Samstag, 21. September 2019

Cookies T-Masala



Natürlich hat es auch Nachteile, in einer grossen Stadt zu leben: Aggressive Fahrradfahrer, dämliche Hipster, riesige Baustellen, Verkehrslärm.... Aber die Vorteile, besonders solche der kulinarischen Art, tilgen alle kleineren Unannehmlichkeiten. Zumindest wenn man mich fragt, denn die Besorgung des Schwarzen Kardamoms für diese indische Gewürzteemischung hat nur 15 Minuten in Anspruch genommen. I love my Quartier!

Für ein kleines Gläschen T-Masala, ausreichend für etwa 8 Liter Masala Chai:

  • 4 Tl Fenchelsamen
  • 4 schwarzer Kardamomkapseln
  • 1 Tl grüne Kardamomkörner 
  • 1 Sternanis, grob zerbrochen
  • 14 Gewürznelken

Gewürze kurz in einer kleinen Pfanne anrösten, bis sie gut duften. Auf einem Teller abkühlen lassen und danach in der Kaffeemühle fein mahlen.

  • 2 Tl Ingwerpulver
  • 2 Tl Cassiapulver
  • 1 Tl Pimentpulver
  • 1/4 Tl Zimtpulver
  • 1/4 Tl Mohrenpfeffer oder schwarzer Pfeffer, fein gemahlen 
  • 1/4 Tl Galgant, fein gemahlen
  • 1/8 Tl Zimtblätterpulver
  • 1/8 Tl Muskatnuss, frisch gerieben

Alle Gewürze vermischen und in einem gut schliessenden Gläschen aufbewahren. Pro Liter Chai einen gehäuften Teelöffel Masala mitkochen (io: ohne Milch, wenig Schwarztee). Und wie immer gilt: Lieber unzerkleinerte Gewürze kaufen und nach Bedarf selber mahlen. Die Anschaffung einer Cloer 7580 mit abnehmbarem Mixbehälter lohnt sich wegen der einfachen Handhabung und Reinigung auch für Teetrinker.

Dienstag, 20. August 2019

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -202-



Nach[GE]feiert: Den 1. August.
Erstens weil Schwesterherz an dem Tag noch im Ausland weilte und zweitens, weil die neuen Gartennachbarn uns sämtliche Feiertage mit ihrem extrem rücksichtslosen Verhalten vermiesen. Als Entschädigung gönnten wir uns am Samstag ein kulinarisches Programm der Extraklasse: Cassiszwiebeln, Cherrytomaten mit Basilikum, Feta, Bella di Cerignola Oliven, Za'atar, Focaccia con cipolle fritte croccanti, Rehrücken mit Honig-Senf-Marinade, Merguez, Lachs, Hühnerbeine, Schwarzwälder Käsewürstchen, Pulpo, Champignons mit Kräuterbutter, Omas Kartoffelsalat, Griechischer Krautsalat, Honigmelone und zum Schluss Zwetschgenwähe mit Double Crème de Gruyère.

[GE]tränkeauswahl
Moscato, Crèmant d'Alsace, Mineral, drei Sorten Bio-Eistee, diverse Biere, u.a. Hanfblütenbier und dunkles Quöllfrisch

[GE]ärgert: Das Schweinwoll war an dem Abend über weite Strecken unausstehlich und als krönenden Abschluss hat er noch ein Baguette vom Beistelltisch geklaut.

[GE]kocht: Griechisches Schmorgemüse, abgekupftert bei Küchenlatein

[GE]wesen
In Zürich. Online ergatterte Bücher abgeholt, kleine Shoppingtour durch drei Asialäden unternommen und mit Tante Z. bei tibits das Buffet geplündert.

