Montag, 12. März 2012

Butter Paneer Masala



Paneer ist ein ungesalzener, schnittfester Frischkäse aus Indien, der gerne für vegetarische Currys verwendet wird. Durch Zufall entdeckte ich vor einigen Wochen einen neuen Laden, der viele afrikanische und indische Lebensmittel im Sortiment führt. Unter anderem auch frischen Paneer, hergestellt von einer Käserei in der Schweiz. Vakuumiert ist er im Kühlschrank etwa acht Wochen haltbar. Roh schmeckt er ziemlich neutral, doch gebraten oder in einer Sauce gekocht, blüht er richtig auf. Butter Paneer Masala ist in Indien eines der beliebtesten Restaurantgerichte, es existieren unzählige Rezepte dafür. Meine Version ist würzig, aber nicht scharf und sehr crèmig. 


Für 2-3 Portionen:

  • 350 gr Paneer
  • 1 El Butter
  • 2 grosse Zwiebeln, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gerieben
  • 1 nussgrosses Stück Ingwer, gerieben
  • 1 Tl Korianderpulver
  • 1/2 Tl Kurkuma
  • 1/4 Tl Zimt
  • 1/8 Tl Chilipulver oder -flocken
  • 3 Nelken, im Mörser zerkleinert
  • 1 Dose Pelati (à 400 gr)
  • 3 El selbst gemachtes Cashewmus* 
  • 2 El Butter
  • 2 El frische Sahne
  • Salz

Paneer in mundgerechte Würfel schneiden. Die Hälfte der Butter in einer Pfanne mit hohem Rand zerlassen. Käsewürfel darin von allen Seiten anbräunen. Paneer aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Restliche Butter in der gleichen Pfanne zerlassen, Zwiebelstücke darin andünsten. Wenn sie glasig sind, Knoblauch, Ingwer und alle Gewürze bis und mit Nelken zugeben. Eine Minute bei hoher Hitze rührbraten. Mit 250 ml Wasser ablöschen. Tomatenstücke zugeben, salzen und die Sauce zum Kochen bringen. Hitze reduzieren, Deckel auflegen und 15 Minuten köcheln lassen. Paneerwürfel in die Pfanne geben und weitere 5-10 Minuten ohne Deckel köcheln, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz hat. Cashewmus, Butter und Sahne der Reihe nach einrühren, abschmecken und evt. nachsalzen. Deckel wieder auflegen und vor dem Servieren 10 Minuten ziehen lassen. Dazu passt Reis oder Fladenbrot.

Anmerkungen:
Cashewmus kann man fertig im Bioladen kaufen (z.B. von Rapunzel) oder einfach selber herstellen. Wenn gekauftes Cashewmus verwendet wird, Menge auf zwei Esslöffel reduzieren.

* Hier das Rezept: 50 Gramm rohe Cashewnüsse zwei Stunden in reichlich kaltem Wasser einweichen. Einweichwasser abgiessen, Nüsse abspülen und in einen Mixer/Zerkleinerer geben. Mit wenig frischem Wasser knapp bedecken. Mixer so lange laufen lassen, bis die Nüsse zu einem feinen Mus zerkleinert sind.


Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

Den Paneer kann man mit Milch und Yoghurt auf einfache Weise selber zubereiten. Den muss man sich nicht aus der Schweiz kommen lassen ;-)

Cooketteria hat gesagt…

Du hast natürlich völlig recht, den muss man sich nicht aus der Schweiz schicken lassen.

Obwohl indischer Paneer, produziert von einer Schweizer Käserei, schon etwas sehr exklusives ist. ;-)

Mein hausgemachter Paneer (aus Milch und Zitronensaft) wird leider auch nach ausgiebigem Pressen nie so schnittfest wie der gekaufte. Er löst sich beim Kochen immer in kleine Fitzelchen auf. Vielleicht sollte ich mal die Variante mit Joghurt ausprobieren. Danke für die Anregung.

Sybille hat gesagt…

Ich hab' Paneer auch schon selbst gemacht... wie Du sagst: schnittfest wurde er nicht. Lecker sieht dein Essen aus.
LG

Cooketteria hat gesagt…

Es war auch lecker. Mit Betonung auf "war". :-)

Dann warten wir mal ab, ob sich noch jemand meldet, der seinen Paneer schnittfest hinbekommt. Dieses Rezept bzw. das Vorgehen würde mich ja brennend interessieren.

Liebe Grüsse zurück

G.Schmackvoll hat gesagt…

Hmmm, kenn ich noch gar nicht .. muss ich einmal probieren . Danke.

Sarah-Maria hat gesagt…

Lecker! Hab's erst vor ein paar Tagen im Restaurant gegessen, aber noch nie selber gemacht....

Jutta hat gesagt…

Hallo und viele Grüße aus Thüringen....ich stöbere gerade in verschiedenen Kochblogs rum und bin hier hängengeblieben. Es ist ein interessanter, spritzig geschriebener Blog. Und ..... zur Zeit( ich bin krank mit meinem Sohn zu Hause) ist bei mir der glutenfreie Kuchen im Herd. Also....ich freu mich auf Weiters :-)
Viele Grüße von Jutta.

Cooketteria hat gesagt…

Hallo Jutta

Danke für deinen lieben Kommentar. So etwas freut das Herz. :-)

Dann wünsche ich dir und deinem Sohn gute Besserung und hoffe, dass euch der Kuchen genau so gut schmeckt, wie er meiner Familie geschmeckt hat.

Ganz liebe Grüsse zurück

Brigitte Beringer hat gesagt…

Ich mach den Paneer wie folgt: 2 Liter Milch aufkochen lassen, dann Saft aus 2 Zitronen zugeben, etwa 2 Minuten weiterköcheln lassen. Danach nehme ich ein Sieb, lege ein Geschirrtuch in das Sieb und schütte die "Milchfetzen" hinein. Dann lass ich die Flüßigkeit noch etwas rauströpfeln und leg den Paneer im Geschirrtuch auf einen Teller und stelle für ca. 10 Minuten einen Topf mit Wasser darauf. So wird mein Paneer immer schnittfest ;)

Svenja Wiebach hat gesagt…

Das klingt wirklich köstlich. Ich kannte bis jetzt nur Palak Paneer, also Paneer mit Spinat.
Wird getestet.
:)