchen etwa 60 Minuten backen. (Io: Nach 40 Minuten locker mit Alufolie abgedeckt. Nach 55 Minuten fiel der Stäbchentest positiv aus. Alufolie entfernt und noch 5 Minuten nachgebacken). Auf ein Kuchengitter stellen und eine halbe Stunde in der Form abkühlen lassen. Der Kuchen fällt leicht zusammen, kein Grund zur Panik. Nach der Abkühlzeit den Kuchen vorsichtig mit dem anhaftenden Papier aus der Form auf das Kuchengitter bugsieren. Papierränder herunterklappen, Form überstülpen. Form, Kuchen und Kuchengitter zusammen umdrehen. Absetzen und das Backpapier abziehen. Gitter direkt auf den Kuchenboden legen, das Ganze wieder umdrehen und den ausgepackten Kuchen so vollständig auskühlen lassen. Zimmerwarm mit einem Klecks Crème double (Fribourg/CH) geniessen. Das lockere - aber keineswegs trockene - fein nussige Gebäck hält sich, gut eingepackt und kühl gelagert, mindestens drei Tage. P.S. Auch mit geriebener Tonkabohne (Brasilien) statt Vanille ein Knüller.

Sonntag, 14. März 2021

Rettichsalat mit Rüebli und Öpfel



Unspektakulär. Günstig. Fein.


Sauce:

  • frisch gepresster Saft einer grossen Orange
  • 2 El Mayonnaise 
  • 1 El Rapsöl
  • 1 El Weissweinessig
  • 1 Tl mittelscharfer Senf
  • reichlich Kräutersalz
  • bunter Pfeffer

Alle Zutaten gründlich in einer Salatschüssel verrühren.

  • 1 weisser Rettich
  • 1 grosse Karotte
  • 1 grosser, säuerlicher Apfel

Rettich, Karotte und Apfel schälen. Direkt in die Salatschüssel raffeln, zum Beispiel an der Rösti- oder Rohkostreibe (io: Börner Curly). Vermischen und mindestens 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Vor dem Servieren abschmecken. Bei uns gab's dazu Appezöller Chässchnitten. Wie gesagt: Unspektakulär, aber fein.

Sonntag, 21. Februar 2021

Kürbissuppe mit Dörraprikosen und Sambal Manis

Auch noch einen Kürbis übrig? Ab damit in die Küche. Und zwar im Sauseschritt!

Für 4 Personen:

  • 1,5 Liter Wasser
  • 450 gr gerüsteter Kürbis, in Würfel geschnitten (io: demeter Hokkaidokürbis, mit Schale, ca. 700 gr)
  • 1 grosse Karotte, ca. 100 gr
  • 1 mittelgrosse Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 10 getrocknete Aprikosen
  • 1/2 Tl Sambal Manis*
  • Salz oder Gemüsebrühepulver
  • Saft einer halben Orange
  • 100 gr Sahne oder Kokosmilch

Wasser in einem grossen Topf zum Kochen bringen. Nebenbei das Gemüse rüsten und grob hacken. Alles zusammen mit dem Lorbeerblatt und den Aprikosen ins kochende Wasser schubsen. Sambal Manis und reichlich Salz oder Brühepulver unterrühren. Deckel auflegen und die Suppe etwa 10 Minuten kochen, bis die Gemüsestücke durchgehend weich sind. Das Lorbeerblatt herausfischen. Bis zu diesem Punkt lässt sich die Suppe gut vorbereiten und kann, vor ihrer Vollendung, maximal zwei Tage im Kühlschrank geparkt werden. Direkt bzw. wieder erhitzt mit dem Stabmixer glatt pürieren. Orangensaft und Sahne/Kokosmilch unterrühren, abschmecken. Gegebenenfalls mit heissem Wasser verdünnen, falls die Suppe zu dick ist. Heiss servieren.

* Abwandlung für Herrn C.: 1/4 Tl Sambal und 1/2 Tl geröstetes mildes Currypulver.

Donnerstag, 4. Februar 2021

Kampf der Tristesse: Cebollas encurtidas


Das Wetter: Grau in grau. Die Stimmung: Trübselig. Das Essen: Zum Gähnen. 

Abwechslung braucht der Mensch. 

Rote Zwiebeln: Farbe. Zitrusfrüchte: Süss, sauer und bitter. Oregano: Eine Prise Süden.

Fazit nach dem ersten Bissen: Zungentanz.

Olé!

Für zwei Gläser à 200 ml:

  • 2 grosse rote Zwiebeln, ca. 300 gr
  • 1 rosa Grapefruit
  • 1 Orange
  • 1/2 Limette
  • 1 El Kokosblüten-, Palm- oder brauner Rohrzucker
  • ca. 3/4 Tl Salz (io: Kräutersalz)
  • 1/2 Tl getrocknete Oreganoblättchen und -blüten
  • drei Umdrehungen schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Zwiebeln schälen und fein hobeln. Die Zitrusfrüchte auspressen. Saft durch ein Teesieb filtern und abwiegen. Benötigt werden mindestens 275 Gramm, um die Zwiebeln zu bedecken (io: 180 gr Grapefruit, 65 gr Orange, 30 gr Limette). Die restlichen Zutaten mit den Zwiebeln und dem Saft so lange verrühren, bis die Zwiebelringe ein bisschen labberig sind. Marmeladentrichter auf dem blitzsauberen Glas positionieren, die Hälfte der Zwiebeln mit einer Gabel hineinbugsieren. Mit der Flüssigkeit bedecken. Das Ganze mit dem zweiten Glas wiederholen. Gläser verschliessen. Mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur durchziehen lassen. Danach im Kühlschrank aufbewahren und schnell verputzen. Zum Beispiel in Tacos und Tortillas. Auf einem Lachssandwich. Pouletsandwich. Roastbeefsandwich. Unter Couscous-, Linsen- oder Kichererbsensalat mischen. Oder als Überraschung zum Sonntagsbraten reichen. Quelle: Better Homes & Gardens.

