Donnerstag, 18. Oktober 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -173-




[GE]gessen

Mozartkugeln. Alle. Ratzeputz. Gottlob war es nur eine 10er Packung. 

[GE]trunken: Earl Grey Eistee

Im Slow Cooker [GE]kocht: Dörrbohnen mit Engadiner Würstchen

[GE]backen: 
Siedfleisch mit Guinness & Dörrzwetschgen
Kürbisschnecken
Fingerbrot mit Farina di Manitoba integrale

[GE]wundert: Herr C., normalerweise kein Freund von Gebäck mit höherem Vollkornanteil, ass die Hälfte des Fingerbrotes "blutt" und lobte den kernigen Geschmack in den höchsten Tönen. 

[GE]wesen: Flohmarkt Schliengen. Eine Art déco Lampe fürs Schlafzimmer gefunden. 

[GE]freutHerr C. hatte während seines geschäftlichen Aufenthaltes in St. Moritz prächtiges Wetter, wie das Foto beweist.

Während seiner Abwesenheit [GE]sehenBlack Panther, Backtrack & Sie leben!

Heftig [GE]ärgert:
Eine Frau in unserer Strasse hat sich einen Welpen zugelegt und wie sie mit dem armen Tier umgeht, ist unter aller Kanone. Ich zitiere: Alle Hunde gehören an die Leine. Hunden sollten nie frei herumlaufen dürfen. Spielen und soziale Kontakte braucht er nicht, dafür haben wir keine Zeit.
Furchtbar. Einfach nur furchtbar.

[GE]ordert: Eine Tube Simichrome, um die Echtheit von ein paar Stücken Bakelitschmuck zu bestätigen. Oder eben nicht. Die Spannung steigt....

[GE]hörtLeaving On A Jet Plane - John Denver & Cass Elliot

Fest[GE]stelltKüchenschränke umräumen? Kann ich! 
I'm se Godmother of Tetris. 😇

Sonntag, 14. Oktober 2018

Kürbis zum Vierten: Zimtige Kürbisschnecken



Der Countdown läuft: Noch eine Woche bis zu unserer Abreise Richtung Alphütte. Wir werden dort zwar über eine gut ausgestattete Küche inklusive Gasofen verfügen, aber der wird nur ein paar Aufbackbrötchen zu sehen bekommen. Yep, Aufbackbrötchen. Denn auch dieses Jahr steht das gemietete Domizil mitten in der Pampa, etwa eine Stunde Fussmarsch pro Weg vom nächsten Dorfladen entfernt. Und weil wir - oder zumindest ich - faul und pragmatisch sind, gibt's halt zwei Wochen lange keine Kürbisschnecken zum Frühstück. Keine Ahnung, wie mir diese Abstinenz bekommen wird, denn ich bin förmlich süchtig nach diesem superflauschigen, aromatischen Hefegebäck. Aber vielleicht verirrt sich ja ein Kürbis ins Handgepäck. Oder zwei. Oder drei. 😉


Für einen Kuchen aus 12 Schnecken:

  • ein kleiner Kürbis, ca. 280 Gramm (io: Delicata)
  • 170 gr Milch, kühlschrankalt

Kürbis vierteln, Stielansatz entfernen, entkernen und, falls nötig, schälen. Viertel in dünne Scheiben schneiden und im Dünsteinsatz weich dämpfen. Zwei Minuten abkühlen lassen, dann 170 Gramm Kürbisstücke im Mixbecher abwiegen. Kühlschrankkalte Milch zuwiegen. Mit dem Stabmixer zu einem glatten Brei pürieren. In die Schüssel der Küchenmaschine umgiessen und ggf. warten, bis das Püree auf Handwärme abgekühlt ist.

  • 250 gr Weizenmehl Typ 405
  • 210 gr Weizenmehl Typ 550
  • 20 gr fein gemahlener Weizen
  • 60 gr Zucker
  • 4 gr frische Hefe
  • 4 gr Salz
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 65 gr Butterflöckchen, kühlschrankkalt

Alle Zutaten bis und mit Vanillepulver zum lauwarmen Kürbispürree in die Schüssel geben. Fünf Minuten auf Stufe 1 kneten, bis der Teig zusammenhält. Dann die Butter zugeben und weitere 10 Minuten kneten, bis der Teig Ohrläppchenkonsistenz aufweist. Auf einer eingeölten Fläche falten. Zurück in die Schüssel legen, abdecken und 4-5 Stunden bei Zimmertemperatur verdoppeln lassen. Ein Wähenblech (30 cm Durchmesser) inkl. Rand mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 220 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Arbeitsfläche bemehlen, Teig draufgleiten lassen. Oberfläche des Teiges ebenfalls bemehlen. Mit einer Oklava oder einem Wallholz zu einem ca. 50 x 35 cm grossen Rechteck auswallen. 

  • 90 gr Butter, pomadig
  • 90 gr brauner Rohrzucker
  • gehäufter 1/2 Tl Zimtpulver

Das Rechteck gleichmässig mit der weichen Butter bestreichen. An einer Längsseite einen ca. 3 cm breiten Rand freilassen. Zucker mit Zimt vermischen, gleichmässig auf der Butterschicht verstreuen. Von der bebutterten Längsseite her nicht zu satt aufrollen. Rand leicht zusammendrücken. Die Rolle mit einem scharfen Messer halbieren. Die Hälften nochmals halbieren und jedes Viertel in drei gleich dicke Scheiben zerschneiden. Im vorbereiteten Blech verteilen und mit den Händen etwas flach drücken, damit alle 12 Scheiben gleich hoch sind. Oberfläche mit drei Stössen Wasser aus der Sprühflasche befeuchten. Mit einer Duschhaube abdecken und etwa 45 Minuten bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat. Backen: 10 Minuten bei 200 Grad und 25 Minuten bei 180 Grad, bis der Schneckenkuchen nett gebräunt ist.   
                                      
  • 5 El Puderzucker
  • Saft einer kleinen Zitrone

Kurz bevor der Kuchen aus dem Ofen geholt wird, den Puderzucker mit soviel Zitronensaft verrühren, bis ein dickflüssiger, gut zu verstreichender Guss entsteht. Direkt nach dem Backen die Oberfläche jeder Schnecke grosszügig mit dem Zitronenguss einpinseln. 20 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann mit dem Papier auf ein Gitter heben. Backpapier vorsichtig entfernen. Lauwarm oder abgekühlt geniessen. 

