Mittwoch, 15. Juli 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -237-



[GE]gessen: Gekühlte Gurken-Kamillen-Suppe

[GE]trunken: Coop Cola Coconut Zero. Mir fehlen die Worte. 
Ist "Wuuuuuäääähhhhh" ein Wort?

[GE]kocht: Sizilianischer Couscoussalat aus gebackenen
Zucchini, Peperoni, Tomaten, Tropeazwiebel, Rosinen, Gewürzen und Perlcouscous

[GE]backen: 
Rahmröggli goes Italy & Gemüsemix mit Bûche de Chèvre
(Zucchini, Kartoffeln, Cherryomaten, Peperoni, Tropeazwiebel, Gurke)

[GE]wesen: In der Manor, eine Flasche Martini Vibrante gekauft.
Immer funny, wenn ich an der Kasse aufgefordert werden, meine ID zum Beweis meiner Volljährigkeit vorzuzeigen. Besonders, wenn es sich um einen alkoholfreien Aperitivo handelt und die Kassendame erst aufhört zuckersüss zu grinsen, als ihr beim Nachrechnen dämmert, dass mein 18. Geburtstag über 20 Jahre zurückliegt. 

 [GE]sehen: A Very English Scandal 

[GE]lesen: Dr. Siri und die Spiele der Rattenfänger - Colin Cotterill

[GE]freut: Wir beherbergen nicht nur einen, sondern zwei Igel in unserem Garten. Der zweite huschte kurz nach dem Schnappschuss an mir vorbei. *froifroifroi*


[GE]hört: The road to hell - Chris Rea

[GE]kauft
MEAT: Everything you need to know - Pat LaFrieda

[GE]erntet: Zucchini noch und nöcher. Kein Wunder, bei sechs rundum glücklichen Riesenpflanzen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob ich beim Aussäen Mist gebaut oder beim Umtopfen die Töpfe falsch beschriftet habe. Eigentlich sollten es je drei Zucchini und gelbe Pâtissons sein...

Sonntag, 12. Juli 2020

Pane Selawi oder Rahmröggli goes Italy



Während des Lockdowns, als die Grenzübergänge zu allen Nachbarländern der Schweiz verbarrikadiert waren, habe ich einen Schwur geleistet: Falls ich, unfreiwilliges Mitglied der Risikogruppe, dieses Scheissvirus überlebe, gönne ich mir nach der Grenzöffnung eine einwöchige Auszeit in der norditalienischen Pampa.


Daraufhin hat Madame Schicksal beschlossen, sich wieder einmal prächtig auf meine Kosten zu amüsieren. Erstens: Herr C. ertrinkt schier in Arbeit und kann unmöglich vor Anfang Oktober frei nehmen. Zweitens: Die Hundesitterin, allen anderen bekannt als mein Schwesterherz, ist neuerdings eine Katzenmutti. Die Kleinen sind total putzig, aber ebenfalls kontraproduktiv. Drittens: Selbst mit - und auch wegen - der Maskenpflicht im Schweizer ÖV, hat eine sechsstündige Zugreise einiges an Attraktivität eingebüsst. Kleiner Trost: Die Tramfahrt zum Littly Italy Supermercato in Weil am Rhein ist wesentlich kürzer. Ausflug und Einkauf, bestehend aus Farina di Manitoba, Semola rimacinata, Primo sale und Ricotta di pecora, verschlangen ausserdem nur einen Bruchteil der ursprünglich eingeplanten Reisekosten. Praktisch, weil am letzten Tag des Monats aus heiterem Himmel meine Kündigung ins Haus flatterte. Keine Vorzeichen, kein vorgehendes Gespräch, dafür ein Ultimatum: Du darfst ab August für einen lächerlich niedrigen Pauschallohn weiterhin für uns arbeiten oder du bist gefeuert. Ich weine dem Job keine Träne hinterher, aber die Art des Rausschmisses und der Erpressungsversuch verursachen Brechreiz. Nach aussen hin spielen sie den Besuchern eine heile Theaterfamilienwelt vor, hinter den Kulissen behandeln sie Angestellte und Schauspieler wie den letzten Dreck. Frei nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, herrscht man gänzlich ungeniert.... Wer, so wie ich, einen matterhornhohen Frustberg abzubauen hat, knetet den Brotteig von Hand. Alle anderen dürfen eine Küchenmaschine benutzen.


