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Sonntag, 14. August 2022

Dinkelsahnekuchen mit Mandelbelag

Nothing fancy, just an easy Sonntagssüss.

Belag:

  • 100 gr Mandelblättchen
  • 100 gr Zucker
  • 65 gr Butter
  • 4 El Sahne (io: laktosefrei, UHT)
  • 2 Tropfen ätherisches Bittermandelöl oder ein gehäufter 1/4 Tl Zimtpulver 

Ofen auf 200 Grad vorheizen, das mit Backpapier belegte Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Eine Wähenform mit 24 cm Durchmesser einbuttern. Einen etwa 45 cm langen, handbreiten Streifen Backpapier abschneiden, quer in die Form legen, ebenfalls bebuttern. So lässt sich der Kuchen später problemlos aus der Form heben. Mandelblättchen in einer Pfanne hellbraun rösten. Zucker zugeben, dann Butter, Sahne und Bittermandelöl oder Zimt. Rühren, bis der Pfanneninhalt blubbert. Pfanne vom Herd ziehen und die Mandelmasse auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Unterdessen den Teig zubereiten.

Teig:
  • 200 gr Sahne (io: laktosefrei, UHT)
  • 120 gr Zucker
  • 1 El brauner Rum (io: Coruba)
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier Grösse L
  • 225 gr Dinkelmehl Typ 630 oder helles UrDinkelmehl
  • 3 Tl Weinsteinbackpulver

In einer Rührschüssel Sahne, Zucker, Rum, Vanille, Salz und Eier mit einem Schwingbesen ausgiebig verrühren. Mehl und Backpulver vermischen. In zwei Portionen unterrühren. Nur so lange mischen, bis der Schüsselinhalt gerade glatt ist. Teig in der vorbereiteten Form verteilen. Backen: 18-20 Minuten bei 200 Grad. Der Kuchen sollte aufgegangen und leicht gebräunt sein. Die Mandelmasse in der Pfanne mit einem Gummispatel durchrühren. Backofenhitze auf 240 Grad hochdrehen, Kuchen aus dem Ofen holen. Den Belag einigermassen gleichmässig auf dem Kuchenboden verteilen. Zackig arbeiten und rundherum einen daumenbreiten Rand frei lassen, damit die Mandelmasse beim Backen nicht über den Formrand tropft. Kuchen wieder zurück in den Ofen stellen, Hitze auf 180 Grad reduzieren. Weitere 10-12 Minuten backen, bis der Stäbchentest positiv verläuft. Gitter auf der zweiten Schiene von oben einschieben und dem Belag 3-4 Minuten zum Nachbräunen gönnen. Wichtig: Unbedingt auf Sicht backen, sonst gibt's Dinkelsahnekuchen mit Brikettbelag zum Kaffee. Gesamtbackzeit: 30 - 35 Minuten. Auf einem Kuchengitter 20 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig mit Hilfe des Backpapierstreifens aus der Form heben. Eventuell vorher die Form hochkant stellen und vorsichtig rundherum drehen, um den Kuchen vom Formrand zu lösen. Vor dem Anschneiden komplett auf dem Kuchengitter auskühlen lassen. Direkt geniessen oder, falls möglich, gut eingepackt über Nacht bei Zimmertemperatur lagern. Der Geschmack profitiert ungemein von ein paar Stunden Ruhezeit, meiner Meinung nach. Mit Beeren aus dem Garten servieren. Kuchenreste (echt?) halten sich locker drei Tage. Kindergerecht: Rum durch den feinen Abrieb einer Bio-Orange, Mandarine oder Clementine ersetzen und etwas mehr Vanille verwenden. 

Sonntag, 5. November 2017

Fledermauskuchen ohne Fledermäuse aka Tahinikrümelkuchen



Heute folgt die zweite Version des Fledermauskuchens, allerdings ohne gehackte Fledermäuse. Stattdessen mit Mandelblättchen und ein wenig Bittermandelöl, für die Erwachsenen unter uns. Geschmacklich genau so gefällig wie die Halloweenvariante und optisch sogar alltagstauglich.


