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Mittwoch, 22. März 2023

Cuisine du Placard: Ramenähnliche Slurpsuppe

Die Temperaturen steigen, die Sonne zeigt sich öfter und mein Körper verlangt gierig nach Frühlingsgrün aus dem Garten (Giersch! Schaumkraut! Junger Löwenzahn!). Das gestrige Schmuddelwetter aber hat uns die Lust auf einen Gartenbesuch gründlich vermiest. Schnee im März. Total unnötig. Regen würde völlig ausreichen, wir wohnen schliesslich nicht in einem Skigebiet. Hmpf. Um den Magen trotzdem zufriedenzustellen, gab's wieder einmal eine Suppe aus Zutaten, die im Vorrats- und Kühlschrank herumlungerten. Achtung: Suchtpotential!

Für zwei hungrige Menschen:

  • 150 gr Ramen- oder Reisnudeln
  • 600 ml Hühnerfond, selbst gekocht oder aus dem Glas (io: Gerippe vom Brathuhn ausgekocht)
  • ein fünf Zentimeter breites Stück grüne Lauchstange oder zwei Frühlingszwiebeln, dünn geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein gerieben
  • ein mirabellengrosser Knubbel junger Ingwer, fein gerieben
  • 2 El Sojasauce
  • 1 El Reisessig
  • 1/8 Tl Chiliflocken (wenn Herr C. mitisst 1/2 Tl milde Paprikaflocken & Prise Isot Biber)

Nudeln nach Packungsanleitung garen. Kalt abspülen und bis zur Verwendung abgedeckt zur Seite stellen. Nebenbei alle oben aufgezählten Suppenzutaten zusammen kochen, bis die Lauchstücke gar sind.

Unterdessen Tahin und Erdnussmus mit einem Gutsch heisser Suppe in einem Schälchen glatt rühren. In den Suppentopf löffeln, danach die Sojamilch zugiessen. Salzen und fünf Minuten köcheln. Achtung: Sojamilch schäumt auf! Zuletzt das Sesamöl unterrühren und die Suppe mit dem Stabmixer glatt pürieren. Abschmecken. Nudeln auf zwei Suppenschalen verteilen, mit der kochendheissen Slurpsuppe übergiessen. Falls vorhanden, mit Korianderblättchen garnieren. Passend wären auch Thaibasilikumblättchen, dünne Chiliringe, Chiliöl, frittierte Zwiebel- oder Knoblauchstücke und so weiter und so fort. Tut euch keinen Zwang an. Vegane Variante: Hühnerfond durch Shiitake Dashi ersetzen (Parmesanrinde weglassen und am Schluss einen Pilz mitpürieren).

* Die Korianderblätter können durch eine kleine Korianderwurzel, z.B. aus dem TK, ersetzt werden. Wurzel gründlich reinigen und der Länge nach aufschneiden. Gleichzeitig mit dem Lauch im Hühnerfond versenken. Vor dem Pürieren entfernen. Die von mir verwendeten Korianderkörnchen habe ich mit dem Sesamöl einpüriert.

Montag, 25. August 2014

Senegalesisches Mafé



Mafé ist ein im Senegal sehr beliebtes Eintopfgericht. Normalerweise wird es mit Fleisch zubereitet, hier präsentiere ich euch eine vegetarische Version. Es existiert kein Standartrezept, jede Hausfrau bereitet ihr Mafé ein wenig anders zu. Grundzutaten neben dem (weggelassenen) Fleisch sind Gemüse und massig Erdnussbutter. Welche Gemüsesorten im Topf landen, bestimmt das Marktangebot. Ich habe genommen, was gerade im Kühlschrank war. Nicht typisch afrikanisch, dafür regional und saisonal. Passen würden beispielsweise auch Kürbis, Süsskartoffeln, Maniok, Steckrüben, Auberginen und Weisskohl. Das Tomatenmark kann durch zwei gehackte Tomaten ersetzt werden und die Erdnussbutter durch gemahlene Erdnüsse. Die Bouillonwürfel sind nicht zwingend, verleihen aber den typischen Grundgeschmack. Milde Currypaste für eine scharfe Version durch frische Chilischoten ersetzen und wer es deftig mag, nimmt die doppelte oder dreifache Menge Erdnussbutter. Ein Mafé aus der unten angegebene Gemüsemenge reicht solo für 2-3 hungrige Esser, mit Reis oder Polenta als Beilage auch für doppelt so viele Leute.


