Dienstag, 29. November 2022

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -320-

 

[GE]gessen
Unpasteurisierter Vollmilchquark von einem demeter Betrieb in Gais/AR. Njamm!

[GE]trunken: Holunderblüten-Quitten-Tee 

[GE]kocht: Sonnengelbe Brühe mit Kichererbsenklösschen und grünen Erbsen

In der Pfanne [GE]braten: Croque Monsieur für Faule, d.h. ohne Béchamel

[GE]wesen: Auf Adventskalenderverteiltour.
Plus Kinderbuch für den Grossneffen und einen Porzellanteller für das Göttimeitli. 

[GE]freut: Rehleber aus eigener Jagd beim Lieblingsneffen abgeholt.

 [GE]sehen: Bodies, Bodies, Bodies & Poker Face

[GE]lesen: Der Dienstagabendclub - Agatha Christie

[GE]ärgert: Die Dahlienpflanzen im Garten grünen munter vor sich hin, ein paar wenige blühen sogar noch. Hätte sie gerne ausgebuddelt, bevor Herr C. bis Mitte Dezember geschäftlich verreist. Satz mit X: War nix.

[GE]erntet: Gigantischer Zichoriensalat und Topinambur

[GE]kauft: Eine Schabzigermühle aus Stahl. 
Bin ja mal gespannt, ob die etwas taugt. Wenn ich endlich einmal beim Einkaufen daran denke, ein Schabzigerstöckli mitzunehmen, wird sie umgehend ausprobiert. 

Am ersten Advent im Autoradio [GE]hört: Feliz Navidad - Jose Feliciano
Headbangen ist soviel nackenfreundlicher mit einer Bommelmütze auf dem Kopf...

Sonntag, 27. November 2022

Kartoffelhörnchen mit Piment d'Espelette. Oder auch ohne.

Erster Advent und keine Keksbacklaune weit und breit. Ich bleibe lieber im Bett, eine Tasse mit Quittentee auf dem Nachttisch, einen Krimi in der Hand und mümmle mit Butter bestrichene Kartoffelhörnchen. Auch schön.

Für 16 Hörnchen:

  • 175 gr Mehl Typ 405
  • 175 gr Mehl Typ 550
  • 50 gr helles Roggenmehl
  • 35 gr Kartoffelflocken
  • 8 gr Salz
  • 2 gr frische Hefe
  • 1 Ei Grösse L 
  • ca. 310 gr Milch, zimmerwarm
  • 1 Tl Piment d'Espelette oder milde Paprikaflocken/Pul biber, optional
  • 30 gr Butter, zimmerwarm

Alle Zutaten bis und mit Hefe in der Rührschüssel der Küchenmaschine abwiegen. Waage auf "0" zurückstellen. Ei aufschlagen und abwiegen (io: 50 Gramm). Mit lauwarmer Milch bis 360 gr ergänzen (io: 310 Gramm). Piment d'Espelette, falls verwendet, und Butter zugeben. Auf der ersten Stufe etwa 12 Minuten kneten, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Auf einer eingeölten Fläche falten, zurück in Schüssel legen, mit einer Duschhaube abdecken. Bei Zimmertemperatur etwa 5-6 Stunden zum Verdoppeln gönnen. 

  • 2 El Milch, Buttermilch oder Sahne zum Bestreichen
  • Kümmel, Sesam, Mohn und/oder Brezelsalz zum Bestreuen, optional

Eine Wähenform mit mindestens 28 cm Durchmesser mit Backpapier auskleiden. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem ca. 45 cm grossen Kreis auswallen. Ausgewallten Teig in 16 Tortenstücke schneiden. Jedes Tortenstück nicht zu satt aufrollen und mit ausreichend Abstand in die Form legen (siehe Foto). Etwa 40 Minuten abgedeckt bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sich die Hörnchen fast verdoppelt haben. Unterdessen den Ofen auf 250 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Nach dem Aufgehen die Oberfläche grosszügig mit Milch oder Sahne bepinseln und mit Kümmel bestreuen. Backen: 10 Minuten bei 200 Grad. Danach die Ofentemperatur auf 180 Grad senken und weitere 25 Minuten backen. Form aus dem Ofen holen. Nach fünf Minuten die Hörnchen vorsichtig auf ein Kuchengitter rüberschieben. Backpapier entfernen und vollständig auskühlen lassen. Dick mit Butter bestreichen. Mmmmhhhhh....

Montag, 21. November 2022

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -319-

[GE]wesen: Mit Herrn C. im Appenzellerland.
Tante Z. hat uns liebenswürdigerweise für ein paar Tage ihr Studio überlassen. 

[GE]ärgert: Wettertechnisch leider kein Glück gehabt: Nebel, Regen, Kälteeinbruch. Am Abreisetag strahlte die Sonne...

Gemütlich eingekuschelt [GE]lesen
Die grosse Familie - Camille Kouchner
Wham! George & Ich - Andrew Ridgeley
Die zweite Schwester - Chan Ho-Kei 
Im Rausch des Vergnügens - Ian Mortimer


[GE]gessen: Blut- und Leberwurst im Ochsen in Schwellbrunn. 


