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Montag, 25. September 2017

Trefflicher Mohnkuchen



Das A und O: Den Mohn erst kurz vor der Verwendung mahlen bzw. anquetschen. Diese Aufgabe übernimmt bei uns der heissgeliebte Mahlaufsatz mit Stahlkegelmühle für die Ankarsrum. Unter gar keinen Umständen fixfertiges Zeug wie Mohnback o.ä. verwenden, das würde den Kuchen komplett ruinieren. Lieber in eine gute elektrische oder von Hand betriebene Mohnmühle investieren, die gebraucht gar nicht mal so teuer sind. Oder bei Schwarzenbach in Zürich vorbeischauen und den Mohn dort direkt nach dem Kauf mahlen lassen.


Für eine rechteckige Brownieform (20 x 30 cm):

  • 100 gr frisch gemahlener Blau- oder Graumohn (z.B. vom Mohnhof Gressl)
  • 100 gr Vollmilchjoghurt

In einer Schüssel vermischen, abdecken und eine Stunde bei Zimmertemperatur quellen lassen.

  • 100 gr weiche Butter und ein kleiner Knubbel für die Form
  • 125 gr Zucker
  • fein abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone 
  • 1/8 Tl Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier Grösse M
  • Mohnmasse
  • 65 gr fein geraspelter Apfel (io: Rohkostraffel)
  • Saft der halben Zitrone
  • 1 Tl Rum
  • 150 gr Mehl
  • 1,5 Tl Weinsteinbackpulver, mit dem Mehl vermischt
  • ca. 6 gehäufte El Puderzucker
  • Saft der restlichen Zitrone

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Brownieform an den Seiten einbuttern, Boden mit Backpapier belegen. Backpapier an den kurzen Seiten ein paar Zentimeter überstehen lassen, so kann der Kuchen nach dem Backen problemlos aus der Form gehoben werden. Butter, Zucker, Zitronenabrieb, Zimt und Salz in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührer eine Minute lang crèmig aufschlagen. Eier einzeln jeweils 20 Sekunden lang einrühren. Mohnmasse, Apfelraspel, Zitronensaft und Rum unterrühren. Mehl und Backpulver kurz, aber gründlich untermischen. Teig in die vorbereitete Form umfüllen und die Oberfläche glatt streichen. 30-35 Minuten backen, bis der Stäbchentest positiv verläuft. Der Kuchen fällt beim Abkühlen etwas zusammen, die Oberfläche ist später also gerade. 20 Minuten in der Form abkühlen lassen, danach zum Auskühlen vorsichtig auf ein Kuchengitter umplatzieren. Puderzucker und Zitronensaft zu einem dicken Guss vermischen. Ausgekühlten Kuchen zurück in die Form heben, Backpapier danach sachte entfernen. Vorsichtig den Guss mit einem Gummispatel auf der Oberfläche verteilen. Vor dem Anschneiden den Zitronenguss durchtrocknen lassen. Dieser saftige Mohnkuchen schmeckt durchgezogen, d.h. am nächsten Tag, noch besser als frisch gebacken. Er hält sich, gut verpackt und kühl gelagert, mindestens eine Woche.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Ankarsrum or not Ankarsrum - Folge 3: Das Zubehör



Macht es euch bequem, denn heute folgt der dritte und letzten Teil meiner Ankarsrum-Testreihe, in der wir das Zubehör genauer unter die Lupe nehmen. Der Generalimporteur Avissa AG hat mir dafür den Mahlaufsatz, den Mixer, den Gemüseschneider, den Fleischwolf und die Spritzgebäckpresse zugeschickt. Beginnen wir direkt mit dem Mahlaufsatz mit Stahlkegelmahlwerk, der gegen meine Salzburger MT5 Getreidemühle mit Granitsteinen antrat. Anfänglich hatte ich einige Skrupel. Ist es überhaupt fair, eine leistungsstarke Haushaltsmühle gegen einen popeligen Maschinenaufsatz antreten zu lassen? Das wäre ja etwa so, als ob man einen Fiat Cinquecento gegen einen Lamborghini ins Rennen schicken würde, dachte ich. Oder Chanel mit H&M vergleicht. Doch schon nach dem ersten Durchlauf musste ich meine Meinung grundlegend revidieren.

Mahlleistung des Aufsatzes (gegen den Uhrzeigersinn): Feines Mehl (nicht ausgesiebt), feiner Schrot, grober Schrot aus Weizen

Im Mahlaufsatz der Ankarsrum können nebst Getreide auch Ölsaaten, Kaffee, Pilze und Gewürze gemahlen bzw. zerkleinert werden. Das Einsatzgebiet der Salzburger Mühle beschränkt sich hingegen auf Getreide, Pseudogetreide und Hülsenfrüchte. Ölhaltige Samen oder Gewürze dürfen nur in geringen Mengen zusammen mit Getreide vermahlen werden, weil sie sonst die Mahlsteine komplett verkleben würden. Dafür verwandelt die Salzburger alles, was man ihr anvertraut, in puderfeines Mehl. Das Mehl aus dem Mahlaufsatz ist spürbar grober und enthält sichtbare Kleiestückchen, die vor der Verwendung für Feingebäck ausgesiebt werden sollten. Beim Schrot hat der Aufsatz dann wieder deutlich die Nase vorne. Die Getreidekörner werden gleichmässiger zerteilt und der Mehlanteil ist geringer als bei der Salzburger. Die Mahlleistung der Salzburger liegt bei ca. 100 Gramm pro Minute, der Mahlaufsatz benötigt etwa 2,5 Minuten für die gleiche Menge feines Weizenmehl. Hobbybäcker sind mit dem vergleichsweise günstigen Aufsatz (CHF 149.00 / MT5: CHF 750.00) also gut bedient. 