Für 4 Personen:

  • 2 El Erdnuss- oder Rapsöl
  • 1 mittelgrosse Zwiebel
  • 1 grosse Knoblauchzehe
  • 1 Tl milde Currypaste (Massaman)
  • 4 Karotten
  • 3 Kartoffeln
  • 2 grosse Knollen Topinambur
  • 1 grosse Kohlrabiknolle oder Navetrübe
  • 1 gehäufter El Tomatenmark
  • 2 Maggi Bouillon Cubes
  • die Hälfte eines kleinen Wirsingkopfes
  • 3 gehäufte El ungesüsste Erdnussbutter
  • Pfeffer, Salz

Zwiebel schälen, halbieren und in kleine Stücke schneiden. Knoblauch schälen, ggf. entkeimen und fein hacken. Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebelstücke darin langsam anschwitzen. Unterdessen das restliche Gemüse schälen. Karotten in dünne Scheiben schneiden, restliches Gemüse in etwa gleich grosse Stücke zerteilen. Knoblauch, Currypaste und Karotten in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze 3 Minuten rührbraten. Danach Kartoffeln, Topinambur und Kohlrabi 3 Minuten mitbraten. Hitze hochdrehen und soviel kaltes Wasser zugiessen, bis das Gemüse gut davon bedeckt ist. Tomatenmark und zerbröselte Bouillonwürfel unterrühren. Deckel auflegen und fünf Minuten kochen. Zwischenzeitlich Wirsing vom Strunk befreien, der Länge nach halbieren und in grosse Stücke schneiden. Zusammen mit der Erdnussbutter in die Pfanne geben und soviel Wasser nachfüllen, dass das Gemüse gut in der Sauce schwimmt. Hitze auf mittlere Stufe herunter drehen und so lange köcheln, bis das Gemüse gar ist. Nach etwa 10 Minuten war bei mir das Gemüse durch und die Sauce schön dickflüssig. Pfeffern und nach Bedarf salzen. Am besten noch ein paar Minuten auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen. Falls die Sauce zu sehr nachdickt, mit wenig heissem Wasser verdünnen. Solo, mit Reis oder Polenta servieren. 


Sonntag, 10. August 2014

Sesam-Erdnuss-Karotten aus dem Ofen



Meine Damen und Herren, bitte bleiben sie am Apparat, denn jetzt folgt der zweite Teil der beliebten Serie "Karottenverwertung für Fortgeschrittene". Zur Vorspeise gab es ja schon den Rüeblisalat mit Almonnaise und als Hauptgericht folgen die gebackenen Sesam-Erdnuss-Karotten. Ich mag am liebsten einen gemischten Salat dazu, aber sie passen auch als Beilage zu Pilaw, Gerstotto oder afrikanischen Gerichten.


Für 2-4 Personen:

  • 500 gr Karotten
  • 2 El Sesammus 
  • 1 El Erdnussbutter
  • 1 Tl Rapsöl
  • 1-2 Tl Akazienhonig oder Agavendicksaft
  • (Kräuter)Salz, geräuchertes Paprikapulver, frisch gemörserter Kreuzkümmel

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Karotten gründlich waschen oder schälen und schräg in fingerdicke Scheiben schneiden. Tahini, Erdnussbutter, Öl und Honig in einem Schüsselchen verrühren und kräftig würzen. Karottenstücke einige Minuten dämpfen oder etwa drei Minuten in reichlich Salzwasser kochen, bis sie halbwegs gar sind. Abschütten, kurz mit kaltem Wasser überbrausen, gut abtropfen lassen und noch lauwarm mit der Sesamsauce vermischen. Backblech mit einem Backpapier belegen und die Stücke einzeln mit einem Löffel darauf verteilen. Blech auf der mittleren Schiene einschieben und 10-12 Minuten backen, bis die Kruste hellbraun und das Gemüse durchgegart ist. Heiss oder lauwarm servieren. Nur mit Salat reicht die Menge für zwei hungrige Leute, mit Getreide oder anderen Beilagen auch für vier Esser.


