Sonntag, 10. April 2016

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -46-



[GE]gessen: Gebratene Rinderleber mit Zwiebeln, Kräuterbutter und Rösti

[GE]trunken: Zwei Stangen Bier dazu

[GE]kocht: Kartoffelstock mit viel frisch geriebener Muskatnuss

Beim Entsorgen des Altglases neben dem Alucontainer 
gefunden, gründlich gereinigt und neu ein[GE]brannt: 
Einen orangefarbenen Gusseisenbräter aus dem Eisenwerk Klus 

[GE]wesen: Zum ersten Mal in der Kompostieranlage Hardacker 

[GE]sehen: The Dressmaker mit Kate Winslet

[GE]lesen
Der letzte Tanz: Der Untergang der russischen Aristokratie - D. Smith
Die Kirschblütenreise - Miki Sakamoto
The Sweet Life in Paris - David Lebovitz
Verblendung - Stieg Larsson

In einem Brocki [GE]kauft
Einen riesigen, gusseisernen Le Creuset Gourmet-Profitopf 
(Gibt es eigentlich einen Begriff für Leute, die süchtig 
sind nach gusseisernem Kochzubehör? Gussmanier?)

[GE]hört
Disco Ball - Carlos Leal 
On ira - Zaz

[GE]freut, die Erste
Schwesterherz hat mir am Freitag ganz überraschend ein Säckchen mit Goodies überreicht. Darin waren eine Flasche Mastix-Duschgel, ein Naturschwamm (LOVE IT!), drei Likörfläschchen von Roots und eine Dose griechischer Honig. 

[GE]freut, die Zweite:
Endlich ist die Wohnung unserer Mutter geräumt, blitzeblank geputzt und bereit zur Schlüsselübergabe.

[GE]ärgert, die Fortsetzung:
Nach einigen Tagen hat sich der unglaublich arrogante Hausverwaltungstyp doch noch gemeldet. Er gönnt mir keine Antwort auf meine Nachfragen, geschweige denn eine Kopie der Postquittung. Und nun redet bzw. schreibt er nur noch von einem "unterschriebenen" Brief, kein Wort mehr von "eingeschrieben zugestellt" 
Der denkt wahrscheinlich, Leseverständnis ist nur etwas für Leute, die keine ausländisch klingenden Nachnamen tragen...
Der Ton dieses und des nachfolgenden Mails, lassen nur eine Schlussfolgerung zu: 
Dieser Mann hat sich den Titel "Arschloch des Jahres" mehr als verdient. 
Wünsche ihm von ganzem Herzen, dass er nach dem Tod eines Elternteiles von irgendjemandem genau so abfällig behandelt wird, wie er sich bisher mir gegenüber verhalten hat. Und leider ist noch kein Ende in Sicht. Am Dienstag "darf" ich ihm auch noch persönlich begegnen, da er die Wohnung kontrollieren wird...


Donnerstag, 7. April 2016

Erdbeer-Sesam-Shake



Sie sahen unglaublich verführerisch aus. Sie rochen so aromatisch. Und kosteten keine zwei Franken, da musste ich doch einfach zugreifen, obwohl ein leises Stimmchen in meinem Kopf davon abriet. Wie so oft, hatte das Stimmchen natürlich recht, denn die Erdbeeren aus Spanien hätten bei einer Blindverkostung auch als säuerliche Apfelstückchen durchgehen können. In solchen Fällen landen die Beeren bei uns entweder in einem Kompott oder in einem Shake. Wenn Herr C. mittrinkt, dann gibt es eine "normale" Version aus Erdbeeren, Kuh- oder Hafermilch, wenig Vanille und Zucker nach Bedarf. Für mich alleine verwende ich gerne andere Süssungsmittel. Die verschiedenen Nuancen, die z.B. Birnel oder Dattelsirup mitbringen, finde ich besonders in Mixgetränken sehr interessant. Ganz im Gegensatz zu Herrn C., der sich dann oft erkundigt, ob der komische Nachgeschmack von angegammelten Zutaten herrührt...


