Sonntag, 26. März 2023

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -328-

[GE]gessenRicottabällchen in Tomatensauce.
Am nächsten Tag beim Einkaufen gleich zwei weitere Packungen Ricotta für eine zeitnahe Wiederholung mitgenommen.

[GE]trunken: Multivitaminsaftschorle

Schon wieder [GE]kocht: Apfelgrütze mit Bergrosinen

[GE]backen: Dunkles Tahinbrot mit Dörrzwetschgen


[GE]wesen: In Bern & Thun, eine weitere SBB-Tageskarte ausgenutzt. 


[GE]freut
Auf dem Heimweg in einer Brockenstube eine Messingkatze erworben. Entworfen wurde sie von Walter Bosse und hergestellt von der Firma Baller in Österreich.


[GE]ärgert: Endlich ein gebrauchtes Exemplar des Kochbuchs Kaukasis von Olia Hercules im Internet aufgestöbert und schaut, in welchem Zustand es angekommen ist. Grrrrrrrrrrrr.

[GE]sehen: Pretty Little Liars 

[GE]lesen
Neues Backen: 99 Backrezepte aus ganz Europa - L. Kratochvila

[GE]kauft: Vier Geburtstagsgeschenke für den Lieblingsgrossneffen.
Einen Essteller mit Fasnachtsdekor (zukünftiger Fasnächtler), einen Waschhandschuh mit Pandagesicht (Senor Dreckspatz), eine rosa Seifenwolke mit Zuckerwattenduft (versüsst jede Reinigung) und ein Bilderbuch (mit Baustellen, Bagger und so).

[GE]hört: Go your own way - Fleetwood Mac

[GE]quitscht: Eine Monsterspinne hat mich in der Waschküche gebissen. Sie hatte sich in einer Sofadecke verkrochen, die ich zwei Waschgänge zuvor dort unten deponiert hatte. Beim Ausschütteln hing sie plötzlich an meinem Zeigefinger, ihre Beisswerkzeuge in meine Haut gebohrt. Den Soundtrack dazu - und die entsprechenden hysterischen Aerobicübungen - könnt ihr euch garantiert bildlich vorstellen... 

Mittwoch, 22. März 2023

Cuisine du Placard: Ramenähnliche Slurpsuppe

Die Temperaturen steigen, die Sonne zeigt sich öfter und mein Körper verlangt gierig nach Frühlingsgrün aus dem Garten (Giersch! Schaumkraut! Junger Löwenzahn!). Das gestrige Schmuddelwetter aber hat uns die Lust auf einen Gartenbesuch gründlich vermiest. Schnee im März. Total unnötig. Regen würde völlig ausreichen, wir wohnen schliesslich nicht in einem Skigebiet. Hmpf. Um den Magen trotzdem zufriedenzustellen, gab's wieder einmal eine Suppe aus Zutaten, die im Vorrats- und Kühlschrank herumlungerten. Achtung: Suchtpotential!

Für zwei hungrige Menschen:

  • 150 gr Ramen- oder Reisnudeln
  • 600 ml Hühnerfond, selbst gekocht oder aus dem Glas (io: Gerippe vom Brathuhn ausgekocht)
  • ein fünf Zentimeter breites Stück grüne Lauchstange oder zwei Frühlingszwiebeln, dünn geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein gerieben
  • ein mirabellengrosser Knubbel junger Ingwer, fein gerieben
  • 2 El Sojasauce
  • 1 El Reisessig
  • 1/8 Tl Chiliflocken (wenn Herr C. mitisst 1/2 Tl milde Paprikaflocken & Prise Isot Biber)

Nudeln nach Packungsanleitung garen. Kalt abspülen und bis zur Verwendung abgedeckt zur Seite stellen. Nebenbei alle oben aufgezählten Suppenzutaten zusammen kochen, bis die Lauchstücke gar sind.

