Sonntag, 8. Mai 2016

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -50-



[GE]gessen: Chässchnitte mit Tomaten-Peperoni-Salat

[GE]trunken: Gurkenwasser mit und ohne Basilikum
Holunder-Kurkuma-Vanille-Schorle

[GE]kocht: Shiitake-Reis mit Erbsengemüse

[GE]backen: 
Rhubarb-Strawberry-Custard-Pie & Pane di Frasco für uns
N.Y. Times Plum Cake & Eierlikörkuchen mit Heidelbeeren fürs Schwingerfest

[GE]wesen: Längere Zeit im Keller. Alles umgeräumt, neu sortiert und einiges entsorgt, von dem wir uns beim Umzug noch nicht trennen konnten. Ausserdem den kleinen Tiefkühler, der dauernd vereist ist, gegen den doppelt so grossen, geerbten Bauknecht ausgetauscht. Zum Abschluss noch die Discokugel aufgehängt, und beschlossen, dass unser Keller dadurch unübertreffbar cool ist.

 [GE]sehen: Hochwürden Don Camillo

[GE]lesen
Das Miso-Buch - William Shurtleff
Meine Mutter Marlene - Maria Riva

[GE]freut: Über die prompten Zusagen für zwei Rezensionsexemplare

[GE]kauft & Ein[GE]froren: Einen halben Einkaufskorb voll Wurst und Fleisch (z.B. Salsiccie di Pollo, Salsiccia mit Chili, Pata Negra Grillschnecke, marinierte Flügeli) für spontane Grillevents

Um[GE]topft: Zucchini-, Rhabarber- und Hopi-Mais-Sämlinge
für die Setzlingstauschbörsen am 12. und 28. Mai

[GE]hört: Jazz live - Joey Alexander Trio - Jazzfestival Bern 2016

[GE]lacht
Die verhasste Autokorrektur machte aus der Anfrage

- Du heute auch Domaine du Geissberg? - 
- Du heute auch Domaine du Gebissberg? -

Antwort Schwesterherz: Wie meinen???


Donnerstag, 5. Mai 2016

Orangenherzen mit Avocadoöl



Bei David Lebovitz erschien vor zwei Wochen ein Rezept für unkomplizierte Olive Oil Muffins, das sofort an die Spitze der Nachbackliste gesetzt wurde. Allerdings konnte ich mir, wie so oft, kleine Änderungen hier und da nicht verkneifen: Die Zuckermenge wurde reduziert, Olivenöl gegen Avocadoöl ausgetauscht, die Mehlmenge ein wenig erhöht, mehr Orangenschale verwendet, Cointreau statt Grand Marnier im Teig versenkt und so weiter und so fort. Natürlich kann man die Teilchen auch in einer Muffinform backen, aber Herzen sehen zum Verschenken halt einfach putziger aus.


Für 6 Herzen:

  • 1 kleiner Knubbel weiche Butter
  • 100 gr Mehl
  • 65 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 2 Tl fein abgeriebene Orangenschale 
  • 1 Ei Grösse L
  • 80 gr Avocadoöl (Ersatz: Sehr mildes Olivenöl oder Rapsöl)
  • 70 gr Milch
  • 2 El frisch gepresster Orangensaft
  • 2 El Cointreau 

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Herzform (ich: aus Aluguss von Nordic Ware) gründlich ausfetten und zur Seite stellen. Mehl, Zucker, Salz, Backpulver und Orangenschale mit einem Schwingbesen vermischen. In einer anderen Schüssel Ei kurz verquirlen, dann Öl, Milch, Orangensaft und Cointreau untermischen. Trockene und feuchte Zutaten kurz verrühren, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Jede Vertiefung bis ca. 3/4 der Höhe mit dem dickflüssigen Teig befüllen. In den Ofen damit und ca. 35 Minuten backen, bis der Stäbchentest positiv verlaufen ist. Fünf Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig stürzen. Gut verpackt, bleiben sie 2-3 Tage schön saftig. Angeblich können die Muffins auch problemlos eingefroren werden, das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert. 


Dienstag, 3. Mai 2016

Schafmilchglacé mit Fenchelpollen und Zitrone



Letztes Jahr hat Tante Z. mir ein Döschen wilde Fenchelpollen aus Österreich mitgebracht. Angeblich sind die hocharomatischen Pollen DAS ultimative Würzmittel für Schweinebraten (siehe "Hitze" von Bill Buford). Blöd nur, wenn man seit etwa 15 Jahren keinen Schweinebraten mehr zubereitet hat, und zumindest in naher Zukunft, am Status quo nichts ändern wird. Erste Experimente mit Risotto, Keksteig und Apfelmus ergaben zufriedenstellende Ergebnisse, aber erst das Fenchelpollenglacé hat mich vollkommen glücklich gemacht. Zumindest für einen kurzen Moment, denn dann begann mein Hirn zu rattern und spuckte einen Verbesserungsvorschlag nach dem anderen aus: Schaf- statt Kuhmilch, mehr Zitronenschale, mehr Fenchelpollen und ein wenig Grappa für die crèmige Konsistenz. Nach zwei weiteren Anläufen stand für mich fest: Yep, das ist es. Mein Glacé des Jahres 2016. 