Unterwegs [GE]kauft
Butterfly Pea Flowers, Tigerbalsam, Reisnudeln, Vermicelli, Thai Eistee Mix, Tarochips, Ginger & Peanut Candy, Chinesischer Kardamom

Mit Tee aus den Erbsenblüten [GE]backen: Schlumpfblauer Zwetschgengugelhupf

 [GE]sehen: Der Goalie bin ig  

[GE]lesen
Finderlohn - Stephen King
Trauma - Dean R. Koontz

[GE]freut
Auf der Suche nach einer Briocheform im Brockenhaus eine lustige Eule aus Keramik gefunden. Laut zwei Anbietern im Internet wurde die Spardose in den 1970ern von Aldo Londi für Bitossi designt.   

Vor[GE]nommen
So viele Kochbücher zu verkaufen und/oder zu verschenken, bis genug Platz vorhanden ist, um meine Bitossi-Sammlung endlich zusammen auf einem Regalbrett auszustellen. 

[GE]dankt:
Dem Lieblingsneffen für seine Bereitschaft, Herrn C. schnurstracks in die Notaufnahme zu fahren, weil dieser im Garten von einer Biene gestochen wurde. Die Kombination aus einem besonders bienen- und hummelfreundlichen Garten und einem auf Bienengift allergisch reagierenden Gärtner ist nichts für schwache Nerven.

Samstag, 10. August 2019

Focaccia con cipolle fritte croccanti



Sommer. Gemütliche Abende mit la famiglia. Apéro. Grillieren.
Bloss keine Umstände, alles möglichst stressfrei halten.
Ein unkomplizierter Teig, kaum Aufwand.
Passt.


Vorteig:

  • 160 gr Weizenmehl Typ 550
  • 40 gr Dinkelruchmehl
  • 3 gr frische Hefe
  • 150 gr kaltes Wasser

Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen. Abgedeckt vier Stunden bei Zimmertemperatur aufgehen lassen.


Mehl, Wasser und Salz zum Vorteig in die Rührschüssel geben und fünf Minuten auf niedriger Stufe kneten. Danach fünf Minuten auf der mittlere Stufe gönnen, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Röstzwiebeln kurz einkneten. Auf einer eingeölten Fläche falten, zurück in die Schüssel legen, abdecken und 1-2 Stunden aufgehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Unterdessen ein Wähenblech (30 cm Durchmesser) mit Backpapier auskleiden. Den aufgegangenen Teig vorsichtig mit einem eingeölten Schaber aus der Schüssel lösen und in die vorbereitete Form gleiten lassen. Mit nassen Händen den Teig verteilen, d.h. vorsichtig breit drücken, bis er die Form gänzlich ausfüllt. Mit einem Backblech abdecken und etwa 40 Minuten an einem warmen Plätzchen verdoppeln lassen. Unterdessen die Sole vorbereiten und den Ofen auf 220 Grad vorheizen.

  • 20 gr Wasser
  • 12 gr Olivenöl
  • 1 gr Salz 

Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Salz und Wasser in einer kleinen Schüssel mit dem Schwingbesen so lange durchrühren, bis das Salz vollständig aufgelöst ist. Öl zugeben und kräftig verquirlen, bis sich der Schüsselinhalt in eine helle Emulsion verwandelt hat. Spiralförmig auf den Teig giessen. Mit feuchten Fingerkuppen gleichmässig verstreichen, danach vorsichtig möglichst viele Vertiefungen in den seidenweichen Teig drücken. Wichtig: Den Boden dabei keinesfalls durchlöchern! Form in den Ofen stellen, nicht schwaden. 25 Minuten backen. Eventuell noch zwei Minuten auf der obersten Stufe für eine nette Bräunung gönnen. Mit dem Backpapier aus der Form heben, auf ein Kuchengitter setzen und dann das Papier entfernen. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen.

Donnerstag, 1. August 2019

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -201-



[GE]wesen: Auf grosser Tour
Zuerst ging's mit dem Zug nach Engi, danach mit dem Postauto über den Klausenpass bis nach Flüelen. Anschliessend mit dem Schiff quer über den Vierwaldstättersee nach Luzern. Weiter mit dem Zug zum Grillabend bei meiner Lieblingsnichte in Bern, und spät in der Nacht wieder nach Hause. 

