Samstag, 31. März 2012

Nachgekocht: Nusscrème



Ich sah sie, ich wollte sie und hier ist sie: Sybilles Nusscrème. Was soll ich sagen? Superlecker! Allerdings habe ich die Menge halbiert, da Herr C. über's Wochenende einen Ausflug in die Berge macht und ich sonst bei seiner Rückkehr wahrscheinlich im Nusskoma liegen würde. Man kann echt nicht aufhören davon zu naschen. Ein Löffelchen da, ein paar Minuten später noch ein Löffelchen voll.... Ach und wenn ich schon in der Nähe des Kühlschranks bin, noch ein Löffelchen....

Danke für dieses tolle Rezept. Ich schick dir dann die Rechnung für neue Hosen in Grösse XXL.

Zutaten:

  • 50 gr rohe Cashewnüsse
  • 25 gr ungeschälte Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • 2 Deglet Noor Datteln, entsteint
  • 60 ml heisses Wasser
  • 1 Tl natives Kokosöl, geschmolzen

Cashews und Mandeln über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abspülen und mit den restlichen Zutaten im Mixer/Zerkleinerer zu einer homogenen Masse pürieren. In ein sauberes Glas füllen und im Kühlschrank deponieren. Und dann in geregelten Abständen davon naschen.


Donnerstag, 29. März 2012

Lavendel-Limonade wie aus der Provence



Vor Jahren habe ich mich in Südfrankreich in eine Lavendel-Limonade verliebt. Die, wie könnte es auch anders sein, ausserhalb dieser Region natürlich nirgends erhältlich ist. Da hilft wieder mal nur DIY.

Glücklicherweise stehen im Garten prächtige Lavendelbüsche, deren Blütenstände ich jedes Jahr im Dörrer trockne. Leider habe ich keine Ahnung, um welche Sorte es sich genau handelt. Auf dem Preisschild stand nur "Lavendel blau, sehr aromatisch". Aber irgendwie scheine ich damals eine spezielle Sorte erwischt zu haben. Denn normalerweise wird Lavendeltee oder -sirup nicht rot, sondern unansehnlich grün-grau-lila. Wer Wert auf eine hübsche rote Farbe legt, sollte also vorsorglich 3-4 Hibiskusblüten mitkochen. 

Der Inhalt von Omas uralten Anti-Motten-Säckchen eignet sich übrigens nicht für diese Limonade. Nur so als kleiner Tipp. 


Für einen Liter Fernweh:

  • 100 gr Zucker
  • 250 ml kaltes Wasser
  • 2 gehäufte El getrocknete Lavendelblüten
  • 2-3 kleine Zitronen
  • 1 Liter Mineralwasser mit Kohlensäure
  • Eiswürfel

In einem Topf  Zucker, Wasser und Lavendelblüten zum Kochen bringen. Zwei Minuten sprudelnd kochen. Topf vom Herd nehmen, Deckel aufsetzen und eine Stunde ziehen lassen. Lavendelsirup durch ein Teesieb oder einen Nussmilchbeutel filtern. Falls der Sirup nicht sofort verbraucht wird, in eine saubere Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält er sich etwa 10 Tage.

Zitronen auspressen, den Saft zusammen mit dem Mineralwasser in einen grossen Krug geben. Mit dem Lavendelsirup aromatisieren. Die verwendete Menge hängt ganz davon ab, wie süss man das Getränk mag. Eiswürfel in Gläser verteilen und mit Limonade auffüllen. À votre santé.


Anmerkung:
Im Sommer kann man die Limonade natürlich auch mit frischen Blüten zubereiten. Allerdings werden diese nicht mitgekocht. Zuerst aus Zucker und Wasser einen Sirup kochen, Topf vom Herd nehmen und eine Hand voll frischer Blüten zugeben. Und dann ganz feste darauf hoffen, dass nachher keine kleinen Käfer an der Oberfläche treiben...


Mittwoch, 28. März 2012

Sizilianischer Orangen-Fenchel-Salat



Viele Leute, die ich kenne, können Fenchel nicht ausstehen. Warum bloss? Wir mögen dieses Gemüse in allen Varianten. Gekocht, gebraten, gebacken, überbacken und auch roh. Dann am liebsten als erfrischender und schnell zubereiteter Orangen-Fenchel-Salat. Während er durchzieht, kann man ja  hurtig unter die Dusche hüpfen, zwei Telefonate erledigen und ausgiebig das liebste Haustier kraulen. Eventuelle Reste in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag schnabulieren.

Für 4 Personen:

  • 4 Orangen
  • 2 Fenchelknollen (ca. 400 gr)
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1 Tl frischer Rosmarin
  • 2 El weisser Balsamico oder 3-4 El weisser Reisessig
  • 1 El Olivenöl
  • schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • eine Hand voll entsteinte Oliven, halbiert (optional)

Zwei Orangen auspressen, Saft in eine Salatschüssel geben. Restliche Orangen filetieren. Fenchelknollen putzen, vierteln und dünn aufschneiden. Sofort mit dem Orangensaft mischen. Zwiebeln schälen, in feine Streifen schneiden, unter den Fenchel mischen. Rosmarinnadeln fein hacken, ebenfalls zum Salat geben. Essig und Olivenöl unterrühren und alles kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Mindestens 30 Minuten marinieren lassen. Eventuell noch etwas Essig zugeben und/oder nachsalzen. Wer mag, gibt noch ein paar Oliven darüber.


Dienstag, 27. März 2012

Flohmarktschätze Teil 7 - Mao is watching the Schrebergarten



Seit Dezember fanden nur wenige Flohmärkte in der näheren Umgebung statt. Eine lange Durststrecke für mich als Second-Hand-Liebhaberin. Hallenflohmärkte sind mir übrigens nicht gerade sympathisch. Mich mit hunderten, dick eingepackten Menschen durch dunkle, stickige Hallen zu wälzen, gehört nicht gerade zu meinen bevorzugten Freizeitbeschäftigungen. Da verzichte ich lieber und warte bis zum Saisonbeginn der Freiluftflohmis Anfang März. 

Tja, der März ist fast vorbei und ich war natürlich nicht untätig. Für zwei Flohmarktbesuche reichte die Zeit und die schräge originelle Ausbeute seht ihr oben.

Links hinten: 
Porzellankrug von Seltmann Weiden, Serie "Patricia"

Rechts hinten: 
Porzellantasse aus der DDR, hergestellt von den VEB Gehren

Links vorne: 
Porzellanaschenbecher aus China, als Souvenir nach einer Peking-Reise in der DDR gelandet
(Habe ich schon mal erwähnt, wie sehr ich die Schwätzchen mit netten Flohmarkt-Verkäufern geniesse? Erst mit einer Geschichte wird ein Gegenstand für mich wirklich interessant).

Rechts vorne: 
Porzellantassen und -untertasse von Arzberg, aus den 50ern


P.S. 
 Erklärung zum Posttitel: Genosse Mao steht mittlerweile auf dem Bierzelttisch im Schrebergarten. 
Der hätte wohl auch nie damit gerechnet, dass sein Konterfei mal an so einem Ort landen wird.