Für den weiteren Testverlauf schickte ich die Salzburger Mühle auf die Tribüne und holte stattdessen die kleine, uralte Stahlkegelmühle von Rotel/Jupiter aus dem Schrank. Das Maschinchen hat bei uns nur ein Bleiberecht, weil es in der Lage ist, Mohn zu mahlen. Leider lassen die Bedienung und das Endergebnis zu wünschen übrig. Um 250 Gramm Mohn anzuquetschen, benötigt die Rotel etwa 10 Minuten reine Laufzeit. Währenddessen müssen die Zufuhrschnecke und/oder der Kegel mehrmals gereinigt werden, weil alles mit zermatschtem Mohn verstopft ist. Je länger die Maschine läuft, desto wärmer wird sie und das wirkt sich nachteilig auf Konsistenz und Geschmack des zerkleinerten Mohns aus. Wenn Herr C. nicht süchtig nach Mohnstriezeln wäre, hätte ich die Rotel schon lange ins Brockenhaus abgeschoben. Und nach Weinachten wird sie auch voraussichtlich dort landen, denn ich bin fest entschlossen, mir den Mahlaufsatz der Ankarsrum zu gönnen. Warum? Weil er der König der Mohnmühlen ist! In maximal vier Minuten zermahlt der Aufsatz ein Päckchen Mohnsamen in feines Mohnmehl. Kein Verstopfen, keine Erwärmung, keine Zicken! Auch Sesam, Sonnenblumenkerne, Lein- und Chiasamen sind für den Aufsatz keine ernstzunehmenden Gegner. Absolut coole Sache! Kleiner Tipp am Rand: Zur Reinigung eine handvoll Vollkornreis auf mittlerer Einstellung durch die Maschine bzw. den Aufsatz jagen. Eventuelle Überbleibsel mit einem Pinsel oder einem Zahnstocher entfernen.


Über den Mixaufsatz habe ich eigentlich schon alles in diesem Post gesagt: KLICK


Der Gemüseschneider wird mit drei verschiedenen Trommeleinsätzen geliefert: Scheiben, Röstiraffel und Rohkostraffel. Getestet wurde mit Kartoffeln, Randen, Rüebli und Topinambur. Die Ergebnisse waren durchgehend gut, allerdings ist das Einfülloch eher klein geraten und nur die Karotten passten unzerschnitten der Länge nach hindurch. Wie bei Trommelraffeln üblich, sollte bei einer längeren Laufzeit bzw. grossen Mengen das Innere der Trommel zwischendurch mit einem Löffel gereinigt werden. Besonders Kartoffelscheiben bleiben wegen der austretenden Stärke gerne haufenweise im Innern kleben. Als Ergänzung sind noch drei weitere Trommeln erhältlich: Feinreibe, Julienneraffel und die Kartoffelreibe. Alle Teile dürfen in die Geschirrwaschmaschine, aber den Aufsatz habe wegen seiner Sperrigkeit lieber von Hand abgewaschen.


Pleiten, Pech und Pannen überschatteten den Testlauf des Fleischwolfes und am Ende habe ich statt Fleisch nur eingeweichte Kichererbsen für Falafel durchgepresst. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, einmal selber Hackfleisch herzustellen. Blöderweise gab es bei der Bestellungsaufgabe ein Verständigungsproblem und der Biobauer händigte mir schlussendlich drei Kilo fixfertiges Rindshackfleisch statt Rinderfleisch für Hackfleisch aus. Noch mehr Hackfleisch hätte unsere Tiefkühltruhe nicht verkraftet, darum wich ich auf Falafel aus. Kicherbsen über Nacht eingeweicht und am nächsten Tag durch den Fleischwolf gejagt. Am meisten hat mich erstaunt, wie gleichmässig das Hülsenfrüchtepüree wurde. Die Bällchen liessen sich dadurch angenehm formen und hielten beim Frittieren besser zusammen. Zum Fleischwolf-Set gehören noch drei Wurstfüllaufsätze, die auf meinen Wunsch hin aber nicht mitgeschickt wurden. Herr C. hat zwar sein Interesse an der Wurstherstellung bekundet, aber dagegen habe ich Einspruch eingelegt. Sobald er einen Wurstkurs besucht hat, darf er sich im Wurstmachen üben. Und keine Sekunde vorher!


