Montag, 27. Juni 2016

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -57-




[GE]gessen: Den ersten Wurst-Käse-Salat des Jahres

[GE]trunken: Mandarinentee mit einem Schuss Karottensaft

[GE]braten: Grüne Bohnenflädli mit Kürbiskernen und Brennnesselsamen

[GE]backen: Schwarzes Sesambrot mit Amaranth & Dunkle Mürbestuten

[GE]wesen: Kurzer Ausflug zum Zweck der Essenbeschaffung ins Elsass unternommen

[GE]sehen:  Das Glück liegt auf dem Teller

[GE]lesen: 
Preserving Italy - Domenica Marchetti
Habe ich denn allein gejubelt? Eine Jugend im Nationalsozialismus
Eva Sternheim-Peters

[GE]freut: Über den Einzug der Isländer ins Achtelfinale der EM

[GE]ärgert: Über die Billag.
Fünf Monate zwischen schriftlich erfolgter Meldung und Zusendung eines einfachen Rückerstattungsformulares per Mail sind eine verdammte Zumutung. 

[GE]kauft:
 16 Eier, 3 Gläser Joghurt, 3 Ziegenkäse 
und einen Liter Apfelsaft vom demeter-Hof in Biederthal

[GE]hört: Good Old Fashioned Lover Boy - Queen

[GE]lacht:
die die Dame darauf verteilt (ab 16:22h).


Sonntag, 26. Juni 2016

Helles Gartenbrot aus dem Topf



Brotscheiben mit (riesen)grosser Porung sehen sexy aus. Haben aber leider einen (riesen)grossen Nachteil: Vernünftiges Bestreichen ist unmöglich. Die Butter bleibt klumpenweise in den Löchern hängen, die Konfitüre tropft heraus und nach dem Genuss ist man nicht selten bis zu den Ellenbogen verschmiert. Zu Hause, ohne Publikum, mit Seife und Wasser in greifbarer Nähe, kein (riesen)grosses Problem.


Doch Herr C., der seine Pausenbrote oft an den verrücktesten Orten verzehren muss, ist verständlicherweise über die Sauerei mit grossporigen Schnitteli not amused. Mein helles Gartenbrot ist nicht sexy, leider. Aber dafür unproblematisch in der Handhabung, aromatisch und ein wunderbares Alltags-/Sandwich-/Allroundbrot.


Sauerteig:

  • 15 gr Weizen-ASG
  • 75 gr Ruchmehl
  • 75 gr Wasser

Vermischen und etwa 12-16 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.


Hauptteig:

  • gesamter Sauerteig
  • 350 gr Weizenmehl Typ 550
  • 25 gr helles Roggenmehl
  • 230 gr Wasser
  • 5 gr frische Hefe
  • 8 gr Salz

Alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Zuerst 7 Minuten auf Stufe 1 kneten lassen, dann weitere 7 Minuten auf Stufe 2 kneten, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Schüssel abdecken und den Teig etwa 4 Stunden bei Zimmertemperatur, oder über Nacht/ca. 12 Stunden an einem kühlen Ort (z. B. im Keller) aufgehen lassen. Einen Gärkorb mit einem Tuch auskleiden und/oder mit reichlich Ruchmehl bestreuen. Arbeitsfläche ebenfalls bemehlen, Teigschaber befeuchten und den Teig damit aus Schüssel heben. Mit bemehlten Händen vorsichtig auseinanderziehen, bis er etwa den Durchmesser einer Pizza hat. Zu einem länglichen Laib formen und mit dem Schluss nach oben in das vorbereitete Gärkörbchen setzen. Abdecken und 40-60 Minuten aufgehen lassen, bis er sich um ca. 70% vergrössert hat. Unterdessen einen Gusseisentopf mit Deckel (ich: 4,7 Liter Cocotte von Le Creuset) auf das Gitter stellen, auf der zweiten Schiene von unten einschieben und den Ofen auf 250 Grad vorheizen. (Dauert bei mir ca. 35 Minuten). Topf aus dem Ofen holen, Deckel wegnehmen. Teig vorsichtig schräg hineinkippen, so dass das Gärtuch gut weggezogen werden kann. Schnell einschneiden, Deckel wieder auflegen und zurück in den Ofen damit. Zuerst 15 Minuten bei 250 Grad, dann 30 Minuten bei 220 Grad backen. Den Deckel entfernen, Gitter auf die unterste Schiene versetzen und das Brot noch 5-10 Minuten nachbacken. Vorsichtig aus dem Topf heben und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Knistert und fenstert beim Abkühlen.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Buchvorstellung: Butterzopf und Federkohl