[GE]kauft: Drei luxuriös flauschige Badetücher im Weseta Fabrikladen

Während der Schiffahrt [GE]nossenEin Coupe Danmark mit Felchlin-Schokosauce

[GE]ärgert
Drei Versuche unternommen, während der Rückfahrt im Zug eine Toilette zu benutzen. Zwei waren wegen eines Defektes verriegelt, und die dritte so widerlich verdreckt, dass ich würgend verzichtet habe. Äusserst unangenehm, wenn man in einem Zug mit defekter Klimaanlage sitzt, der zudem über eine Stunde Verspätung hat.

[GE]backen: Nichts. Affenhitze.

[GE]trunken: Einen hervorragenden Roku Gin Tonic

Zusammen[GE]rührtBirchermüesli mit Himbeeren aus dem Garten 

[GE]lesen: Wenn die Gondeln Trauer tragen - Daphne du Maurier

[GE]freut
Frau Schwiegermutter mit praktischen Geschenken bedacht, die sehr gut ankamen.  

[GE]ärgert: Gewitter und Hagel haben innerhalb weniger Minuten den Garten verwüstet. Mindestens 3/4 der unreifen Zwetschgen wurden vom Baum gefegt, etwa 1/3 der Topinamburpflanzen geknickt, Dahlien reihenweise umgelegt, beide Rosmarinbüsche entspitzt, unzählige Dillpflanzen geköpft, Bohnen zermatscht, Sonnenblumen umgelegt, Zucchini, Kürbisse und Rhabarber durchlöchert. *heul* 

[GE]hört: Baila - Zucchero

[GE]trauert: Um Andrea Camilleri

Dienstag, 30. Juli 2019

Fermentierte Salsa mit Pfirsichen und Portulak



Fermentierte Salsa gehört seit Jahren zu unserem Feiertagsprogramm: Mit gerösteten Brotscheiben zum Apéro, als Beilage zu allem, was der Grill hergibt, mit Tortillachips zum Absacker und mit Toast als Katerfrühstück... 


Für ein Bügelglas mit mindestens 750 ml Fassungsvermögen:

  • 300 gr grössere Cherrytomaten
  • 2 rote Spitzpaprika 
  • 2 reife Plattpfirsiche 
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Handvoll Portulak
  • 2 Tl frische Oreganoblättchen oder 1/2 Tl getrockneter Oregano
  • Pures, unjodiertes Salz ohne Rieselhilfezusatz (kein aromatisiertes Salz o.ä. / io: Meersalz)
  • Rapsöl 

Gemüse kurz abbrausen. Tomaten in jeweils acht Würfel zerteilen. Paprika putzen und in etwa gleich grosse Stücke schneiden. Pfirsiche häuten, ebenfalls zerstückeln. Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und beides fein hacken. Portulak gründlich abbrausen, Blättchen abknipsen und zusammen mit dem Oregano in die Salatschüssel geben. Nun den Schüsselinhalt abwiegen, damit die passende Salzmenge ermittelt werden kann. 

Schüsselinhalt geteilt durch 100 = Salzanteil (ein Prozent der Gesamtmenge)
  