Für eine Wähenform mit 24 cm Durchmesser:

  • 50 gr Mandelblättchen, hellbraun geröstet und abgekühlt
  • 100 gr weiche Butter oder Alsan
  • 75 gr beiges Tahin
  • 2-3 Tropfen Bittermandelöl
  • 120 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 175 gr Mehl
  • 1/8 Tl Weinsteinbackpulver

Alle Zutaten der Reihe nach in einer Rührschüssel mit einem Kochlöffel vermischen. Kurz mit den Händen in der Schüssel verkneten, bis der Teig gerade so zusammenhält. Die Konsistenz ähnelt eher nassem Sand als einem Mürbeteig, aber keine Panik, des g'hört so. Schüssel abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag den Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Backpapier passend zuschneiden und die Backform damit auslegen. Teig aus dem Kühlschrank holen und mit den Händen portionsweise grob in der Form zerbröseln. Am Schluss ganz leicht zusammendrücken. In den Ofen stellen und etwa 35 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Aus dem Backrohr holen und 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Danach mit dem Backpapier auf ein Kuchengitter heben und vollständig auskühlen lassen. In kleine Stücke zerschneiden oder brechen.

Sonntag, 26. März 2017

Mandel-Milch-Jelly ohne Tütenzeug



Im Asialaden, in der Ecke mit den Instant-Pülverchen, lachten mich gestern die farbenfrohen Tütchen mit Almond-Jello-Powder aus Thailand an. Süssigkeiten gegenüber bin ich ja so gut wie nie abgeneigt, aber nachdem ich die Inhalts(kampfstoff)liste gelesen hatte, war mir der Appetit gründlich vergangen.


So viele E-Nummern auf einem Haufen sind richtig unheimlich, ganz zu schweigen von den drei zugesetzten künstlichen Aromastoffen. Natürlich geht es auch anders. Fünf Zutaten, 10 Minuten Aufwand und schon habe ich den importierten, pulverisierten Desserthorror übertrumpft. Und zwar um L-Ä-N-G-E-N! Juhui!


Für 2-3 kleine Portionen:

  • 250 gr Milch*
  • 125 gr Wasser
  • 2-3 El Zucker
  • 1/2 Tl Agar-Agar
  • 3-4 Tropfen Bittermandelöl (oder Bittermandelaroma, falls leichter erhältlich)

Alle Zutaten bis auf das Bittermandelöl in einen kleinen Topf geben und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Zwei Minuten kochen. Topf danach vom Herd ziehen und die gesüsste Milch 10 Minuten abkühlen lassen. Bittermandelöl einrühren und in einen kalt ausgespülten Suppenteller oder eine Tarteform giessen. Eine Stunde abkühlen lassen, dann mit Klarsichtfolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank fest lassen. Sobald das Jelly durchgekühlt ist, in mundgerechte Stücke schneiden und mit oder ohne fruchtige Begleitung servieren. Bei mir waren es heute Orangenfilets samt Saft, aber auch Erdbeeren oder Melonen passen hervorragend dazu.
* Für eine vegane Variante Milch und Wasser durch 375 gr Mandel-, Hafer- oder Reismilch ersetzen.


Sonntag, 11. September 2016

Zwetschgenmuffins



In einem Artikel der New York Times wurde kürzlich verkündet: Cupcakes sind OUT, Muffins wieder IN.
Kein Einwand meinerseits gegen diese Einschätzung. Ich konnte Cupcakes noch nie wirklich leiden. 


Richtig gute Muffins brauchen schliesslich weder Buttercrème noch Frosting.
Der beste Beweis? 
Zwetschgenmuffins!


Für 6 Muffins:
  • 6-8 grosse Zwetschgen
  • 1 gehäufter Tl fein gemahlener Weizen
Zwetschgen waschen, halbieren, Stein entfernen und 120 Gramm abwiegen. Die abgewogenen Hälften in kleine Stücke schneiden. Erst unmittelbar bevor sie in den Teig wandern, mit dem Weizen vermischen.

Topping:
  • 1/2 El brauner Rohrzucker
  • 1/8 Tl Zimt
In einem Schüsselchen verrühren und zur Seite stellen.

Teig:
  • 75 gr brauner Rohrzucker
  • 50 gr sehr weiche Butter
  • 50 gr Saure Sahne, zimmerwarm
  • 1 Ei Grösse L, zimmerwarm
  • 3 El Milch
  • 2 El Bittermandelextrakt
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 120 gr Mehl
  • 20 gr fein gemahlener Weizen 
  • 1 leicht gehäufter Tl Weinsteinbackpulver