In einer grösseren Stadt zu wohnen hat viele Vorteile. Zum Beispiel die schier unendliche Auswahl an Lebensmitteln aus allen Teilen der Welt. Wie wäre es mit frischem Galgant aus Asien? Kaniwa aus Südamerika? Gemüsebananen aus Afrika? Marshmallow Fluff aus Amerika? Kängurusteaks aus Australien? Kann ich euch alles im Handumdrehen besorgen. Falls ihr hingegen saisonale und regionale Produkte von Direktvermarktern bevorzugt, sieht es ziemlich düster aus. Normalerweise würde ich den nächstgelegenen Wochenmarkt empfehlen, doch der hiesige taugt überhaupt nichts. Regionale Erzeugnisse sind leider Mangelware, die meisten Stände bieten vorwiegend langweiliges Zeug vom Grosshändler. Ganz zu schweigen von den Preisen, die oft, auch für Schweizer Verhältnisse, mehr als unverschämt sind. Darum empfehle ich lieber Hofläden und kleine Wochenmärkte in der Region. Wer hingegen einen ausgedehnten Markt mit möglichst vielen lokalen Produzenten erleben möchte, dem lege ich den Samstagsmarkt in Luzern ans Herz. Oder den Markt in Bern. Oder den in Solothurn. Was euch dort alles erwartet? Das könnt ihr im kürzlich erschienenen Buch Butterzopf und Federkohl von Barbara Halter und Vanessa Püntener aus dem Rotpunktverlag nachlesen.

Erster Eindruck:
Handlich, kompakt und übersichtlich. Trotz des Hardcovers mehr Reiseführer als Koch- oder Coffee Table Book. Über 200 stimmungsvolle Fotos, viele davon ganz- und doppelseitig. 

Inhalt:
Die zwei Autorinnen nehmen den Leser mit auf eine Reise zu zehn malerischen Schweizer Wochenmärkten in Aarau, Bern, Biel, Chur, Luzern, Schaffhausen, Solothurn, St. Gallen, Winterthur und Zürich. Anhand einiger ausgewählter Marktfahrer wird ein Querschnitt des jeweiligen Marktangebotes vorgestellt. Die Produzenten/Verkäufer und ihre Spezialitäten werden kurz und knackig, d.h. je mit ein paar Sätzen, beschrieben. Praktische Informationen dürfen natürlich nicht fehlen, darum sind Markttage, Zeiten und weitere interessante Märkte angegeben. Sehr sympathisch sind die Empfehlungen zum Einkehren und Verweilen, so kann der Marktbummel mit einem gemütlichen Café- oder Restaurantbesuch verknüpft werden. Danach folgt in jedem Kapitel die ausführliche Vorstellung eines aussergewöhnlichen Produzenten. Beispielsweise von Mathias Wirth, dem "Sirupier de Berne", der Biometzgerei Bärtschi oder Eigenbrötler Daniel Amrein. Abschliessend noch ein passendes Rezept und weiter geht es zum nächsten Markt. Insgesamt sind es neun Rezepte und eine Anleitung für einen herbstlich dekorierten Kürbis. Qualität vor Quantität. (Obwohl ich persönlich nichts gegen eine grössere Anzahl Rezepte gehabt hätte).

Fazit: 
Auf der Rückseite des Buches steht: ..."Ihre Geschichten und Bilder sind eine Liebeserklärung an die Menschen hinter den Marktständen und ihre Leidenschaft für das Essen und den Genuss"... Das hätte ich nicht besser formulieren können. Einziger Wermutstropfen: Der Preis. Aber meiner Meinung nach es ist jeden Rappen bzw. Cent wert. Und allemal günstiger als eine SBB-Tageskarte.

Zum Abschluss noch das Kleingedruckte: Die in dieser Rezension geäusserten Ansichten und Meinungen sind zu 100% die Meinigen und wurden von niemandem beeinflusst.       
Einen ganz herzlichen Dank an den Rotpunktverlag, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Montag, 20. Juni 2016

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -56-



[GE]gessen: Toast Hawaii

[GE]trunken: Kaos (Karotten-Apfel-Orangensaft)

[GE]kocht: Layali Lubnan

[GE]backen: 
Helles Gartenbrot
Dunkles Gartenbrot
Schwarzes Sesambrot mit Amaranth
Amaranth-Mascarpone-Brownies
Cheesecake mit Ricotta und Mascarpone

[GE]wesen: 
Im Garten (Land-unter-Stimmung)
In der Bibliothek (Grabsch-was-kann-Stimmung)

[GE]sehen: Der Maya-Code

[GE]lesen: 
Grace - Thilo Wydra
Reinhard Heydrich - Robert Gerwarth

[GE]freut:
Mir glaube nid an Geischter, mir glaube nid an Geischter,
d' Schwiizer werde Europameischter! 

[GE]ärgert: Über einen Sachbearbeiter beim Erbschaftsamt, dem man seit Monaten jeden Wurm einzeln aus der Nase ziehen muss.

[GE]kauft: Eine Packung dunkler Hagelslag

[GE]hört: Shape of my Heart - Sting

Vor[GE]nommen:
Ab jetzt die GWM nur noch mit Zitronensäure und Natron zu reinigen.
Nachdem sich der Schuss Essigsäure als patenter Ersatz für Klarspüler bewährt hat, wird es Zeit, ein weiteres Reinigungsprodukt gegen eine umweltfreundlichere Variante auszutauschen.