P.S. Ihr könnt die Menge natürlich auch problemlos halbieren und nur ein Glas Cebollas encurtidas herstellen. Aber ich wette mit euch, dass ihr alle jemanden kennt, der sich über ein hausgemachtes Geschenk, das von Herzen kommt, freuen würde. Oder liege ich da falsch?

Sonntag, 28. Juni 2020

Orangiges Schafmilcheis mit eingestrudelter Erdbeersauce



Beinahe wäre ich daran vorbeigelaufen. Auf der Suche nach Bergbauernbutter, bemerkte ich einen ganzen Karton voll verbilligter Schafmilch. Ich ging weiter auf Buttersuche und nachdem ich in der hintersten Ecke der Regalzeile fündig geworden war, kehrte ich grübelnd zur Milch zurück. Was könnte ich daraus machen? Frischkäse? Mmmmhhh... Hatte ich überhaupt noch Lab im Kühlschrank? Mmmmmhhh.... Definitiv unsicher grübelte ich weiter. Pudding? Griessköpfchen? Vanillesauce? Mmmmmmhhhh.... Auf dem Weg zur Kasse, packte ich stattdessen vier Körbchen vergünstigte Erdbeeren ein und fuhr anschliessend im Nieselregen nach Hause. Dort angekommen, zog ich gerade die nassen Kleider aus, als ein Gedankenblitz mein Hirn durchzuckte. Schafmilch = hoher Fettgehalt = supercrèmiges Eis. Blitzschnell zog ich mich wieder an und schwang mich, mittlerweile im strömenden Regen, nochmal aufs Velo. Schwein gehabt, von den sechs Flaschen waren noch vier da. Als ich aus dem Laden trat, war der Regen so heftig, dass mir nichts anderes übrig blieb, als das Velo zu schieben. So hatte ich genug Zeit, um über meine undichte Regenjacke zu fluchen und zu überlegen, auf welche Sorte Eis ich eigentlich Lust hatte. Die Grundmasse sollte die gleiche wie beim Vanilleeis sein, allerdings mit kleinen Änderungen. Statt Vanille stellte ich mir Orange und Grand Marnier vor. Und was passt dazu wie die Faust auf's Auge? Erdbeeren! Was soll ich noch sagen? Ich bin hin und weg. Crèmiges Milchglacé mit einer dezenten Nuance von Orangen und Grand Marnier, ergänzt durch frisch-fruchtige Erdbeerstrudel... Njammi! Aus den restlichen Früchten entstand übrigens eine Erdbeerkonfitüre mit Bergamotteschalen. Génial, nebenbei bemerkt. Doch das ist eine andere Geschichte. 


Für die Erdbeersauce:
  • 300 gr Erdbeeren, geputzt gewogen
  • 75 gr Bio-Gelierzucker 2:1
  • 30 gr frisch gepresster Orangensaft
  • 30 gr frisch gepresster Zitronensaft

Erdbeeren in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einem Topf vermischen und eine Stunde ziehen lassen. Zum Kochen bringen, 6 Minuten sprudelnd kochen lassen. Topf zur Seite stellen und zwei Stunden auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dann mit dem Mixstab fein pürieren. Die dunkelrote Masse wird flüssiger und hellrot. Abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag die schaumig-wobblige Sauce in der letzten Minute vor Verwendung aus dem Kühlschrank holen und kurz durchrühren. 


Für das Schafmilcheis:
  • 500 gr Schafmilch (io: Naturaplan mit 6,3% Fett)
  • 300 gr Sahne
  • 110 gr Zucker
  • 2 El/30 gr Agavendicksaft
  • 4 breit abgeschälte Streifen Bio-Orangenschale
  • 2 Prisen Salz
  • 14 gr Speisestärke 
  • 60 gr sahniger Frischkäse (io: Crème fraîche de brebis)
  • 3 El Grand Marnier

