Mittwoch, 22. Februar 2023

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -325-

 
[GE]gessen: Drei Thonbrötli mit Zwiebeln. Man stinkt danach stundenlang wie ein alter Fischkutter, in dem der Smutje gerade Zwiebelsuppe kocht. 
Ich finde den Mief amüsant, Herr C. nicht.
Tja...

Im Ofen [GE]schmort: Gulasch aus Entrecôte 
Das Entrecôte aus Uruguay gab's zum Supersonderausverkaufspreis, weil das MHD noch am gleichen Tag erreicht wurde. Es handelte sich um ein aufgetautes Stück Fleisch und da Herr C. länger arbeiten durfte, schien Schmoren eine grossartige Idee zu sein. Und das war sie auch. Einer Wiederholung steht nur der hohe Kilopreis im Weg. Vielleicht was für nächste Weihnachten?

[GE]kocht: Apfelgrütze mit Bergrosinen

[GE]trunken: Rugenbräu Red Ale 


[GE]wesen
Mehrmals mit dem Grossneffen, Herrn C. und Schwesterherz auf der Chrischona. 
Der kleine und der grosse Mann verstehen sich blendend. Herzallerliebst. 😘

[GE]kauft: Eine Packung Cola Fröschli (Bonbons mit Colageschmack).
Ja, genau die, mit denen man sich regelmässig als Kind die Zunge und den Gaumen aufschlitzte.

 [GE]sehen"The White Lotus", zweite Staffel & "Preacher", alle Staffeln.

[GE]lesen: Prügelknaben - Guy Cullingford


[GE]freut: Obi führt (neuerdings?) Saatgut meiner italienischen Lieblinsgrünzeugfirma im Sortiment. Gleich mal Schnittzichoriensalat und Nero di Toscana Palmkohl erworben.

[GE]ärgert: Schwesterherz. Bakterielle Infektion. Mir angehängt.
Als hätte der schon vorhandene Mist nicht ausgereicht...

[GE]hört: La tribu de Dana - Manau


[GE]schmunzelt: Herr C. hat während eines Spaziergangs für den Kleinen einen Minischneemann gebaut. Der war davon so hingerissen, dass Herr C. mehrere Bilder als Andenken knipste. Jedes Mal, wenn jemand aus der Familie dem Zwerg das Foto des Schneemanns zeigt, fängt er an zu strahlen.

Sonntag, 19. Februar 2023

Käferbohnencassoulet mit Hirschlandjäger und Marroni

 

Viele Menschen nennen es beschönigend "Frühjahrsmüdigkeit". Oft wird mit diesem Wort eine Unterversorgung des Körpers verniedlicht. Geht schon, wird schon wieder, braucht nur ein bisschen Zeit. Man schleppt sich durch den Alltag, stopft kiloweise Früchte und Gemüse in sich hinein, hechelt jedem Sonnenstrahl hinterher, wartet sehnsüchtig auf Besserung. Ein Arztbesuch wegen so einer Lappalie? Und als nächstes renne ich beim ersten Anzeichen von Schnupfen in die Notaufnahme? Tststststststs.... Liebe Leute, lasst euch sagen: Vitamin- und Eisenmangel sind kein Vergnügen. Auch wer sich einigermassen gesund und ausgewogen ernährt, kann unterversorgt sein. Die verschriebenen, hochdosierten Tablettchen bewirken keine Wunder, aber es ist ein Lichtschein am Ende des Tunnels sichtbar. Nach Wochen mit einfachsten Gerichten wie Haferkleieporridge, Rühreiern mit Brot, Sandwiches und Chicoréesalat en masse, darf's endlich wieder etwas Aufwendigeres sein. 

