Dienstag, 13. Juni 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -106-



[GE]gessen
Zu Hause statt im Garten, da die neuen Nachbarn wieder eine Party ohne Rücksicht auf Verluste geschmissen haben. Dank dem Rhabarberblatt musste Herr C. die nervtötenden Leute nicht anschauen, als Gehörschutz taugt es aber leider nichts.

[GE]trunken: Persische Zitronenmelisselimonade (Wortwurmalarm!)

[GE]kocht: Haferflockensuppe für Herrn C., 
der gesundheitlich zwei Tage nicht so auf der Höhe war

[GE]backen: Kürbiswürfel vom allerallerletzten Olivenkürbis

[GE]wesen: Hochzeit mit anschliessendem Dinner im Schützenhaus

[GE]sehen: Na was wohl? Sherlock! 

[GE]lesen: Simple - Diane Henry
Das Leben der Marlene Dietrich - Eva Gesine Baur

[GE]freut: Über einen Präsentkorb und eine Flasche Wein als
Anerkennung für einen Sondereinsatz

[GE]ärgert: Über den Bibliotheksdööfie
Was spricht denn dagegen, kurz bei einem Kollegen oder Vorgesetzten nachzufragen, wenn man etwas nicht weiss? Eigentlich nichts, oder? Obwohl ich vier Mal um eine solche Nachfrage gebeten hatte, durfte ich zehn Minuten vor der Infostelle ausharren, weil eine Aufhebung der Ausleihbeschränkung zwecks Abholung einer Bestellung, angeblich NIEMALS möglich ist (inkl. drei Mal Bildschirm zu mir drehen und auf falsche Textstellen verweisen). Nachdem er dann e-n-d-l-i-c-h den Telefonhörer in die Hand genommen hatte, konnte er die Frage gar nicht beenden, weil der Vorgesetzte ihm blitzschnell bestätigt hat, DASS ICH VOLLKOMMEN RECHT HATTE, WEIL DAS SEIT ÜBER 10 JAHREN SO GEHANDHABT WIRD! Und natürlich erfolgte keine Entschuldigung, auch nicht gegenüber den acht Leuten, die sich wegen seiner kreuzdummen Sturheit hinter mir die Beine in den Bauch gestanden haben.
O tempora, o mores...

[GE]kauft: 12 Flaschen Hochstamm-Süssmost für den Garten

[GE]hört: Edge of Heaven - Wham!

[GE]erntet: Zwei Schälchen Felsenbirnen, eine grosse Schale Stachelbeeren, zwei grosse Schalen Johannisbeeren, ein paar gelbe Himbeeren, vier riesige Salatköpfe, Portulak, Giersch, Kapuzinerkresse-, Borretsch und Taglilienblüten

Montag, 12. Juni 2017

Himbeerkuchen mit Eierlikör und Schokolade



Wer kann schon nein sagen zu den ersten frischen Himbeeren aus dem Garten? Nein sagen zu hausgemachtem Eierlikör? Nein sagen zu dunkler Schokolade mit mindestens 50% Kakaoanteil? Oder nein zu einem Kuchen, der alle drei Komponenten vereint?


Für eine rechteckige Brownieform (20 x 30 cm):

  • 125 gr weiche Butter & ein Knubbel zum Ausbuttern
  • 100 gr Zucker
  • 1 Prise Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier Grösse L
  • 110 gr Mehl 
  • 40 gr Speisestärke
  • 1/2 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 100 gr hausgemachter Eierlikör
  • 30 gr dunkle Schokolade, fein gehackt
  • ca. 120 gr Himbeeren, frisch oder gefroren 

Form mit dem Knubbel Butter grosszügig einfetten, zur Seite stellen. Ofen auf 190 Grad vorheizen und das Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Butter, Zucker, Vanillepulver und Salz mit dem Handrührer crèmig aufschlagen. Eier einzeln zugeben und jeweils 30 Sekunden unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver in einer anderen Schüssel vermischen. Abwechselnd Mehlmischung, Eierlikör und Schokolade unter die Eiermasse rühren. In die eingefettete Form löffeln und die Oberfläche glatt streichen. Die Beeren möglichst gleichmässig auf dem Teig verteilen. Form auf das Gitter stellen und etwa 30-35 Minuten bei 190 Grad backen, bis die Stäbchenprobe positiv verläuft. Falls der Kuchen zu schnell bräunt, die Oberfläche locker mit Alufolie abdecken. In der Form auskühlen und vor dem Servieren möglichst ein paar Stunden durchziehen lassen. Und bloss nicht die Schlagsahne dazu vergessen! Wenn schon, denn schon.