400 gr Milch, Sahne, Zucker, Agavendicksaft, Orangenschale und Salz in einen Topf geben, auf den Herd stellen und unter Rühren zum Kochen bringen. Unterdessen die Speisestärke mit der restlichen Milch klümpchenfrei verquirlen. Wenn die Milchmischung kocht, Topf zur Seite ziehen und die angerührte Speisestärke zügig untermischen. Wieder auf die heisse Platte schieben und unter ständigem Rühren etwa eine Minute kochen, bis es merklich andickt. Vom Herd nehmen und die Schalenstreifen herausfischen. Frischkäse in einer kleinen Schüssel glatt rühren. Vier Esslöffel von der heissen Milchmischung zugeben und kräftig rühren, bis die Masse völlig glatt ist. Die Frischkäsemilch in den Topf löffeln und klümpchenfrei verquirlen. Waschbecken etwa handbreit mit kaltem Wasser füllen, Topf hineinstellen und so lange rühren, bis der Inhalt nur noch lauwarm ist. Dann den Grand Marnier untermischen. Wasser auswechseln und den Topf im Becken stehen lassen, bis der Inhalt vollständig abgekühlt ist. In einen grossen Messkrug mit Ausguss (vorzugsweise aus Glas) umfüllen, abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag nach Gebrauchsanweisung in der Eismaschine gefrieren lassen. Unterdessen eine Tupperschüssel im Tiefkühler vorkühlen und aus Backpapier eine passende Abdeckung ausschneiden. Nach 45 Minuten das Eis abwechselnd mit der Erdbeersauce in die vorgekühlte Schüssel füllen. Mit einem breiten Löffelstiel verwirbeln, vorsichtig den Backpapierdeckel andrücken und ab damit in den Tiefkühler. Nach 2-3 Stunden ist das Glacé fester und servierbereit. Erst dann, also wenn das Eis fest ist, mit dem Deckel verschliessen. Das Backpapier nicht entfernen, es sorgt dafür, dass sich auf der Oberfläche keine gummige Schicht oder Eiskristalle bilden. Das Eis hält sich locker einen Monat im Tiefkühler und behält dabei seine crèmige Konsistenz. Tipp: Schüssel 10 Minuten vor dem Servieren aus dem TK holen und Deckel abnehmen. Danach lässt es sich sehr gut portionieren. Geht zur Not aber auch ohne Aufwärmzeit. Ergibt etwa 1,2 Liter Eis. Notiz an mich: Etwas mehr, als das gelbe Tupperli fassen kann.

P.S. Zitronige Variante: Orangenschale durch 4 Streifen Zitronenschale und Grand Marnier durch 3 El Limoncello, Wodka oder Grappa ersetzen.

Montag, 1. Juni 2020

Knackiger Randensalat mit Koriander



Viele Leute kennen Randen/Rote Beete/Runkeln nur in eingelegter Form oder als Salat aus gekochten Exemplaren. Die Vielseitigkeit der rohen Knolle hat sich auch mir erst in den letzten Jahren offenbart. Zuerst habe ich sie zu Suppe verarbeitet, dann im Ofen gebacken und als Beilage kredenzt. Als nächstes kamen Randengnocchi, Randenspätzli, Randenwähe, Randenquiche, Randentarte, Randencake und Randenmuffins. Im Winter bevorzuge ich immer noch Salat aus gekochten oder gebackenen Knollen, doch sobald die Tage wärmer werden, steige ich um auf die rohe, knackige Version. Dieser Salat ist süss-sauer, mit einem Hauch senfiger Schärfe, und dank dem Koriander ein kleines bisschen exotisch. Abgetropfte Reste in ein aufgeschnittenes Brötchen packen, übriges Hühnerfleisch vom letzten Grillabend fein zerzupfen, über den Randenstreifen verteilen, grosszügig mit Zitronenmayonnaise beklecksen. Njamm!


Für 4 Personen als Beilage:

  • 2 grosse Randen, ca. 600 gr
  • 75 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 3 El Reisessig
  • 2 El Rapsöl
  • 1 El mittelscharfer Senf
  • 1 Tl Birnel oder Süssmostkonzentrat 
  • 1/2 Tl gemahlener Koriander
  • Kräutersalz und reichlich frisch gemahlener weisser Pfeffer

Randen schälen und in dünne Stäbchen hobeln oder schneiden. Die restlichen Zutaten zu einer süss-sauren Sauce vermixen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Mit den Randenstreifen vermischen, abschmecken und vor dem Servieren mindestens eine Stunde abgedeckt durchziehen lassen. Kann auch gut am Abend vorher zubereitet werden. Reste halten sich problemlos 3-4 Tage im Kühlschrank.

Sonntag, 3. Mai 2020

Hefestreuselkuchen mit Orangenblütenwasser



Genug von faden, trockenen Streuselkuchen?  
Lust auf etwas Exotisches?
Ran an den Ofen!


Für eine Pieform mit 28 cm Durchmesser:

  • 300 gr Weizenmehl Typ 405
  • 50 gr Zucker
  • 7 gr Kartoffelflocken (io: Bio Village)
  • 1 Ei Grösse L, zimmerwarm (io: 57 gr ohne Schale)
  • 53 gr frisch gepresster Orangensaft 
  • 80 gr Milch, warm
  • 15 gr Anisschnaps
  • 15 gr Olivenöl
  • 10 gr Orangenblütenwasser
  • feiner Abrieb einer halben Orange
  • feiner Abrieb einer halben Zitrone
  • 1 gr Salz 
  • 5 gr frische Hefe
  • 40 gr Butterflöckchen, kühlschrankkalt

Mehl, Zucker und Kartoffelflocken direkt in der Rührschüssel der Küchenmaschine abwiegen. Waage auf Null zurückstellen, Ei aufschlagen und abwiegen. Mit Orangensaft auf 110 Gramm ergänzen. Beispiel: Das verwendete Ei wog 57 Gramm ohne Schale. Ei mit 53 Gramm Orangensaft auf das Gesamtgewicht von 110 Gramm ergänzt. Restliche Zutaten bis und mit Hefe in die Schüssel geben und auf Stufe 1 etwa 8 Minuten kneten lassen. Butterflöckchen zugeben und weitere 5 Minuten auf Stufe 2 kneten. Der Teig löst sich nicht vollständig von Schüssel und bleibt leicht klebrig. Auf einer eingeölter Fläche falten, danach zurück in die Schüssel legen. Abdecken und den Teig etwa 4-5 Stunden bei Zimmertemperatur verdoppeln lassen. 