Um ihn zu versöhnen, durfte er bei der Herstellung von Schokozigarren und Wiener Kringeln mit dem Spritzgebäckvorsatz helfen. Tatsächlich ist es einfacher, sich zu zweit ans Werk zu machen. Eine Person stopft den Teig durch den Fleischwolf und die andere Person hält das mit Backpapier belegte Tablett oder Backblech drunter. Dies verhindert unerwünschte Verformungen und zerdrückte Teigberge. Wenn man den Dreh mal raus hat, lässt sich innerhalb von wenigen Minuten ein ganzes Blech mit Keksteiglinien füllen. Wer Kreise, Herzen oder andere Formen bevorzugt, muss von Hand nachformen. Der Vorsatz ist praktisch für Spritzteig, der zu kompakt für einen Spritzsack ist. Ein nettes Spielzeug und Must-have für Spritzkeksjunkies.


Mein Fazit:
Die Ankarsrum Assistent ist einsame Spitze als Knetmaschine, dank dem umfangreichen Zubehör eine richtig tolle Allrounderin und auch für Anfänger uneingeschränkt empfehlenswert. Einzig ihre Leistung als Rührmamsell fällt dagegen ab, was vor allem an der speziell geformten Rührschüssel liegt. Wenn eine möglichst vielfältige Nutzung angepeilt wird, ist das Deluxe-Paket von Vorteil. Es besteht aus der Maschine samt Grundzubehör, Mixaufsatz, Zitruspresse, Fleischwolf, je vier Nudel- und Lochscheiben, drei Wurststopfern, Passiersatz, Reibsatz und Spritzgebäckvorsatz. Fünf Jahre Garantie auf das Gerät und zwei Jahre auf das Zubehör sind für Schweizer Kunden natürlich inklusive. Ich bin absolut glücklich mit meiner neuen Assistentin und kann sie euch nur wärmstens ans Herz legen.

Folge 1: Ankarsrum or not Ankarsrum & Brotteige

Folge 2: Rührschüssel & Schlagwerk

Und nun noch das übergrosse Kleingedruckte: Einen ganz herzlichen Dank an Herrn Vogel von der Avissa AG, dem Schweizer Generalimporteur der Ankarsrum Assistent. Ohne ihn und seine Firma wäre dieser Gerätetest nicht möglich gewesen. Als Gegenleistung darf ich die Maschine inkl. Grundausstattung & Mahlaufsatz behalten, das andere hier erwähnte Zubehör wurde mir leihweise überlassen. Ich erhalte keinerlei Bezahlung oder Vergünstigungen für meine Berichte. Alle drei Posts geben ausschliesslich meine persönliche Meinung wieder und sind ohne jegliche Einflussnahme von Aussenstehenden (Ausnahme: Herr C.) entstanden.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Ankarsrum or not Ankarsrum - Folge 2: Rührschüssel/Schlagwerk



Herzlich willkommen zum zweiten Teil meines Testberichts, in der wir uns der Rührschüssel und dem Planetenschlagwerk der Ankarsrum Assistent widmen. Im Gegensatz zur Edelstahlschüssel, die sich während dem Knetvorgang unablässig dreht (und darum ohne Griff auskommen muss), bleibt die Rührschüssel (mit Griff und Ausguss) unbeweglich an Ort und Stelle. Die Drehbewegung geht vom Planetenschlagwerk aus, welches mittig platziert ist. Mittig? Genau, in der Mitte der Schüssel, die von oben ähnlich wie eine Gugelhopfform aussieht. Montage und Bedienung sind aber ebenfalls kinderleicht, man benötigt nur zwei zusätzliche Handgriffe: Zuerst wird ein Mittelstab auf den Antrieb aufgesteckt. Es folgt die Schüssel und zuletzt das Schlagwerk, das auf dem Mittelstab platziert wird und beide Teile verbindet.


Nun ist die 3,5 Liter fassende Rührschüssel einsatzbereit. Die maximale Füllmenge beträgt ein Kilo. Ehrlich gesagt, ist das nicht gerade viel für eine Maschine mit 800 Watt Leistung. Aber auch nicht wirklich tragisch, denn ich verwende die Rührschüssel ausschliesslich, um darin Eiweiss, Kichererbsenwasser oder Sahne steif zu schlagen. Das war schon bei der Kitchen Aid so, die mit ganz wenigen Ausnahmen, z.B. Eigelb und Zucker für Tiramisù aufschlagen, auch nur Brotteige kneten durfte. Für kleinhaushaltsübliche Mengen Kuchen-, Muffin- oder Pfannkuchenteig lohnt sich der Maschineneinsatz nicht wirklich, da greife ich lieber zum Schwingbesen oder Handrührer. Für grosse (Teig)Mengen kommt aber natürlich wieder die Edelstahlschüssel zum Einsatz.


