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Donnerstag, 15. Juni 2017

Mango-Kokos-Lassi am Stiel (vegan)



Wettervorhersage: 30 Grad und 10 Stunden Sonnenschein
Aktuelle Thermometeranzeige: Schwüle 29 Grad
Gefühlte Wärme: Mindestens 50 Grad
Anzahl der heute durchgeschwitzten Kleidungsstücke: 4
Massnahmen: Literweise Cold Brew Tea und Eis am Stiel, bis das TK-Fach leer ist


Für 6 lebenserhaltende Lutscher:

  • 280 gr sehr reifes Mangofruchtfleisch (von einer mittelgrossen Mango)
  • 90 gr hausgemachtes Kokosmilchjoghurt
  • Saft einer halben Limette
  • 1-2 Tl Rosenwasser
  • 1 grüne Kardamomkapsel, Körner fein zermörsert
  • 1 El Agavendicksaft oder Akazienhonig
  • 2 dünne Scheibchen frische Kurkumawurzel oder 1 Prise Kurkumapulver (optional)

Alle Zutaten in den Mixer geben und zu einem glatten Brei pürieren. In die Lutscherförmchen (io: vom blauen Schweden) giessen, Stiele hineinstecken und über Nacht in den Tiefkühler stellen. Das Eis hält sich dort locker 2-3 Wochen, überlebt bei uns aber höchstens 2-3 Tage. 


Sonntag, 10. August 2014

Sesam-Erdnuss-Karotten aus dem Ofen



Meine Damen und Herren, bitte bleiben sie am Apparat, denn jetzt folgt der zweite Teil der beliebten Serie "Karottenverwertung für Fortgeschrittene". Zur Vorspeise gab es ja schon den Rüeblisalat mit Almonnaise und als Hauptgericht folgen die gebackenen Sesam-Erdnuss-Karotten. Ich mag am liebsten einen gemischten Salat dazu, aber sie passen auch als Beilage zu Pilaw, Gerstotto oder afrikanischen Gerichten.


Für 2-4 Personen:

  • 500 gr Karotten
  • 2 El Sesammus 
  • 1 El Erdnussbutter
  • 1 Tl Rapsöl
  • 1-2 Tl Akazienhonig oder Agavendicksaft
  • (Kräuter)Salz, geräuchertes Paprikapulver, frisch gemörserter Kreuzkümmel

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Karotten gründlich waschen oder schälen und schräg in fingerdicke Scheiben schneiden. Tahini, Erdnussbutter, Öl und Honig in einem Schüsselchen verrühren und kräftig würzen. Karottenstücke einige Minuten dämpfen oder etwa drei Minuten in reichlich Salzwasser kochen, bis sie halbwegs gar sind. Abschütten, kurz mit kaltem Wasser überbrausen, gut abtropfen lassen und noch lauwarm mit der Sesamsauce vermischen. Backblech mit einem Backpapier belegen und die Stücke einzeln mit einem Löffel darauf verteilen. Blech auf der mittleren Schiene einschieben und 10-12 Minuten backen, bis die Kruste hellbraun und das Gemüse durchgegart ist. Heiss oder lauwarm servieren. Nur mit Salat reicht die Menge für zwei hungrige Leute, mit Getreide oder anderen Beilagen auch für vier Esser.


Freitag, 13. Juni 2014

Caonella - Einfach, vegan und palmölfrei



Ich präsentiere: Eine einfache, vegane und palmölfreie Alternative zu Nutella & Co. Das Grundrezept lässt sich passend für jeden Geschmack und Geldbeutel abwandeln. Natives Kokosöl oder Kakaobutter sind zu teuer oder nicht erhältlich? Ungehärtetes Kokosfett (z.B. aus der Migros) tut's auch. Helles Mandel- und Cashewmus halten sich dezent im Hintergrund, dunkles Mandelmus und Haselnussmus bringen Schwung in die Sache.


Agavendicksaft hat praktisch keinen Eigengeschmack, Ahornsirup, Birnel, Dattel- oder Reissirup hingegen verpassen der Caonella eine ganz eigene Note. Mehr Kakao kann nie schaden und die Gewürze können ganz nach Belieben ergänzt oder weggelassen werden. Unkomplizierter geht es kaum, oder?