  • 150 gr Weizenmehl Typ 405
  • 100 gr weiche Butter
  • 100 gr Zucker
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl Olivenöl

Unterdessen Mehl, Butter, Zucker Vanillepulver und Salz mit einem Pastry Cutter, oder den Händen, zu groben Streuseln vermengen. Falls die Streuselmasse zu trocken scheint, ein paar Tropfen Wasser einarbeiten. Schüssel abdecken und die Streusel mindestens eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen. Wenn der Hefeteig sich verdoppelt hat, den Ofen auf 240 Grad vorheizen. Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Die Pieform bis über den Rand mit Backpapier auskleiden. Den seidenweichen Teig in die vorbereitete Form kippen und mit feuchten Händen gleichmässig verteilen. Mit einen Backblech oder geölter Klarsichtfolie abdecken. Bei Zimmertemperatur etwa eine halbe Stunden aufgehen lassen, bis sich der Teig fast verdoppelt hat. Finger mit dem Olivenöl einreiben. Wie bei einer Focaccia, mit den eingeölten Fingerspitzen rundherum Vertiefungen in den Teig drücken. Streusel möglichst gleichmässig auf dem Teigfladen verteilen, rundherum leicht andrücken. Form in den Ofen stellen, Temperatur gleich auf 180 Grad reduzieren. Backen: 30 Minuten, bis der Hefeteig schön aufgegangen und die Streusel leicht gebräunt sind. Aus dem Ofen holen und auf ein Kuchengitter stellen. Den Kuchen 10 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form heben und das Backpapier entfernen. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen. 

Samstag, 27. April 2019

Sizilianischer Fenchel-Orangen-Salat



Sodele, nun ist das Trio komplett.

Dressing:

  • 3 El Olivenöl
  • 1-2 El Balsamico bianco
  • frisch gepresster Saft einer Orange
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Alle Zutaten verrühren.

  • 4 Orangen
  • 4 kleine Fenchelknollen
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 8 grüne Oliven, entsteint
  • ein kleiner Zweig Rosmarin 

Orangen filetieren. Fenchelknollen putzen und in dünne Streifen hobeln. Fenchelgrün fein hacken. Zwiebel schälen und ebenfalls fein hobeln. Oliven abbrausen und in dicke Scheiben schneiden. Gemüse mit dem Dressing vermischen. Ein paar Rosmarinnadeln und -blüten (falls vorhanden) abzupfen und fein hacken. Unter den Salat mischen. Mindestens 30 Minuten durchziehen lassen und vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Donnerstag, 31. Januar 2019

Pomeranzentarte



Wenn das Leben dir Pomeranzen gibt, mach eine Tarte daraus.



War zumindest mein Gedanke, als die vermeintlichen Saftorangen aus dem Bioladen sich als aromatische, aber höllisch saure Bitterorangen entpuppten. Das Rezept für eine solche Tarte hatte ich ein paar Tage vorher in How to eat a peach von Diane Henry, einem Büchertauschtischfund, erspäht. Naturellement nichts für Herrn C., der kein Freund von prononcierten Bitterstoffen und Zitrusaromen ist. Banause, sage ich da nur. Püh.


Für eine runde Wähenform mit 24 cm Durchmesser:

  • ein fixfertig ausgerollter Butterblätterteig
  • 4 Bio-Pomeranzen, ca. 500 gr
  • 2-3 säuerliche Orangen (io: helle Moro)
  • 125 gr Zucker
  • 3 Eier Grösse L
  • 150 gr Double Crème de la Gruyère 

Ofen auf 200 Grad vorheizen, Gitter auf der mittleren Schiene einschieben. Blätterteig samt dem anhaftenden Papier passend zuschneiden, in die Form legen und den Rand hochdrücken. Ein Backpapier rund zuschneiden, auf den Teig legen. Mit Blindbackkugeln oder Bohnen beschweren und 15 Minuten vorbacken. Form aus dem Ofen holen, Kugeln und Backpapier entfernen und weitere 5-10 Minuten backen, bis der Teig an den Rändern anfängt zu bräunen. Unterdessen die Pomeranzen abbrausen, abtrocknen und die orange Schale zweier Früchte mit einem Sparschäler entfernen. Schalen in den Zerkleinerer/Mixer geben und mit dem Zucker so fein wie möglich zerschreddern. Pomeranzen auspressen, Saft durchsieben und abwiegen. Blutorangen ebenfalls auspressen, Saft durchsieben und soviel zugiessen, bis die Gesamtsaftmenge 225 Gramm beträgt (io: 120 gr Pomeranzensaft & 125 gr Blutorangensaft). Mit dem Orangenzucker in einer Schüssel gründlich verquirlen. Eier einzeln unterrühren, zuletzt den Doppelrahm klümpchenfrei untermischen. Guss vorsichtig in die vorgebackene Teigform giessen, Gitter auf der untersten Stufe einschieben. 50-60 Minuten backen, bis die Füllung leicht aufgegangen ist, aber noch keine Farbe angenommen hat. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Vor dem Servieren mindestens vier Stunden Ruhezeit gönnen. Das aufwändigere Originalrezept ist hier online verfügbar.