Um einen möglichst umfassenden Testbericht abliefern zu können, habe ich trotzdem einige Teige in der Maschine zusammengerührt. Zuerst kamen zwei einfache, aber bewährte Rührteige an die Reihe. Beide, d.h. der Schoko-Marroni-Cake und der Beauregard-Apfelkuchen, gelangen wie gewohnt. Danach durfte die Maschine einen kalt aufgeschlagenen Biskuitteig für eine Zitronenroulade zubereiten. Die Eiermasse genoss es sichtlich, von zwei Schneebesen durchgewirbelt zu werden. Ich würde sogar behaupten, dass das Ergebnis voluminöser als sonst war. Stolz machte ich mich an die Füllung und goss die Sahne in die ausgewaschene Schüssel. Innerhalb kürzester Zeit formten sich weiche Spitzchen und zehn Sekunden später klatschten Butterklümpchen gegen die Schüsselwand. Mist. Die Schuld liegt vollumfänglich bei mir, ich hätte schneller reagieren oder von Anfang an eine niedrigere Stufe einstellen müssen. Ich liess die Maschine einfach noch ein paar Minuten weiterlaufen und servierte den Gästen zum Tee eine Platte voller Biskuitquadrate mit hausgemachter Butter und Orangenkonfitüre. Tja, aus Schaden wird man klug


Doch zurück zum Thema. Für Maiswaffeln trennte ich vier Eier und liess die Eiweiss zu einem festen Schnee aufschlagen. Der Waffelteig wurden ebenfalls von der Ankarsrum zusammengerührt. Aber damit das Eiweiss sauber untergehoben werden konnte, blieb nichts anderes übrig, als den Teig in eine andere Schüssel umzugiessen. Last but not least kamen noch die einfachen Rührer zum Zug und durften an drei adventszeitlichen Einsätze teilnehmen. Mission I: Sherrykekse. Mission II: Befanini. Mission III: Änismödeli. Die butterlastigen Massen liessen sich gut verarbeiten. Beim Änisteig hingegen durfte ich die letzte Mehlportion von Hand unterkneten, da das Schlagwerk mit dem kompakten Teig hart an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gestossen ist. Darum hört auf Tante Cookielein und knetet eure Keksteige lieber in der grossen Schüssel.


Missions completed, hätte ich zu diesem Zeitpunkt gesagt. Doch Herr C. wünschte noch einen Durchlauf mit seinem Spezialspätzliteig, den er normalerweise mit einer Kelle bis zur gewünschten Konsistenz "klopft". Der erste Versuch ging voll in die Hosen, denn die Schwingbesen verursachten einen viel zu luftigen Teig und die Spätzli zerfielen beim Kochen. Herr C. wechselte darauf die Schwingbesen gegen die einfachen Rührelemente aus und startete einen neuen Versuch. Nach 14 Minuten auf niedriger Stufe befand er die Blasenbildung als zufriedenstellend. Das Umfüllen verursachte eine ziemlich Sauerei, dafür behielten die Spätzli beim Kochen ihre Form. Trotzdem vermisse ich bei der Ankarsrum einen adäquaten Ersatz für den Flachrührer der Kitchen Aid.


Vorteile: Schüssel und Zubehör sind schnell montiert und demontiert. Liefert gute bis sehr gute Ergebnisse bei flüssigen und weichen Teigen oder Massen. Handliches, leichtes Equipment.

Nachteile: Wie schon im ersten Teil angesprochen, würde ich eine Glasschüssel bevorzugen. Das Planetenrührwerk ist nicht empfehlenswert für das Auskneten von kompakten (Keks)Teigen. Leider erschwert die Mittelröhre ein müheloses bzw. rückstandfreies Ausschaben. Das Schlagwerk darf nicht in die Geschirrwaschmaschine und auch die Schüssel sollte lieber manuell gereinigt werden. Kein Schüsseldeckel.

Fragen oder Anmerkungen? Einfach ungeniert via Kommentarfunktion melden.

Folge 1 : Ankarsrum or not Ankarsrum & Brotteige

Folge 3: Das Zubehör & Fazit

Dienstag, 6. Dezember 2016

Ankarsrum or not Ankarsrum - Folge 1: Brotteige



Wie schon angekündigt, folgt nun die ausführliche Zusammenfassung meiner gesammelten Erfahrungen mit der Ankarsrum Assistent. Maschine und Zubehör wurden von mir in den letzten zwei Monaten auf Herz und Nieren geprüft. Also kein Werbepost à la "Kurz angeschaut und eine bezahlte Lobeshymne verfasst" und dementsprechend auch ausführlicher als üblich. Sogar so ausführlich, dass es mir angebrachter schien, den Bericht in drei Posts zu unterteilen: Grundsätzliches & Brotteige, Rührschüssel & Schlagwerk und Zubehör. Im heutigen Bericht dreht sich also alles um das Kneten von Brotteigen in der grossen Edelstahlschüssel. Wer meine Einleitung und die technischen Fakten der Ankarsrum verpasst hat: KLICK.


Nach fast 20 Jahren mit einer Kitchen Aid und gelegentlicher Nutzung einer Kenwood, brauchten Hirn und Hände ein paar Probeläufe, bis die Umstellung auf die neue Küchenmaschine reibungslos geklappt hat. Äusserst hilfreich waren dabei die ausführlichen Anleitungen mit Schritt-für-Schritt-Fotos, die für technisch unbegabte Menschen wie mich ein wahrer Segen sind. Bedienungsanleitungsmuffel sei der Ankarsrum Videokanal bei Youtube empfohlen. Eigentlich ist die Handhabung fast selbsterklärend und die Bedienung unkompliziert, wenn man sich nicht allzu doof anstellt. Herr C., der Fachmann in unserer Familie, hatte alles schon nach ein paar Minuten durchschaut und findet die Ankarsrum als Ganzes sehr durchdacht.