Unterdessen Tahin und Erdnussmus mit einem Gutsch heisser Suppe in einem Schälchen glatt rühren. In den Suppentopf löffeln, danach die Sojamilch zugiessen. Salzen und fünf Minuten köcheln. Achtung: Sojamilch schäumt auf! Zuletzt das Sesamöl unterrühren und die Suppe mit dem Stabmixer glatt pürieren. Abschmecken. Nudeln auf zwei Suppenschalen verteilen, mit der kochendheissen Slurpsuppe übergiessen. Falls vorhanden, mit Korianderblättchen garnieren. Passend wären auch Thaibasilikumblättchen, dünne Chiliringe, Chiliöl, frittierte Zwiebel- oder Knoblauchstücke und so weiter und so fort. Tut euch keinen Zwang an. Vegane Variante: Hühnerfond durch Shiitake Dashi ersetzen (Parmesanrinde weglassen und am Schluss einen Pilz mitpürieren).

* Die Korianderblätter können durch eine kleine Korianderwurzel, z.B. aus dem TK, ersetzt werden. Wurzel gründlich reinigen und der Länge nach aufschneiden. Gleichzeitig mit dem Lauch im Hühnerfond versenken. Vor dem Pürieren entfernen. Die von mir verwendeten Korianderkörnchen habe ich mit dem Sesamöl einpüriert.

Dienstag, 21. März 2023

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -327-

 

[GE]gessen: Veganer Lupinenfruchtkäse aus dem Schweizer Aldi. Love it!

Auf[GE]brüht
Kannenweise Beerentee, gesüsst mit Stachelbeer-Vanille-Sirup

[GE]kocht: Gemüsesuppe nach Art einer Minestrone mit Brätchügeli

[GE]backen: Semmelknödelauflauf


[GE]wesen: Zuerst im Museum Allerheiligen in Schaffhausen, die Ziegler Ausstellung bewundert. Anschliessend die SBB-Tageskarte noch für einen Abstecher ins Appenzellerland genutzt.


Mit[GE]bracht: Massig Käse, u.a. Urnäscher Hornkuhkäse, Ziegen - und marinierter Frischkäse; Bergbutter, Fässler Klöpfer, Speck, Kalbsschwartenmagen, Freilandeier und Tschipps.

Leider hat die Zeit nicht [GE]reicht: Für einen Abstecher in die Holzofenbäckerei Waldstatt. Nächstes Mal wieder.

Gebraucht [GE]kauft
: Currys Currys Currys von Madhur Jaffrey

 [GE]sehen: Bad Sisters & Red Rose 

[GE]lesen: Die Netanjahus - Joshua Cohen 


Mit Schildern [GE]kennzeichnet: Eine erste Ladung Dahlien.

[GE]hört: Islands in the Stream - Dolly Parton & Kenny Rodgers

Sonntag, 19. März 2023

Sonntagssüss: Ovo-Karotten-Muffins


Beim letzten Grosseinkauf eine neue Buttersorte im Kühlregal entdeckt. Gesalzene Bio-Sauerrahmbutter aus dem Fass, stand auf der Verpackung. Meine Erwartungen waren hoch. Viel zu hoch. Dank der luftdurchlässigen Papierverpackung war die äussere Butterschicht dunkelgelb verfärbt und roch etwas abgestanden. Den farbigen Teil weggeschnitzt und den wesentlich helleren Kern verkostet. Der Geschmack war langweilig-dumpf mit einer schwer zu beschreibenden, eigenwilligen, schon fast unangenehmen Nebennote. Irks! Definitiv nur als Koch- und Backbutter zu gebrauchen. Wenn überhaupt. Um das auszutesten, ein Spiegelei darin gebraten. Beim Erhitzen verschwand der Stallgeruch. Gut. Als Herr C. wenige Tage später verkündete, er würde am Wochenende seine Verwandtschaft mit einem Besuch beehren, scrollte ich Minuten später durch die gespeicherten Pinterest-Bildchen auf der Suche nach einem netten Kuchenrezept. Die Ovo-Rüebli-Muffins machten das Rennen. Unter anderem, weil vom letzten Urlaub noch eine halbgefüllte Dose Ovomaltine im Schrank herumstand. Die hatte Herr C. in einem Anfall von Ferienfrühstückswahn angeschafft und nach unserer Heimkehr nie mehr in die Hand genommen. Ich sag's jetzt nicht, aber Gott hört mein Brummeln....