Für ein Glas mit 125 ml Fassungsvermögen:

  • 60 gr Kokosöl oder Kakaobutter
  • 60 gr Nussmus
  • 45 gr flüssiges Süssungsmittel, z.B. Agavendicksaft, Birnel, Apfelsüsse, Dattel- oder Reissirup
  • mindestens 2 El / 10 gr Kakao- oder Carobpulver
  • 1-2 Prisen Meersalz
  • je 1/3 Tl Vanillepulver, Zimt und Spekulatiusgewürz

Kokosöl in einen kleinen Topf geben und bei milder Hitze schmelzen lassen. Topf fünf Minuten zum Abkühlen zur Seite stellen. Nussmus mit Süssungsmittel, durchgesiebtem Kakaopulver, Salz und den Gewürzen in einer Schüssel klümpchenfrei verrühren. Probieren und ggf. nachwürzen. Lauwarmes Kokosöl dazu giessen und gründlich unterrühren. In ein sauberes Glas umfüllen und etwa zwei Stunden auskühlen lassen, bevor der Deckel drauf kommt. Ganz wichtig: Diesen Schritt nicht überspringen, sonst würde sich Kondenswasser bilden und die Caonella könnte anfangen zu schimmeln. An einem kühlen Plätzchen (nicht im Kühlschrank) aufbewahren und innerhalb von zwei Monaten verputzen.

Samstag, 8. Juni 2013

Erdbeer-Rhabarber-Apfel-Kompott mit Sandelholz (ohne Zucker)



Momentan geht es hier nicht gerade wie auf dem Oktoberfest zu. Mea culpa. Bin seit zwei Wochen völlig ausgelastet mit Wildkräuter sammeln, trocknen oder sonstwie haltbar machen, Sirup kochen, gärtnern, Wohnung umstellen, Balkon bepflanzen und mich beim Lesen in der Sonne fläzen. Nebenbei koche und backe ich wie ein Weltmeister und denke meistens sogar daran Fotos zu knipsen, bevor alles ins Nirvana verschwindet. Nur zum Bloggen fehlt die Zeit und/oder auch die Motivation. Ein dicker, fetter Durchhänger, würde ich es nennen. Vielleicht hat mir auch nur der lange Sonnenstrahlenentzug auf's Gemüt geschlagen und in ein, zwei Wochen bin ich wieder (fast) täglich am Bloggen. Schau'n mer mal.

Als kleines Lebenszeichen gibt es ein Erdbeer-Rhabarber-Kompott mit Äpfeln und Sandelholz für die hübsche dunkelrote Farbe. Kann auch weggelassen werden, denn geschmacklich macht sich das Pulver nicht gross bemerkbar. Allerdings fällt das Ergebnis dann einiges blasser aus. Herr C. löffelt das Zeug so schnell weg, dass ich mit Kochen kaum hinterher komme. Wir geniessen 2-3 Schälchen frisch und frieren den Rest ein, damit wir im Sommer immer ein schnelles und unkompliziertes Dessert zur Hand haben. Er mag dazu am liebsten dicke Sahne, ich eigentlich auch. Aber da der Herr Sensenmann mir schon ganz dicht auf den Fersen ist und nur darauf wartet, bis mein Herzilein vor Verfettung aufgibt, darf's für mich (schweren Herzens - ha,ha...) auch ohne sein. Dem Lungenkrebs ein Schnippchen geschlagen, dafür vom Cholesterinwert gekillt. Oder so ähnlich. Rauchen macht zumindest nicht fett. Aufhören hingegen schon. *Ääääärgggsss*. Zurück zum Rezept. Kompott einfach am Abend vorher aus dem Tiefkühler holen und im Kühlschrank auftauen lassen. Oder ein bis zwei Stunden an die pralle Sonne legen. Und genau das werde ich nun auch wieder tun. Rückstand aufholen. :-) 


Zum Frühstück, für Zwischendurch oder zum Dessert:

  • 1 Kilo Erdbeeren
  • 750 gr Äpfel
  • 500 gr Rhabarber
  • Saft einer Orange
  • Saft einer Zitrone
  • 4-7 El Birnel oder Agavendicksaft 
  • 1 El Sandelholzpulver

Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in Schnitze schneiden. Rhabarber waschen, entfädeln und in kleine Stücke zerteilen. Zusammen mit Orangen- und Zitronensaft in einen Topf geben und zugedeckt zum Kochen bringen. Unterdessen die Erdbeeren waschen, putzen und vierteln. Wenn die Apfelstücke schon etwas weich sind, Erdbeeren zugeben. Ohne Deckel etwa 10 Minuten kochen, bis die Fruchtstücke fast zerfallen sind. Mit Birnel oder Agavendicksaft süssen. Sandelholz unterrühren und weitere zwei Minuten kochen. Topf vom Herd ziehen und das Kompott darin auskühlen lassen. Gleich schnabulieren oder bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahren. Im Tiefkühler ist das Kompott mindestens ein halbes Jahr haltbar.

