Mittwoch, 20. Juni 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -156-



Zusammen[GE]rührt

Gekochtes Linsenmehl + schwarze Sesampaste = Hummus à la Beton 😜

[GE]trunken: Ein paar Gläser Kalimotxo *hicks*

[GE]kocht: Mit Béchamelsauce überbackene Blumenkohlröschen, 
dazu Kartoffelwürfel mit Bockshornkleeblättern

[GE]backen: 
Pizzaquadrate mit Mughlaisauce
Quatre-quarts au citron
Doppeltes Römerbrot in Kastenform für Schwesterherz

[GE]wesen: Am Dienstag beim Büchertauschtisch,
am Freitag in der Bibliothek und am Samstag bei einer Medientauschbörse mit Lesestoff für die Sommerferien eingedeckt.

[GE]tauscht
2 Kochbücher, 4 Romane und 18 CDs gegen zwei Biographien und zehn klassische Krimis (A. Christie, G. Simenon, E. Ambler, D.L. Sayers & M. Grimes)

 [GE]sehen: Pompeii, in Stein verewigt 

[GE]lesen: Alexandra Romanowa - Carolly Erickson

Erstei[GE]rt: Silberne Creolen. Wurde auch Zeit, ich laufe seit Monaten wie ein Pirat mit einem einzelnen Ohrring durch die Gegend.

[GE]freut: Osso truto von Weidetruthühnern vorbestellt.
(Osso truto = Familiäre Kurzform von Trutenschenkelscheiben)

[GE]ärgert
Sechs Kleidungsstücke im Internet geordert und vier davon zurückgeschickt, weil 
a) die Qualität unterirdisch war 
und 
b)ich mich entweder über Nacht rundherum verdoppelt habe 
oder 
c)die Teile viel zu klein geschnitten sind.
Schwesterherz hat natürlich auf Antwort b getippt..

[GE]erntet: Etwa 10 Kilo rote Johannisbeeren, 2 Kilo schwarze Johannisbeeren, einen Korb voll Cassisblätter für Sirup, ein paar Himbeeren (die Herr C. direkt mit dem Schweinwoll brüderlich geteilt hat) und die ersten drei gelben Zucchini.

Sonntag, 17. Juni 2018

Kastanienmilch



Bevor der Amtsschimmel wiehert: Pflanzlicher Milchersatz darf offiziell nicht mit dem Wörtchen "Milch" vermarktet werden. Aber wir sind ja hier entre nous und mir gefällt der Name Kastanienmilch wesentlich besser als Kastaniendrink. Dank ihrer nussigen, leicht süsslichen Note trinke ich die Kastanienmilch sehr gerne pur, aber auch für Kakaogetränke, Chai, Shakes, Pfannkuchen, Gebäck, Brot und Saucen ist sie bestens geeignet. 


Für 2 Gläser:

  • 400 gr Wasser
  • 1 El / 10 gr Kastanienmehl 
  • ein paar Körnchen Salz
  • Gewürze nach Geschmack, optional (io: 1/4 Tl Hippiemilchpulver)

Alle Zutaten in einem kleinen Topf vermischen. Auf den Herd stellen und unter ständigem Rühren eine Minute kochen, bis der mehlige Geschmack verschwunden ist. In eine saubere Glasflasche abfüllen, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Anschliessend im Kühlschrank mindestens 2 Stunden durchkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von vier Tagen konsumieren. 

Anmerkungen: Besonders bei grösseren Mengen geht es schneller, wenn nur die Hälftes des Wassers zum Kochen verwendet wird. Restliches Wasser kalt untermischen. Bitte beachten, dass sich dadurch aber die Haltbarkeit verkürzen kann. Wer eine dickere Konsistenz bevorzugt, erhöht die Mehlmenge auf 15 oder 20 Gramm. Gewürze sind absolut nicht nötig, aber eine Prise Zimt, Piment, Vanille und/oder Garam Masala ist nie verkehrt. Kastanienmehl findet man im Bioladen, meist im Regal mit den glutenfreien Produkten, und in Italien in jedem gut sortierten Supermarkt. In Bella Italia unbedingt darauf achten, dass ihr kein Mehl aus Kastanien kauft, die über Rauch getrocknet wurden. Mit dem Verpackungsaufdruck "essicate senza fumo" seid ihr auf der sicheren Seite. Ich bevorzuge das Tessiner Bio-Kastanienmehl der Firma Erboristi Lendi, welches im italienischsprachigen Teil der Schweiz in jedem grösseren Coop erhältlich ist (350 gr für ca. 8 Franken).

Mittwoch, 13. Juni 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -155-



[GE]gessen: Fruchtige Gazpacho mit Aprikosen

[GE]trunken: Kalt angesetzter Matetee

[GE]kocht
Süss-saure Linsen mit Peperoni und Aprikosen, dazu Surti Kolam Reis

[GE]backen: Urchiger Butterkuchen

[GE]wesen
Beim Arzt, nachdem ich mein Knie am Badewannenrand demoliert hatte.
Die Tage darauf vorwiegend im Bett oder auf dem Sofa.
Yeah.