Sonntag, 20. Januar 2013

Kenianische Erdnuss-Chili-Suppe



Während ich schreibe, bullert die Heizung auf höchster Stufe. Trotz mehrerer Schichten Kleidung, der Daunendecke, dem Wollschwein als Wärmflasche und einer Wollmütze auf dem Kopf, friere ich mir auf dem Sofa fast den Hintern ab. Alle umliegenden Wohnungen sind leer, kein bisschen Wärme ringsherum. So kann die eisige Kälte ungehindert durch Wände und Boden kriechen. Herr C. hat sich nach Davos in ein tropisch warmes Hotel verkrümelt. Zumindest ist er nicht zum Vergnügen dort oben, das würde mir den Rest geben. Ich kann die Stellung hier nur halten, weil der Strom heissen Tees nicht versiegt. Unterbrochen wird das Programm nur von brandheisser Suppe. Gestern war es Karotte mit viel Ingwer, heute Erdnuss mit Chili. Zum Dessert gibt's Hot Whiskey, als Bettmümpfeli eine zweite Decke und Snowboardsocken. Bin ich nicht zu beneiden? 


Für 2-3 Portionen:

  • 1/2 Tasse geschälte, rohe Erdnüsse (ca. 80 gr)
  • 1 Knubbel Butter
  • 1 mittlere Zwiebel, sehr fein gehackt
  • 500 ml kaltes Wasser
  • 350 ml Milch
  • Chilipaste oder -pulver nach Geschmack
  • Salz, schwarzer Pfeffer

Erdnüsse in einer Pfanne gleichmässig hellbraun rösten. Kurz abkühlen lassen und im Zerkleinerer oder Mörser zu einer feinen Paste verarbeiten. Butter in einem Topf zerlassen, Zwiebelstücke darin anschwitzen. Erdnussmus zugeben, kurz mitbraten. Mit dem Wasser ablöschen. Unter kräftigem Rühren aufkochen. Salzen und 15 Minuten auf kleinster Stufe köcheln. Hitze hochdrehen, Milch einrühren. Mit Chili, Pfeffer und Salz würzen. Wenn keine Schärfe gewünscht wird, milde Paprikapaste oder -pulver verwenden. Nochmals 2-3 Minuten kochen. Heiss servieren.


P.S. Leider keine positiven Fortschritte in puncto Wohnungssuche. 


Mittwoch, 14. März 2012

Massamba und Xima aus Moçambique



Unter der Bezeichnung Massamba versteht man in Moçambique einen Eintopf aus Maniokblättern, Erdnüssen und Kokosmilch. Maniokblätter sind in Europa selten frisch erhältlich, als Ersatz empfehlen sich Spinat, Blattkohl, Mangold, Chayoteblätter oder -triebe. Karotten sind zwar nicht ganz das Gleiche, aber das einzige Gemüse, welches sich gerade in meinem Kühlschrank aufhielt.

Zu Massamba wird immer Xima gereicht, ein Brei aus weissem Maismehl. Statt Maismehl verwende ich lieber Maisgriess, sprich Polenta. Zufälligerweise tummelte sich noch ein Päckchen weisse Polenta im Vorratsschrank. Mitgebracht im Dezember aus Bella Italia, aber auch hier in Feinkostgeschäften erhältlich. Weisse Polenta ist leicht süsslich und hat einen sehr dezenten Eigengeschmack. Natürlich kann man auch gelbe Polenta, Kartoffelbrei oder Reis dazu servieren. Wir nehmen's mit der Authentizität heute schliesslich nicht so genau. 


Oft wird dazu noch gegrillter Fisch serviert. Den habe ich heute aber unterschlagen, da ich keine Lust hatte, durch die halbe Stadt zu fahren, um ein bisschen Fisch aufzutreiben. Das Massamba alleine schmeckt schon so gut, dass man auch getrost darauf verzichten kann. Als Getränk empfehle ich ein eiskaltes Bier.