Dienstag, 28. August 2018

Kürbis zum Ersten: Torta soffice alla zucca e mandorle



Maestro, bitte einen Tusch! Danke sehr. Hiermit verkünde ich offiziell: Die Kürbissaison hat begonnen! *froi* Dieses Jahr hatten wir vier Sorten im Anbau und zwei davon, Delicata und Buttercup Emerald, sind schon abgeerntet. Delicata Kürbisse eignen sich, dank des süsslichen Fruchtfleisches, ideal für Desserts und Gebäck. Folgerichtig wären sie auch für dieses Rezept meine erste Wahl gewesen. Blöderweise hatten die Kellerasseln einen Buttercup schon auf dem Feld angenagt und nachdem ich die Frassstelle rausgeschnitten hatte, musste er zackig verbraucht werden. So gab es noch am gleichen Tag Kürbisrisotto und der Rest landete am nächsten Tag in der Teigschüssel. Herr C. befand: Wird nachgebacken. Und so geschah es. Mittlerweile schon vier Mal.


Für eine runde Form mit 24 cm Durchmesser oder 12 Herzen/kleine Muffins:

  • 70 gr Mandelblättchen
  • 125 gr roher Kürbis, geputzt gewogen (io: Buttercup)
  • 40 gr Milch
  • 60 gr Mandel- oder Rapsöl 
  • 120 gr Zucker
  • 2 Eier Grösse L
  • 3 El Bittermandelextrakt oder Amaretto*
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 150 gr Mehl
  • 10 gr Weinsteinbackpulver

Grosse Backform mit Backpapier auslegen, kleine Formen gut ausbuttern oder mit Papierförmchen bestücken. Ofen auf 170 Grad (grosse Backform) oder 210 Grad (Herzen & Muffins) vorheizen, das Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Mandelblättchen im Mixer fein mahlen, in die Teigschüssel umfüllen. Kürbis in kleine Stücke schneiden und zusammen mit der Milch und dem Öl im Mixer zu einem glatten Brei pürieren. Zu den Mandeln in die Schüssel schütten. Zucker, Eier, Bittermandelextrakt und Vanillepulver zum Kürbispüree geben, mit dem Handrührer auf mittlerer Stufe etwa zwei Minuten lang aufschlagen. Mehl und Backpulver zugeben und nur so lange vermischen, bis der Teig homogen aussieht. In die vorbereitete grosse Backform giessen, in den Ofen schieben und 30 Minuten backen. Danach noch fünf Minuten auf der mittleren Schiene zum Nachbräunen gönnen. Oder den Teig gleichmässig auf die Vertiefungen der Herz- oder Muffinform verteilen und 18-20 Minuten backen, bis der Stäbchentest positiv ausfällt. Zehn Minuten in der Form abkühlen lassen, danach aus der Form befreien und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren eine Nacht zum Durchziehen gönnen. Der saftige Kuchen bleibt, gut eingepackt und kühl gelagert, mindestens sieben Tage lang ein Genuss. Küchlein innerhalb von drei Tagen verputzen, falls sie so lange überleben. Idee: Tavolartegusto

* Ersatz: 3 El Orangensaft/Cointreau und die fein abgeriebene Schale einer Orange. Oder 3 El Milch und 1 Tl gemahlene Gewürze, z.B. Zimt oder Pumpkin Spice Mix. Oder 3 El Rum und ein My mehr Vanillepulver. 

Dienstag, 27. Februar 2018

Zeytinyağlı Portakallı Kereviz aus dem Slow Cooker



Unsere Altbauwohnung ist alles andere als optimal isoliert, aber trotzdem wird während der kalten Jahreszeit nur ausnahmsweise ein Heizkörper eingeschaltet. Einerseits ist eine ausreichende Grundwärme durch die offen verlaufenden Heizungsrohre vorhanden, andererseits ist unser Bedürfnis, im Winter in Shorts und ärmellosen Shirts auf dem Sofa rumzulungern, äusserst minimal. Falls wir doch einmal, was nur sporadisch geschieht, wirklich heftig frösteln, ziehen wir zusätzlich dicke Socken oder einen Pullover an, und streiten uns darum, wer mit dem Schweinwoll kuscheln darf. 


Doch seit Freitag bullert die Heizung im Wohnzimmer, um den nächtlichen Minustemperaturen im zweistelligen Bereich und den heftigen Windböen Paroli zu bieten. Passend dazu löffeln wir abwechselnd siedeheisse Suppen und Eintöpfe in uns rein. Zubereitet hat sie der heissgeliebte Slow Cooker, denn der Küchenboden ist bitterkalt und die Lust, selber am Herd zu stehen, gleich null. Zeytinyağlı Portakallı Kereviz ist eine türkische Spezialität, die normalerweise zimmerwarm und ohne Flüssigkeit serviert wird. Aber wie schon erwähnt, passt ein heisses, suppiges Gericht gerade ein klitzekleines bisschen besser zur frostigen Bise.


