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Sonntag, 27. Mai 2018

Einkornflauschis



Die Getreidemühle nölte: Laaaangweeiilig! Bin unterbeschäftigt!
Der Vorratsschrank nörgelte: Verbrauch e-n-d-l-i-c-h den kümmerlichen Rest Einkorn!
Der Mann monierte: Was ist eigentlich aus dem versprochenen Sonntagsfrühstück im Bett geworden?
Ergebnis der ganzen Quengelei: Aromatische, saftige Einkornflauschis, die sich auch zum Toasten eignen.


Für eine Brownieform (20 x 20 cm):

  • 12 gr Hartweizengriess
  • 65 gr Milch
  • 5 gr Salz

Alle Zutaten in einem kleinen Topf vermischen, unter ständigem Rühren einmal aufkochen. Zur Seite ziehen, Deckel auflegen und 2-3 Stunden auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 

  • Griesskochstück
  • 130 gr Milch, knapp lauwarm 
  • 120 gr Einkorn, fein gemahlen
  • 120 gr Weizenmehl Typ 550
  • 15 gr Zucker
  • 2 gr frische Hefe
  • 25 gr Butter, kühlschrankkalt

Milch mit Einkorn vermischen, 10 Minuten quellen lassen. Dann alle restlichen Zutaten, bis auf die Butter, in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Fünf Minuten auf Stufe 1 kneten, bis der Teig einigermassen glatt ist. Dann die Butterflöckchen einkneten und die Maschine weitere 5-7 Minuten laufen lassen, bis der Teig Ohrläppchenkonsistenz aufweist. Auf einer eingeölten Fläche falten, zurück in die Schüssel legen und mit einer Duschhaube abdecken. Über Nacht, d.h. 12-14 Stunden, bei ca.10 Grad aufgehen lassen. Am nächsten Tag dem Teig 2 Stunden in der Wärme zum Akklimatisieren gönnen. Danach abwiegen und in 9 gleich schwere Stücke teilen (500 gr : 9 = 55 gr). Auf einer bemehlten Fläche absetzen.

  • 2 El Milch
  • 1 El zarte Vollkornhaferflocken

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen, das Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Die Brownieform mit Backpapier auslegen. Die Ecken der Teigstücke zusammenkneifen, danach vorsichtig rund schleifen. Kugeln mit ein wenig Abstand in der Form verteilen. Mit zwei Stössen aus der Sprühflasche befeuchten, mit der Duschhaube abdecken und etwa 40-50 Minuten bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sich die Kugeln knapp verdoppelt haben. Wichtig: Nicht ganz verdoppeln lassen. (Der fotografierte Batch hatte Dank der schwülen Hitze nach 40 Minuten Übergare und ging nur noch minimal im Ofen auf). Mit Milch bepinseln, und grosszügig mit Haferflocken bestreuen. Form in den Ofen schieben, wenig schwaden und die Hitze gleich auf 200 Grad reduzieren. 10 Minuten anbacken, dann die Ofentemperatur auf 180 Grad drosseln und weitere 20 Minuten backen. Fünf Minuten abkühlen lassen, danach aus der Form heben und das Backpapier vorsichtig abziehen. Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Abgedeckt in der Backform aufbewahren.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Urgetreidemüsli mit Blüten, Brennesselsamen und Verveine



Aussehen: Wow!
Geschmack: Wow!
Angeberfaktor: Hoch
Geeignet für alle, die sich wieder einmal selbst verwöhnen möchten.
Oder als spezielles Weihnachtsgeschenk.


Für ein Glas voll Urgetreidemüesli:

  • 50 gr Gerstenflocken
  • 50 gr Einkornflocken
  • 50 gr (Wild)Roggenflocken
  • 50 gr Emmerflocken
  • 50 gr Kamutflocken
  • 2 El Brennnesselsamen

Alle trockenen Zutaten in einer Rührschüssel vermischen.

