Sonntag, 12. Juni 2016

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -55-



[GE]gessen: Gebackene Hühnchensteaks mit Kartoffelspalten, 
dazu Kohlrabisalat mit Joghurt-Miso-Dressing 
und Mango-Kiwi-Pfirsich-Eis zum Dessert

[GE]trunken: Cold Brew Mastic Coffee

[GE]röstet: Gepuffte Lotussamen mit Currypulver

[GE]backen: 
Rhabarber-Holunderblüten-Tarte
Pizza mit Frischkäse, Oregano und Urfa Biber
Rosinenbrötchen mit Ricotta
Emmer Chocolate Almond Cookies

Ein[GE]froren: Eine Packung Padanblätter 

 [GE]sehen: Argo 

[GE]lesen: Kapital - John Lanchester

[GE]freut: Über einen Klappstuhl aus Holz und eine Hortensie im Topf

[GE]ärgert: Über einen tollen Brief vom Gartenverein.
Kurz zusammengefasst: 
Unser Beileid, dass die vorherige Pächterin tot ist. 
Sie hätten uns informieren sollen. 
Bezahlen sie umgehend den ausstehenden Mitgliederbeitrag und die Pacht.
Nur soviel: Drei Tage nach dem Ableben meiner Mutter habe ich die Stadtgärtnerei telefonisch über die Veränderung informiert.
Reaktion darauf? Null. Niente. Nada.
Und dann Monate später so einen wunderbar aufheiternden Brief versenden... 

[GE]plant
Am Montag zwei erquickende Telefonate mit den zuständigen Vollidioten zu führen

 [GE]kauft: Zwei Frigoverre Glasbehälter mit BPA-freien Deckeln 

                                                                    [GE]hört                                                                                                                                                                                                                                         

      

Samstag, 11. Juni 2016

Oranger Kohlrabisalat mit Joghurt-Miso-Dressing



Rezepte mit allzu vagen Angaben sind mir ein Gräuel. Sätze wie "...und dann schütten sie soviel Mehl und Wasser dazu, bis sich ein Teig formt.." oder "...bei schwacher Hitze backen, bis der Kuchen gar ist.." lösen bei mir unkontrollierbare Zuckungen aus. Aus diesem Grund bemühe ich mich redlich, bei meinen Rezepten möglichst konkrete Angaben zu den Zutaten und der Vorgehensweise aufzuschreiben. Doch dieses Mal habe ich versagt. Oder besser gesagt: Die Batterien der Küchenwaage haben versagt. (Schuld abschieben = Abgehakt). Normalerweise schaffe ich es trotzdem, anhand der Verpackungsgrösse das Gewicht der verwendeten Zutat einigermassen einzuschätzen. Doch die Kohlrabi wurden als Duo zum Festpreis verkauft, Karotten und Spitzpaprika waren Überreste aus dem Gemüsefach und die Schalotte der letzte Rest vom Schützenfest der einsame Rest aus einem Netz mit ehemals 150 Gramm Inhalt. Oder waren es 200 Gramm? 250? 10 Stück? Ach, vergesst es.....


Joghurt-Miso-Dressing:

  • 125 gr Joghurt 
  • 2 El Rapskernöl
  • 2 El Reisessig
  • 2 El Mayonnaise
  • 1 El helles Miso
  • 1/2 El milder Senf
  • Salz, schwarzer Pfeffer
  • frisch gepresster Zitronensaft

Alle Zutaten bis und mit Senf in den Mixbecher geben und mit dem Stabmixer zu einer glatten Sauce verarbeiten. Oder das Miso mit 3 El Joghurt und dem Essig klümpchenfrei verrühren, dann die restlichen Zutaten mit einem Schwingbesen untermischen. Grosszügig mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. 