Und ab mit diesem Post zum Gärtnerblog. Dort dreht sich im Monat Juni nämlich alles um die Erdbeere.

Garten-Koch-Event Juni 2013: Erdbeere [20.06.2013]


Montag, 15. April 2013

Baked Banana Ice Cream (vegan)



Jaaaaa! Jaaaaaa!! Endlich!!! Sooooonnneee!!!! Wääärme!!!!! Sooommer!!!!!! Und eine dicke, fette Erkältung.... Sorry, dass ich euch schon wieder mit meinem Gesundheitszustand nerve. Nach fast 10 Tagen mit elendigen Rückenschmerzen, war ich so glücklich, endlich wieder normal laufen, sitzen und liegen zu können. Zwei Tage später schon wieder das Bett hüten zu müssen, ist doch einfach nur ungerecht! *maul & mecker*

Hellseherisch begabt, wie ich nun mal bin, habe ich die Rückkehr des Frühlings vorausgesehen und Bananeneis fabriziert. Zur Feier des ersten warmen Tages wollte ich die ganze Schüssel voll alleine verdrücken. Erstens: Weil es so gut schmeckt. Zweitens: Weil Herr C. kein Bananeneis mag. Sehr praktisch, bleibt mehr für mich übrig. Oder besser gesagt: Es wird mehr für mich übrig bleiben. Morgen reicht's wohl auch nur zu Tee und Zwieback, aber ich rechne ganz fest mit Übermorgen. Bei meinem Glück ist es dann garantiert kalt und regnerisch...


Für 4 Personen:

  • 3 sehr reife Bananen 
  • 40 gr dunkler Agavendicksaft
  • 2 Prisen Salz
  • 350 ml dicke Kokosmilch 
  • wenig Vanille- oder Zimtpulver
  • 2 Tl Rum oder Wodka
  • Saft einer Limette

Bananen schälen, 300 Gramm Fruchtfleisch abwiegen und in dicke Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Agavendicksaft und dem Salz in eine kleine Auflaufform geben und im Ofen bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen. Nach 20 Minuten durchrühren. Am Schluss sollten die Scheiben schön weich und sanft gebräunt sein. Aus dem Ofen holen und eine halbe Stunde auskühlen lassen. Dann alle weiteren Zutaten zugeben und mit dem Stabmixer zu einem glatten Brei verarbeiten. Vollständig auskühlen lassen und mehrere Stunden im Kühlschrank vorkühlen. Nach Gebrauchsanweisung in der Eismaschine gefrieren lassen. Oder in eine möglichst grosse, flache Form füllen, in den Tiefkühler stellen und alle 30 Minuten von Hand oder mit dem Stabmixer gründlich durchrühren, damit alle Eiskristalle aufgebrochen werden. So lange wiederholen, bis das Eis fest ist, was gut und gerne 5 Stunden (10 x Durchrühren) dauern kann. Wer keine Lust auf Rührorgien hat, füllt die Masse direkt in kleine Lutscherförmchen. Sollte für zwölf Förmchen (à ca. 60 ml Füllmenge) reichen. 

Merke: Möglichst bald geniessen und nicht erst am nächsten Morgen Fotos davon schiessen. Das Eis ist dann nämlich hart und wenn die Zeit zum Antauen fehlt, kann man keine schönen Kugeln formen.... Hier noch ein paar nützliche Tipps von David Lebovitz, um hausgemachtes Eis weicher zu bekommen: Klick!


Samstag, 29. September 2012

Der Tee meines Liebhabers



Tagsüber trinke ich am liebsten Kräutertee. Meist ungesüsst, im Sommer eisgekühlt, im Winter zimmerwarm. Ab und zu begeht Herr C. den Fehler, sich ein Glas voll einzugiessen, um nach einem Schluck lautstark zu bemerken: "Bäh! Igitt! Gruusig! Ist die Zuckerrübenpest schon wieder ausgebrochen?" Dabei verzieht er das Gesicht und gibt Geräusche von sich, als ob er gerade einen Schluck aus dem Ganges genommen hätte. 