Für 12 Muffins:

  • 4 Eier Grösse L, zimmerwarm
  • 90 gr Zucker
  • 80 gr geschmolzene Butter, lauwarm (io: Fassbutter mit 1% Salzgehalt)
  • fein abgeriebene Schale einer kleinen Bio-Orange
  • 140 gr gemahlene Haselnüsse (io: geschält & frisch gemahlen)
  • 135 gr fein geraffelte Karotten
  • 120 gr Ovomaltine
  • 2,5 Tl Weinsteinbackpulver
  • 130 gr Mehl

Ofen auf 220 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Eine 12er Muffinform mit Papierförmchen bestücken.* Eier und Zucker in einer Rührschüssel mit dem Schwingbesen kräftig verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Butter und Orangenschale unterrühren. Nacheinander Nüsse, Rüebli und Ovomaltine mit Backpulver einrühren. Zuletzt das Mehl kurz (!) untermischen. Förmchen randvoll mit dem Teig füllen. Ab in den Ofen. Die Temperatur auf 180 Grad reduzieren und die Muffins 30 Minuten backen, bis die Stäbchenprobe positiv verläuft. Auf einem Kuchengitter fünf Minuten abkühlen lassen. Danach die Muffinränder vorsichtig mit den Fingerspitzen vom Blech lösen, falls nötig. Einzeln aus der Form heben und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Übrige Muffins maximal drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

P.S. Der Verwandschaft und dem Herrn C. hat das Gebäck gemundet. Ich bin immer noch erkältet und alles was ich esse oder trinke, schmeckt wie gekochte Pappe. Ihr müsst euch daher auf das Urteil der Jury verlassen.

* Eventuell den oberen Rand der Vertiefungen und die angrenzende Blechregion vorsorglich rundherum einbuttern. Der Teig fliesst beim Backen a bisserl über die Vertiefungen und klebt - je nach Blechart - im dümmsten Fall die Muffinoberteile bombenfest ans Metall.

Dienstag, 28. Februar 2023

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -326-

 

[GE]gessen: Zopfscheiben mit Zwiebelmettwurst vom Freilandsäuli

[GE]kocht: Veganes Lu Rou Fan mit Krishna Kamod Reis

[GE]mixt: Sesamsamen zu Tahin
Halbes Kilo geschälte Sesamsamen in einer Pfanne mit hohem Rand rösten bis sie fein duften und leicht gebräunt sind. Dabei ständig rühren, rühren, rühren!
Kurz abkühlen lassen, lauwarm in den Turbomixer befördern. Glatt mixen.
Io: 2 x "Nüsse hacken" (insg. 4 Minuten), danach noch 4 x "20 Sekunden" mixen. 
In ein 500 ml Weckglas umgiessen, unbedeckt auskühlen lassen. Erst wenn das Sesammus komplett erkaltet ist, mit einem Deckel verschliessen. 
So kann sich kein Kondenswasser bilden.

[GE]trunken
Um den Mixer von den Sesammusresten zu reinigen, ein Glas Cashewmilch reingegossen. Vierzig Sekunden aufgemixt. Njamm! Schmeckt Welten besser als pure Sesammilch.

 [GE]sehen: Nenn sie nicht Sissy

[GE]lesenImperium der Schmerzen
 Wie eine Familiendynastie die weltweite Opioid-Krise auslöste - P.R. Keefe

[GE]freut: Einen Familienausflug zum Einpfeifen der Laterne organisiert.

Als Verpflegung [GE]backen: Ein Blech Gougères und Waggiskekse.

[GE]ärgert: Musste für den kurzen Ausflug in die Stadt bitter büssen.
Lag am nächsten Tag wieder komplett flach. 
Herrje, ich hab' den Mist so satt.
Und das ständige Jammern darüber auch.