Für den kleinen Slow Cooker (1,5 Liter):

  • 1 Sellerieknolle, ca. 500 gr
  • 1 dicke, fette Kartoffel
  • 1 riesengrosse Karotte
  • 1 mittelgrosse rote Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 grosszügige Prisen Zucker
  • 2 säuerliche Orangen (io: Tarocco)*
  • ca. 300 ml hahnenheisses Wasser
  • 1 grosszügiger Gutsch Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Slow Cooker auf HIGH schalten. Sellerie rüsten, Kartoffel schälen und beides in ca. 2,5 x 2,5 cm grosse Stücke zerteilen. Karotte abschrubben oder schälen und in etwa halb so grosse Würfel schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken. Gemüsestücke, Lorbeerblatt und Zucker in den Einsatz des Slow Cookers geben, kräftig salzen. Orangen auspressen und den Saft, inklusive Fruchtfleisch, in den Einsatz giessen. Mit heissem Wasser auffüllen, bis das Gemüse fast bedeckt ist. Durchrühren und dann das Olivenöl zugeben. Deckel auflegen und auf HIGH 3 - 3,5 Stunden garen, bis das Gemüse weich ist. Pfeffern, abschmecken und sofort servieren.

* Wer gerade keine säuerlichen Orangen zur Hand hat, presst zwei süsse Orangen und eine halbe Zitrone aus.

Sonntag, 6. August 2017

Blechpizza mit Zucchinichips, Ziegenkäse und Sumach



Die fünf Zucchinipflanzen in unserem Garten sind ausser Rand und Band und wir kommen mit ernten kaum hinterher. Ab und zu übersehen wir vor lauter Grünzeug auch mal ein, zwei Zucchini, die sich dann schnurstracks in Keulen verwandeln, mit denen man problemlos jemanden verprügeln könnte. Manchmal sind wir aber schnell genug und erwischen die Früchtchen noch bevor sie sich in einen Baseballschläger transformieren, doch leider haben sie in diesem Zustand auch schon einiges an Aroma eingebüsst. Um dieses zurückzuholen bzw. den kläglichen Rest zu verstärken, empfiehlt sich ein Aufenthalt unter dem Grill. Je mehr Wasser das Gemüse verliert, desto stärker tritt der Eigengeschmack hervor und ein paar Röstaromen als Zugabe können auch nicht schaden. Aus diesem Grund verwende ich für Pizzen nur vorgängig geröstete Zucchinischeiben, die sich bei der zweiten Runde im Ofen in aromatische Chips verwandeln. Die knusprige Pizza eignet sich auch als Apérogebäck und Reste sind ein gern gesehener Gast in der Lunchbox.


Teig:
  • 410 gr Farina di Manitoba oder kleberstarkes Weizenmehl Typ 550
  • 260 gr knapp lauwarmes Wasser
  • 20 gr Rapsöl
  • 6 gr Salz
  • 4 gr frische Hefe

Alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben, etwa 14 Minuten auf Stufe 2 verkneten. Der Teig sollte sich komplett von der Schüsselwand gelöst haben, bleibt aber leicht klebrig. Auf einer eingeölten Fläche falten und an einem warmen Platz ca. 2-3 Stunden aufgehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Wenn der Teig aufgegangen ist, den Belag vorbereiten. 


Belag:
  • 1 mittelgrosse Zucchini (ca. 700 gr)
  • 200 gr Crème fraîche, glatt gerührt
  • 1 Tl Sumach
  • Kräutersalz
  • 1 Tl frische Thymianblättchen, grob gehackt
  • 150 gr Ziegenfrischkäse (z.B. von der Domaine du Geissberg oder Chavroux)
  • Pfeffer
  • 1 Tl fein abgeriebene Schale einer Bio-Orange

Grill vorheizen. Zucchini waschen, von den Enden befreien und in ca. 7 mm dicke Scheiben hobeln. Blech mit Backpapier belegen und die Scheiben nebeneinander platzieren. Sparsam (!!!) salzen und auf der zweiten Schiene von oben einschieben. Wenn das Gemüse geschrumpft und stellenweise gebräunt ist, Blech aus dem Ofen holen und alle Scheiben umdrehen. Nochmals ein paar Minuten im Ofen gönnen, bis die Scheiben auch auf der anderen Seite angebräunt sind und sich ledrig anfühlen. Aus dem Ofen holen und das Backpapier samt den Scheiben auf ein Abkühlgitter legen. Ofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze umschalten. Abgekühltes Blech mit einem weiteren Bogen Backpapier belegen, den aufgegangenen Teig mit nassen Händen möglichst gleichmässig über die ganze Fläche verteilen (sanft ziehen & breit drücken). 10 Minuten ruhen lassen, ggf. nachformen. Die Crème fraîche darauf verstreichen, dabei einen ca. 2 cm breiten Rand frei lassen. Mit dem Sumach und wenig Kräutersalz betreuen. Zucchinischeiben nebeneinander auf die Crème fraîche legen, mit den Thymianblättchen bestreuen. Ziegenkäse, je nach Konsistenz, zerbröckeln oder mit einem Teelöffel portionsweise zwischen den Scheiben verteilen. Auf der untersten Schiene einschieben und 25 Minuten backen, bis die Pizza am Rand leicht gebräunt ist. Blech auf die zweite Schiene von oben versetzen und noch 5-7 Minuten nachbräunen. Aus dem Ofen nehmen, grosszügig pfeffern und mit dem Orangenabrieb besprenkeln. Heiss oder lauwarm servieren.