Bei mir waren es 648 Gramm, d.h. 648 : 100 = 6,48 Salz, abgerundet auf 6 Gramm 

Die Stellen hinter dem Komma dürfen nach Belieben auf- oder abgerundet werden. Fermentieren ist schliesslich keine exakte Wissenschaft und ob der Salzgehalt passt, entscheidet sowieso der Gaumen. Uns reicht ein Prozent, aber es funktioniert auch mit zwei oder maximal drei Prozent Salzgehalt. Abgewogenes Salz mit dem Schüsselinhalt vermischen und abgedeckt 30 Minuten Saft ziehen lassen. Unterdessen das Einmachglas mit Bügelverschluss gründlich reinigen, heiss ausspülen und mit der Öffnung nach unten auf einem Tuch trocknen lassen. Schüsselinhalt samt Saft in das saubere Glas umfüllen. Idealerweise ist das Gemüse nun von der ausgetretenen Flüssigkeit bedeckt. Falls nicht, mit einem sauberen Löffel vorsichtig nachhelfen, bis genügend Saft vorhanden ist. Mit einer dünnen, etwa zentimeterdicken Ölschicht bedecken. Deckel mit oder ohne aufgelegten Gummiring verschliessen und das Glas an ein warmes, ruhiges Plätzchen ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen (sonst mit Tuch abdecken). Ideal sind Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad. Falls ein Gummiring verwendet wird, sollte das Glas einmal pro Tag geöffnet werden, um Druck abzulassen. Der Gummiring ist wegen der Ölschicht, die schon für ein anaerobes Gärumfeld sorgt, aber eigentlich unnötig. Würde ihn nur auflegen, wenn das Glas z.B. in einer winzigen Küche dauernd umplatziert werden muss oder auf einem Tisch steht, wo es von kleinen, grossen und haarigen Mitbewohnern umgeworfen werden könnte.


Wenn alles rund läuft, zeigen sich nach 24 - 36 Stunden die erste Bläschen an den Seitenwänden.  


Nach 36 - 48 Stunden haben sich die Bläschen vervielfacht. In diesem Stadium wird sich am Boden des Glases Flüssigkeit absetzen. Keine Panik, das ist völlig normal.


Nach 48 - 96 Stunden sind an den Seiten und der Oberfläche neben den vielen kleinen auch grosse Bläschen zu sehen. Wichtig: Exakte Zeitangaben zum Fermentierungsprozess sind unmöglich. Deshalb empfehle ich, halbtäglich eine Kostprobe und wenn der Geschmack passt, ist die Salsa fertig. Das kann nach zwei, drei oder auch erst nach fünf Tagen der Fall sein. Wir mögen sie am liebsten nur leicht angesäuert, mit feinem Brizzeln auf der Zunge. Dieses Stadium erreicht die Salsa im Sommer meist schon nach 72 Stunden. Je länger die Salsa fermentieren darf, desto saurer und haltbarer wird sie. Um die Fermentation zu unterbrechen, das Glas unbedingt im Kühlschrank aufbewahren. Haltbarkeit im Kühlschrank: Mindestens eine Woche. Bitte beachten: Es handelt sich bei diesem Rezept um ein Kurzzeitferment, welches nicht den vollständigen Fermentierungsprozess durchläuft und deshalb weder ohne Kühlung noch monatelang haltbar ist. Mehr Infos: Klick

Mittwoch, 17. Juli 2019

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -200-



[GE]nossen
Ein formidables Apéro bei Schwesterherz, bestehend aus zwei
Käseplatten (Schaf, Ziege, Kuh), Za'atar, Olivenöl, Salami, zweierlei Oliven, Gurkenscheiben, verschiedenen Tomaten, Chips, Cashews, Kräutermandeln, Pain de Campagne, Crémant d'Alsace, Cidre rosé und Bio-Bier.
Unbedingt wiederholen!

[GE]backen: 
Kirschen & Nektarinen Cobbler
Sbrisolona aus Triticale und Walnüssen mit dunkler Schokolade
Zucchini-Kräuter-Hefeteigkuchen

[GE]trunken: Bananenshake aus rotschaligen Bananen

Ein[GE]kocht
Ein Relish aus Gurken, Peperoni und Zwiebeln namens "Pickeldi" 

[GE]gönnt: Ein Halbtaxabo

[GE]wesen: In Luzern
Beute: Gedörrte Birnen, 20 Setzlinge, Entlebucher Trockenwurst, Mega Chef Oyster Sauce (45% Austernanteil!), Reisnudeln, Reisessig, 13 Gewürze-Pulver, ein Popover-Blech und vier Tiki-Gläser. Vielleicht wäre es ratsam, zukünftig mit einem Einkaufstrolley statt einem Rucksack zu verreisen.