 [GE]sehenUnsane. Bis jetzt der beste Horrorfilm des Jahres 2018.

[GE]lesen
Ascona, Monte Verità: Auf der Suche nach dem Paradies - R. Landmann

Auf dem Quartieflohmarkt [GE]funden: Eine alte Puddingform aus Metall. 

[GE]freut:
Die ersten weissen Himbeeren sind reif, ebenso die Mara de Bois Erdbeeren. Die nachgesäten Bohnensamen sind zu 95% gekeimt -die erste Packung war offensichtlich überlagert- und wir haben die Legion der Apfelspinner alleine mit Brennnesseljauche nachhaltig vertrieben. 

[GE]ärgert
Die neue Gartennachbarin hat sich direkt beim Vereinspräsidenten beschwert, weil die Pächter neben ihr angeblich an einem Sonntag zu laut gewesen sind. Wir waren an dem Tag auch da und hatten nicht einmal bemerkt, dass die beschuldigte Familie Gäste hatte. Keine Musik, kein Scheiaweia, keine lautstark quengelnden Kinder oder ähnliches (d.h. der pure Gegensatz zu unseren nördlichen Nachbarn). Nur Menschen, die sich in normaler Lautstärke unterhalten und zwischendurch gelacht haben. 
Nun sind wir also auf drei Seiten umzingelt von Idioten...

Gebraucht [GE]kauft: Französisch kochen von Julia Child

[GE]hört
Cruel Summer - Bananarama
Love is a Shield - Camouflage

Montag, 11. Juni 2018

Urchiger Butterkuchen



Die Johannisbeersträucher im Garten bescheren uns dieses Jahr garantiert eine Rekordernte. Auch der Stachelbeerbusch biegt sich unter seiner Last, die Himbeersträucher bilden bereits ein unüberwindliches Dickicht und selbst die Aroniastämmchen tragen so üppig wie noch nie. Bevor ich also die nächsten Wochen (gefühlt) nichts anderes mehr als Beeren verkoche, verbacke und verarbeite, habe ich noch schnell einen Butterkuchen ohne Fruchtanteil in den Ofen geschoben. Wobei ich mich gerade frage, ob ich nächstes Mal nicht ein paar schwarze Johannisbeeren in den Teig schmuggeln sollte. Oder lieber obendrauf? Mmmmmhhhhh......


Für eine Wähenform mit 30 cm Durchmesser:

  • 150 gr Weizenmehl Typ 550
  • 150 gr Weizenmehl Typ 405
  • 20 gr Roggenvollkornmehl
  • 60 gr brauner Rohrzucker
  • 3 gr Salz
  • gehäufter 1/4 Tl Zimt
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 3 gr frische Hefe
  • 1 Ei Grösse M 
  • ca. 135 gr Milch, lauwarm                         
  • 35 gr Butter, in Flöckchen zerteilt

Alle Zutaten, bis und mit Hefe, in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Ei ohne Schale abwiegen und mit lauwarmer Milch auf 185 Gramm ergänzen (io: 50 gr Ei & 135 gr Milch = 185 Gramm). Auf der zweiten Stufe 6 Minuten kneten. Butter zugeben und weitere 4-6 Minuten kneten lassen. Der Teig bleibt leicht klebrig und löst sich nicht sauber von der Schüssel. Auf einer eingeölten Fläche falten, abdecken und bei Zimmertemperatur 4-5 Stunden zum Verdoppeln gönnen. Backpapier in Formgrösse (inkl. Rand) zuschneiden. Teig auf das Backpapier legen, mit nassen Händen sanft auf die Grösse der Unterlage ausziehen. Teig samt Backpapier in die Form legen, ggf. nachformen. Mit einem Backblech abdecken und 30-40 Minuten bei Zimmertemperatur entspannen lassen. Unterdessen den Ofen auf 220 Grad vorheizen und das Gitter auf der untersten Schiene einschieben.

Belag:

  • 60 gr Zucker
  • 60 gr Butter, in etwa 24 Würfel zerteilt
  • 25 gr Mandelblättchen

Wenn der Teig schön aufgegangen ist, mit den angefeuchteten Fingerkuppen rundherum viele Vertiefungen reindrücken, ohne den Boden zu durchlöchern. Mit der Hälfte des Zuckers bestreuen. Butterflöckchen in den Vertiefungen verteilen. Mit dem restlichen Zucker bestreuen, dann die Mandelblättchen darauf verteilen. Kuchen in den Ofen stellen, Temperatur gleich auf 200 Grad reduzieren und 10 Minuten anbacken. Temperatur auf 180 Grad senken und weitere 12-15 Minuten backen, bis der Butterkuchen aufgegangen und die Oberfläche durchgehend gebräunt ist. Auf ein Kuchengitter heben, Backpapier entfernen und auskühlen lassen. Möglichst noch am Backtag ratzeputz aufessen. Reste bleiben, gut eingepackt, zwei bis drei Tage frisch.