Montag, 22. Mai 2017

Orangenbrot mit Rooibostee aus dem Topf



Bei Pinterest hatte ich ein verführerisch aussehendes Foto mit dem Titel "Pan de naranja 100%" (100%iges Orangenbrot) gespeichert. Als ich das Rezept gestern ausprobieren wollte, führte der Link ins Leere. *gnah* 


Beim fröhlichen Nachbasteln habe ich mich dann aber doch nicht getraut, nur Orangenpüree als Schüttflüssigkeit zu verwenden. "Nicht getraut" ist übrigens die euphemistische Version von: Die faule Tante hatte nur noch vier wünzige Bio-Valencias zu Hause und gerade keine Lust, weitere Orangen für das Experiment zu besorgen.... Hat ja trotzdem gut geklappt. Die Idee, dem Brotteig Rooibostee unterzujubeln, stammt aus dem Buch Food From Across Africa. Die Kombination aus Orange und Rooibos ergibt ein saftiges Brot mit einer feinen, exotischen Fruchtnote und exzellenter Frischhaltung. Hell ausgebacken harmoniert es wunderbar mit Konfitüre (erstes Bild), stärker gebräunt auch sehr gut mit Käse und Gemüsesuppen (zweites Bild).


Für ein Brot:

  • 2 mittelgrosse Orangen
  • 155 gr warmes Wasser

Orangen mit einem Messer von der Schale samt weisser Innenhaut befreien. Das Fruchtfleisch der Länge nach vierteln, in grobe Stücke schneiden und eventuell vorhandene Kerne entfernen. Von den Orangenstücken 225 gr abwiegen und zusammen mit dem Wasser zu einem möglichst glatten Brei pürieren.


Alle Zutaten bis auf das Kokosöl in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Zuerst 8 Minuten auf Stufe 1 kneten lassen, dann das Öl zugeben und weitere 6 Minuten auf Stufe 2 kneten, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Auf der eingeölten Arbeitsfläche falten. Zurück in die Schüssel legen, mit einer Duschhaube abdecken und den Teig 3-4 Stunden bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Gärkorb oder Salatschüssel mit einem Leinentuch auskleiden und mit reichlich Ruchmehl bestreuen. Arbeitsfläche ebenfalls bemehlen, Teigschaber befeuchten und den Teig damit aus Schüssel heben. Mit bemehlten Händen vorsichtig auseinanderziehen, bis er etwa den Durchmesser einer Pizza hat. Locker einrollen, zu einem länglichen Laib formen und mit dem Schluss nach oben in das vorbereitete Gärkörbchen setzen. Abdecken und etwa 45 Minuten aufgehen lassen, bis er sich um ca. 80% vergrössert hat. Unterdessen einen Gusseisentopf mit Deckel (ich: 4,7 Liter Cocotte) auf das Gitter stellen, auf der zweiten Schiene von unten einschieben und den Ofen auf 270 Grad vorheizen. (Dauert bei mir ca. 35 Minuten). Topf aus dem Ofen holen, Deckel zur Seite legen. Teig vorsichtig schräg hineinkippen, so dass das Gärtuch gut weggezogen werden kann. Schnell einschneiden, Deckel wieder auflegen und zurück in den Ofen damit. Zuerst 20 Minuten bei 270 Grad, dann 25 Minuten bei 220 Grad backen. Deckel entfernen und das Brot noch ein paar Minuten bis zum gewünschten Bräunungsgrad nachbacken. Vorsichtig aus dem Topf heben und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. 


Samstag, 15. April 2017

Orangiger Tomatensalat mit Kräutern und Schnittlauchblüten



Obwohl im Treppenhaus noch ein Kürbis der Verwertung harrt, im Gemüsefach des Kühlschranks noch Sellerie und Karotten herumliegen und die Nachtschattengewächsesaison noch in weiter Ferne ist, gierte mein Magen nach Bruschette mit frischen Tomaten. Mit Vernunft war ihm nicht beizukommen, also gaben Hirn und Hände nach und packten ein Päckchen leuchtend rote Cherrytomaten (notabene aus einem Schweizer Gewächshaus) in den Einkaufskorb. Als ich nach Hause kam, hatte Herr C. unmittelbar vorher drei Scheiben Brot mit Käse verspeist und war verständlicherweise nicht auf ein weiteres Brotgericht erpicht. Also gab es für ihn, quasi als Dessert, Tomatensalat und für mich als Hauptgericht Tomatensalat auf geröstetem Määhbrot


Für 2-3 Personen als Beilage:

  • 500 gr aromatische Cherrytomaten
  • 2 kleine Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine Hand voll Petersilienblätter
  • 4 Minzeblätter (vorzugsweise Nanaminze)
  • 1/4 Tl getrockneter Oregano, fein zerrieben
  • 8 Schnittlauchblüten
  • 1 Tl fein abgeriebene Schale einer Bio-Orange
  • ein paar Umdrehungen roter Kampotpfeffer aus der Mühle
  • eine grosszügige Prise Kokoszucker

Tomaten vierteln und in eine Salatschüssel geben. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Petersilie- und Minzeblätter fein hacken, Oregano zwischen den Handflächen zerbröseln. Schnittlauchblüten abzupfen und alles zusammen mit der Orangenschale unter die Tomatenstücke mischen. Mit Pfeffer und Kokoszucker würzen, nochmals vermischen und 10 Minuten ziehen lassen. Unterdessen das Dressing zubereiten. 