Für 4 Personen:

  • 500 gr gekochte Käferbohnen* 
  • 4 Hirschlandjäger oder normale Landjäger
  • 2 Riesenkarotten
  • 2 Selleriestangen
  • 1 grosse rote Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • ein bombierter El Tomatenmark
  • 600 ml Hühnerfond
  • 5 Stiele frischer Thymian
  • 2 frische oder getrocknete Lorbeerblätter, mehrmals eingerissen
  • 100 gr gegarte Esskastanien (io: Bio Snack Marroni vom Denner)
  • 1 Tl milde Paprikaflocken/Pul biber
  • 1 Tl Kokoszucker
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Falls Dosenbohnen verwendet werden: In ein Sieb schütten, gründlich abbrausen und zum Abtropfen zur Seite stellen. Landjäger, geschält oder ungeschält, in etwa zentimeterdicke Scheiben schneiden. Im Bräter ohne Fett auf mittlerer Stufe anbraten. Rüebli schälen, der Länge nach vierteln und in zentimeterdicke Stücke zerteilen. Ab in die Pfanne. Selleriestangen in dünne Scheiben schneiden. Ebenfalls in die Pfanne damit. Zwiebel fein würfeln. Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheibchen schneiden. Zusammen mit den Zwiebelstückchen in den Bräter schubsen. Alles miteinander kurz rührbraten. Tomatenmark unterrühren, kurz anbraten. Mit Hühnerfond bedecken, Thymian und Lorbeerblätter reinwerfen. Vorsichtig salzen. Deckel auflegen und etwa 10 Minuten kochen, bis das Gemüse knapp weich ist. Probieren und ggf. nachsalzen. Bohnen, Marroni, Paprikaflocken, Kokoszucker und zwei Umdrehungen Pfeffer unterrühren. Zu diesem Zeitpunkt sollte noch genug Flüssigkeit vorhanden sein, um die Bohnen damit zu bedecken. Sonst einen Gutsch hahnenheisses Wasser zufügen. Einmal aufkochen. Deckel wieder auflegen und den Pfanneninhalt 15 Minuten simmern lassen. Möglichst wenig umrühren, damit Bohnen und Marroni nicht zerfallen. Abschmecken. Heiss mit geröstetem Sauerteigbrot und Nüsslisalat servieren. Das Cassoulet lässt sich problemlos einen Tag im Voraus zubereiten und schmeckt, wie viele Gerichte mit Hülsenfrüchten, durchgezogen noch besser als frisch gekocht. Quelle: Marmite

*Io: Ein halbes Kilo getrocknete Käferbohnen mit Salz im Slow Cooker gegart, Rest portioniert eingefroren. 

Sonntag, 15. Januar 2023

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -324-


[GE]gessen: Crunchy Mushroom Chips von Forestly Foods.
Wenn das Zeug nicht aus China stammen würde, hätte ich glatt in Aktien des Herstellers investiert. Ausserdem zu teuer, um danach süchtig zu werden.

[GE]trunken: Randenschorle (3/4 Mineralwasser & 1/4 Randensaft)

Ein[GE]kauft: Knollensellerie, Stangensellerie, Lauch, Rosenkohl, Puntarelle, Mandarinen, Äpfel, Goldkiwi, Bananen, Zitronen, Chicorée und als Gegengewicht eine kleine Schwarzwäldertorte.  

[GE]kocht: Pasta mit Catalogna

Ab[GE]holt: Ein Grillhühnchen via TGTG.

Zusammen[GE]rührt: Einen gemüsigen Salat aus dem übrigen halben Huhn.
Salat: Fleisch, Stangensellerie mit Blättern, Lauch & ein säuerlicher Apfel.
Dressing: Schafjoghurt, Mayo, Reisessig, geröstetes Currypulver & Salz.
Serviert: Mit einem übrigen Bürli. 

 [GE]sehen
HIP: Ermittlerin mit Mords-IQ

[GE]lesen: Schnee - Yrsa Sigurdardottir
Am Samstag ass der Rabbi nichts - Harry Kemelmann

[GE]ärgert: .... Ääähhmmmm...*hüstel*... Der Jahresrückblick ist immer noch in Bearbeitung. Daran ist ausschliesslich Herr C. schuld, der mich mit seinem Feriengroove infiziert hat. Der Schlendrian in Reinform, sozusagen. Sobald er wieder Richtung Graubünden unterwegs ist, mache ich mich an die Arbeit.