Ofen auf 190 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Ein 6-er Muffinblech mit Papierförmchen bestücken oder gut ausfetten. Zucker, Butter und Saure Sahne eine Minute mit dem Handrührer vermixen. Ei dazu, 30 Sekunden untermischen. Dann Milch, Bittermandelextrakt, Vanillepulver und Salz kurz unterrühren. Mehl, gemahlener Weizen und Backpulver zugeben und 5-10 Sekunden lang vermischen, bis der Teig gerade homogen ist. Zwetschgenstücke mit dem gemahlenen Weizen blitzschnell verrühren, in die Schüssel kippen und mit einem Teigschaber kurz unterheben. Teig mit einem Esslöffel in die vorbereiteten Vertiefungen der Form verteilen. (Nicht wie gewohnt 3/4 voll, sondern randvoll. Das sorgt für einen hübschen Gupf). Mit Zimtzucker bestreuen und zackig in den Ofen schieben. Backen: Zuerst 20 Minuten bei 190 Grad. Dann auf 210 Grad hochdrehen und das Gitter auf die mittlere Schiene verfrachten. Dort noch 6-8 Minuten nachbräunen lassen. Stäbchentest nicht vergessen. Wenn nichts mehr am Hölzchen klebt, Form aus dem Ofen holen. Fünf Minuten abkühlen lassen, dann die Form leicht schräg halten und die Muffins vorsichtig befreien. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Anmerkung: Kein Bittermandelextrakt zur Hand? Shame on you. Notlösung: 2 El Milch und 2-3 Tropfen Bittermandelöl. Oder gleich auf 2,5 El Grand Marnier und 2,5 El Milch ausweichen. 

Sonntag, 27. März 2016

Ostergrüsse aus Istanbul: Paskalya Çöregi



Wer hat's erfunden? In diesem Fall die Griechen und Armenier, die das Osterfest mit briocheähnlichem Tsoureki bzw. Choereg feiern. Daraus entstand dann das türkische Paskalya çöreği, welches sich seit einigen Jahren, besonders in den Grossstädten Istanbul und Izmir, wachsender Beliebtheit erfreut. Traditionell wird das Ostergebäck mit Mahlap (Kerne der Felsenkirsche) und Mastix (Harz des Pistazienbaumes) verfeinert. Mahlap wird bevorzugt ungemahlen gekauft, ist aber oft nur als gemahlene Variante in Geschäften mit türkischen Spezialitäten erhältlich. Unbedingt beachten: Das Pulver sollte fast weiss sein, gelbliches Mahlap hat seine besten Tage schon hinter sich. Mastix ist leider nicht ganz so einfach aufzutreiben. Griechische Läden sind eine gute Anlaufstelle, im Internet wird man ebenfalls fündig. Mahlap kann durch 2-3 Tropfen Bittermandelöl und 1/4 Tl Vanillepulver ersetzt werden, Mastix durch einen gehäuften 1/4 Tl frisch gemahlenen grünen Kardamom. Bitte die Ersatzaromen nicht miteinander kombinieren, d.h. entweder Bittermandel und Vanille oder Kardamom verwenden. Der Zopf schmeckt dann natürlich ganz anders, aber trotzdem immer noch orientalisch-exotisch.


Für einen Zopf:

  • 420 gr Weizenmehl Typ 405 
  • 80 gr Dinkelmehl Typ 630
  • 80 gr Zucker
  • fein abgeriebene Schale einer kleinen Blutorange
  • 1 Tl Mahlep, frisch gemahlen
  • 1/4 Tl Mastixtränen, mit 1 Tl Zucker im Mörser fein zermahlen
  • 8 gr frische Hefe
  • 240 gr knapp lauwarme Milch
  • 1 Ei Grösse L, zimmerwarm
  • 8 gr Salz
  • 80 gr kühlschrankkalte Butter
  • 2 El Milch zum Bestreichen
  • 2-3 El Mandelblättchen zum Bestreuen (optional)

Alle Zutaten bis und mit Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Drei Minuten auf Stufe 1 kneten, bis der Teig zusammenhält. Dann die kalte Butter flöckchenweise zugeben und langsam einkneten. Am Anfang wird der Teig sich trennen und ziemlich komisch aussehen. Einfach weiterkneten lassen, bis sich der Teig vollständig von der Schüssel gelöst hat. Das dauert gut und gerne nochmals zehn Minuten. Abdecken und etwa 4-5 Stunden bei kühler Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Aus der Schüssel nehmen, Teig halbieren und beide Stücke grob länglich formen. Wieder abdecken und 10 Minuten entspannen lassen. Zu etwa 60 cm langen Strängen formen, locker verzöpfeln oder zu einer Schnecke eindrehen. Mit geölter Folie abdecken und etwa 40 Minuten aufgehen lassen, bis sich das Volumen um ca. 70% vergrössert hat. Ofen unterdessen auf 220 Grad vorheizen. Den Zopf mit Milch oder verquirltem Ei bepinseln und, falls gewünscht, mit Mandelblättchen bestreuen (io: vergessen). Auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Leicht schwaden, Hitze auf 200 Grad reduzieren und 10 Minuten anbacken. Auf 180 Grad regulieren und weitere 30 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Frohe Ostern alle miteinander.