Als erstes fiel mir auf, dass Maschine, Edelstahlschüssel, Knethaken und Abstreifer gleich einen hochwertigen Eindruck hinterlassen. Auch die Teile aus Plastik fassen sich gut an und wirken recht stabil. Trotzdem wünsche ich mir für zukünftige Maschinengenerationen eine Rührschüssel aus Glas und Zubehörteile aus Metall statt Plastik, falls irgendwie möglich. Natürlich sind auch die Werkstoffe Glas und Metall nicht frei von Nachteilen (höheres Gewicht, herabgesetzte Bruchsicherheit, Materialkosten etc.), aber ich fände es grossartig, wenn solche Alternativen erhältlich wären. Zumindest sind alle Plastikteile, ausser dem Mixaufsatz, BPA-frei. Der Schweizer Generalimporteur hat mir versichert, dass der Mixer spätestens ab 2017 ebenfalls ohne Zusatz von Bisphenol A hergestellt wird. Nebenbei möchte ich aber noch anmerken, dass die Schädlichkeit von BPA umstritten ist und für mich kein Kriterium bei der Auswahl der Küchenmaschine war.


Auf alle Fälle ist die Ankarsrum standfester als meine Kitchen Aid, die schon bei Teigmengen ab 700 Gramm ruckelt und bei Hefeteig auch gerne über die Arbeitsfläche wandert. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als die Maschine dauernd zu beaufsichtigt und/oder festzuhalten, damit sie sich nicht in die Tiefe stürzte. Die Ankarsrum hingegen bewegt sich keinen Millimeter. Nicht einmal, wenn sie 4,2 Kilo (!) Teig bewältigt. Die hervorragende Standfestigkeit, kombiniert mit dem eingebauten Timer, finde ich wahnsinnig praktisch. Das Telefon klingelt? Der Paketdienst steht vor verschlossener Haustüre? Der Hund galoppiert wieder einmal fröhlich mit gemopsten Socken durch die Wohnung? Pas de problème, denn die Maschine schafft alles im Alleingang. Die Lautstärke bei Vollpower liegt übrigens einige Dezibel unter dem Lärm, den die Kenwood auf gleicher Stufe verursacht. Mit einem Leergewicht von über 8 Kilo ist ein fester Standplatz in der Küche empfehlenswert. Der Platzbedarf sollte nicht unterschätzt werden, unterscheidet sich aber nicht wesentlich von dem der Kitchen Aid.


Während der Testphase habe ich der Ankarsrum Zutatenmengen zwischen 0,7 und 4,2 Kilo für Hefe- und Sauerteige anvertraut, und sie hat mich jedes Mal mit ausserordentlich guten Leistungen belohnt. Good to know: Die Angaben für Kitchen Aid und Kenwood können nur als grobe Richtwerte herangezogen werden, denn die Knetzeiten verlängern sich durchschnittlich um ca. 5-10 Minuten. Mich persönlich stört das kein bisschen, da ich nicht die ganze Zeit daneben stehen und aufpassen bzw. dauernd den Teig vom Knethaken runterschieben muss. Leider kann ich keine exakteren Zeitangaben mitliefern, weil die Erreichung der idealen Teigkonsistenz auch von einigen anderen Faktoren, beispielsweise der verwendeten Mehlsorte, abhängig ist. Probieren geht in diesem Fall über Studieren. Und bloss nicht vergessen, die Einstellungen und Knetzeiten direkt zu notieren.


Besonders bei Teigen mit hoher Hydration, die lange auf kleinster Stufe geknetet werden sollten, liefert die Ankarsrum Glanzleistungen ab. Fast alle Brote wiesen nach dem Backen eine merklich grössere Porung als gewohnt auf. Meine Beobachtungen decken sich also voll und ganz mit dem Küchenmaschinentest von Lutz und Joachim. Im Lieferumfang enthalten ist auch ein Gärdeckel mit hohem Rand, der die Metallschüssel sauber nach innen verschliesst. Leider passt er nicht auf die Rührschüssel und ist durchgehend weiss gefärbt, so dass ich ihn ab und zu hochheben muss, um den Gärzustand der Teige überprüfen zu können. Ein reines Luxusproblem, ich weiss. Neugierige Topfgucker sind mit durchsichtigen Duschhauben vielleicht besser bedient. Aber zumindest als Staubschutz und Auffangschüssel ist der stabile Plastikdeckel spitze.


Folgende Teige wurden für diesen Test in der Ankarsrum geknetet: Reines Roggensauerteigbrot, Mischbrot mit roten Linsen und Kurkuma, Altweiberbrot, Seelen mit Sauerteig, Ruchbrot, Overnight Maple Bread, Gerstenbrot, Hiobsbrot mit Emmer, UrDinkelzopf, Zuckabrot, Pain au Lait Pullman Loaf, Toastbrot mit lila Süsskartoffeln, Toastbrot mit Apple Butter, Buchteln, Hartweizenciabatta und verschiedene Zwirbelbrote.