Für 2 Personen:

  • 4-5 grosse Medjool-Datteln 
  • 500 ml kaltes Wasser
  • 3 El helles Sesammus
  • 1/4 Tl Vanillepulver
  • 6 grosse Eiswürfel
  • 350 gr Erdbeeren, geputzt und in kleine Stücke geschnitten
  • ein paar Tropfen Zitronensaft 

Datteln entkernen, in kleine Stücke schneiden und in den Mixbecher geben. Mit etwa 200 ml Wasser bedecken und superfein pürieren. Sesammus und Vanillepulver einmixen. Eiswürfel zugeben und zermixen. Restliches Wasser und Erdbeeren untermixen. Mit Zitronensaft abschmecken und sofort servieren.

Sonntag, 3. April 2016

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -45-

           

[GE]gessen: Mit Sternanis gewürztes Birnenkompott 

[GE]trunken: Rhäzünser Plus Kräuter

Zusammen[GE]rührt: Fenchelpollenglacé aus Schafsmilch

[GE]backen: Ofenfrites mit Currypulver
Marble Rye mit Kümmel- und Dillsamen
Bananenkekse mit Kokosöl

[GE]wesen: In der Bibliothek, während es sich das Schweinwoll in der ersten Reihe gemütlich gemacht hat

[GE]sehen: Arsen und Spitzenhäubchen

[GE]lesen
Stürmische Jahre: Die Manns, die Riesers, die Schwarzenbachs 
Eveline Hasler
[GE]ärgert, erster Teil:
Bei der Hausverwaltung angerufen: Guten Tag, ich habe die Wohnung meiner verstorbenen Mutter Ende Januar gekündigt und warte, trotz telefonischer Zusicherung, immer noch auf eine schriftliche Bestätigung. Arroganter Typ: Haben wir am 2. Februar eingeschrieben zugestellt. Meine Antwort: Tut mir leid, aber bei mir ist nichts angekommen. Sonst würde ich ja nicht dauernd nachfragen, oder? Bitte senden sie mir den Postbeleg zu, damit ich nachforschen kann. 
Mail bekommen, gelesen und geantwortet: Besten Dank für ihr Schreiben. Leider nützt mir die Kopie des angeblich am 2.2. versendeten Briefes nichts, ich hätte gerne, wie besprochen, die Postquittung.
Antwort: Stille.
Gleiche Bitte nochmals auf den AB gesprochen.
Antwort: Stille.
Nochmals ein Mail geschrieben.
Antwort: Stille.
Blöder Vollidiot!

[GE]ärgert, zweiter Teil: Über die Post.
Paket verschickt, Paket nach 3 Tagen zurückgekommen.
Aber warum bloss???
Empfängerin & Versenderin haben zusammengezählt 7 Telefonate
mit dem Kundendienst der Post geführt und jedesmal eine andere Auskunft erhalten. Beispiel: Das Paket wurde retourniert, weil es seit dem 2. März in der Postfiliale lag und nicht abgeholt wurde. Antwort: Kann nicht sein, da ich das Paket ja erst am 17. März aufgegeben habe! Weiteres Beispiel: Die Zustellung war unmöglich, weil kein Nachsendeauftrag besteht. Antwort: Natürlich besteht kein Nachsendeauftrag, es ist ja niemand umgezogen! Kundenfreundliche Lösungen? Gibt's nicht, haben wir nicht. Nach 7 Tagen hin und her musste ich das vermaledeite Ding abholen, Rücksendeporto dafür bezahlen und wir wissen immer noch nicht, warum das Paket wieder bei mir gelandet ist.

Sehr [GE]freut, weil es eben auch anders geht
Für den geerbten, fast 30 Jahre alten Kirschenentkerner von Leifheit benötigte ich dringend eine neue Gummilippe. Ohne grosse Hoffnung beim Kundendienst im Coop City nachgefragt, ob ich das Ersatzteil bei ihnen bestellen könne, da sie das Gerät dieser Firma im Sortiment haben. Die Dame huschte schnell ins Lager, kam mit einer Gummilippe zurück und drückte sie mir lächelnd in die Hand. Völlig überrascht erkundigte ich mich nach der geschuldeten Summe und bekam zu hören: 
Nichts, das ist ein Geschenk des Hauses.
Einsatz des Geschäfts: Etwa einen halben Franken. 
Gewinn: Eine neue Stammkundin.

