Sonntag, 9. Januar 2022

Vegan, laktose- und glutenfrei: Süsse Reisblinis

Der Grossteil meiner Küchenutensilien stammt aus zweiter Hand. Wunderbar für's schlechte Gewissen, schlecht für die vorhandenen Schrankkapazitäten. Ich bemühe mich redlich, zu lange ungenutzte Sachen auszusortieren und so Platz zu schaffen. Das freut das Teufelchen auf meiner Schulter. Er merkt sich nämlich die neuen Lücken und flüstert mir beim nächsten Brockibesuch ins Ohr: Kauf dieses. Oder das. Du hast genug Platz dafür. *säusel* Die Pancakespfanne, die im Herbst bei uns einzog, verdanke ich ebenfalls dem gehörnten Mistvieh. Obwohl ich jederzeit Schwesterherzens Pancakespfanne hätte ausleihen können, bestand der Verführerfürst auf ein eigenes Exemplar. Doch dieses Mal habe ich ihn ausgetrickst. Seit die Pfanne den Platz der unterdessen verkauften Tajine eingenommen hat, ist sie ständig in Gebrauch: Vegane Blinis, fluffige Pancakes ohne Eier, Minibeghrir, Wachtelspiegeleier, süsse Reisblinis.... Und die Ideen gehen mir noch lange nicht aus. Ätsch, bätsch!

Für etwa 20 kleine Reisblinis:

  • 200 gr dicke Kokosmilch, zimmerwarm 
  • 100 gr lauwarmes Wasser 
  • 50 gr Zucker
  • je eine grosszügige Prise Salz, Vanillepulver und/oder frisch gemahlener Kardamom
  • 3 gr frische Hefe
  • 20 gr lauwarmes Wasser
  • 125 gr grobes Reismehl (io: Coarse Rice Atta von Aggarwal - fühlt sich wie Hartweizenmehl an)
  • 1 El Sonnenblumenöl zum Braten

Kokosmilch mit Wasser, Zucker, Salz, Vanille und Kardamom in einer Teigschüssel mit dem Schwingbesen verrühren. Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und zusammen mit dem groben Reismehl unter die Kokosmilch mischen. Der Teig sollte dickflüssig, schon fast crèmig sein. Mit einer Duschhaube abdecken und 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sich an der Oberfläche unzählige kleine Bläschen zeigen. Wenn der Teig das gewünschte Stadium erreicht hat und fein hefig riecht, eine möglichst schwere Pancakespfanne auf mittlerer Stufe erhitzen (io: 5 von 9). Die Vertiefungen dünn mit Sonnenblumenöl einpinseln. Teig mit einem Schöpflöffel durchrühren und die Vertiefungen nicht ganz bis zum Rand damit auffüllen. Nach kurzer Zeit zeigen sich auf den Teigrondellen viele Bläschen, die für eine lockere Struktur/die Fluffigkeit sorgen. Erst wenn die Oberfläche quasi trocken ist, die Blinis wenden und kurz auf der zweiten Seite bräunen. Heiss oder zimmerwarm geniessen. Übrige Blinis eintuppern und im Kühlschrank aufbewahren. Quelle: Tanzanian Coconut Pancakes aus The African News Cookbook (Rezept stark abgewandelt).

1 Kommentar:

ostwestwind hat gesagt…

Die Pfanne ähnelt meiner Förtchenpfanne. Und Küchengeraffel kann Frau nie genug haben