Mittwoch, 31. Mai 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -104-



[GE]gessen: Die beste Salsiccia ever! 
Handmade by Herrn C. und dem Lieblingsneffen

[GE]trunken: Painkiller

[GE]kocht: Pulled Pork im Slow Cooker

An einem anderen Tag [GE]grillt: Zwei Onglet & eine Salsiccia mit Kastanien

[GE]wesen: 
Zuerst in Densbüren, die Männer pünktlich zum Wurst- und Tatarkurs abgeladen. Danach in Aarau und Trimbach, kleine Shoppingtour mit Schwesterherz. Zuletzt gemütliches Grillfest mit den selbstgewursteten Salsiccie und Luganighe im Garten.

[GE]sehen: Handmaid's Tale & Big Little Lies & Grace and Frankie

[GE]lesen: 
Sugar, Butter, Flour: The Waitress Pie Book - Jenna Hunterson
Mountain Berries & Desert Spice  - Sumayya Usmani
Under The Tamarind Tree - Sumayya Usmani
Tree Of Life: Turkish Home Cooking - Angie Brenner
Die Herzogin von Devonshire - Amanda Foreman

[GE]freut: Herr C. und der Lieblingsneffe fanden nach anfänglicher Skepsis den Wurstkurs doch noch cool (hängt vielleicht auch damit zusammen, dass im anderen Kursraum Bier gebraut wird und sie nebenbei einige Sorten verkosten durften).

Fast täglich [GE]ärgert: Über unsere neuen Schrebergartennachbarn. Kaum zwei Wochen da, schon sind sie zu unseren absoluten Lieblingsmenschen mutiert. Sie haben sich bis heute nicht vorgestellt, lassen aber dafür ihre Kinder und die Kinder ihrer Gäste unbeaufsichtigt durch das Areal rennen. Die Kinder können ungestört in den Gärten der anderen Pächter wüten, weil keiner der bis zu acht (!) erwachsenen Anwesenden überhaupt auf die ständig heulenden und schreienden Kleinen achtet. Als Ergänzung spielen sie auch noch CD's mit brasilianischer Volksmusik in Disco-Lautstärke ab, heizen den Grill täglich stundenlang rauchstark ein und sind dann noch beleidigt, wenn man sie höflich auffordert, das Radio nach 21h doch bitte etwas leiser zu stellen...

[GE]kauft: Für Trauzeugen passende Kleider

[GE]hört: St. Elmos Fire - John Parr

[GE]lacht: Schöaraffenland (Die automatische Korrektur hat es nicht beanstandet!) 

Sonntag, 28. Mai 2017

The heat is on: Espressoparfait (mit oder ohne Koffein)



Was sieht aus wie Espresso, schmeckt wie Espresso und kommt direkt aus der Tiefkühltruhe? Klar, ein Espressoparfait! Für heute hat der Wetterdienst 32 Grad und 12 Stunden strahlenden Sonnenschein angesagt, darum bleiben wir zu Hause und versüssen uns den Tag mit ein, zwei oder drei Tässchen sündhaft gutem Espresso in Eisform. Für eine koffeinfreie Version, die übrigens genau so köstlich wie das Original ist, das Kaffeepulver durch 25 Gramm kräftigen Getreidekaffee (z.B. Bambu von A. Vogel) ersetzen. 


Für 8-10 Espressotässchen:

  • 500 gr Sahne
  • 12 Tl Instant-Espressopulver (io: Naturata)
  • 125 gr Zucker
  • 4 Eigelb von Eiern der Grösse L
  • 1 El Cognac

Espressotässchen in ein Kuchenblech mit möglichst hohem Rand stellen (z.B. eine Brownieform) und im Tiefkühler vorkühlen. Ein Wasserbad vorbereiten. Sahne mit dem Espressopulver in einem anderen kleinen Topf zum Kochen bringen. Eigelb und Zucker mit dem Handrührer in einer hitzebeständigen Schüssel hell-crèmig aufschlagen. Nun die kochende Kaffeesahne unter ständigem Rühren langsam zur Eigelbmasse giessen. Schüssel auf den Topf mit dem köchelnden Wasser setzen (Wasserbad) und die Masse mit einem Schwingbesen so lange aufschlagen, bis sie zur Rose abgezogen werden kann. Danach die Schüssel sofort in ein Eiswasserbad stellen und rühren, rühren, rühren, bis die Masse vollständig abgekühlt ist. Cognac kurz untermischen und dann gerecht in die Espressotässchen verteilen. Jedes Tässchen einzeln mit Klarsichtfolie abdecken und das Blech über Nacht in den Tiefkühler stellen. Vor dem Servieren 10 Minuten antauen lassen. Gut verpackt hält sich das Parfait problemlos zwei Wochen in der eisigen Kälte.

Dienstag, 23. Mai 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -103-



[GE]gessen: Gegrillte Hühnerschlegel mit Knoblauchbrot

[GE]trunken: Zimtblättereistee

[GE]kocht: Indisches Shakshuka
(d.h. Reste vom Zimtblättercurry und Kaju Pulao vermischt, mit einem Schuss Wasser in der Pfanne erhitzt und zum Schluss zwei Eier mitgegart. Njammi!)