  • 2 El natives Kokosöl
  • 50 gr Ahornsirup
  • 1/4 Tl Zimt
  • 2 Prisen gemahlene Muskatblüte
  • 1 Prise Salz
  • 1-2 El getrocknete Blüten und/oder eine Blütenmischung* 
  • 1 El fein zerkrümelte Verveineblätter

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Backblech mit Backpapier belegen. Kokosöl im Wasserbad verflüssigen, Ahornsirup und Gewürze unterrühren. Zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben und vermischen, bis alle Flocken mit der Flüssigkeit benetzt sind. Auf dem Backblech verteilen, auf der mittleren Schiene einschieben und etwa 15-20 Minuten/nach Sicht backen, bis die Mischung gleichmässig gebräunt ist. Mindestens einmal umrühren, damit nichts anbrennt. Aus dem Ofen holen, auf ein Abkühlgitter stellen und das Müsli auf dem Blech auskühlen lassen. In ein dicht schliessendes Glas umfüllen, Blüten und Verveine untermischen, bis alles gleichmässig verteilt ist. Kühl und dunkel gelagert, hält sich das Müsli locker mehrere Wochen. Alle Zutaten sind in gut sortierten Bio-Läden erhältlich, Verveineblätter oft auch in Geschäften mit nordafrikanischen Spezialitäten.

*Ich habe selbst getrocknete Ringel-, Sonnen-, Kornblumenblütenblätter, Rosenblüten und einen kleinen Rest Flower-Power-Mischung von Sonnentor verwendet. 


Samstag, 26. September 2015

DIY: Beeriges Instant Porridge mit Erdmandeln



Im Eingangsbereich meines bevorzugten Bioladens stand kürzlich ein Promotionstisch, auf dem sich die verschiedensten Sorten Instant Porridge tummelten. Ziemlich erstaunt über diese Fülle an Fertigprodukten, griff ich ein paar heraus und las die Zutatenlisten. Quinoakleie? Teff-Flocken? Reiskeime? Interessant. Trotzdem hat mich keines der Päckchen so nachhaltig beeindruckt, dass ich es unbedingt kaufen wollte. Aber die Grundidee blieb natürlich hängen, denn während der kalten Jahreszeit ist ein schnell zubereitetes, heisses Porridge eine gute Vorsorge gegen Herbst- und Winterblues.


Allerdings muss man nicht zu Fertigmischungen greifen, denn Instant Porridge kann problemlos selbst hergestellt werden. Nebst den Zutaten, wird dafür nur noch ein Zerkleinerer oder ein Mixer benötigt und der Arbeitsaufwand ist minimal. Rein in den Mixer, 30 Sekunden laufen lassen, fertig. Die Basis bilden meist Flocken und/oder Kleie. Ein weiterer Bestandteil sind Trockenfrüchte und/oder Nüsse und, je nach Geschmack, werden noch Gewürze und/oder Superfood untergemischt (z.B. Chia, Moringa, Lucuma oder Brennnesselsamen). Die unten angegebene Menge reicht für ein kleines Schüsselchen voll Porridge, ist also eher eine Beilagenportion. Für ein normales Erwachsenenfrühstück die Menge einfach verdoppeln. Oder gleich vervielfachen und einen Vorrat für die ganze Woche produzieren.


Trocken:
  • 12 gr Erdmandelflocken (z. B. Chufas Nüssli)
  • 8 gr Gerstenflocken
  • 8 gr Einkornflocken
  • 5 gr getrocknete Beeren (Erd-, Him-, Brom-, Heidel-, Johannisbeeren, Aronia, Berberitzen)
  • 4 gr Rosinen
  • 3 gr Chia

Alle Zutaten in den Zerkleinerer geben und in kleine Stückchen schreddern. Das dauert mit meinem Gerät etwa 30 Sekunden, plus 2-3 Impulsschaltungen, falls einige Stücke noch zu gross sein sollten. Zur Aufbewahrung in ein sauberes Einmachglas umfüllen und maximal eine Woche kühl und dunkel lagern. Im Sommer empfiehlt sich dafür der Kühlschrank, im Winter reicht der Vorratsschrank.


Feucht:
  • ca. 120 gr Wasser oder (pflanzliche) Milch (etwa die dreifache Menge der Trockenmischung)
  • 1 Prise Vanillepulver oder gemahlene Zimtblüten
  • 1 wünzige Prise Salz

Alle Zutaten in einen kleinen Topf geben und zum Kochen bringen. Wenn die Flüssigkeit kocht, Topf von der Platte ziehen und die Porridgemischung einrühren. 1-2 Minuten ziehen lassen, nochmals umrühren, in eine kleine Schüssel füllen und heiss servieren. Wer mag, reicht dazu frische Sahne, dicke Kokosmilch, einen Klecks Butter, Ahornsirup, Birnel oder was euch sonst noch in oder auf einem Porridge gefallen könnte.