Freitag, 12. Oktober 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -172-



[GE]gessen: Porridge aus Adzukibohnenflocken und Kokosmilch mit Zimt 

[GE]trunken: Algo-Eis-Tea

[GE]kocht
Linsenragoût mit dreierlei Pilzen und zweierlei Kichererbsenklösschen
Pouletbrüstli mit Rüebligemüse im Slow Cooker

[GE]backen: Se one and only Dattelkuchen

[GE]wesen
Beim Büchertauschtisch. 
Fünf Kochbücher gebracht, fünf Romane mitgenommen.
Ziel verfehlt.
Mist.

Trotzdem [GE]freut: Zwei der fünf Romane (Wiedersehen in Howards End & Musashi) standen schon lange auf meiner Wunschliste. Noch mehr Ferienlesefutter.

 [GE]sehen: Tulpenfieber 

[GE]lesen
Jetzt müsst ihr selber kochen - Tine Giaccobo
Fegefeuer der Eitelkeiten - Tom Wolfe

[GE]kauft: Single Malt Whisky aus Lauwil und Zuger Kirsch

[GE]hörtIt Never Rains In Southern California - Albert Hammond

Weg[GE]geben: Eine Kiste voll Krimskrams und noch mehr Bücher.

Vor[GE]nommen: Mindestens dreissig Kochbücher im Internet anzubieten und wenn sie nach einem Monat nicht verkauft wurden, Herrn C. damit zum Büchertauschtisch schicken. Ich darf da einfach nicht mehr ohne Begleitung hin.

Sonntag, 7. Oktober 2018

Se one and only Dattelkuchen



Zur Geburtstagsfeier im kleinen Rahmen hatte Tante Z. extra einen Biberfladen aus Appenzell mitgebracht. Geschmacklich war das Traditionsgebäck ganz in Ordnung, aber die Konsistenz schon beim Anschneiden spürbar alles andere als optimal. Mit Unmengen Butter bestrichen, flutschten die trockenen Stücke zwar gut hinunter, verharrten danach aber bleischwer im Magen. Vielleicht lag's daran, dass der Biberfladen hauptsächlich aus Dinkel- statt Weizenmehl bestand. Vielleicht bin ich aber auch nur furchtbar verwöhnt und überkritisch, denn meiner Meinung nach taugt ein Biberfladen ausschliesslich als Notration im Marschproviant... Am anderen Ende der Beliebtheitsskala in Sachen Wanderverpflegung liegt se one & only Dattelkuchen. Er ist nach dem Backen schön feucht und bleibt es auch bis zum letzten Krümel. Die Gewürze harmonieren unaufdringlich, für ein verfrühtes Weihnachtsfeeling empfiehlt sich eine Verdoppelung der Mengen. Der saftige Kuchen kann mit Butter, Frischkäse oder Schlagsahne serviert werden, ist aber auch solo eine Gaumenfreude.


Für eine rechteckige Kuchenform (22 x 13 x 7 cm):

  • 125 gr entsteinte Datteln, grob gehackt (io: Medjool)
  • 220 gr Wasser
  • 1/4 Tl Natron
  • 75 gr Butter, kühlschrankkalt
  • 1 El Brandy

Ofen auf 170 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Form grosszügig einbuttern. Dattelstücke, Wasser und Natron in einem Topf mit 1,2 Liter Fassungsvermögen aufkochen. Fünf Minuten köcheln. Herd ausschalten und noch zwei Minuten auf der heissen Herdplatte gönnen. Mit dem Stabmixer zu einem glatten Brei pürieren. Butter und Brandy unter den heissen Dattelbrei rühren. Zur Seite stellen.

  • 1 Tl Kakao
  • gehäufter 1/4 Tl Zimtpulver
  • 1/4 Tl Ingwerpulver
  • 1/4 Tl Pimentpulver
  • 1/8 Tl Nelkenpulver
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 1 grosszügige Prise Salz

Kakao, Gewürze und Salz klümpchenfrei vermischen, mit einem Schwingbesen unter den Topfinhalt rühren.

  • 1 Ei Grösse L, kühlschrankkalt
  • 100 gr Kokosblütenzucker (io: Madal Bal)*
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 80 gr fein gemahlene Schwarz- oder Walnüsse
  • 200 gr Weizenmehl Typ 550 

Ei am Topfrand aufschlagen, in das mittlerweile lauwarme Dattelmus gleiten lassen. Zucker und Backpulver zugeben, mit dem Schwingbesen gründlich verrühren. Zuerst die Nüsse, dann das Mehl kurz untermischen. In die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und mit dem Gummischaber der Länge nach eine Linie in den Teig ziehen. Backen: 55-60 Minuten, bis die Stäbchenprobe positiv ausfällt. Kuchen aus dem Ofen holen, 20 Minuten in der Form abkühlen lassen. Danach vorsichtig aus der Form befreien und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Vor dem Anschneiden, wenn möglich, gut verpackt über Nacht durchziehen lassen.

* Kann durch die gleiche Menge Dattelsüsse oder 80 Gramm Vollrohrzucker ersetzt werden.