Kohlrabisalat:

  • 2 grosse Kohlrabi
  • 4 mittlere Karotten
  • 2 grosse rote Spitzpaprika
  • 1 grosse Schalotte

Kohlrabi und Karotten schälen. Spitzpaprika waschen, halbieren, Stielansatz und Innenleben entfernen. Die Schalotte ebenfalls schälen. Puristen schneiden nun das ganze Gemüse von Hand in möglichst dünne, möglichst gleichmässige Streifen. Praktisch veranlagte Menschen verwenden eine Raffel oder die vornehmere Mandoline. Faule Säcke, so wie ich, stellen die Küchenmaschine auf und lassen raffeln. Am Ende bleibt das Vorgehen sowieso gleich: Zerkleinertes Gemüse mit dem Dressing mischen, ggf. nachwürzen und mindestens 30 Minuten abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen. Die Menge passt perfekt in eine Schüssel mit 1,1 Liter Fassungsvermögen, und reicht für etwa 4 Personen als Beilage zu jeglichen Schweinereien vom Grill.


Sonntag, 5. Juni 2016

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -54-



[GE]gessen
: Thunfisch aus der Dose mit Toast

[GE]trunken: Cold Brew Jasmintee

[GE]kocht: Polenta mit Bratspargel-Peperoni-Salat an Balsamicovinaigrette

[GE]backen: Torta dei Benedettini 

[GE]sehen
X-Men: Apocalypse
The First Avenger: Civil War

[GE]lesen: The New Yorker/June 2016

[GE]freut: Nach fast einer Woche mit höllischen Gesichtsschmerzen endlich wieder einigermassen normal essen zu können. 

[GE]ärgert
Der kleine Feigenbaum auf der Terrasse wurde von einer aggressiven Raupenart befallen, die alle Blätter aufmampfen und ihre Eier in den Knospen ablegen.

Im Brocki ab[GE]gebenEine grosse Wähenform aus Keramik, eine blaue Baeckeofenform, eine Wanduhr, 5 Bowls mit Rosenmuster und 16 Bücher

Im Elsass ein[GE]kauft:
Baguettes mit Levain, Butter mit Meersalzkristallen, drei Sorten Yaourt de Brebis, Bibeleskaes mit Mirabellen, diverse Käsesorten aus Schaf- und Ziegenmilch, Tee mit Orangenblüten & Majoran , eine Butterdose aus Glas (Made in France!), Douche mit Meersalz und Shampoo mit Jasminduft von Le Petit Marseillais

[GE]hört: Another Night - Aretha Franklin

[GE]lacht: Über ein Pflänzchen, das Herr C. zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. 
Eine rosablühende Dipladenia in einem rosa Plastiktopf mit rosa Mäscheli...



Freitag, 3. Juni 2016

Gerstenporridge mit Brennnesselsamen und Rauchsalz



Unsere Wohnung wurde kurzfristig in ein Lazarett verwandelt. Herr C. hat sich beim Einladen einiger Holzlatten einen Rückennerv eingeklemmt und humpelt seit über einer Woche wie Quasimodo durch die Gegend. Das Schweinwoll ist von akutem Liebeskummer befallen worden und schleicht depressiv von Raum zu Raum. Und last but not least, kann ich eine zur doppelten Grösse angeschwollene Backe samt ausdauernden Gesichts- und Kopfschmerzen vorweisen. Yeah. Mangels Koch- und Esslust, gibt es für den Herrn einfache Pastagerichte und für mich pampiges wie Suppen, Polenta, Fruchtmus und Porridge. Am Morgen darf es gerne eine süsse Variante sein, am Mittag oder Abend bevorzuge ich allerdings salzige Versionen, wie diese hier.


Für 2 Portionen:

  • 1 Knubbel Butter
  • 50 gr Gerstenflocken (oder Haferflocken)
  • 2 El getrocknetes Suppengemüse
  • 1 El Brennnesselsamen
  • 1 Schuss Noilly Prat
  • 150 ml Wasser
  • 350 ml Milch
  • ca. 1/2 Tl Kräutersalz 
  • Rauchsalzflocken

Butter in einem Topf zerlassen und die Gerstenflocken darin bei mittlerer Hitze ein paar Minuten unter ständigem Rühren anrösten. Suppengemüse und Brennesselsamen zugeben, eine Minute mitrösten. Mit Noilly Prat ablöschen. Wasser, Milch und Salz in den Topf geben, Hitze hochdrehen und zum Kochen bringen. Fünf Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren und aufpassen, damit nichts anbrennt. Vom Herd nehmen, ein Küchentuch über den Topf legen, Deckel draufpressen und das Porridge mindestens 15 Minuten ausquellen lassen. Mit Rauchsalz abschmecken und heiss servieren.