Letzthin goss er sich wieder gedankenverloren ein Glas voll ein. Nach einem Schluck verzog er das Gesicht, sah mich böse an und feixte: "Aha, wenn ich auf Geschäftsreise bin, dann kannst du plötzlich vernünftigen Tee machen. Ist dir das Honigglas in die Kanne gefallen oder bevorzugt dein Liebhaber auch gesüsste Getränke?" Ha,ha...


Für eine Tagesration:

  • 2 Beutel Lindenblütentee
  • 2 Beutel Eisenkrauttee
  • 1 Beutel Pfefferminztee
  • 1 Beutel Kamillentee
  • 1 Beutel Salbeitee
  • 1 Beutel Hagebuttentee 
  • 1 Tl Fenchelsamen
  • 1/2 Tl getrocknete Rosmarinnadeln
  • Saft einer Zitrone, Orange oder Grapefruit
  • Agavendicksaft oder Honig

Fenchelsamen und Rosmarinnadeln in ein kleines Tee-Ei füllen. 1,5 Liter Wasser zum Kochen bringen, fünf Minuten abkühlen lassen. Teebeutel und -Ei in eine grosse Teekanne hängen, mit dem heissen Wasser übergiessen, 12-15 Minuten ziehen lassen. Teebeutel und -Ei entfernen, Zitrussaft einrühren und nach Belieben süssen. Tee-Ei wieder in die Kanne hängen, Deckel aufsetzen und auskühlen lassen. Wenn der Tee vollständig ausgekühlt ist, Tee-Ei herausnehmen, evt. nachsüssen und servieren.


Freitag, 21. September 2012

Chia-Pudding mit Vanille und Mandelmus



Könnt ihr euch etwas unter der Überschrift "Superduperhyperfood" vorstellen? Nein? Ich mir auch nicht. Bis ich den Artikel dazu las. Es ging um Chia-Samen (Salvia hispanica L.), die momentan in aller Munde sind. Die kleinen Powerpakete sollen reich am Omega 3- & Omega 6 Fettsäuren, Proteinen, Antioxidantien und Vitaminen sein. Nebenbei sollen sie die Konzentration stärken und für mehr Ausdauer sorgen. Viele schwärmen auch von einem Diäteffekt, da die kleinen Samen ein lange andauerndes Sättigungsgefühl hinterlassen. Mehr zum Thema und eine Bestellmöglichkeit zum Beispiel hier.

Update Februar 2013: Neuerdings werden die Samen auch bei Alnatura verkauft. Von Dr. Jacobs sind sie in einigen (Online)Apotheken und Drogerien erhältlich. Wer in der Nähe von Rheinfelden wohnt, kann sie sich direkt im Birlin Mühleladen zum unschlagbar günstigen Preis von knapp 4 Euro für 500 Gramm besorgen. Update Mai 2014: Im Mühleladen ist der Preis mittlerweile auf 9 Euro gestiegen. :-(

Neugierig, wie ich immer bin, durfte kürzlich ein Päckchen in den Einkaufskorb hüpfen. Erster Eindruck: Kein wahrnehmbarer Duft, kaum Eigengeschmack. Wunderfitzig einen Esslöffel voll mit Wasser und einen mit roher Mandelmilch angerührt und über Nacht quellen lassen. Am nächsten Morgen sah's wie Froschlaich aus. Njammi... Die in Wasser angerührten Samen schmeckten nach nichts, die in der Mandelmilch nur sehr verhalten. Um mehr Pfiff an das Glibberzeug zu bekommen, nahm ich Mandelmus, welches dem Pudding einen leckeren Marzipangeschmack verpasst. Optisch zwar immer noch seeehr gewöhnungsbedürftig, aber wenn's gesund ist, muss es ja nicht auch noch hübsch sein. Von wegen innere Werte und so.


Für 2 Portionen:

  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 1 gehäufter El Mandelmus
  • 1-2 Tl Agavendicksaft
  • 1 Prise Salz
  • etwas Vanillemark
  • 3 El Chia Samen

Alle Zutaten der Reihe nach in einer Schüssel gründlich verquirlen. Abdecken, in den Kühlschrank stellen und über Nacht einweichen lassen. Am nächsten Morgen mit Fruchtstückchen mischen oder pur löffeln.