Ein[GE]kauft: Chäsfladen, Brot, Silsergipfel, Mandelgipfel, Zimtfladen, UrDinkel Brezeli, Linzertorte, Pizzen. Kein Ausflug in die Ostschweiz wäre komplett ohne (mehrere) Abstecher zur Holzofenbäckerei Brotkorb in Waldstatt.


[GE]freut: Ein paar Bücher ergattert, die schon lange auf meinem Einkaufszettel standen, u.a. France is a Feast: The Photographic Journey of Paul and Julia Child, Der Fat Lava Stil: Deutsche Zierkeramik der Nachkriegsjahre, Revolution der Muster: Spritzdekorkeramik um 1930 und Schaffhauser Tonmodel: Kleinkunst aus der Bossiererwerkstatt Stüdlin in Lohn. So ganz nebenbei noch ein paar andere Sach- und Kochbücher abgestaubt. Wenn schon, denn schon.

Ausserdem [GE]funden: Zusätzliches Krippenpersonal. 
Einen Hirten, ein Kamel, einen Engel, zwei Schafe und ein hübscheres Jesuskind.

Zu Hause [GE]kochtHirschragoût in Pilzsauce, Spätzle, gedämpfter Broccoli

[GE]backen: Zitronencake mit Sumach & Mkhanfar in der Pfanne 

 [GE]sehen: The Menu & Silent Night
 
[GE]hört: All cried out - Alison Moyet

[GE]lacht: Vor Jahren Under the Banner of Heaven von Jon Krakauer gelesen.
Zufällig die gleichnamige Serie entdeckt und nach 30 Minuten Sendezeit gedacht: Wow, die Macher setzen voraus, dass man das Buch gelesen und ein fundiertes Grundwissen über Mormonen hat. Endlich einmal eine anspruchsvolle Verfilmung. 
Nach weiteren zehn Minuten Sendezeit zufällig bemerkt, dass ich aus Versehen die dritte Folge statt der ersten angewählt hatte...

Sonntag, 6. November 2022

Sonntagssüss: Zitronencake mit Sumach


Ein einfacher Rührkuchen, der durch das dunkelrote Sumachpulver auf eine andere Ebene gehievt wird.

Für einen Cake:

  • 100 gr Butter, zimmerwarm
  • 200 gr Zucker
  • ein gehäufter 1/2 Tl Sumach*
  • 1 Prise Salz
  • fein abgeriebene Schale von 2 mittelgrossen Zitronen
  • 4 Eier Grösse L (io: 210 gr ohne Schale)
  • 125 gr Crème fraîche, zimmerwarm (io: halbfett)
  • 225 gr Mehl 
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver

Ofen auf 210 Grad vorheizen, Gitter auf der zweite Schiene von unten einschieben. Cakeform (ca. 20 x 11 cm) mit Backpapier auslegen oder gründlich einbuttern. Butter, Zucker, Sumach, Salz und Zitronenabrieb mit dem Handrührer weiss-crèmig aufschlagen. Eier einzeln gründlich unterrühren, danach die Crème fraîche. Mehl mit Backpulver mischen und nur gerade so lange unterrühren, bis der Teig glatt scheint. In die vorbereitete Form umfüllen, die Oberfläche ein bisschen glätten. Mit einem heiss abgespülten Löffelstiel der Länge nach mittig einen Strich durch den Teig ziehen (etwa einen Zentimeter tief), damit er kontrollierter aufreisst. Backen: Circa 60-65 Minuten, bis der Stäbchentest positiv verläuft. Falls der Kuchen zu dunkel werden droht, die Oberfläche locker mit Alufolie abdecken.


Sobald der Zitronenkuchen aus dem Ofen genommen wurde, den Guss zubereiten. 

Dafür drei bombierte Suppenlöffel Puderzucker und 1/4 Tl Sumach mit frisch gepresstem Zitronensaft zu einem mittelflüssigen Guss verrühren. Die Oberfläche des heissen Kuchens mehrmals grosszügig bepinseln. Überschüssiger Guss sollte an den Seiten runterlaufen können, evt. den Kuchen in der Form mehrmals vorsichtig hin und her kippen. Nach dem Glasieren die Form auf das Kuchengitter stellen. Dem Guss fünf Minuten zum Antrocknen gönnen. Die Form vorsichtig entfernen, das Backpapier rundherum herunterklappen. Eine Stunde abkühlen lassen. Dann den Kuchen vorsichtig zur Seite kippen und das Backpapier vom Boden abziehen. Auf dem Gitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Anschneiden, wenn möglich, abgedeckt in der Form einen Tag durchziehen lassen. 

* Sumach ist in jedem türkischen Lebensmittelgeschäft für wenig Geld erhältlich. Das Pulver sollte tiefrot sein, helleres Pulver ist ein Anzeichen für schlechtere Qualität oder Überlagerung. Sumach aus dem Gewürzhandel ist wesentlich teurer (siehe Schwarzenbach oder Chrüterhüsli), dafür aber nicht mit Salz verschnitten.