Quellstück:
  • 160 gr Roggenvollkornmehl
  • 65 gr Semola rimacinata integrale
  • 255 gr lauwarmes Wasser

In einer Schüssel vermischen, abdecken und eine Stunde bei Zimmertemperatur quellen lassen. 

Hauptteig:
  • Quellstück
  • 300 gr Farina di Manitoba
  • 150 gr Sahne, zimmerwarm (io: Halbrahm)
  • 25 gr heller Honig 
  • 9 gr Salz
  • 4 gr frische Hefe

Alle Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Acht Minuten auf Stufe 1 kneten, danach noch 5 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen, bis der Teig sich vollständig von der Schüssel gelöst hat. Auf einer eingeölten Fläche falten, zurück in die Schüssel legen. Abdecken und 5-6 Stunden bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Ofen auf 250 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Eine Backform auf 28 cm Länge ausziehen und mit Backpapier auskleiden. Arbeitsfläche grosszügig mit Mehl bestäuben. Den Teig in zwei gleich grosse Stücke à ca. 480 Gramm zerteilen. Jedes Teigstück zu einer länglichen Zunge ausziehen, aufrollen, Seiten einschlagen und der Länge nach in die vorbereitete Form legen. Mit einer Duschhaube abdecken und ca. 50 Minuten bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis der Teig mindestens daumenbreit über den Rand guckt. In den Ofen stellen und die Hitze gleich auf 220 Grad reduzieren. 10 Minuten anbacken. Dann auf 200 Grad runterdrehen und weitere 30 Minuten backen. Aus der Form heben und noch 10 Minuten nachbacken. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen. Krachende Kruste, mild-nussiger Geschmack, ausgezeichnete Frischhaltung. Quelle: Rahmröggli

Dienstag, 7. Juli 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -236-



[GE]gessen
Rotes Curry und Gai Pad Med mit Duftreis von Khao HomNjamm!

[GE]trunken: Lindenblüten-Cassis-Eistee

Zum ersten Mal [GE]schmort: Beef Back Ribs
Spontan zwei marinierte Stücke à ca. 800 gr erstanden, ausreichend für 2-3 Personen. Ofen auf 150 Grad vorgeheizt, Gitter unterste Schiene. Kreuzförmig in den grossen runden Le Creuset gelegt. Kein Anbraten, kein Gemüse, keine Flüssigkeit. Deckel drauf und 4 Stunden schmoren lassen. Nach drei Stunden die Fleischstücke einmal gewendet. Butterzart, fällt beim Anheben von den Knochen, schön gebräunt, bisschen Jus im Topf. Unbedingt entfetten, falls er verwendet wird.

[GE]backen: Gemischtes Gemüse und Feta, serviert mit Kräuterschmand

[GE]wesen: In Diepoldsau. Familienmeeting wegen einer Hausräumung.

[GE]freut: Herr C. fand dort für sich, Schwesterherz und gute Freunde, massig Werkzeug und Kleinmaschinen. Ich durfte eine Kenwood Küchenmaschine, eine Schachtel voll Krimskrams und Kleinzeug zum Basteln abstauben.

