Ein Besuch im Mühleladen in Maisprach macht mich ja immer glücklich. Alleine schon der Mehlduft, der dem Besucher entgegenweht, ist die Reise wert. Und die Auswahl erst..... Zum Beispiel verschiedenste Urdinkel-Produkte, 100% Schweizer Emmermehl, Kamut-, Buchweizen- und Grünkernmehl. Daneben diversen Sorten Weizen- und Roggenmehl, viele davon auch in Bio-Qualität. Ein kleines Paradies für Hobbybäcker.
Die Kehrseite der Medaille: Kaum stehe ich im Lädeli, brennen alle meine Sicherungen durch und der Einkaufswahn bricht aus. Manchmal kann ich mich zu Hause gar nicht mehr erinnern, warum ich im Rausch dieses oder jenes Produkt überhaupt erworben habe. Letztes Mal fand sich beim Auspacken ein Päckchen Urdinkelschrot in der Tasche. Ich bin ziemlich sicher, dass mir Herr C. den Schrot aus Jux in die Arme gedrückt hat und ich ihn, mangels Abstellfläche, unbewusst zur Kasse mitgeschleppt habe. Solche Scherze mag er. Manchmal stopft er wahllos irgendwelches Zeug in den Einkaufswagen und an der Kasse stehe ich dann da mit ungewollten CoregaTabs oder Hühneraugenpflastern.
Naja, wie auch immer. Das Päckchen Schrot stand herum und wollte verbraucht werden. Tante Google spuckte bei der Suche nach "Dinkelschrot" ein Rezept von Plötz und Björn aus. Hier und da noch eine Kleinigkeit abgeändert, et voilà, es entstand ein wunderbares Brot für den 7. WBD, gehostet von Zorra.
Vorteig:
- 200 gr helles Urdinkelmehl
- 160 gr Wasser
- 1/4 Tl Trockenhefe
Quellstück:
- 100 gr grober Urdinkelschrot
- 100 gr Wasser
Hauptteig:
- Vorteig
- Quellstück
- 250 gr helles Urdinkelmehl
- 2-3 El warmes Wasser
- 2 gr Trockenhefe
- 9 gr Salz
- 2 Tl Zucker
- 1 El Olivenöl
Alle Zutaten für den Vorteig in einer Schüssel mischen. Mit Klarsichtfolie abdecken und 16 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.
Schrot und Wasser ebenfalls in einer Schüssel mischen, im Kühlschrank 10 Stunden quellen lassen. Eine Stunde vor der Verwendung aus dem Kühlschrank holen.
Vorteig, Quellstück und alle weiteren Zutaten in der Küchenmaschine oder von Hand zu einem glatten Teig kneten. Abgedeckt aufgehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Weil wenig Hefe enthalten ist, kann dieser Vorgang gut und gerne 2-3 Stunden beanspruchen.
Ofen auf 220 Grad vorheizen. Teig kurz durchkneten, zu einem Ball formen, rundherum mit wenig Mehl bestreuen. Schüssel darüberstülpen und 45 Minuten an einem warmen Plätzchen gehen lassen. Nach Belieben einschneiden. Auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen. Für die nächsten 15 Minuten Temperatur auf 200 Grad senken. Danach bei 180 Grad in 20-25 Minuten fertig backen. Klopftest nicht vergessen.