Salatsauce:
  • 1 El Rotweinessig
  • 2 El frisch gepresster Orangensaft
  • 2 El natives Sonnenblumenöl
  • (Kräuter)Salz

Alle Zutaten kräftig verquirlen, über den Salat giessen und nochmals 10 Minuten (mindestens!) ziehen lassen. Abschmecken und zimmerwarm servieren.


Donnerstag, 16. März 2017

Torta dei Benedettini



In den letzten Wochen wurden Kochen, Backen und Bloggen zur Nebensache degradiert. Das wird auch noch ein Weilchen der Status quo bleiben, denn momentan verbringen wir jede freie Minute im Schrebergarten. Beete umstechen, Kompost ausbringen, aufräumen, umgestalten, zurückschneiden, auslichten et cetera pp. Und zu Hause geht es gleich weiter: Im Büro stehen dutzende Anzuchttöpfchen, die gehätschelt und gepflegt werden möchten (dieses Wochenende kommen noch weitere mit Salat und anderem Grünzeug dazu), die Terrassenbepflanzung wird peu à peu auf Vordermann gebracht, die Dahlien im Keller treiben schon munter aus und müssen noch geteilt werden... Gegessen wird irgendwann zwischendurch, oft ein belegtes Brot mit Salat oder Gschwellti mit Käse und Kräuterquark. Alles nicht besonders originell oder fotogen, aber im Archiv habe ich noch einen Kuchen gefunden, der mehr hermacht. Er sieht zwar auch nicht wie ein Supermodel(gebäck) aus, aber der Geschmack ist erste Sahne. Bitte den Zuckeranteil nicht reduzieren, denn die Orangenschale enthält reichlich Bitterstoffe, die sonst zu stark hervorstechen würden.


Für eine kleine Tarteform (20 x 15 cm):

  • 1 kleine Bio-Orange (vorzugsweise demeter, ca. 160 gr)
  • 1 Ei Grösse XL
  • 100 gr Zucker
  • 1 Prise Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 45 gr Raps- oder sehr mildes Olivenöl
  • 120 gr geschälte Mandeln oder Mandelblättchen, fein gemahlen
  • 2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 45 gr Mehl

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Form einbuttern oder mit Backpapier auslegen. Orange unter fliessendem Wasser gründlich abschrubben. Achteln und die Kerne entfernen. Orangenstücke im Mixer/Zerkleinerer zu einem glatten Brei pürieren. In einer Rührschüssel Ei, Zucker, Vanillepulver und Salz eine Minute mit dem Handrührer auf höchster Stufe aufschlagen. Öl etwa 30 Sekunden lang untermischen, dann die gemahlenen Mandeln und zuletzt Mehl und Backpulver. In die vorbereitete Form umfüllen, glatt streichen und ab damit in den Ofen. 30 Minuten backen, dann auf die unterste Schiene versetzen und die Temperatur auf 170 Grad senken. Weitere 5-10 Minuten backen, bis der Stäbchentest positiv ausfällt. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Hält sich, gut verpackt und kühl gelagert, bis zu einer Woche (und wird mit jedem Tag aromatischer). Quelle: Ricercar

Sonntag, 12. Februar 2017

Rabenschwarze Konfitüre aus getrockneten Hibiskusblüten



Konfitüre aus Hibiskusblüten ist nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich eine Wucht. Die Blüten sollten von bester Qualität und so frisch wie möglich sein. Der Teehändler des Vertrauens kann vielleicht sogar mit Bioware aufwarten, die Extraausgabe lohnt sich auf alle Fälle. Vor der Verwendung den Tee bitte sorgfältig kontrollieren, damit die Konfitüre nicht durch Dreckkrümel oder ähnliches verunreinigt wird. 


Für 2 Gläser à 200 ml:

  • 40 gr getrocknete Hibiskusblüten, zerkrümelt
  • 4 fingerlange Streifen Bio-Orangenschale 
  • 2 Zimtblüte und 2 Pimentkörner
  • 500 ml Wasser
  • ca. 250 gr Zucker

Alle Zutaten bis und mit Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Hitze zurückdrehen und 5 Minuten offen köcheln lassen. Danach den Deckel auflegen und weitere 15 Minuten auf kleinster Stufe simmern lassen. Orangenschale und Gewürze herausfischen. Topfinhalt mit dem Stabmixer zu einem feinen Mus pürieren, danach durch ein feinmaschiges Sieb streichen. Den Hibiskusbrei abwiegen und mit der gleichen Menge Zucker zurück in den Topf geben. Unter ständigem Rühren fünf Minuten kochen. Vorsicht, die Konfitüre spritzt ziemlich heftig. Heiss in ausgekochte Gläser abfüllen. Haltbarkeit: Mindestens 6 Monate, wenn sauber gearbeitet wurde. Angebrochene Gläser bitte im Kühlschrank aufbewahren. Und aus den übrigen Blüten Hibiskussirup kochen.