[GE]kauft: Noch mehr insektenfreundliche Dahlien bei nijssentuin.nl
Juli bis Oktober wird eine Non-Stop-Party für Bienen und Hummeln!
An dieser Stelle ein dickes, fettes Dankeschön an Herrn C., der,
 trotz Fluginsektengiftallergie und Krötenaversion, nie an unserem Konzept einer möglichst tier- und bienenfreundlichen Gartenbewirtschaftung gezweifelt hat.

[GE]hört & [GE]sehenSparks im Château d'Hérouville auf ARTE

Mich [GE]fragt: Existieren eigentlich spezielle Vorratsbehälter für Reiswaffeln? Aufgrund der mittlerweile hauchdünnen Plastikverpackung schaffe ich es ständig, diese so ungeschickt zu zerreissen, dass ich gezwungen bin, die Waffeln in Tupperware umzuschichten. Meine runden Behälter sind alle zu schmal und in die rechteckigen passen immer die letzten drei oder vier Waffeln nicht mehr rein.
*gnah*

Samstag, 25. Februar 2023

Harcha Pancakes (vegan)

Harcha (ausgesprochen: Herrscha) ist ein in Marokko und Algerien beliebtes Pfannenfladenbrot aus Hartweizengriess. Die einfachere Frühstücksversion wurde von Choumicha erfunden und nennt sich Harcha à la semoule façon pancake. Frei übersetzt: Harcha aus Griess nach Art eines Pancakes. Ich habe mir krankheitsbedingt die Freiheit genommen, das Rezept meinen Vorräten anzupassen. Das die Harcha Pancakes am Ende zufällig vegan waren, hat Herr C. gar nicht bemerkt und genüsslich vier Stück verputzt. Hurra!

Für etwa acht Pancakes:

  • 200 gr Hartweizenmehl, z.B. Coop Bio (io: Semola rimacinata von Molisana)
  • 50 gr Hartweizengriess
  • 60 gr vegane Margarine, geschmolzen (io: Violey Block)
  • 20 gr neutrales Öl (io: Erdnussöl)
  • 15 gr Zucker
  • 7 gr Weinsteinbackpulver
  • 1/2 Tl Salz
  • 350 gr lauwarme Pflanzenmilch (io: Bio Cashewdrink, Aldi CH)
  • 4 gr frische Hefe

Mit einem Löffel zuerst Hartweizenmehl, Griess, Margarine und Öl in einer Schüssel gründlich verrühren. Der Schüsselinhalt sollte wie feuchter Sand aussehen. Erst dann Zucker, Backpulver und Salz untermischen. Mit dem Schwingbesen Cashewmilch und Hefe glatt rühren. Zu den trockenen Zutaten giessen, gut vermischen. Die Teigwärme sollte ca. 32 Grad betragen. Schüssel mit einer Duschhaube abdecken und dem Teig zwei Stunden bei Zimmertemperatur zum Quellen und Aufgehen gönnen. Danach eine kleine, beschichtete Pfanne ohne Fettzugabe auf mittlerer Stufe erhitzen (io: 6 von 9). Eine Kelle voll Teig in die Pfanne giessen. Mit der Kellenrückseite den Teig kreisförmig ausstreichen (wie bei der Crêpeszubereitung). Sobald sich auf der Oberfläche Blasen zeigen und die Unterseite nett gebräunt ist, den Pancake vorsichtig wenden. Die zweite Seite ebenfalls hellbraun braten. Sofort servieren oder auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Übrige Harcha Pancakes eintuppern und maximal drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. 

Tipp: Mit der oben angegebenen Zucker- und Salzmenge sind die Pancakes eher auf der neutralen Seite. Sie passen deshalb zu Gelée aus Zierquittenblüten genau so gut wie zu Hummus aus Kichererbsenmehl.

Mittwoch, 22. Februar 2023

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -325-

 
[GE]gessen: Drei Thonbrötli mit Zwiebeln. Man stinkt danach stundenlang wie ein alter Fischkutter, in dem der Smutje gerade Zwiebelsuppe kocht. 
Ich finde den Mief amüsant, Herr C. nicht.
Tja...