Samstag, 12. Dezember 2015

Gentlemen's Marzipan Cake



Weihnächtliche Stimmung ist hier weit und breit noch nicht auszumachen. Es ist einfach zu warm und zu sonnig, um auch nur an Keksbackorgien zu denken. Aber ein Kuchen geht ja bekanntlich immer. Er ist eine Hommage an die Marzipanröllchen, die meine frühere Mathelehrerin immer in der Adventszeit in ihren Klassen verteilt hat. Diese Röllchen bestanden aus getrockneten Aprikosen, wenig Rum, viel Marzipanrohmasse und die Enden waren mit dunkler Schokolade überzogen. Ich liebte diese kleinen, pappsüssen Dinger (übrigens ganz im Gegensatz zu meiner Lehrerin). Mittlerweile bevorzuge ich Süssigkeiten, die mich nicht direkt ins Zuckerkoma befördern, darum ist der Zuckermenge im Kuchen ziemlich gering ausgefallen. Süssschnäbel erhöhen den Anteil auf mindestens 50 Gramm, dann ist es aber kein Gentlemen's Cake mehr. 


Für eine kleine Kastenform (21 x12 cm):

  • 60 getrocknete Aprikosen
  • 1 El Cognac

Aprikosen nicht zu fein hacken, mit dem Cognac vermischen und 1 Stunde ziehen lassen. Cakeform gründlich ausbuttern oder mit Backpapier auslegen.


Teig:
  • 75 gr Butter, sehr weich
  • 30 gr Zucker 
  • 4 Tropfen Bittermandelöl 
  • 1 Prise Salz
  • 100 gr weiche Marzipanrohmasse, in kleine Stücke zerteilt
  • 2 Eier Grösse L
  • 50 gr grob gehackte Schokolade, mind. 70%
  • 80 gr Weizenmehl 
  • 20 gr Speisestärke
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver

Ofen auf 170 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Butter mit Zucker, Bittermandelöl und Salz 30 Sekunden mit dem Handrührer vermischen. Dann 30 Sekunden die Marzipanrohmasse einarbeiten. Eier einzeln zugeben, jeweils 30 Sekunden untermischen. Schokolade und die getränkten Aprikosen samt Restflüssigkeit von Hand unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver miteinander vermischen, in zwei Durchgängen zugeben und nur so lange rühren, bis der Teig gerade homogen ist. In die vorbereitete Kastenform füllen, in den Ofen damit und 25 Minuten backen. Das Gitter eine Schiene höher einschieben und dann noch weitere 10 Minuten bräunen, bis der Stäbchentest positiv ausfällt. Auf einem Gitter 10 Minuten auskühlen lassen, erst dann aus der Form befreien. Der Kuchen hält sich, gut eingepackt und kühl gelagert, problemlos 4-5 Tage und wird dabei immer aromatischer. Grundrezept: Von Madame Sin die Weck weg

Sonntag, 8. Februar 2015

Thumbprint Cookies mit WonderFlour



Ein Sonntagssüss der Extraklasse: Nussig, sehr mürbe und nicht zu süss.


Für etwa 40 Kekse:

  • 320 gr WonderFlour
  • 1,5 Tl Weinsteinbackpulver
  • 2 Prisen Salz
  • 210 gr Butter, weich
  • 110 gr Zucker
  • 2 Msp Vanillepulver
  • 1 Ei, Grösse L 
  • 2 El hausgemachter Bittermandelextrakt*
  • ca. 100 gr Gelée oder Konfitüre (z.B. Kornelkirsche, Johannis-, Him- oder Brombeere)

Mehl mit Backpulver und Salz mischen. In einer Schüssel Butter, Zucker und Vanillepulver mit dem Rührgerät aufschlagen, bis die Masse crèmig ist. Das Ei auf höchster Stufe 30 Sekunden unterquirlen, dann Bittermandelextrakt untermischen und nur so lange rühren, bis die Masse wieder glatt ist. Mehl esslöffelweise untermischen. Entweder auf Knethaken wechseln oder gleich von Hand unterheben. Am Schluss kurz durchkneten, bis der Teig zusammenhält. Schüssel abdecken und etwa 1 Stunde kalt stellen, bis der Teig besser formbar, aber nicht steinhart ist. 