Zutaten für 4 Personen:

  • 80 gr geschälte rohe Erdnüsse
  • 1 El Öl
  • 1 mittlere Zwiebel, sehr fein gehackt
  • 1 El Tomatenmark 
  • etwa 400 ml heisse Gemüsebrühe 
  • 1 kleine Chilischote, fein gehackt oder 1 Tl Harissa
  • 250 ml Kokosmilch
  • Salz und Pfeffer
  • 800 gr Karotten

Karotten schälen und in beliebige Stücke schneiden. In kochendem, gesalzenem Wasser bissfest garen. Wasser abschütten und die gekochten Karotten abgedeckt zur Seite stellen.

Gleichzeitig die Erdnüsse in einer grossen Pfanne mit hohem Rand nicht zu dunkel rösten. Etwas auskühlen lassen und dann im Zerkleinerer sehr fein mahlen. Pfanne mit Küchenpapier auswischen, Öl erhitzen und die Zwiebelstücke darin anbraten. Tomatenmark und gemahlene Erdnüsse zugeben, eine Minute mitbraten. Mit der heissen Gemüsebrühe ablöschen und tüchtig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Falls die Sauce jetzt schon sehr dick ist, mehr Gemüsebrühe oder Wasser zugeben. Fünf Minuten köcheln lassen. Harissa und Karottenstücke zugeben, zwei bis drei Minuten mitkochen. Kokosmilch einrühren, salzen und pfeffern. Weitere 2-3 Minuten auf dem Herd lassen, damit die Sauce schön heiss wird. Nicht mehr kochen, denn dann könnte sich die Kokosmilch trennen. Massamba heiss mit Xima servieren.


Xima:
  • 250 gr weisser oder gelber Polentagriess
  • 1,2 Liter kaltes Wasser
  • 2 Tl Salz
  • 1-2 El Butter oder Alsan

Polenta nach Packungsaufdruck zubereiten. Eventuell wird dazu weniger Wasser benötigt, als ich oben angegeben habe. Zum Schluss die Butter oder Alsan einrühren und heiss servieren.


Anmerkung:
Ich bevorzuge eine richtig dicke Sauce, die so richtig am Gemüse klebt. Falls eine dünnere Sauce gewünscht wird, am Ende der Kochzeit einfach mehr Brühe oder Wasser zugeben. Und da alles in 30 Minuten zubereitet ist, reiche ich es auf den letzten Drücker als Beitrag zum Speed Cooking Event von kochtopf ein.

Freitag, 3. Februar 2012

Indonesischer Gurkensalat mit Sumach




Sumach (lat. Rhus coriaria) stammt ursprünglich aus dem Iran, wird heute aber im ganzen Mittelmeerraum kultiviert. Die Früchte des bis zu drei Meter hohen Strauchs werden frisch oder getrocknet verwendet. Vor allem in der libanesischen Küche ist er eine unverzichtbare Zutat, die oft als Säuerungsmittel in pikanten Gerichten eingesetzt wird. Sumach besitzt wenig Eigengeschmack, verstärkt aber ähnlich wie Salz, das Aroma der Speisen.

Seit einer Reise nach Istanbul hat dieses Gewürz einen Stammplatz in meiner Küche. Der Händler im Gewürzbasar pries es als "Allroundwürze" an, die zu Fleisch, Fisch, Gemüse und Brot passt. Sumach könne überall dort eingesetzt werden, wo normalerweise Zitronensaft verwendet wird. Zuerst war ich skeptisch, erzählen kann man ja viel. Aber nach einigen Versuchen in meiner Küche musste ich zugeben: Er hatte in allen Punkten recht.

Einer dieser geglückten Versuche ist der indonesische Gurkensalat. Ursprünglich besteht dieser Salat nur aus vier Zutaten: Gurken, Ketjap Manis (süsse Sojasauce), Reisessig und gehackten Erdnüssen. Auch so schon sehr lecker, aber der Sumach gibt dem Salat den letzten Pfiff.


