Sonntag, 6. Mai 2012

Valzeiner Pitta



Entdeckt habe ich das Rezept in einer kleinen, aber feinen Broschüre namens "Backen mit Schweizer Bäuerinnen". In Graubünden ist dieses Festtagsgebäck auch unter dem Namen Bütschella bekannt. Der dickflüssige Teig wird von Hand geklopft und nicht geknetet. So erhält man einen supersaftigen Kuchen ohne jeglichen Hefegeschmack. Die Pitta bleibt lange frisch und weich, deshalb schmeckt sie auch einige Tage nach dem Backen noch sehr lecker.


Für eine Pitta:

  • 80 gr Rosinen
  • 1/2 El brauner Rum
  • heisses Wasser

Rosinen mit dem Rum in einer Schüssel mischen. Soviel heisses Wasser zufügen, bis die Rosinen gut bedeckt sind. Zwei Stunden einweichen und danach in einem Sieb gut abtropfen lassen.

  • 300 gr Mehl 
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 70 gr Zucker
  • 4 gr Salz
  • 1 Tl abgeriebene Zitronenschale
  • 250 ml Milch
  • 70 gr Butter
  • 1 kleines Ei, verquirlt
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2-3 El Hagelzucker

Mehl, Trockenhefe, Zucker, Salz und Zitronenschale in einer Schüssel vermischen. Butter im Topf schmelzen lassen. Kühlschrankkalte Milch und das Ei einrühren. Die Flüssigkeit zur Mehlmischung geben, kurz unterrühren. Zitronensaft und Rosinen zugeben und mit einem Kochlöffel zu einem glatten, glänzenden Teig klopfen (wie wenn man Spätzleteig herstellt). Schüssel abdecken und den Teig 60 Minuten an einem warmen Plätzchen aufgehen lassen. Ofen auf 220 Grad vorheizen. Nach der Ruhezeit den Teig mit dem Kochlöffel kurz durchrühren und in eine ausgebutterte oder mit Backpapier belegte Kuchenform füllen. Die Oberfläche grosszügig mit Hagelzucker bestreuen. Form abdecken - am besten mit einer geölten Frischhaltefolie - und den Teig aufgehen lassen, bis er sein Volumen fast verdoppelt hat. Vorsichtig auf einem Kuchenblech auf der mittleren Rille in den Ofen schieben. Hitze nach zehn Minuten auf 180 Grad reduzieren. Gesamtbackzeit: 40-45 Minuten. In der Form mindestens 20 Minuten abkühlen lassen. Danach aus der Form holen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Hält sich gut verpackt locker 4-5 Tage frisch und saftig.

Anmerkung:
Den Teig vor dem Backen NICHT einschneiden. Mea culpa.


Heute wird das Sonntagssüss von Lingonsmak gesammelt.


Samstag, 5. Mai 2012

Alles nur geklaut: Risotto aus dem Ofen



Vor kurzem bei der tomatenblüte gesehen und seither nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Heute Mittag musste ich den Risotto nach Donna Hay unbedingt ausprobieren. Kurz in den Supermarkt geflitzt, um fehlende Zutaten zu kaufen. Zu Hause festgestellt: Alles da, nur den Risottoreis hatte ich vergessen. Wie blöd kann man eigentlich sein? Verzweifelt die Speisekammer durchsucht und im hintersten Winkel doch noch ein halbes Päckchen Sant'Andrea aus dem Piemont gefunden. Puuh, Schwein gehabt. Zusätzlich nahm ich noch eine gehackte Zwiebel, Weisswein statt Zitronensaft und etwas mehr Flüssigkeit.

Sybille fand den Risotto PERFEKT, wir ebenfalls. Danke!

Für vier Personen:

  • 1 mittelgrosse Zwiebel, fein gehackt
  • 250 gr Risottoreis
  • 900 ml heisse Brühe 
  • 100 ml Weisswein
  • 40 gr Butter
  • 70 gr Parmesan, frisch gerieben
  • wenig abgeriebene Zitronenschale 
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Zwiebelstücke in wenig Butter anschwitzen, mit Weisswein ablöschen. Zusammen mit dem Reis und der Brühe in eine Auflaufform geben. Form mit Alufolie verschliessen und 35 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Form aus dem Ofen holen und die Alufolie entfernen (Achtung, heisser Dampf!). Restliche Butter, Parmesan, Zitronenschale und Pfeffer unterrühren. Sofort servieren.

Dazu gab es gerösteten Blumenkohl, ebenfalls aus dem Ofen. Leider war diese Beilage absolut nicht nach unserem Geschmack, daher werde ich das Rezept nicht verbloggen.



Donnerstag, 3. Mai 2012

Grapefruit-Tartelettes mit Tonkabohne und Hibiskuszucker


Die dunklen Punkte sind Hibiskusstückchen. Irgendwer hat das feine Teesieb verhühnert... *hmpf*

Eigentlich sollte es heute Rhabarber-Tartelettes geben. Doch der Rhabarber im Garten ist zum Ernten immer noch zu klein. Die letzten zwei rosa Grapefruits in der Obstschale boten sich als Ersatz an. Das Endergebnis: Fruchtig, saftig, ein kleines bisschen exotisch und sehr, sehr lecker.


Für den Hibiskuszucker:

  • 1 El getrocknete Hibiskusblüten
  • 2 El Zucker
  • 1 Prise Salz

Zucker, Salz und Hibiskusblüten im Mixer sehr fein zerkleinern. Durchsieben (!) und die groben Blütenstücke entsorgen. Endergebnis: süss-saurer, rosafarbener Puderzucker. Passt auch wunderbar zu Fruchtsalat und in selbst gemachte Limonade.


Für 6 Tartelettes:

  • 2 rosa Grapefruits
  • 2 El Hibiskuszucker
  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • 350 ml kalte Vollmilch
  • 2 El Zucker
  • 1/3 Tl geriebene Tonkabohne (oder etwas Vanillemark)
  • 1 rechteckig ausgewallter Blätterteig

Ofen auf 210 Grad vorheizen.

Grapefruits filetieren. Ausgelöste Filets in kleine Stücke schneiden, in einem Sieb abtropfen lassen. Puddingpulver mit 150 ml Milch klümpchenfrei verrühren. Die restlichen 200 ml Milch mit dem Zucker und der geriebenen Tonkabohne aufkochen. Aufgelöstes Puddingpulver in die kochende Milch giessen. Unter ständigem Rühren kochen, bis die Masse andickt. Vom Feuer nehmen und etwas auskühlen lassen. 

Aus dem Blätterteig sechs Kreise ausschneiden. Funktioniert am besten mit einer Schere. Blätterteig mit dem anhaftenden Backpapier nach unten in die Tartelettes-Förmchen legen. Zwei Esslöffel Pudding darauf verteilen. Grapefruitfilets mit dem Hibiskuszucker mischen, auf die Puddingmasse löffeln. Förmchen auf ein Backblech stellen und auf der mittleren Schiene 20-25 Minuten backen.
Lauwarm oder kalt servieren.


Mittwoch, 2. Mai 2012

Am Tag der Arbeit sollst du nicht ruh'n, sondern tausend Schritte tun


Es blüht...


 .... und grünt....


.... irgendwo hinter Gelterkinden/BL. 


 Die Trüffelsaison scheint dieses Jahr schon im Mai zu beginnen


Üben für den Jakobsweg