[GE]freut: Über die unkomplizierten Marktfahrer, die netterweise die ausgesuchten Setzlinge bis zur Abholung am Mittag gehütet haben.

 [GE]sehen: Stranger Things & Feud

 [GE]lesen: 1984 - George Orwell

[GE]ärgert: Eines der Calamondinbäumchen ist ohne erkennbaren Grund innerhalb weniger Tage komplett vergilbt und wird wohl eingehen.

[GE]hört: The Road to Hell - Chris Rea

[GE]lacht
Beim Zappen erscheint eine Bildunterschrift: Leben als Mehrlinge.
Herr C. liest versehentlich "Leben als Merline" und fragt sich laut, ob es in der Sendung um Zauberkünstler geht.

Montag, 15. Juli 2019

Zucchinitarte mit Speck



Die Zucchinisaison im Garten hat begonnen! Juhui! Ab jetzt stehen jede Woche mindestens zwei Gerichte mit Zucchini auf dem Speiseplan. Wenn es die Gartenarbeit zulässt, werde ich die Rezepte, die uns überzeugen konnten, zeitnah verbloggen. Den Auftakt macht eine knusprige Tarte, die mit grünem Salat und Vinho Verde zusammen ein perfektes Abendessen für laue Sommerabende ist.


Für eine Tarte:

  • 2 mittlere Zucchini, ca. 800 gr
  • 1 El Rapsöl
  • 1 El frisch gepresster Zitronensaft 
  • Kräutersalz

Zucchini abbrausen, Enden abschneiden. In zentimeterdicke Scheiben hobeln. In einer Schüssel mit Öl, Zitronensaft und reichlich Kräutersalz vermischen. Nebeneinander auf einem mit Backpapier belegten Blech ausbreiten. Auf der zweiten Schiene von oben in den Ofen schieben. Temperatur auf 210 Grad einstellen und etwa 25 Minuten backen, bis die Scheiben stellenweise angebräunt sind. Unterdessen den Rest vorbereiten.

  • 100 gr dünne Speckstreifen 
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Tl frische Oreganoblättchen oder 1/2 Tl getrockneter Oregano, fein zerrieben
  • Pfeffer
  • 10 Cherrytomaten, halbiert

Speckstreifen in einer Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten. Zwiebel schälen und in dünne Streifen schneiden. Knoblauch ebenfalls schälen, in dünne Scheiben zerteilen. Beides in die Pfanne geben und kurz mitdünsten. Frische Oreganoblättchen fein hacken und zuletzt mit einer grosszügigen Prise Pfeffer und den Tomatenhälften unterrühren. Pfanne zur Seite stellen und die Zucchini aus dem Ofen holen.

  • 200 gr Crème fraîche 
  • ein rechteckig ausgerollter Blätterteig

Crème fraîche mit einer Prise Salz glatt rühren. Blätterteig auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten. Gleichmässig mit der Crème fraîche bestreichen, dabei rundherum einen fingerbreiten Rand frei lassen. Zucchinischeiben auf dem Teig verteilen, mit der Speck-Zwiebel-Mischung bestreuen und 25-30 Minuten auf der untersten Schiene knusprig-braun backen. Heiss oder zimmerwarm servieren.

Sonntag, 7. Juli 2019

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -199-



[GE]gessen
Himbiquark aus Sahnetopfen und dreierlei Himbeeren from se Garten 

[GE]trunken
Einen geschenkten Prosecco geöffnet.
Erster Schluck: Sauer.
Zweiter Schluck: Sauer und bäh.
Dritter Schluck: Noch saurer und noch mehr bäh.
Rest: Im Ausguss verschwunden.
Völlig vergessen, wer der edle Spender war.
Ist wohl auch besser so.

Ein[GE]kocht: Saft aus Cassis- und Stachelbeeren

[GE]backen: 
Aniskuchen mit Ouzo 
Cali (Brot aus Weizen, Triticale, Roggen & Chia)

[GE]wesen: Jeden zweiten Abend im Garten, kräftiges Giessen ist angesagt.