Im Ofen [GE]schmort: Gulasch aus Entrecôte 
Das Entrecôte aus Uruguay gab's zum Supersonderausverkaufspreis, weil das MHD noch am gleichen Tag erreicht wurde. Es handelte sich um ein aufgetautes Stück Fleisch und da Herr C. länger arbeiten durfte, schien Schmoren eine grossartige Idee zu sein. Und das war sie auch. Einer Wiederholung steht nur der hohe Kilopreis im Weg. Vielleicht was für nächste Weihnachten?

[GE]kocht: Apfelgrütze mit Bergrosinen

[GE]trunken: Rugenbräu Red Ale 


[GE]wesen
Mehrmals mit dem Grossneffen, Herrn C. und Schwesterherz auf der Chrischona. 
Der kleine und der grosse Mann verstehen sich blendend. Herzallerliebst. 😘

[GE]kauft: Eine Packung Cola Fröschli (Bonbons mit Colageschmack).
Ja, genau die, mit denen man sich regelmässig als Kind die Zunge und den Gaumen aufschlitzte.

 [GE]sehen"The White Lotus", zweite Staffel & "Preacher", alle Staffeln.

[GE]lesen: Prügelknaben - Guy Cullingford


[GE]freut: Obi führt (neuerdings?) Saatgut meiner italienischen Lieblinsgrünzeugfirma im Sortiment. Gleich mal Schnittzichoriensalat und Nero di Toscana Palmkohl erworben.

[GE]ärgert: Schwesterherz. Bakterielle Infektion. Mir angehängt.
Als hätte der schon vorhandene Mist nicht ausgereicht...

[GE]hört: La tribu de Dana - Manau


[GE]schmunzelt: Herr C. hat während eines Spaziergangs für den Kleinen einen Minischneemann gebaut. Der war davon so hingerissen, dass Herr C. mehrere Bilder als Andenken knipste. Jedes Mal, wenn jemand aus der Familie dem Zwerg das Foto des Schneemanns zeigt, fängt er an zu strahlen.

Sonntag, 19. Februar 2023

Käferbohnencassoulet mit Hirschlandjäger und Marroni

 

Viele Menschen nennen es beschönigend "Frühjahrsmüdigkeit". Oft wird mit diesem Wort eine Unterversorgung des Körpers verniedlicht. Geht schon, wird schon wieder, braucht nur ein bisschen Zeit. Man schleppt sich durch den Alltag, stopft kiloweise Früchte und Gemüse in sich hinein, hechelt jedem Sonnenstrahl hinterher, wartet sehnsüchtig auf Besserung. Ein Arztbesuch wegen so einer Lappalie? Und als nächstes renne ich beim ersten Anzeichen von Schnupfen in die Notaufnahme? Tststststststs.... Liebe Leute, lasst euch sagen: Vitamin- und Eisenmangel sind kein Vergnügen. Auch wer sich einigermassen gesund und ausgewogen ernährt, kann unterversorgt sein. Die verschriebenen, hochdosierten Tablettchen bewirken keine Wunder, aber es ist ein Lichtschein am Ende des Tunnels sichtbar. Nach Wochen mit einfachsten Gerichten wie Haferkleieporridge, Rühreier mit Brot, Sandwiches und Chicoréesalat en masse, darf's endlich wieder etwas Aufwendigeres sein. 