Sonntag, 24. Juni 2012

Kiwi Jelly - Summer in the Kitchen



Jellys aus Agar-Agar sind wesentlich wärmeresistenter als ihre Kollegen aus Gelatine. Ungekühlt kann man die Gläschen stundenlang mit sich rumschleppen, ohne einen Kiwisee in der Handtasche befürchten zu müssen. Ausser man nimmt sie auf eine Wüstenexpedition mit. In diesem Fall kann ich für nichts garantieren. (Doktor Cookenstein, wer nimmt schon eine Handtasche mit in die Taklamakan? - Igor, wenn du weiterhin Fehler in meinen Argumentationen findest, werde ich dein Gehirn für das Monster verwenden!)

Für zwei Portionen:
  • 4 reife Kiwis 
  • 1 Tl Zucker oder Agavendicksaft
  • 1/2 Tl Agar-Agar

Kiwis halbieren und das Fruchtfleisch in einen Messbecher löffeln. Wasser zugeben, bis die Füllhöhe 400 ml beträgt. Je nach Grösse der Kiwis benötigt man etwa 50-120 ml Wasser. Kurz mit dem Mixstab pürieren. Die Betonung liegt auf kurz, denn wir wollen nur das Fruchfleisch zu Brei verarbeiten und nicht die Kerne atomisieren. Kiwipüree in einen kleinen Topf giessen. Mit Zucker und Agar-Agar zum Kochen bringen. Eine Minute kochen, dabei ständig rühren. Probieren und nach Geschmack mehr Zucker zufügen. In kalt ausgespülte Förmchen oder Gläser füllen. Eine halbe Stunde auskühlen lassen, dann mit Klarsichtfolie oder Deckel abdecken und mindestens vier Stunden im Kühlschrank gelieren lassen. Hält sich gekühlt maximal drei Tage.

Anmerkung:
Das Jelly auf dem Foto besteht aus zwei grünen und zwei Goldkiwis, ohne Zuckerzusatz. Die gelben Kiwis brachten genug Eigensüsse mit.


Dienstag, 15. Mai 2012

Zitronen-Cashew-Crème



Cashews sind seit einigen Monaten meine grosse Leidenschaft. Zuerst habe ich sie nur für salzige Gerichte verwendet, zum Beispiel für Butter Paneer Masala oder für Cashew-Käse. Cashews eignen sich aber auch hervorragend für Süsses, Sybilles Nusscrème ist der beste Beweis dafür. Seither wollte ich unbedingt ein Dessert mit diesen Nüssen ausprobieren et voilà, hier ist es. Alle Testesser lobten den ausbalancierten Geschmack und die seidige Konsistenz. Zufriedene Gäste, zufriedene Köchin, was will man mehr?

Für 4 Portionen:

  • 200 gr rohe Cashewnüsse
  • 4 El frisch gepresster Zitronensaft
  • 3-4 El Agavendicksaft
  • 140 ml kaltes Wasser
  • 1 El natives Kokosöl, geschmolzen
  • 1-2 Tl abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 2 Msp Vanillemark (optional)
  • Früchte oder Beeren als Garnitur

Cashews 12 Stunden in reichlich kaltem Wasser einweichen. Abspülen und abtropfen lassen. Zusammen mit allen anderen Zutaten im Mixer zu einer glatten Crème pürieren. In vier kleine Gläser füllen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Mit Früchten garnieren und servieren.

Anmerkung:
Das Rezept stammt von The Bee's Knees Kitchen, kleine Änderungen konnte ich mir wieder mal nicht verkneifen.

Samstag, 14. April 2012

Schwarze & weisse Sesammilch



Was für ein Glück! Um ein Haar wäre ich gestern unfreiwillig wieder Single gewesen. Wie das kam? Herr C. hatte über Stunden am Küchentisch gearbeitet und sich dann zwecks einer Pause ins Wohnzimmer verkrümelt. Plötzlich gab es einen unglaublich lauten Knall. In der Vorratskammer sind zwei Flaschen Cidre explodiert und die halbe Küche war mit unzähligen Scherben übersät. Einige hatten sich so tief in die Wand gebohrt, dass wir sie nicht mehr herausholen konnten. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn er oder der kleine Herr C. sich noch in der Küche aufgehalten hätten.... *Scheiss Freitag der 13.*

Nach vier Stunden Scherben einsammeln, alles abwischen, mehrmaligem Staubsaugen und Böden feucht aufwischen, waren wir beide völlig fix und foxi. Herr C. ging dann wieder aufs Sofa und ich mixte mir zwei Gläser beruhigende Sesammilch. Die Sesamkörner hatte ich am Morgen eingeweicht und in einer Ecke deponiert, die netterweise von der Explosion verschont blieb. Und was lernen wir daraus? Auch gekaufter Cidre sollte immer ausser Sichtweite, d.h. am besten im Keller, gelagert werden. Ich werde es in Zukunft beherzigen. 