Während der Räumungspause [GE]gessen: In der Trattoria il Sole.
Trotz Reservation war der Tisch nicht vorbereitet, die Bedienung von Anfang an genervt-unfreundlich, das Essen mittelmässig bis schlecht. Und wie so oft, hat das Glück mich nach der Bestellung verlassen: Das Vitello Tonnato war billigstes Convenience-Food, Formfleisch mit breiiger Sauce und angematschten Kapern. Brot gab's weder freiwillig noch auf Nachfrage dazu. Die extra georderte Portion Gemüse als Beilage war eine in der Mikrowelle aufgewärmte, fixfertig gewürzte TK-Mischung. Selten so lieblos zusammengestellte und angerichtete Menüsalate mit Gastrofertigsauce gesehen. Die Pizzen waren sosolala, die Pasta mässig, das Tagesmenü okay, aber die Spätzli dazu ebenfalls ein Fertigprodukt.
Herr Bumann, falls Sie sich im Ruhestand langweilen, überlasse ich Ihnen gerne die Adresse dieses Etablissements.

Nach dem Hupf über die österreichische Grenze [GE]kauft
Ein paar Flaschen Grüner Veltliner, Mozartkugeln, Tonic-Sirup, Almdudler mit Hanf (ein bisschen Spass muss sein..), Käferbohnen, geräucherter Bio-Käse und Bio-Gin. Leider hatten wir nur Zeit für einen ultrakurzen Abstecher und ausserdem war es an dem Tag zu heiss, um Frischprodukte quer durch die Schweiz zu karren.

 [GE]sehen: Castle Rock, die zweite Staffel

[GE]lesen: Pompeji - Robert Harris

[GE]hört: Thriller - Michael Jackson. Mein neuer Duschsoundtrack.
Reicht perfekt für zwei Durchgänge mit Shampoo und Duschgel.

[GE]ärgertIn der Markthalle bei Thipp's Thai Cuisine eine Portion Bratnudeln und rotes Hühnchencurry to go erstanden. Nach ein paar Gabeln voll Nudeln lagen sieben scharfkantige Knochensplitter auf dem Tellerrand. Der Genuss war dahin, der Rest des Gerichtes landete im Müll. 

Sonntag, 5. Juli 2020

Schnelle Pfirsich-Tonka-Tarte




Für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser:

  • ein rund ausgewallter Kuchen-, Mürb- oder Blätterteig (io: Dinkelkuchenteig ohne Palmöl, Migros)
  • 6 reife Pfirsiche, ca. 600 gr

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Fixfertigen Teig mit dem anhaftenden Backpapier in die Form legen, den Rand nachformen. Bei Affenhitze bis zur Verwendung im Kühlschrank parkieren. Pfirsiche gründlich abbrausen, trocken tupfen und halbieren. Die pelzige Haut abziehen, falls möglich. Kerne entfernen und jede Hälfte in vier Schnitze schneiden. Abgedeckt zur Seite stellen.

Guss:

  • 3 gehäufte El Zucker
  • 1 El Speisestärke
  • 200 gr Schmand*
  • 1 Ei Grösse L
  • 100 gr Sahne
  • 100 gr Milch
  • zwei bis drei grosszügige Prisen fein geriebene Tonkabohne 

Zucker und Speisestärke in eine Rührschüssel geben, mit dem Schwingbesen klümpchenfrei verrühren. Restliche Zutaten der Reihe nach unterrühren. Teig spiralförmig mit den Pfirsichspalten belegen. Guss vorsichtig über die Früchte giessen. In den vorgeheizten Ofen schieben und etwa 45 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist und nicht mehr wabbelt. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen. Wer die Kalorien nicht scheut oder heute Geburtstag hat, darf sich dazu noch einen dicken Klecks geschlagene Sahne und/oder eine Kugel Vanilleeis genehmigen. Ristretto nicht vergessen!

* Zum Thema Schmand: War früher ausschliesslich in Deutschland erhältlich, kürzlich aber bei Aldi Suisse im Kühlregal erspäht. Hoffentlich bald auch in Bio-Qualität im Migi oder Konsi erhältlich. Ersatz: Saurer Halbrahm.