Vorteile: Die Ankarsrum Assistent lässt sich einfach bedienen, ist vergleichsweise geräuscharm und absolut standfest. Hefe- und Sauerteige werden optimal ausgeknetet. Sogar heikle Teige mit hoher Hydration bewältigt sie mühelos. Mitgelieferter, speziell geformter Teigschaber zur Reinigung der Rührwalze. Alle Teile lassen sich einfach von Hand oder in der GWM reinigen. 

Nachteile: Unhandlichkeit der Edelstahlschüssel (kein Griff), die kurze Laufzeit des Timers (12 Minuten) und evt. die verlängerten Knetzeiten. Vielleicht sollte ich auch noch darauf hinweisen, dass die breite Schüsselöffnung Kindsköpfe zu Blödsinn (z.B. die Zugabe von bunten Nonpareilles zum Toastbrotteig) verleitet.....

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Folge 2: Rührschüssel & Schlagwerk

Folge 3: Das Zubehör & Fazit

Donnerstag, 24. November 2016

Zuckabrot



Dank der Ankarsrum Assistent kann ich endlich die Teigmenge für vier grosse Kastenbrote in einem Durchgang kneten, während meine Kitchen Aid höchstens ein Kilo Hefeteig auf einmal schafft. Mühsame Sache, denn durch die vervielfachten Arbeitsschritte zogen sich die Backtage a. A. (ante Ankarsrum) immer unnötig in die Länge. Ausserdem konnte es im Sommer passieren, dass sich der erste Teigbatzen schon verdoppelt hatte, während die vierte Portion noch durchgewalkt wurde. Alles zwar machbar, aber reichlich kompliziert. Der neue Ablauf mit der Ankarsrum ist da viel gemütlicher: Zutaten in den Kessel geben, nach dem Vermischen Zeitschaltuhr aktivieren und sich während der Knetphase anderen Aufgaben widmen. Wenn der Teig die richtige Konsistenz hat, den Gärdeckel überstülpen. Später teilen, formen, aufgehen lassen und ab in den Ofen damit. Easy peasy. Mittlerweile backe ich nur noch einzelne Brote, wenn ich neue Rezepte teste oder die Tiefkühltruhe bis zum Bersten gefüllt ist. Um euch die Umrechnerei zu ersparen, werde ich hier aber weiterhin nur die haushaltsüblichen Mengen für ein oder zwei Brote auflisten. Das Zucchinikastenbrot, dessen feuchte Krume an ein mildes Sauerteigbrot erinnert, ist unser neuer Liebling für die Zubereitung von Schnitteli und Sandwiches. Es bleibt locker 4-5 Tage frisch, lässt sich problemlos ganz oder in Scheiben geschnitten einfrieren und passt, dank dem eher neutralen Geschmack, zu Mortadella genau so gut wie zu Caonella.


Zucchinimus:
  • 465 gr Zucchini*, gerüstet gewogen
  • 135 gr lauwarmes Wasser

Zucchini in kleine Stücke schneiden. Im Mixaufsatz der Ankarsrum bzw. Standmixer zu einem glatten Mus pürieren. Davon 570 Gramm abwiegen.


Teig:
  • 570 gr Zucchinipüree
  • 450 gr Weizenmehl Typ 550
  • 300 gr Ruchmehl
  • 55 gr Farina di Manitoba
  • 10 gr grünes Erbsenmehl
  • 50 gr lauwarmes Wasser 
  • 30 gr Kokoszucker
  • 16 gr Salz
  • 10 gr frische Hefe
  • 25 gr Kokosöl, in Flöckchen

Alle Zutaten, bis und mit Hefe, in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 12 Minuten auf Stufe 1 kneten lassen. Kokosöl zugeben. Weitere 8 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen, bis sich der Teig vollständig von der Schüssel gelöst hat und sich geschmeidig anfühlt. Auf der eingeölten Arbeitsfläche falten. Zurück in die Schüssel legen, abdecken und den Teig 12-16 Stunden an einem kühlen Ort (max. 10 Grad, z.B. Terrasse oder Kühlschrank) aufgehen lassen. Am nächsten Tag 1-2 Stunden bei Zimmertemperatur akklimatisieren lassen. Zwei 25 cm lange Kuchenformen mit Backpapier auslegen. Teig aus der Schüssel heben, wiegen und in zwei gleich grosse Portionen à ca. 760 gr teilen. Auf der eingeölten Arbeitsfläche zu länglichen Laiben formen und in die vorbereiteten Formen legen. Abdecken und etwa 40-60 Minuten aufgehen lassen, bis sie sich beinahe verdoppelt haben. Unterdessen das Gitter auf der untersten Schiene einschieben und Ofen auf 250 Grad vorheizen. Formen in den Ofen befördern, kräftig schwaden und nach 15 Minuten Backzeit die Hitze auf 200 Grad regulieren. Weitere 30 Minuten backen. Brote aus den Formen befreien und 10 Minuten nachbacken.