[GE]hört: Love in an Elevator - Aerosmith

 [GE]lacht

                          


Samstag, 2. April 2016

Eierlikörkuchen mit Brombeeren



Im letzten Spätsommer bin ich eines Abends in den total verwilderten Nachbargarten geschlichen und habe alle Brombeeren gepflückt, die ich ohne grössere Verletzungen erreichen konnte. Der kostbare Schatz wanderte sogleich in die Tiefkühltruhe und wurde vergessen für den Osterbrunch wieder aus der Versenkung geholt. Als süsses Finale hatte ich eigentlich einen Eierlikörkuchen mit Rhabarber vorgesehen, doch die TK-Vorräte waren erschöpft und die Stängel im Garten noch viel zu klein. So hatte ich die Qual der Wahl zwischen Stachelbeeren (kann Schwesterherz nicht leiden), Himbeeren (dito), roten Johannisbeeren (mag Herr C. nicht besonders), schwarzen Johannisbeeren (perfekt, nur leider zu wenig) und den gemopsten Brombeeren. Schwierig, unter solchen Bedingungen die richtige Entscheidung zu treffen... Doch schlussendlich kam der saftige Kuchen so gut an, dass ich nur noch ein Randstückchen für einen Schnappschuss retten konnte. 


Für eine rechteckige Brownieform (20 x 30 cm):

  • 250 gr weiche Butter & ein Knubbel zum Ausbuttern
  • 200 gr Zucker
  • Abrieb einer halben Zitrone
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier Grösse L
  • 220 gr Mehl 
  • 80 gr Speisestärke
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 200 gr selbst gemachter Eierlikör*
  • ca. 350 gr Brombeeren, frisch oder gefroren 

Form mit dem Knubbel Butter grosszügig einfetten, zur Seite stellen. Ofen auf 190 Grad vorheizen und das Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Butter, Zucker, Zitronenabrieb, Vanillepulver und Salz mit dem Handrührer crèmig aufschlagen. Eier einzeln zugeben und jeweils 30 Sekunden unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver in einer anderen Schüssel vermischen. Abwechselnd Mehlmischung und Eierlikör unter die Eiermasse rühren. In die eingefettete Form löffeln und die Oberfläche glatt streichen. Die Beeren möglichst gleichmässig auf dem Teig verteilen. Form auf das Gitter stellen und etwa 45-50 Minuten bei 190 Grad backen, bis die Stäbchenprobe positiv verläuft. Falls der Kuchen zu schnell bräunt, die Oberfläche locker mit Alufolie abdecken. In der Form auskühlen und vor dem Servieren möglichst ein paar Stunden durchziehen lassen. Und bloss nicht die Schlagsahne dazu vergessen! Wenn schon, denn schon.


* Eierlikör gibt's bei uns nur aus demeter-Eiern nach meinem Hausrezept:

  • 200 ml UHT-Rahm/H-Sahne
  • 1/3 Vanilleschote
  • 3 superfrische Bio-Eigelb 
  • 180 gr Puderzucker
  • 1 Msp fein geriebene Tonkabohne
  • 250 ml milder Kirsch 
  • 2 El Cognac

Vanilleschote der Länge nach halbieren, Mark auskratzen. Schote und Mark zusammen mit dem Rahm in einem kleinen Topf aufkochen lassen. Topf vom Herd nehmen und die Vanillesahne 15 Minuten ziehen lassen. Zwischendurch umrühren, damit sich keine Haut bildet. Unterdessen Eigelb, Puderzucker und Tonkabohne mit dem Handrührer verquirlen, bis die Masse sehr hell/fast weiss ist. Vanilleschote entfernen und den Rahm unter stetigem Rühren zur Eiermischung giessen. Den Kirsch zugeben, gut vermischen. Eierlikör in eine (Wasserbad)Schüssel umfüllen, auf einen Topf mit heissem Wasser setzen und langsam erwärmen. Immer schön rühren, damit nichts anhängt. Der Likör sollte nach einigen Minuten anfangen einzudicken. Wichtig: Nicht zu heiss werden lassen (max. 72 Grad)! Soll ja kein Rühreilikör werden. Sobald der Schüsselinhalt schön dickflüssig ist, den Cognac zugeben. In eine ausgekochte Flasche füllen, Deckel zudrehen, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann ab in den Kühlschrank damit. Möglichst bald verbrauchen.