Für 4 Personen:

  • 500 gr gekochte Käferbohnen* 
  • 4 Hirschlandjäger oder normale Landjäger
  • 2 Riesenkarotten
  • 2 Selleriestangen
  • 1 grosse rote Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • ein bombierter El Tomatenmark
  • 600 ml Hühnerfond
  • 5 Stiele frischer Thymian
  • 2 frische oder getrocknete Lorbeerblätter, mehrmals eingerissen
  • 100 gr gegarte Esskastanien (io: Bio Snack Marroni vom Denner)
  • 1 Tl milde Paprikaflocken/Pul biber
  • 1 Tl Kokoszucker
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Falls Dosenbohnen verwendet werden: In ein Sieb schütten, gründlich abbrausen und zum Abtropfen zur Seite stellen. Landjäger, geschält oder ungeschält, in etwa zentimeterdicke Scheiben schneiden. Im Bräter ohne Fett auf mittlerer Stufe anbraten. Rüebli schälen, der Länge nach vierteln und in zentimeterdicke Stücke zerteilen. Ab in die Pfanne. Selleriestangen in dünne Scheiben schneiden. Ebenfalls in die Pfanne damit. Zwiebel fein würfeln. Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheibchen schneiden. Zusammen mit den Zwiebelstückchen in den Bräter schubsen. Alles miteinander kurz rührbraten. Tomatenmark unterrühren, kurz anbraten. Mit Hühnerfond bedecken, Thymian und Lorbeerblätter reinwerfen. Vorsichtig salzen. Deckel auflegen und etwa 10 Minuten kochen, bis das Gemüse knapp weich ist. Probieren und ggf. nachsalzen. Bohnen, Marroni, Paprikaflocken, Kokoszucker und zwei Umdrehungen Pfeffer unterrühren. Zu diesem Zeitpunkt sollte noch genug Flüssigkeit vorhanden sein, um die Bohnen damit zu bedecken. Sonst einen Gutsch hahnenheisses Wasser zufügen. Einmal aufkochen. Deckel wieder auflegen und den Pfanneninhalt 15 Minuten simmern lassen. Möglichst wenig umrühren, damit Bohnen und Marroni nicht zerfallen. Abschmecken. Heiss mit geröstetem Sauerteigbrot und Nüsslisalat servieren. Das Cassoulet lässt sich problemlos einen Tag im Voraus zubereiten und schmeckt, wie viele Gerichte mit Hülsenfrüchten, durchgezogen noch besser als frisch gekocht. Quelle: Marmite

*Io: Ein halbes Kilo getrocknete Käferbohnen mit Salz im Slow Cooker gegart, Rest portioniert eingefroren. 

Sonntag, 15. Januar 2023

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -324-


[GE]gessen: Crunchy Mushroom Chips von Forestly Foods.
Wenn das Zeug nicht aus China stammen würde, hätte ich glatt in Aktien des Herstellers investiert. Ausserdem zu teuer, um danach süchtig zu werden.

[GE]trunken: Randenschorle (3/4 Mineralwasser & 1/4 Randensaft)

Ein[GE]kauft: Knollensellerie, Stangensellerie, Lauch, Rosenkohl, Puntarelle, Mandarinen, Äpfel, Goldkiwi, Bananen, Zitronen, Chicorée und als Gegengewicht eine kleine Schwarzwäldertorte.  

[GE]kocht: Pasta mit Catalogna

Ab[GE]holt: Ein Grillhühnchen via TGTG.

Zusammen[GE]rührt: Einen gemüsigen Salat aus dem übrigen halben Huhn.
Salat: Fleisch, Stangensellerie mit Blättern, Lauch & ein säuerlicher Apfel.
Dressing: Schafjoghurt, Mayo, Reisessig, geröstetes Currypulver & Salz.
Serviert: Mit einem übrigen Bürli. 

 [GE]sehen
HIP: Ermittlerin mit Mords-IQ

[GE]lesen: Schnee - Yrsa Sigurdardottir
Am Samstag ass der Rabbi nichts - Harry Kemelmann

[GE]ärgert: .... Ääähhmmmm...*hüstel*... Der Jahresrückblick ist immer noch in Bearbeitung. Daran ist ausschliesslich Herr C. schuld, der mich mit seinem Feriengroove infiziert hat. Der Schlendrian in Reinform, sozusagen. Sobald er wieder Richtung Graubünden unterwegs ist, mache ich mich an die Arbeit.