* Wir haben dieses Jahr eine alte italienische Sorte angebaut, die sich wie Kürbisse lange lagern lässt. Aus diesem Grund können wir Ende November noch über frische Zucchini verfügen. Ersatz: Geschälte Patissons.

Mittwoch, 2. November 2016

Ein Dickie am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen



Für Dickies griff ich aus Faulheit meist zum Stabmixer, obwohl die Konsistenz oft zu wünschen übrig liess. Grünzeug, wie Petersilie oder Wildkräuter, endeten immer als Fitzelchenschwarm im Glas. Ingwer, Kurkuma oder gefrorene Fruchtstücke brachten ihn regelmässig an den äussersten Rand seiner Leistungskraft und wurden nie 100%ig glattpüriert. Mein alter Standmixer hingegen liefert wesentlich bessere Ergebnisse. Kein Wunder, bei doppelt soviel Power. Aber leider verschlingen Auf- und Abbau samt Reinigung auch mehr als doppelt soviel Zeit. Pest oder Cholera, sozusagen... Doch seit ein paar Wochen muss ich mich nicht mehr mit stückigen Frühstücksgetränken oder zeitfressendem Abwasch herumärgern, denn der Mixaufsatz der Ankarsrum vereint die Vorteile beider Geräte: Maximal 18'000 (!) Umdrehungen pro Minute sorgen für perfekte Smoothies, mit dem praktischen Trenndeckel werden auch Kleinstmengen ohne lästiges Runterschaben fitzelfrei glatt und die Reinigung ist kinderleicht. Warmes Wasser und zwei Tropfen Spülmittel in den Aufsatz füllen und ein paar Minuten laufen lassen (unterdessen kann man z.B. gemütlich die Lunchbox füllen). Spülflüssigkeit auskippen, abbrausen und zum Trocknen mit der Öffnung nach unten in den Geschirrhalter stellen. Höchstens 40 Sekunden Aufwand und der Mixaufsatz ist bereit für den nächsten Einsatz. I love my Ankarsrum!


Zutaten für einen herbstlichen Dickie:

  • 1 gefrorene Banane
  • 2 Orangen oder 3 Clementinen
  • 1 vollreife Persimone
  • eine daumengrosse, frische Kurkumawurzel
  • 3 cm langes Stück einer Vanilleschote
  • Haselnussmilch oder Wasser zum Verdünnen

Banane schälen bzw. die Schale mit einem scharfen Messer wegschnitzen. Orangen oder Clementinen schälen. Persimone waschen und den Stielansatz entfernen. Kurkuma waschen und zusammen mit allen anderen Zutaten in den Mixer geben. Glatt pürieren. Mit Haselnussmilch oder Wasser nach Geschmack verdünnen, ein paar Sekunden einpürieren und ab geht die Post.

P.S. Ich kann das Wort Smoothie, besonders wenn es falsch ausgesprochen oder betont wird (z.B. Schmuusii/Smuuzi/Schmosie), nicht mehr hören. Darum wurden meine pürierten Obst- und Gemüsegetränke schon vor einiger Zeit in Dickies umgetauft. Klingt doch viel sympathischer, oder?


Mittwoch, 26. Oktober 2016

Ticketverlosung: Basler Feinmesse vom 3. - 6. November 2016



*Ankündigungstrommelwirbel*

Meine sehr verehrten Damen und Herren

Mit grosser Freude kündige ich Ihnen die Verlosung von 8 Tickets für die Feinmesse 2016 in Basel an. 

Die Teilnahme ist denkbar einfach: Schickt mir bis zum 29. Oktober um 24:00h ein Mail mit euren Angaben (Name, Strasse, PLZ, Wohnort) an folgende Adresse:

Sorry, die Verlosung ist beendet.

Am 30. Oktober wird dann die Glücksfee, in Form von Herrn C., gewandet in ein rosa Tütü, 
die Gewinner auslosen und ich werde die Tickets umgehend per A-Post verschicken.

Rechtsweg, Barauszahlung und sonstige Spässchen sind natürlich ausgeschlossen.
Sobald die Tickets auf der Post sind, werde ich alle eure eingegangenen Mails löschen.
Ihr müsst also keinen Adressenverkauf oder ein Werbebombardement von meiner Seite befürchten.

Zum Abschluss noch ein dickes Dankeschön an den Ticketsponsor

Viel Glück, y'all!

*Abschlusstusch und tiefe Verbeugung*


Dienstag, 20. September 2016

Tschüss, Kitchen Aid. Herzlich willkommen, hübsche Ankarsrum!