 [GE]sehen: Spiderman: Far From Home 

[GE]lesen
Sonnenlüfte atmen: Literarische Wanderungen in der Ostschweiz - C. & E. Zopfi

[GE]freutDer Laptop ist endlich wieder da! 

[GE]ärgertDie Abschlussfeier der Ex-Lieblingslehrtochter fiel wegen der vermaledeiten Sommergrippe ins Wasser.

[GE]hört: Plush - Stone Temple Pilots

[GE]lacht:
Herr C.: Hast du gehört? Costa Concordia ist tot.
Ich: Bitte wer?
Er: Na du weisst schon, der Schlagersänger aus Costa Rica.
Ich: Du meinst Costa Cordalis aus Griechenland.
Er: Sag ich doch.

Dienstag, 2. Juli 2019

Flotte Gazpacho mit Nektarinen und Miso



Der Laptop ist immer noch in der Werkstatt, die Sommergrippe hat sich gemütlich eingerichtet und die schwüle Hitze zermürbt mein Hirn jeden Tag ein bisschen mehr. Angenehmerweise stehen im Keller noch diverse Gemüsesäfte, die sich mit ein paar Zutaten aus Vorrats- und Kühlschrank im Handumdrehen in ein erfrischendes Abendessen verwandeln. Sobald Gemüse und Früchte im Garten reif sind, verwende ich statt der Säfte natürlich die eigene Ernte. Aber bis dahin greife ich lieber zur Flasche als zu wässerigen Treibhaustomaten.


Für einen Liter fruchtige Gazpacho:

  • 2 vollreife Nektarinen, Schale abgezogen & entsteint
  • 2 rote Spitzpaprika, geputzt
  • 1 kleine rote Chilischote, entkernt*
  • 1 geschälte Knoblauchzehe, optional
  • 2 El Sherryessig
  • 2 El Olivenöl
  • 1 El Granatapfelmelasse
  • 1 El helles Miso
  • reichlich schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 800 gr Tomatensaft, vorgekühlt (io: Alnatura)
  • ein paar Spritzer Zitronensaft 

Nektarinen, Paprika und Chili glatt pürieren. Restliche Zutaten in den Mixer geben und eine Minute auf höchster Stufe durchwirbeln. Abschmecken, in Schüsselchen schöpfen und sofort servieren. Oder in eine saubere Glasflasche mit breiter Öffnung umfüllen und im Kühlschrank maximal drei Tage aufbewahren.

*  Für Herrn C. durch 1 El hausgemachte Worcestersauce ersetzen (Rezept folgt).

Sonntag, 30. Juni 2019

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -198-



[GE]gessen: Mit Dill geschmorte Flageoletbohnen

[GE]trunken
Eistee aus Kurkuma, Ingwer, Zimt und Pfeffer

[GE]mixt
Asiatisch angehauchte Gazpacho

[GE]backen: Töggebrot, Kümmelkuchen mit Zwiebelgrün und eine Aprikosenwähe

[GE]wesen: Mit Schwesterherz im Elsass, den neuen Supermarché abgecheckt. 

 [GE]kauft: Présure (Lab), Orangenblütenwasser und rote Bananen. 

 [GE]sehen: Die 2

[GE]lesen
Das Verschwinden der Stephanie Mailer - Joël Dicker

[GE]freut: Auf dem sonntäglichen Flohmarkt eine hübsche Vase von Scheurich und ein tolles Ledertäschchen gefunden.

[GE]freut II: Die ersten Hochstamm-Kirschen aus der Region ergattert.

[GE]hört: Instabile - Nek 

An[GE]kommen: 
Der neueste Krimi von Barbara Nadel. Sommerferien ohne Inspektor Ikmen? Undenkbar.


