Dienstag, 26. Dezember 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -132-



[GE]gessen
Fondue Chinoise mit viiiieeeel Gemüse und Knoblauchmayonnaise

[GE]trunken: Glühwein mit Kurkuma

Am Sonntag [GE]kocht
Weihnachtsmenü I für Heiligabend
und
Weihnachtsmenü II für die Familienfete einen Tag später

[GE]backen: Gratin Dauphinoise und Krik

[GE]wesen: Im Elsass, ein paar Kleinigkeiten besorgt

 [GE]sehen: Cold Prey 

[GE]lesen: Das Jahrhundert der Manns - Manfred Flügge

[GE]freutEine regionale Quelle für Eier von Seidenhühnern und Wachteln gefunden. Besonders cool: Die Verkaufsstelle ist nur einen Katzensprung von meinem Arbeitsplatz entfernt.

[GE]freut IIBeide Weihnachtsmenüs enthielten Karotten aus eigener Ernte, die zwar keinen Schönheitspreis gewinnen, aber geschmacklich kaum zu schlagen sind. 
Und nur das zählt. 

[GE]ärgert
Ich sag' nix mehr. Denn wenn ich anfange aufzuzählen, was meine Lieblingsmitarbeiterin diese Woche alles verbockt hat, kriege ich Schreikrämpfe und danach lilafarbene Ganzkörperkrätze.

 [GE]kauft
Zwei Wasserspardüsen für die Küche und das Badezimmer

[GE]hört: Last christmas - Wham!

Sonntag, 24. Dezember 2017

Fröhliche Weihnachtsgrüsse aus der Küche!


© Feather and Nest

Wie jedes Jahr stehe ich um diese Zeit schon in der Küche, rühre in brodelnden Töpfen herum und singe nebenbei lauthals jedes Weihnachtslied mit, das im Radio gespielt wird. Ich wünsche euch allen ein ruhiges, besinnliches Fest und möge 
die Macht mit euch sein das Christkind all eure Wünsche erfüllen.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -131-



[GE]gessen: Morchelterrine auf Baguette  

[GE]trunken: Viel Pfefferminztee

[GE]kocht: Eine winterliche Minestrone für 50 Leute

[GE]backen: Nichts. Erschreckend, aber wahr. 
Mir fehlt momentan einfach die Zeit für Brot & Co.

[GE]wesen: Zuerst beim demeter-Hof in Biederthal. Eier, Joghurt, Ziegenkäse, Bauernbrot und eine Puddingschnecke für den Chauffeur besorgt. Anschliessend gönnten wir uns einen Schneespaziergang. 

 [GE]sehen: What happened to Monday? 

[GE]lesen: Mephisto - Klaus Mann

[GE]freut: Das im Sommer gerettete Chinotto-Bäumchen blüht in seinem Winterexil, dem Badezimmer, wie verrückt und versüsst meine morgendliche Dusche mit seinem betörenden Blütenduft. Man könnte sich glatt in einem Serail wähnen, wenn nicht Mann und Hund im Schlafzimmer um die Wetter schnarchen würden... 

[GE]ärgert
Mittlerweile fast täglich über immer die gleiche Mitarbeiterin.
Wie kann ein Mensch es schaffen, so viele Fehler zu machen, so wenig Arbeit zu erledigen und dabei noch so viel Dreck zu hinterlassen?

[GE]kauft: Wirsing, Palmkohl, Hokkaido-Kürbisse, frische Lorbeerblätter, Limetten, Apfelbananen, Ingwer, Kokosblütenzucker, Rohmilchquark und drei Kilo Ochsenschwanz fürs Weihnachtsessen

Bei der Zubereitung der Suppe meine Lieblingskochbegleitmusik [GE]hört
Thriller von Michael Jackson und Queen Greatest Hits I & II

Weihnachtsmenü [GE]plant:
Zwiebelprussiens
Nüsslisalat mit Wachteleiern an Senfvinaigrette
Geschmorter Ochsenschwanz mit Kartoffelgratin, dazu gekräuterte Erbsen & Pilze
Vanille-Limetten-Mousse mit Rosmarin-Heidelbeeren
Krik (Walnussbrownies mit Williams) 

Sonntag, 17. Dezember 2017

Gemüsiger Linsenbraten - Die vegane Alternative für Weihnachten



Bevor jemand fragt: Nein, unser weihnachtliches Familienessen wird alles andere als vegetarisch oder vegan sein. Begründung: Meine Verwandtschaft, lautstark angeführt von Herrn C., würde mit Mistgabeln und Fackeln vor meiner Küchentür auftauchen, sollte ich eines Tages einen fleischlosen Weihnachtsschmaus ankündigen.