Pro Person rechnet man:

  • 150 gr Gurke
  • 1 El Ketjap Manis oder Ketjap Asin
  • 1 El weisser Reisessig
  • 1/4 Tl Sumach
  • Salz, Pfeffer, Dill, Chiliflocken (optional)
  • 2 Tl grob gehackte, geröstete Erdnüsse

Die Gurke(n) waschen, Enden kappen und ungeschält in dünne Scheiben schneiden. Ketjap Manis, Reisessig und Sumach gut verquirlen. Mit den Gurkenscheiben in einer Salatschüssel mischen. Schüssel abdecken und den Salat mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Je länger die Gurken marinieren dürfen, desto besser schmeckt der Salat. Vor dem Servieren ggf. die anderen Gewürze untermischen und/oder nachwürzen. In Schälchen geben und mit den gehackten Erdnüssen bestreuen.

Passt als Beilage zu Fisch, Reis und im Sommer perfekt zu Fleisch vom Grill.


Montag, 12. Dezember 2011

Erdnusscookies aus Sambia



Normalerweise backe ich im Dezember so 5-10 verschiedene Kekssorten. Doch dieses Jahr bin ich total unmotiviert. Zu mehr als zwei Sorten konnte ich mich nicht aufraffen. Muss wohl am Wetter liegen. Ohne Schnee oder Eiseskälte macht mir vorweihnachtliches Backen einfach keinen Spass. *grummelgrummelschneehabenwillgrummelgrummel*

Statt zum x-ten Mal Klassiker wie Vanillekipferl oder Spitzbuben herzustellen, entschied ich mich für zwei Rezepte, die ich schon seit längerer Zeit mal ausprobieren wollte. Und ich habe es nicht bereut. Beide Sorten sind sehr lecker. Die Bounty-Kekse poste ich in den nächsten Tagen.

Für diese supermürben Cookies verlangt das Rezept gemahlene Erdnüsse. Da hat man die Qual der Wahl. Entweder kauft man sich einen grossen Sack ungeschälte Erdnüsse und pult sie aus. Besser: Die lieben Kleinen oder den unterbeschäftigten Liebsten die Fieselarbeit erledigen lassen. Oder man macht sich das Leben einfacher und erwirbt im Asialaden eine Tüte geschälte, ungeröstete Erdnusshälften. Wer mag, kann die Nüsse noch kurz in der Pfanne anrösten. Ist aber nicht unbedingt notwendig. Dann ab damit in den Mixer und nach 10-20 Sekunden it's done.

Den Palmzucker muss man ebenfalls zerkleinern. Geht natürlich auch am einfachsten im Mixer. Als kostenlose Aggressionstherapie empfehle ich die Verwendung eines Mörsers. Oder die Brocken in einen Gefrierbeutel füllen und mit einer schweren Pfanne kräftig vermöbeln. Falls keine Aggressionen abgebaut werden müssen (oder kein Palmzucker aufzutreiben ist) kann ersatzweise Rohzucker verwendet werden.

Für die vegane Variante die Butter durch Alsan ersetzen.

Zutaten für ca. 50 Stück:

  • 360 gr gemahlene Erdnüsse
  • 180 gr Palmzucker
  • 300 gr Mehl
  • 200 gr weiche Butter
  • 2 Prisen Salz

Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit den Händen oder dem Handrührer zu einem Teig verarbeiten. Masse halbieren, Rollen formen, in Klarsichtfolie einpacken und über Nacht in den Kühlschrank legen.

Am nächsten Tag den Ofen auf 180 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Rollen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden, mit etwas Abstand auf das Blech legen und je nach Ofen 10-15 Minuten backen. Die Unterseite sollte hellbraun sein, die Oberseite nur leicht gebräunt. Einige Minuten auf dem Blech ruhen lassen und dann sehr vorsichtig (Bruchgefahr!) auf ein Kuchengitter umsetzen. Vollständig auskühlen lassen, in eine Blechdose packen und innerhalb der nächsten 3 Wochen verputzen.

Anmerkung: Das Originalrezept stammt aus dem Buch " 1000 recipes to try before you die - Rezepte aus der ganzen Welt" von Ingeborg Pils. Modifiziert, da ich mehr Erdnüsse im Teig wollte und die Zuckermenge für meinen Geschmack zu viel war.