[GE]freut
Das Schweinwoll hat fröhlich und munter seinen 14. Geburtstag gefeiert.
Vom Grossneffen gab's zur Feier des Tages eine Scheibe Kräuterkäse, ein Stück Speck und einen Kanten Brot. (Reste vom Brunch. Der Kleine besteht darauf, dem Hund jeweils etwas von seinem Teller mitzubringen. Für ihn ist die Raubtierfütterung stets der krönende Abschluss des Frühstücks).

[GE]ordert: Dahlien, Dahlien, Dahlien!
Natürlich wieder bei FAM
Tolle Auswahl, umweltfreundlicher Versand ohne Plastik, gesunde Pflanzen.

[GE]hört: King of my castle - Wamdue Project

[GE]wesen: Eine bis dato unbekannte Brockenstube in der Region entdeckt. 
Bis unters Dach vollgestopft, aber gut sortiert.
Beute: Eine Keramikschale aus den 70ern und mehrere Gebäckmodel. 

Sonntag, 8. Januar 2023

Würzige Linsen-Rotwein-Bolognese

 

Schon weiss, ich schulde euch noch den Jahresrückblick 2022. Bloss nicht hetzen. Bin momentan im locker-flockigen, fläzig-faulen Ferienmodus. Zur Überbrückung folgt das Rezept für eine feine - und zufällig auch vegane - Linsenbolognese, die nicht nur Pasta sondern auch Polenta, Couscous, Bulgur und Gnocchi alla romana veredelt. Oder in Pfannkuchen einrollen und mit einer Béchamelsauce überbacken. Njamm!

Für vier Portionen:

  • 1 Tl Paprikaflocken/Pul biber, mild
  • 1 Tl geräuchertes Paprikapulver, mild
  • 1 Tl Bohnenkrautblättchen
  • 1/2 Tl getrocknete Dillspitzen
  • 1/2 Tl Majoranblättchen
  • 1/2 Tl Oreganoblättchen und -blüten
  • 1/2 Tl Korianderpulver
  • ein gehäufter 1/4 Tl Zimtblatt- oder Lorbeerpulver (Ersatz: ein Zimt- oder Lorbeerblatt, eingerissen)
  • je ein gehäufter 1/4 Tl Piment- und Zimtpulver

Gewürze in einer kleinen Schüssel vermischen, abgedeckt zur Seite stellen.

  • 150 gr braune Berglinsen, über Nacht eingeweicht*
  • 2 El Olivenöl
  • 1 grosse rote Zwiebel
  • eine 400 gr Dose Pelati, zerkleinert 
  • eine Dosenfüllung Wasser
  • eine Dosenfüllung kräftiger Rotwein, z.B. Merlot
  • 1 Tl geräuchertes Paprikapulver, mild oder scharf
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Linsen in ein Sieb schütten. Unter fliessendem Wasser gründlich abspülen, abtropfen lassen. Öl im Bräter erwärmen, nebenbei die Zwiebel klein hacken. Zwiebelwürfel auf mittlerer Stufe anbräunen. Gewürze zugeben, eine Minute rührbraten. Linsen und Pelati unterrühren. Die leere Tomatendose randvoll mit Wasser füllen, in die Pfanne giessen. Mit dem Wein wiederholen. Salzen und offen kochen, bis die Flüssigkeit stark eingedickt ist. Falls die Linsen nicht schnell genug weich werden, Deckel auflegen und/oder hahnenheisses Wasser nachgiessen. Wenn die Linsen gar sind und die Sauce die Konsistenz einer Bolognese erreicht hat, Paprikapulver und Pfeffer unterrühren. Hitze ausschalten, Deckel auflegen und der Linsenbolognese auf der heissen Platte Zeit zum Durchziehen gönnen. Erst jetzt das Pastawasser aufsetzen. Nudeln nach Packungsanleitung kochen. Abgiessen und mit einem grosszügigen Stück Butter vermischen (optional, Herr C. besteht darauf). Geriebener Sbrinz ist ebenfalls optional, passt aber wie die Faust auf's Auge.

*Funktioniert auch ohne vorheriges Einweichen, Kochzeit und Wassermenge entsprechend anpassen.