Für ein grosses Glas:

  • 35 gr weisser oder schwarzer Sesam
  • etwa 400 ml kaltes Wasser
  • 1 Tl Agavendicksaft oder auch mehr
  • 1 Prise Salz

Sesam mindestens vier Stunden, besser über Nacht, in reichlich kaltem Wasser einweichen. In ein Sieb schütten, gründlich abspülen und abtropfen lassen. Mit 400 ml kaltem Wasser im Mixer/Zerkleinerer pürieren. Durch ein feines Sieb oder einen Nussmilchbeutel filtern. In ein grosses Glas geben, Agavendicksaft und Salz einrühren und nach Geschmack mit etwas mehr Wasser verdünnen. Gleich geniessen oder bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Anmerkung:
Beide Sesamsorten ergaben eine cremige Milch, geschmacklich war kein Unterschied feststellbar. Sesammilch soll durch das enthaltene Serotonin beruhigend wirken, also ein ideales Betthupferl.


Donnerstag, 27. Oktober 2011

Mediterraner Kräutereistee



Bella Italia hat nicht nur Pizza, Pasta e Berlusconi vorzuweisen, sondern auch einen sehr erfrischenden Kräutereistee. Hergestellt wird dieses Getränk von einem bekannten Mineralwasserproduzenten. Abgefüllt in PET-Flaschen findet man ihn quasi in jedem grösseren Supermercato. Und genau da liegt das Problem. Supermercato, nicht Supermarkt. Der Tee ist nämlich ausserhalb Italiens nirgends erhältlich. Sehr schade. Eine Runde Mitleid, bitte. Da es völlig bekloppt wäre, nur wegen ein paar Litern Tee nach Italien zu düsen (das machen wir erst, wenn wir auch noch Pasta brauchen), musste ich Ersatz beschaffen. Die von mir getesteten, hier erhältlichen Tees enthalten leider sehr viel Zitronensäure. Und die lässt ab einer gewissen Menge meinen Magen rebellieren. Jammern hilft nix, selber machen heisst die Devise. Glücklicherweise konnte ich mich an die meisten Zutaten des gekauften Tees erinnern. (Irgendwann musste sich ja meine "Ich-lese-jede-Etikette-und-zwar-gründlichst"-Manie auszahlen). Das Endergebnis hat den industriell hergestellten Tee ganz klar auf die Plätze verwiesen. Erfrischend, nicht zu sauer, nicht zu süss und definitiv frei von irgendwelchen Zusätzen, die in einem Tee nichts zu suchen haben.


Zutaten für 2 Liter Kräutereistee:

  • 1 El getrockneter Rosmarin
  • 1 El getrockneter Salbei
  • Schale einer halben Zitrone und einer halben Orange
  • 4 Beutel Lindenblütentee
  • 3 Beutel Kamillentee
  • 3 Beutel Eisenkraut-Tee
  • 1 Beutel Pfefferminztee
  • Saft einer halben Zitrone und einer halben Orange
  • Zucker, Honig, Süssstoff oder Agavendicksaft zum Süssen

Zwei Liter Wasser zum Kochen bringen. Ein grosses Tee-Ei mit den Kräutern und den Zitrusschalen füllen. Die Teebeutel und das -ei in einen ausreichend grossen Krug hängen. Mit dem kochenden Wasser übergiessen und etwa 12 Minuten ziehen lassen. Falls der Tee noch nicht aromatisch genug ist, noch ein paar Minuten länger warten. Dann die Beutel und das Ei entfernen. Zitronen- und Orangensaft einrühren, nach Belieben süssen*. Erkalten lassen und danach ab in den Kühlschrank. Eiskalt servieren. Wer hat, gibt noch einige Eiswürfel dazu.

*Mir reichen 2 Esslöffel Zucker. Herr C. findet eine Menge von unter 4 Esslöffeln völlig indiskutabel.