Wie alles begann:
Ende der 1990er verschleuderte ein grosser Elektrohändler in der Stadt wegen Geschäftsaufgabe alle noch vorhandenen Geräte zu stark herabgesetzten Preisen. Mit der festen Überzeugung, dies sei eine einmalige Gelegenheit, kratzte ich mein Erspartes zusammen und gönnte mir eine Kitchen Aid. In den ersten Jahren nach dem Kauf nutzte ich sie nur sporadisch, doch das änderte sich, als ich von zu Hause auszog. Eine nochmalige Steigerung der Einsätze erlebte die Maschine nach einem weiteren Umzug vor fast vier Jahren. Damals tauschte ich den schrottigsten Gasherd aller Zeiten gegen einen Elektroofen ein, der mittlerweile zweimal pro Woche die Küche in eine winzige Bäckerei verwandelt. Alles schön und rosarot, bis die Kitchen Aid vor etwa einem Jahr anfing im ersten Gang zu röcheln. Sofort wurden Rettungsmassnahmen eingeleitet, doch am Ende blieb nur die Wahl zwischen einer völlig überteuerten Reparatur ohne Erfolgsgarantie oder einem Neukauf. Letzteres war die vernünftigere Entscheidung und so startete die Suche nach einer würdigen Nachfolgerin.

Meine Vorgaben:
Stabil, standfest, mindestens 500 Watt. (Kitchen Aid gestrichen). Design ist der Leistung untergeordnet, aber sie darf trotzdem nicht potthässlich sein. (Kenwood gestrichen. Sorry, not my style). Zutatenmengen für 4 Brote, d.h. 3-4 Kilo Teig, werden problemlos bewältigt. (Bosch, AEG und Thermomix gestrichen). Und der Preis spielt natürlich auch eine Rolle. (Häusler Alpha gestrichen). Durch dieses Ausschlussverfahren bin ich letztendlich auf die Assistent von Ankarsrum gestossen. Um nicht die Katze im Sack kaufen bzw. bestellen zu müssen, versuchte ich einen Händler in meiner Nähe ausfindig zu machen. Meine Bemühungen blieben leider erfolglos, die Assistent wird in der Schweiz (noch) vorwiegend im Grossraum ZH und über Onlineshops vertrieben. So entstand die Idee, beim Generalimporteur anzufragen, ob und unter welchen Bedingungen mir eventuell ein Testgerät zur Verfügung gestellt werden könnte. Aus der Anfrage wurde dann ein Kooperationsangebot und zu meiner grössten Freude, ist die leuchtend orangefarbene Assistent letzte Woche bei uns eingezogen.

Vorgehen:
In den nächsten Wochen werde ich die Maschine auf Herz und Nieren prüfen und euch darüber auf dem Laufenden halten. Geplant sind beispielsweise Testläufe mit variablen Hefe- und Sauerteigmengen, Kuchen- und Keksteige, Desserts und Kleinigkeiten, wie Eiweiss und Sahne aufschlagen. Zwischendurch kommt das optionale Zubehör zum Einsatz, d.h. Mixer, Fleischwolf, Gemüseschneider und der Mahlvorsatz mit Stahlkegelwerk. Wünsche, Vorschläge und Tipps werden übrigens gerne entgegengenommen.

Es folgt sogleich die Vorstellung und der technische Teil:
Die Ankarsrum Assistent wurde 1940 vom Industriedesigner Alvar Lenning entwickelt. Seit 1960 wird die Küchenmaschine in Ankarsrum, Schweden produziert. Einzigartig ist das 360°Bowl-Rotary-System: Nicht der Knethaken dreht sich, sondern die Schüssel. Der Hersteller verspricht eine einfache Handhabung, komfortable Zugabe der Zutaten dank grosser Schüsselöffnung und beste Knetergebnisse. Jede Ankarsrum Assistent wird mit einem Grundzubehörpaket geliefert: Eine Edelstahlschüssel (7 Liter) inkl. Deckel, Knethaken, Rührwalze, Teigabstreifer, Teigspachtel und eine Rührschüssel aus Kunststoff mit Planentenschlagwerk (3,5 Liter). 

Höhe, Breite, Tiefe: 36 x 26,8 x 40 cm
Gewicht: 8,6 Kilo
Leistung: 800 Watt
Verfügbare Farben: 11
Optionales Zubehör, z.B. Zitruspresse, Flocker, Nudelwalzen, Zusatztrommeln: Hier klicken
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Das Kleingedruckte:
Maschine und Zubehör werden mir freundlicherweise von der Avissa Switzerland GmbH zur Verfügung gestellt. Dieser Umstand beeinflusst aber weder meine Wahrnehmung noch meine Meinung.

Freitag, 16. September 2016

Neugierig? Eine kleine Vorschau gefällig?


Obwohl am Vortag angekündigt, hatte ich nicht mit einem so riesigen Paket gerechnet 
und daher meine liebe Mühe, es alleine bis in unsere Wohnung hochzutragen. 
Aber Vorfreude verleiht ja bekanntlich Flühüüügeeeel....

Im Innern befanden sich zwei kleinere Kartons. 
Einer beherbergte die bruchsicher verpackte Maschine....

....samt Grundausstattung....

und der andere das optionale Zubehör.

Um die Spannung aufrecht zu erhalten, dürft ihr meine neue Küchenhilfe von 
Ankarsrum vorab nur in schwarz-weiss bewundern. Farben und Fakten folgen am Dienstag.
Bis dahin verbringen wir die Zeit zusammen in der Küche, wo ich mich an ihrem Anblick ergötzen werde. :D