[GE]freut
Das Schweinwoll hat fröhlich und munter seinen 14. Geburtstag gefeiert.
Vom Grossneffen gab's zur Feier des Tages eine Scheibe Kräuterkäse, ein Stück Speck und einen Kanten Brot. (Reste vom Brunch. Der Kleine besteht darauf, dem Hund jeweils etwas von seinem Teller mitzubringen. Für ihn ist die Raubtierfütterung stets der krönende Abschluss des Frühstücks).

[GE]ordert: Dahlien, Dahlien, Dahlien!
Natürlich wieder bei FAM
Tolle Auswahl, umweltfreundlicher Versand ohne Plastik, gesunde Pflanzen.

[GE]hört: King of my castle - Wamdue Project

[GE]wesen: Eine bis dato unbekannte Brockenstube in der Region entdeckt. 
Bis unters Dach vollgestopft, aber gut sortiert.
Beute: Eine Keramikschale aus den 70ern und mehrere Gebäckmodel. 

Sonntag, 8. Januar 2023

Würzige Linsen-Rotwein-Bolognese

 

Schon weiss, ich schulde euch noch den Jahresrückblick 2022. Bloss nicht hetzen. Bin momentan im locker-flockigen, fläzig-faulen Ferienmodus. Zur Überbrückung folgt das Rezept für eine feine - und zufällig auch vegane - Linsenbolognese, die nicht nur Pasta sondern auch Polenta, Couscous, Bulgur und Gnocchi alla romana veredelt. Oder in Pfannkuchen einrollen und mit einer Béchamelsauce überbacken. Njamm!

Für vier Portionen:

  • 1 Tl Paprikaflocken/Pul biber, mild
  • 1 Tl geräuchertes Paprikapulver, mild
  • 1 Tl Bohnenkrautblättchen
  • 1/2 Tl getrocknete Dillspitzen
  • 1/2 Tl Majoranblättchen
  • 1/2 Tl Oreganoblättchen und -blüten
  • 1/2 Tl Korianderpulver
  • ein gehäufter 1/4 Tl Zimtblatt- oder Lorbeerpulver (Ersatz: ein Zimt- oder Lorbeerblatt, eingerissen)
  • je ein gehäufter 1/4 Tl Piment- und Zimtpulver

Gewürze in einer kleinen Schüssel vermischen, abgedeckt zur Seite stellen.

  • 150 gr braune Berglinsen, über Nacht eingeweicht*
  • 2 El Olivenöl
  • 1 grosse rote Zwiebel
  • eine 400 gr Dose Pelati, zerkleinert 
  • eine Dosenfüllung Wasser
  • eine Dosenfüllung kräftiger Rotwein, z.B. Merlot
  • 1 Tl geräuchertes Paprikapulver, mild oder scharf
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Linsen in ein Sieb schütten. Unter fliessendem Wasser gründlich abspülen, abtropfen lassen. Öl im Bräter erwärmen, nebenbei die Zwiebel klein hacken. Zwiebelwürfel auf mittlerer Stufe anbräunen. Gewürze zugeben, eine Minute rührbraten. Linsen und Pelati unterrühren. Die leere Tomatendose randvoll mit Wasser füllen, in die Pfanne giessen. Mit dem Wein wiederholen. Salzen und offen kochen, bis die Flüssigkeit stark eingedickt ist. Falls die Linsen nicht schnell genug weich werden, Deckel auflegen und/oder hahnenheisses Wasser nachgiessen. Wenn die Linsen gar sind und die Sauce die Konsistenz einer Bolognese erreicht hat, Paprikapulver und Pfeffer unterrühren. Hitze ausschalten, Deckel auflegen und der Linsenbolognese auf der heissen Platte Zeit zum Durchziehen gönnen. Erst jetzt das Pastawasser aufsetzen. Nudeln nach Packungsanleitung kochen. Abgiessen und mit einem grosszügigen Stück Butter vermischen (optional, Herr C. besteht darauf). Geriebener Sbrinz ist ebenfalls optional, passt aber wie die Faust auf's Auge.

*Funktioniert auch ohne vorheriges Einweichen, Kochzeit und Wassermenge entsprechend anpassen.