Trotzdem spiele ich jedes Jahr im Dezember mit dem Gedanken, einmal ein alternatives Weihnachtsmenü zusammenzukochen und als Teil des Hauptgerichtes meinen Lieblingslinsenbraten aufzutischen. Dazu würde ich ein Gratin Dauphinoise und gekräutertes Erbsen-Pilz-Gemüse servieren. Um den Familienfrieden zu wahren, wird der angedachte vegane Braten dieses Jahr durch geschmorten Ochsenschwanz vom Gersbacher Weiderind ersetzt. Zumindest bleiben die Beilagen gleich.


Ausnahmsweise empfehle ich euch, mein Bandwurmrezept Schritt für Schritt zu befolgen, denn dann müsst ihr die Küchenmaschine zwischendurch nicht ein einziges Mal reinigen. Die Zwiebel und die Knoblauchzehen können theoretisch auch mechanisch zerkleinert werden. Ich hacke sie aber lieber eigenhändig in kleine Stücke, weil Zwiebeln nach einem Durchlauf in der Maschine manchmal komisch/metallisch/bitter schmecken.


Für 4-6 Personen:


Linsen eine Stunde in lauwarmem Wasser einweichen. Abgiessen, abbrausen und in einen Topf schütten. Grosszügig mit Wasser bedecken. Kräftig salzen, Lorbeerblatt zugeben und fünf Minuten sprudelnd kochen. Herd ausschalten, Deckel auflegen und 30 Minuten auf der Herdplatte nachquellen lassen. Die butterweichen Linsen abtropfen lassen, 450 Gramm abwiegen. Während der Quellzeit die restlichen Zutaten vorbereiten.

  • 100 Gramm trockene Brotreste
  • 2 El Hefeflocken (optional, sonst Brotanteil um 30 gr erhöhen)

Brotscheiben in drei, vier Stücke zerbrechen und in der Küchenmaschine (ich besitze dieses Gerät) zu grobem Paniermehl zerkleinern. In eine grosse Salatschüssel umfüllen, Hefeflocken untermischen.

  • 100 gr Pecan- oder Walnusskerne

Die Nüsse in einer Pfanne oder unter dem Grill hellbraun rösten. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Unterdessen Gemüse rüsten. Nüsse in der Küchenmaschine mittelfein mahlen. In die Salatschüssel geben.

  • 200 gr Sellerieknolle, geputzt gewogen
  • 170 gr Zucchini oder Champignons, geputzt gewogen
  • 80 gr Karotten, dito

Gemüse grob zerteilen und in der Küchenmaschine fein zerhäckseln.

  • 2 El Kokosöl oder Kakaobutter
  • 1 grosse Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 El Herbes de Provence oder eine andere Kräutermischung, z.B. Pizzagewürz
  • 1/2 Tl getrockneter Thymian
  • 1/2 Tl geräuchertes Paprikapulver
  • 1/2 Tl Sumach
  • Salz

Kokosöl oder Kakaobutter in einer Pfanne schmelzen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen, von Hand fein hacken und in dem Fett anschwitzen. Gehacktes Gemüse zugeben, vier Minuten bei hoher Hitze rührbraten. Salzen und die Gewürze untermischen. Pfanneninhalt in die Salatschüssel umfüllen.

  • 450 gr gekochte Linsen
  • 1 El vegane Worcestershiresauce 
  • 1 El Ketjap asin oder 1/2 El Sojasauce
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen 

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Eine Kuchenform (25 cm) mit Backpapier auslegen oder gut einfetten. Linsen, beide Saucen und reichlich Pfeffer in der Küchemaschine zu einem stückigen Brei zerhacken. Linsenbrei in die Schüssel geben und alles mit den Händen zu einer nicht mehr klebenden, gut zusammenhaltenden Masse verkneten. Probieren und ggf. nachwürzen. Portionsweise in die vorbereitete Form löffeln und bis in die Ecken verstreichen. Oberfläche mit einem nassen Gummischaber kräftig zusammendrücken und anschliessend glätten. In den Ofen stellen und 40 Minuten anbacken.

  • 3 El Tomatensauce oder Ketchup
  • 2 El Reiswein (mit 1,5 % Salz)
  • 1 El Ahornsirup

Die drei letzten Zutaten für die Glasur zusammenrühren. Nach 40 Minuten Backzeit mit einem Pinsel auf der Oberfläche verstreichen, weitere 50 Minuten backen. Mindestens 45 Minuten in der Form abkühlen lassen. Anfänglich ist der Braten eher auf der weichen Seite und sollte nur vorsichtig eingeschnitten, und dann mit einem Bratenwender portioniert werden. Besser: Den Braten am Vortag zubereiten, abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen und am nächsten Tag im Ofen aufwärmen. Reste eignen sich perfekt als Sandwichbelag.