Sonntag, 30. September 2018

Birnenbrot mit zweierlei Flocken



Der Herbst steht vor der Tür und bringt kühle Nächte mit sich. 
Je tiefer die Temperatur sinkt, desto höher die Backlust. 
Zumindest geht es mir so. 


Für ein aromatisches, saftiges Kastenbrot:

  • 85 gr Gerstenflocken
  • 150 gr hahnenheisses Wasser

In der Rührschüssel der Küchenmaschine vermischen, abdecken und zwei Stunden quellen lassen.

  • 2 mittelgrosse, sehr reife Birnen (io: Williams)
  • 1 Tl Baobabpulver, optional

Birnen waschen, entstielen und auf der feinen Raspelseite der Vierkantreibe zermusen. 165 Gramm Birnenmus abwiegen, zu den Flocken in die Schüssel geben. Falls verwendet, Baobabpulver unterrühren.

  • 400 gr Weizenmehl Typ 550
  • 30 gr Kartoffelflocken (io: Migros Bio)
  • 20 gr Birnel oder Honig
  • 9 gr Salz
  • 5 gr frische Hefe
  • 125 gr knapp lauwarmes Wasser 
  • 20 gr Butter, kühlschrankkalt

Restliche Zutaten bis und mit Wasser in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Acht Minuten auf Stufe 1 kneten, dann die Butterflöckchen zugeben. Danach noch 4 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen, bis der Teig nicht mehr an Schüssel klebt. Auf einer eingeölten Fläche falten, zurück in die Schüssel legen. Abdecken und 4-5 Stunden bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Alternative: Über Nacht auf der Terrasse, d.h. 12-14 Stunden bei ca. 5 Grad aufgehen lassen, am nächsten Tag zwei Stunden zum Akklimatisieren in der Küche gönnen. Ofen auf 230 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Eine 30 cm lange Brotbackform mit Backpapier auskleiden. Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Den Teig in vier gleich grosse Stücke à 250 Gramm zerteilen. Jedes Teigstück zu einer länglichen Zunge ausziehen, aufrollen und in die vorbereitete Form legen. Die Oberfläche mit 2-3 Stössen aus der Sprühflasche befeuchten, mit einer Duschhaube abdecken und ca. 50 Minuten bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis der Teig etwa fingerbreit über den Rand schaut. Mit einem scharfen Messer schräg etwa 3 cm tief einschneiden (wie bei einem Tessinerbrot). In den Ofen stellen, kräftig schwaden und die Hitze danach auf 200 Grad reduzieren. 10 Minuten anbacken. Dann auf 180 Grad runterdrehen und weitere 30 Minuten backen. Aus der Form nehmen und noch 10 Minuten bei 200 Grad nachbacken. Gesamtbackzeit: 50 Minuten. 

Donnerstag, 27. September 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -170-



[GE]gessen: Pho Bo

[GE]trunken: Frischen Apfelsaft, aus eigenen Äpfeln, mit Baobabpulver

[GE]kocht: Milchreis im Slow Cooker

[GE]backen: Pennsylvania Dutch Breakfast Cake. War kein Hit.

[GE]lernt: Unsere Trauben dürfen nicht im Slow Juicer entsaftet werden. 
Die Kerne werden regelrecht zermahlen, verstopfen jede noch so winzige Ritze und der Saft bekommt dadurch einen bitteren Nachgeschmack.

[GE]wesen: Nochmal in der Bibliothek, vorbestellte Reiselektüre abgeholt 

 [GE]sehen: Die achte Staffel von AHS ist angelaufen! Juhui!  

[GE]lesen
Dr. Knox - Peter Spiegelman
Todesmarsch - Stephen King

[GE]freut
Von der Frau Schwiegermama einen Zustupf für unsere Ferien erhalten

Im Internet [GE]kauft und [GE]ärgert
Eine Handtasche, angeblich in "TOP Zustand". Was ankam, war eine Tasche, deren allgemeiner Zustand ich mit "gebraucht, mit einigen Gebrauchsspuren, aber noch ganz okay" umschreiben würde. Ärgerlich, aber was ich wirklich nicht verstehen kann, ist warum jemand irgendetwas völlig verdreckt verschickt. Es sieht so aus, als ob die Tasche innen und aussen in weissen Tierhaaren, menschlichen Haaren, Krümeln, Sand und Konfetti paniert wurde! Ekelhaft! Sowas habe ich echt noch nie erlebt.

[GE]hört: I believe in a thing called love - The Darkness
Are you in? - Incubus

Montag, 24. September 2018

Kürbis zum Dritten: Focaccia alla zucca



Zwischen August und Ende Oktober finden auch dieses Jahr in dutzenden italienischen Städten Kürbisfestivals und -märkte statt. Vielleicht täusche ich mich ja, aber bis vor zehn, fünfzehn Jahren waren Kürbisse in den Supermercati zwischen Chiasso und Milano selten bis gar nie anzutreffen. Kürbisrezepte abseits von Suppen und Tortelli in italienischen Kochzeitschriften? Fehlanzeige. Ausgefallene Kürbisgerichte in Restaurants? Nope. Vereinzelt wurde ein Lungo di Napoli auf einem Wochenmarkt gesichtet oder ein Teller Zucca in agrodolce auf einer herbstlichen Speisekarte angekündigt, das war aber auch schon das höchste der (Kürbis)Gefühle. Doch unterdessen hat die Riesenfrucht auch bei unseren südlichen Nachbarn ein Revival erlebt und einige italienische Blogs überraschen mit kreativen Kürbisrezepten, zum Beispiel für eine Crostata con zucca, mele e cannella oder Pan brioches zucca e cioccolato. Nach der Torta soffice alla zucca e mandorle und dem Kürbisbrowniekuchen war aber auf Wunsch von Herrn C. eine salzige Zubereitungsart an der Reihe. Die Grübeleien führten zu meinem Standart-Focaccia-Rezept. Dieses wurde ein wenig umgewandelt, mit Kürbispüree ergänzt und nach der ersten Kostprobe direkt in mein Standartrepertoire aufgenommen.