P.S. Die Variante mit eingestrudeltem Lemon Curd ohne Ei landete auf Platz 2.


Für 1 Liter Glacé:

  • 500 gr Schafmilch mit 6,3% Fett
  • 300 gr Sahne
  • 105 gr Zucker
  • 25 gr Glucosesirup
  • gelbe Schale einer kleinen Bio-Zitrone, breitstreifig abgeschält
  • leicht gehäufter 1/4 Tl Fenchelpollen
  • 1 Prise Salz
  • 16 gr Speisestärke
  • 65 gr (Schaf)Frischkäse 
  • 1 El milder Grappa (optional)

Von der Milch 50 Gramm abnehmen, restliche Zutaten bis und mit Salz in einen kleinen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Unterdessen die Speisestärke mit der übrigen Milch klümpchenfrei verrühren. Wenn die Milchmischung kocht, Topf zur Seite ziehen und die angerührte Speisestärke zügig untermischen. Wieder auf die heisse Platte schieben und unter ständigem Rühren etwa eine Minute kochen, bis es merklich andickt. Topf zur Seite stellen. Frischkäse in einer kleinen Schüssel glatt rühren. Vier Esslöffel von der heissen Milchmischung zugeben und kräftig rühren, bis die Masse völlig glatt ist. Die Frischkäsemilch in den Topf löffeln und klümpchenfrei verquirlen. Waschbecken etwa handbreit mit kaltem Wasser füllen, Topf hineinstellen und so lange rühren, bis der Inhalt nur noch lauwarm ist. Dann den Grappa untermischen. Wasser auswechseln und den Topf im Becken stehen lassen, bis der Inhalt vollständig abgekühlt ist. In einen grossen Messkrug mit Ausguss (vorzugsweise aus Glas) umfüllen, abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag die Zitronenschalen herausfischen und die Masse nach Gebrauchsanweisung in der Eismaschine gefrieren lassen. Unterdessen eine Tupperschüssel im Tiefkühler vorkühlen und aus Backpapier eine passende Abdeckung ausschneiden. Nach 45 Minuten das Eis in die vorgekühlte Schüssel füllen. Den Backpapierdeckel vorsichtig andrücken und ab damit in den Tiefkühler. Nach 2-3 Stunden ist das Glacé fester und servierbereit. Erst dann, also wenn das Eis fest ist, mit dem Deckel verschliessen. Das Backpapier nicht entfernen, es sorgt dafür, dass sich auf der Oberfläche keine gummige Schicht oder Eiskristalle bilden. Das Eis hält sich locker einen Monat im Tiefkühler und behält dabei seine crèmige Konsistenz. Tipp: Schüssel 10 Minuten vor dem Servieren aus dem TK holen und Deckel abnehmen. Danach lässt es sich sehr gut portionieren. Geht zur Not aber auch ohne Aufwärmzeit.


Sonntag, 1. Mai 2016

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -49-



[GE]gessenFruchtige Peperonipolenta

[GE]trunken: Smoothie aus Aprikosen und Kürbispüree

Im Slow Cooker [GE]kocht
Getrocknete Kastanien mit einem Schuss Noilly Prat

[GE]backen: Pizza mit Ziegenkäse und Schalotten

[GE]wesen: Zuerst im Baumarkt, eine neue Regenrinne aus Alu besorgt.
Danach im Garten, wo wir fast eingeschneit wurden.

[GE]sehen: Vertigo & Das Mädchen mit dem Perlenohrring

[GE]lesen
Gone Girl - Gillian Flynn
Der ehrliche Dieb - Andrea Camilleri

[GE]freut: Über die gute Keimquote der Rhabarber- und Hopi-Mais-Samen

[GE]ärgert: Über die Post. Ohne Erbschein keine Postumleitung.
Was tun, wenn der Erbschein erst in einigen Wochen ausgestellt wird, die Wohnung aber schon aufgelöst ist? Antwort der Post: Nicht unser Problem.

[GE]rettet
Auf dem Heimweg noch schnell in einen Laden gehuscht, um zwei Liter Bio-Milch fürs Weekend zu besorgen. Beim Anstehen spontan Mitleid mit dem vor der Kasse platzierten, leicht angewelkten und deshalb preisreduzierten Grünzeug bekommen. Beherzt zugegriffen und zwei Calamondin-Pflänzchen herausgefischt.

[GE]hört
Human Wheels - John Mellencamp
St. Elmo's Fire - John Parr

Ab[GE]füllt: Im November gehackte Kakaobohnen in Wodka eingelegt. Heute, ein halbes Jahr später, bin ich stolze Besitzerin eines kleinen Fläschchens Kakaoextrakt. Die Wartezeit hat sich gelohnt, das Zeug duftet himmlisch.