Freitag, 28. Juni 2019

Flotte Gazpacho mit caramelisierten Zwiebeln, Miso und Ingwer



Laptop: In Reparatur (recyceltes Foto)
Wohlbefinden: Im Keller (Sommergrippe)
Rettungsanker: Heisser Grog und kalte Suppen (abwechselnd)


Für einen Liter Gazpacho:

  • 1 grosszügiger Schuss Olivenöl
  • 1 grosse Zwiebel, ca. 150 gr
  • 2 El Kokos- oder Rohrohrzucker

Olivenöl in einer grossen Pfanne erwärmen. Unterdessen die Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Bei mittlerer Hitze braun braten. Zucker zugeben, caramelisieren lassen. Wenn die Zwiebelstreifen abgekühlt sind, in den Mixbecher verfrachten.

  • 900 gr tomatenlastiger Gemüsesaft, vorgekühlt (io: Biotta)
  • 2 El Reisessig
  • 1 gehäufter El helles Miso
  • 1 Scheibe frischer Ingwer
  • 1 - 2 Tl frischer Limettensaft
  • reichlich schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Chiliflocken zum Servieren, optional

Zwiebeln mit dem Gemüsesaft glatt pürieren. Restliche Zutaten in den Mixer geben und zwei Minuten auf höchster Stufe durchwirbeln. Abschmecken, in Schüsselchen schöpfen, mit den Chiliflocken bestreuen und sofort servieren. Oder in eine saubere Glasflasche mit breiter Öffnung umfüllen und im Kühlschrank maximal drei Tage aufbewahren.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Marmorierter Kokosmilchkuchen



Dieser Marmorkuchen mit Kokosmilch ist schlichtweg perfekt. 
Er ist, bis auf die Form, exakt so, wie ihn die Lieblingstante in den 80ern aufgetischt hat.
Ein saftiges Stück Kindheitsglück.


Für einen Cake:

  • 10 gr Schokopulver (io: Cailler Le Chocolat)
  • 5 gr Kakaopulver
  • 2 El Milch

Schokopulver, Kakao und Milch in einer kleinen Schüssel klümpchenfrei verrühren. Cakeform (25 x 12 cm) mit Backpapier auslegen. Ofen auf 170 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben.

  • 150 gr Butter, sehr weich 
  • 140 gr Zucker
  • gehäufter 1/8 Tl Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier Grösse L, zimmerwarm
  • 300 gr Mehl 
  • 1 gehäufter Tl Weinsteinbackpulver
  • 150 gr Kokoscrème oder dicke Kokosmilch
  • 1-2 El brauner Rum

Butter mit Zucker, Vanille und Salz crèmig schlagen. Die Eier nacheinander jeweils 30 Sekunden unterrühren. Mehl mit Backpulver vermischen. Zuerst die Kokoscrème unter die Butter-Zucker-Masse heben, dann das Mehl. Nur so lange rühren, bis der Schüsselinhalt homogen aussieht. Teig halbieren. Eine Hälfte des Teiges mit dem Rum verquirlen und in die vorbereitete Form giessen. Die Schokomilch mit dem restlichen Teig vermischen. Auf den hellen Teig befördern und für die Marmorierung eine Gabel spiralförmig durchwirbeln. Mittig mit dem Gabelstiel einen Längsstrich ziehen. Backen: Etwa 60 Minuten, bis die Stäbchenprobe positiv ausfällt. Auf einem Kuchengitter 15 Minuten abkühlen lassen. Erst dann die Form und das Backpapier entfernen. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen. Quelle: From Snuggs Kitchen.

P.S. Die Kokosnote ist so dezent, dass sogar Herr C. sie bis zum letzten Bissen nicht herausgeschmeckt hat. 

Dienstag, 18. Juni 2019

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -197-



[GE]gessen
Tomatensalat mit Rucola und Zwiebelgrün aus dem Garten

[GE]trunken: Hanfeistee mit einem Schuss Orangensaft

[GE]schmort: Sugo mit Hühnerherzen

[GE]backen: Olivenfocaccia mit Triticale & Chia

[GE]wesen
Entspannte Shoppingtour mit Schwesterherz unternommen.
Für sie gab's eine neue Sommergarderobe, für mich Bio-Gesichtspflege und Zehentreter. Nicht sexy, aber sackbequem.