Dienstag, 6. Juni 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -105-



[GE]gessen
: Simits mit Frischkäse und Mostbröckli

[GE]trunken: Orangen-Pfirsich-Buttermilch

[GE]kocht: Mehrmals Tee aus frischer Marokkanischer Minze (eigene Ernte)

[GE]backen: Toastbrot mit lila Süsskartoffeln

[GE]wesen: Fast täglich im Garten

[GE]sehen: Maos letzter Tänzer

[GE]lesen
Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens - J.R. Stradal
Besessen: Meine Kochmemoiren - Elisabeth Bronfen
Vegane indische Küche - Richa Hingle
Der Sommer, als F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte - Emily Walton

[GE]freut: Viele Bohnen sind schon drei Tage nach dem Säen gekeimt.*froi*

[GE]ärgertEin Glas Sumach bezahlt, aber nicht eingepackt.

[GE]kauft: Dillsamen und Schwarzer Kardamom 

[GE]hört: More than words - Extreme

Aus[GE]mistet und der Berghilfe gespendet:
2,5 Säcke voll Altkleider 

Sonntag, 4. Juni 2017

Puddingtörtchen mit Johannisbeeren und Lavendel (vegan)



Obwohl der späte Frost auch den Johannisbeerbüschen im Garten stark zugesetzt hat, können wir seit dieser Woche die ersten Beeren ernten. Ein paar Meter weiter beginnen die Lavendelsträucher rund um den kleinen Apfelbaum gerade zu blühen, worüber sich Bienen und Hummeln mordsmässig freuen. Herr C. (Allergiker) und das Schweinwoll (Fluginsektenphobie) sind von dem regen Luftverkehr etwas weniger begeistert und werden daher die nächsten Wochen einen grossen Bogen rund um die Bienen-Blüten-Parade machen. Ich hingegen würde mich tagtäglich mit Wonne durch unser Lavendelfeld en miniature wälzen, sofern eine Chance bestünde, dass Grünzeug, Frau und Insekten einigermassen unversehrt bleiben. Da diese Chance aber verschwindend gering ist, vereine ich lieber Beeren und Blüten in einem einfachen Dessert und erfreue mich an dem sommerlichen Duft, den die Törtchen schon beim Backen verströmen.


Für 6 Tartelettes (Glas- oder Blechförmchen mit 10 cm Durchmesser):

  • 35 gr Speisestärke
  • 1/4 Tl Vanillepulver
  • 1 grosszügige Prise Kurkuma
  • 1 Prise Salz
  • 350 ml Mandel-, Reis- oder Hafermilch
  • 2-3 El Zucker
  • 1 fixfertiger, rechteckig ausgewallter Blätterteig
  • 180 gr rote Johannisbeeren, abgezupft
  • 2-3 El Zucker 
  • 1/2 Tl frische Lavendelblüten, fein gehackt

    Ofen auf 210 Grad vorheizen. Speisestärke, Vanillepulver, Kurkuma und Salz in einer kleinen Schüssel vermischen. Mit 100 ml Pflanzenmilch klümpchenfrei verrühren. Die restliche Pflanzenmilch mit zwei oder drei Esslöffeln Zucker aufkochen. Aufgelöste Speisestärke in die kochende Flüssigkeit giessen. Unter ständigem Rühren eine Minute kochen, bis die Puddingmasse merklich angedickt ist. Vom Feuer nehmen und etwas auskühlen lassen. Unterdessen mit einer Küchenschere aus dem Blätterteig sechs Kreise ausschneiden, die rundherum etwa 1,5 cm grösser als die Förmchen sein sollten. Blätterteig mit dem anhaftenden Backpapier nach unten in die Förmchen legen. Jeweils etwa zwei gehäufte Esslöffel Pudding auf dem Blätterteig verstreichen. Johannisbeeren mit Zucker und den gehackten Lavendelblüten vermischen, auf der Puddingmasse verteilen. Förmchen auf das Gitter stellen und auf der untersten Schiene ca. 25 Minuten backen, bis der Teig gebräunt ist und die Fruchtmasse fröhlich blubbert. Aus dem Ofen holen, etwa 10 Minuten ruhen lassen, dann vorsichtig aus den Förmchen befreien und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.