Für eine saftige, aromatische Focaccia / ein grosses Wähenblech mit 30 cm Durchmesser:

  • 1 kleiner Kürbis, ca. 400 gr (io: Butternut)
  • 200 gr warmes Wasser

Kürbis schälen, Kerne und Fasern entfernen. In dünne Scheiben schneiden und im Dünsteinsatz dämpfen, bis sie butterweich sind. Kürbisstücke auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 250 Gramm abwiegen, mit dem Wasser in einen Mixbecher füllen und mit dem Stabmixer zu einem glatten Brei pürieren. Rührschüssel der Küchenmaschine auf die Waage stellen und 425 Gramm Kürbispüree darin abwiegen.

  • 210 gr Weizenmehl Typ 405
  • 210 gr Weizenmehl Typ 550
  • 80 gr helles Ruchmehl 
  • 1 grosszügige Prise Zimtpulver
  • 20 gr Rapsöl
  • 9 gr Salz
  • 4 gr frische Hefe

Alle Zutaten zum Kürbispüree in die Rührschüssel geben. Etwa 14 Minuten auf Stufe 1 kneten, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Er ist ziemlich weich, aber willig. Auf einer eingeölten Fläche mit eingeölten Händen falten. Zurück in die Schüssel legen, abdecken und bei 8-10 Grad ca. 12-16 Stunden aufgehen lassen. Am nächsten Tag die Wähenform bis über den Rand hinaus mit Backpapier auskleiden.Teig vorsichtig mit einem eingeölten Schaber aus der Schüssel lösen und in die vorbereitete Form gleiten lassen. Mit nassen Händen in der Form verteilen, d.h. vorsichtig mit den Fingerspitzen breit drücken und ziehen, bis der Teig die Form ausfüllt. Mit einer Duschhaube oder einem Backblech abdecken und 35-45 Minuten an einem warmen Plätzchen aufgehen lassen. Unterdessen den Ofen auf 250 Grad vorheizen, das Gitter auf der untersten Schiene einschieben und die Emulsion vorbereiten.

Salmoia:
  • 20 gr warmes Wasser
  • 2 gr Salz
  • 15 gr Rapsöl

Salz in kleine Schüssel geben, warmes Wasser zugiessen und mit einem Schwingbesen durchrühren, bis sich das Salz komplett aufgelöst hat. Öl zugeben und so lange verquirlen, bis eine weisse Emulsion entstanden ist. Spiralförmig auf den aufgegangenen Teig giessen. Mit feuchten Fingerkuppen gleichmässig verstreichen, danach möglichst viele Löcher vorsichtig in den seidenweichen, vor Luftblasen strotzenden Teig drücken. Wichtig: Den Boden dabei möglichst nicht durchlöchern. In den Ofen schieben, nicht schwaden. Hitze sofort auf 220 Grad reduzieren. 30 Minuten backen, bis die Oberfläche nett gebräunt ist. Form aus dem Ofen holen. Die Focaccia mit dem anhaftenden Papier aus der Form heben, auf ein Gitter setzen und dann das Papier entfernen. Vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen. Wer eine weichere Focaccia mit weniger Biss bevorzugt, verwendet ein halbes Kilo Weizenmehl Typ 405 und erhöht die Ölmenge der Salmoia auf 25 Gramm.

Freitag, 21. September 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -169-



[GE]gessen: Krustenbraten mit Bier-Senf-Sauce und Kartoffeln
Das war der erste und vermutlich letzte Schweinebraten, den ich selbst zubereitet habe. Nix gegen den Braten an sich, aber wir favorisieren die geschmorten, "minderwertigen" Stücke von Rind, Lamm und Truthahn.

[GE]trunken: Pastis mit Rum. Abartig. Echt abartig. *hicks*

[GE]kocht: Haferflockensuppe mit getrockneten Pilzen

[GE]backen: 
Se one and only Pecannussbrot
Kürbisbrowniekuchen
Tante Ilses Käsekuchen für ein Geburtstagskind

[GE]ärgert
Leider konnten wir den Kuchen und die ganzen Geschenke nicht selber übergeben, weil ich Dussel das Datum der Geburtstagsfeier falsch im Kalender eingetragen hatte.

 [GE]sehen
La Casa de los Flores
Ara Güler - Ein Photograph und sein Istanbul 

[GE]lesen
Jagd nach einem Schatten - Andrea Camillleri
Süsses Belgrad - Sara Plavic

[GE]freut
Ein Alphüttenferienhaus für den Spätherbst gebucht! Lalalalalalalalala!
Und Schwesterherz ist auch wieder ein paar Tage mit von der Partie. *froifroifroi*

[GE]wesen
In der Bibliothek, vorsorglich schon mal Reiselektüre besorgt 

[GE]kauft: Frische Bio-Kurkumarhizome 
Wie konnte ich bloss früher ohne die kleinen Dinger existieren?  

[GE]hört
 End Of The Line - The Traveling Wilburys
King Of Wishful Thinking - Go West

Weg[GE]geben: Etwa 20 Kilo Bücher. 
Allerdings sieht man den Bücherregalen diese mutige Handlung keineswegs an...
*knirsch*