[GE]backen: Orangenbrot mit Rooibos / Krik / Himbeerchüechli

[GE]wesen: Flohmarkt, Pflanzentauschbörse, Theater

[GE]sehen: Nice Places To Die 

[GE]lesen: 
Food from across Africa - The Groundnut
The Indian Grocery Store Demystified - Linda Bladholm
Wildcrafted Cocktail - Ellen Zachos

[GE]freut: Über die supertollen Flohmarktfunde, u.a. eine 
Rosenthal Wirkkala Kaffeekanne, zwei kleine Vasen (Schweizer Studiokeramik) und ein viktorianisches Senftöpfchen.

Immer noch nicht heraus[GE]funden:
Den Hersteller der kürzlich erworbenen, riesigen schwarzen Bodenvase.
Erkennt jemand von euch die Keramikmarke oder die Nummerierung?
Update September 2021: Manufaktur Schädler, Nendeln (FL)


[GE]tauscht: 
1. Zwei Zucchini-, ein Buschkürbis- und zwei Malabarspinatsetzlinge
gegen 6 verschiedene Tomaten- und 20 rote Kopfsalatsetzlinge

2. 10 Borretschli, dazu je 3 Tomaten- und Malabarspinatsetzlinge gegen 6 Paprika- und 3 Auberginenpflänzchen

3. 3 kleine Rhabarber & eine Zucchini gegen 2 Artischocken & einen Salbeibusch

[GE]hört: Ring of Fire - Johnny Cash Live at Folsom Prison

[GE]trauert:
Um den viel zu früh verstorbenen Chris Cornell.
Ein weiterer Held meiner Jugendzeit hat die Bühne für immer verlassen. 

Montag, 22. Mai 2017

Orangenbrot mit Rooibostee aus dem Topf



Bei Pinterest hatte ich ein verführerisch aussehendes Foto mit dem Titel "Pan de naranja 100%" (100%iges Orangenbrot) gespeichert. Als ich das Rezept gestern ausprobieren wollte, führte der Link ins Leere. *gnah* 


Beim fröhlichen Nachbasteln habe ich mich dann aber doch nicht getraut, nur Orangenpüree als Schüttflüssigkeit zu verwenden. "Nicht getraut" ist übrigens die euphemistische Version von: Die faule Tante hatte nur noch vier wünzige Bio-Valencias zu Hause und gerade keine Lust, weitere Orangen für das Experiment zu besorgen.... Hat ja trotzdem gut geklappt. Die Idee, dem Brotteig Rooibostee unterzujubeln, stammt aus dem Buch Food From Across Africa. Die Kombination aus Orange und Rooibos ergibt ein saftiges Brot mit einer feinen, exotischen Fruchtnote und exzellenter Frischhaltung. Hell ausgebacken harmoniert es wunderbar mit Konfitüre (erstes Bild), stärker gebräunt auch sehr gut mit Käse und Gemüsesuppen (zweites Bild).


Für ein Brot:

  • 2 mittelgrosse Orangen
  • 155 gr warmes Wasser

Orangen mit einem Messer von der Schale samt weisser Innenhaut befreien. Das Fruchtfleisch der Länge nach vierteln, in grobe Stücke schneiden und eventuell vorhandene Kerne entfernen. Von den Orangenstücken 225 gr abwiegen und zusammen mit dem Wasser zu einem möglichst glatten Brei pürieren.


Alle Zutaten bis auf das Kokosöl in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Zuerst 8 Minuten auf Stufe 1 kneten lassen, dann das Öl zugeben und weitere 6 Minuten auf Stufe 2 kneten, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Auf der eingeölten Arbeitsfläche falten. Zurück in die Schüssel legen, mit einer Duschhaube abdecken und den Teig 3-4 Stunden bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Gärkorb oder Salatschüssel mit einem Leinentuch auskleiden und mit reichlich Ruchmehl bestreuen. Arbeitsfläche ebenfalls bemehlen, Teigschaber befeuchten und den Teig damit aus Schüssel heben. Mit bemehlten Händen vorsichtig auseinanderziehen, bis er etwa den Durchmesser einer Pizza hat. Locker einrollen, zu einem länglichen Laib formen und mit dem Schluss nach oben in das vorbereitete Gärkörbchen setzen. Abdecken und etwa 45 Minuten aufgehen lassen, bis er sich um ca. 80% vergrössert hat. Unterdessen einen Gusseisentopf mit Deckel (ich: 4,7 Liter Cocotte) auf das Gitter stellen, auf der zweiten Schiene von unten einschieben und den Ofen auf 270 Grad vorheizen. (Dauert bei mir ca. 35 Minuten). Topf aus dem Ofen holen, Deckel zur Seite legen. Teig vorsichtig schräg hineinkippen, so dass das Gärtuch gut weggezogen werden kann. Schnell einschneiden, Deckel wieder auflegen und zurück in den Ofen damit. Zuerst 20 Minuten bei 270 Grad, dann 25 Minuten bei 220 Grad backen. Deckel entfernen und das Brot noch ein paar Minuten bis zum gewünschten Bräunungsgrad nachbacken. Vorsichtig aus dem Topf heben und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.