 [GE]sehen
Der falsche Mond von Galileo Galilei 
What we see in the Shadows 
Menashe

[GE]freut: 
Herr C. hat endlich, mit der Hilfe eines lieben Freundes, hinter dem Gartenhäuschen Betonplatten verlegt und die neue Gerätetruhe aufgebaut. Die alte, aber völlig intakte Metalltruhe, musste auf Anordnung der Stadtgärtnerei entfernt werden, weil neuerdings nur noch Holz- und Plastiktruhen (!!!) erlaubt sind.
Soviel zum Thema Nachhaltigkeit...

[GE]erntet: Rhabarber, rote Johannisbeeren, Zitronenmelisse und Rosmarin

[GE]gruselt
Beim Umräumen des Gartenhäuschens unzählige Spinnenmumien gefunden *schüttel*

[GE]kauft: Wildreis, Flageoletbohnen, Puylinsen und Kurkuma

[GE]hört: It's probably me - Gregory Porter

[GE]lesen: Die Welt der Farben - Kassia St. Clair

Montag, 17. Juni 2019

Olivenfocaccia mit Triticale & Chia



Schon wieder Focaccia....
Ja, schon wieder Focaccia.
Unkompliziert, gut transportierbar, passt in die Lunchbox und zum Grillabend.


Für eine Wähenform mit 30 cm Durchmesser:

  • 150 gr Triticalevollkornmehl
  • 6 gr Chia
  • 160 gr lauwarmes Wasser

In der Rührschüssel der Küchenmaschine vermischen, abdecken und zwei Stunden quellen lassen.

  • 175 gr Weizenmehl Typ 550
  • 50 gr Ruchmehl
  • 100 gr Wasser
  • 10 gr Olivenöl
  • 10 gr Birnel oder Honig
  • 5 gr Salz
  • 3 gr Hefe
  • 75 gr entsteinte grüne Oliven, in Scheiben geschnitten

Alle Zutaten, bis auf die Oliven, in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und etwa 10 Minuten auf Stufe 1 kneten lassen, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Der Teig bleibt leicht klebrig, ist aber willig. Auf einer eingeölten Fläche mit eingeölten Händen falten. Zurück in die Schüssel legen, abdecken und 5-6 Stunden bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Die Backform gänzlich mit Backpapier auskleiden. Den aufgegangenen Teig vorsichtig mit einem eingeölten Schaber aus der Schüssel lösen und in die vorbereitete Form gleiten lassen. Mit nassen Händen den Teig verteilen, d.h. vorsichtig breit drücken/ziehen, bis er die Form gänzlich ausfüllt. Mit einem Backblech abdecken und etwa 40 Minuten an einem warmen Plätzchen aufgehen lassen. Unterdessen die Sole vorbereiten und den Ofen auf 220 Grad vorheizen.

  • 25 gr Wasser
  • 10 gr Rapsöl
  • 2 gr Kräutersalz (io: Trocomare)

Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Salz und Wasser in einer kleinen Schüssel mit dem Schwingbesen so lange durchrühren, bis das Salz vollständig aufgelöst ist. Öl zugeben und kräftig verquirlen, bis sich der Schüsselinhalt in eine helle Emulsion verwandelt hat. Spiralförmig auf den Teig giessen. Mit feuchten Fingerkuppen gleichmässig verstreichen, danach vorsichtig möglichst viele Vertiefungen in den seidenweichen Teig drücken. Wichtig: Den Boden dabei keinesfalls durchlöchern! Form in den Ofen stellen, nicht schwaden. 25 Minuten backen. Eventuell noch zwei Minuten auf der obersten Stufe für eine nette Bräunung gönnen. Mit dem Backpapier aus der Form heben, auf ein Kuchengitter setzen und dann das Papier entfernen. Vor dem anschneiden vollständig auskühlen lassen.