Jeweils die Menge einer kleine Walnuss abnehmen, rund formen und ein bisschen platt drücken. Mit dem Zeigefinger oder einem dicken Löffelstiel vorsichtig ein Loch in die Teigbällchen drücken. Mit einem halben Teelöffel Konfitüre oder Gelée füllen. Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen bei 170 Grad etwa 15 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Sie sollten nur unten Farbe annehmen und oben so hell wie möglich bleiben. Die Cookies halten sich, gut verpackt in einer Blechdose, bis zu drei Wochen. Eventuell zwischen die einzelnen Lagen eine Schicht Backpapier legen, damit sie nicht zusammenkleben.

* Kann durch 2 El kaltes Wasser und zwei Tropfen Bittermandelöl ersetzt werden.


Dienstag, 16. September 2014

Frangipanitarte mit Nashis



Herr C. hatte seine Beziehungen spielen lassen und so durften Lieblingsnichte und ich zum exklusiven Showcase von George Ezra, welches im Basler Sud über die Bühne ging. Kurz und bündig: Ihr habt einen gewaltigen Auftritt verpasst!


Nach diesem Erlebnis der Extraklasse startete ich mit soviel Schwung in den heutigen Tag, dass die Tarte nach nur zehn Minuten Arbeitszeit im Ofen war. Die Nashis habe ich letzte Woche vor dem Sunnebädli gekauft, wo ab und zu ungespritztes Obst preisgünstig auf einem kleinen Regal angeboten wird. Wer keine Nashis findet, ersetzt sie einfach durch nicht zu reife Birnen.


Für eine runde Wähenform mit 24 cm Durchmesser:

  • 100 gr Mandelblättchen 
  • 100 gr weiche Butter
  • 80 gr Zucker 
  • 1 grosses Ei (ca. 70 gr)
  • 2 El selbst gemachter Bittermandelextrakt oder 1-2 Tropfen Bittermandelöl
  • 4-5 kleine Nashis (ca. 500 gr)
  • 1 rund ausgewallter Blätterteig

Ofen auf 190 Grad vorheizen. Von den Mandelblättchen einen gehäuften Esslöffel für die Dekoration zur Seite legen, restliche Menge im Mixer fein mahlen. Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Ei gut unterrühren, dann gemahlene Mandeln und den Bittermandelextrakt untermengen. Nashis schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und die Viertel, je nach Grösse, der Länge nach halbieren oder dritteln. Blätterteig auf die Grösse der Wähenform zuschneiden und mit dem anhaftenden Backpapier nach unten hineinlegen. Die Mandelmasse gleichmässig darüber verstreichen und spiralförmig mit den Nashischnitzen belegen. Gitter auf der untersten Schiene einschieben und die Tarte etwa 45 Minuten backen. Nach 20 Minuten Backzeit mit den Mandelblättchen bestreuen. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, locker mit Alufolie abdecken. Lauwarm oder abgekühlt servieren.

P.S. Mädels, ihr kriegt eine eigene ganz für euch. Versprochen.


Sonntag, 5. Februar 2012

Blanc Manger mit frischer Mandelmilch



Bei diesen Temperaturen scheint auch meine Hirnleistung zu schwinden.
Habe zum Fotografieren den gleichen Unterteller wie letzten Sonntag verwendet. Uuups...

Schon wieder Sonntag, schon wieder ein weisses Dessert. Momentan könnte ich mich von Pudding, Griessbrei und Co. ernähren. Muss wohl am Wetter liegen. Bei dieser Kälte (-10 Grad) bleibe ich lieber mit einem Krimi im Bett und löffle dort gemütlich schwabbelige Süssspeisen. Leicht exzentrisch, ich weiss. Aber es macht mich glücklich und was mich glücklich macht, ist gut.

Kurz zur Geschichte des Blanc Manger:
Schon im Mittelalter gab es ein Gericht namens Blanc Manger (= weisse Speise), dieses war allerdings nicht süss, sondern salzig. Mandeln wurden zerstossen und mit Brühe und weissem Fleisch gekocht, daraus ergab sich eine beliebte Fastenspeise. Ab dem 17. Jahrhundert wandelte sich das Blanc Manger langsam zum Dessert. In seiner einfachsten Form war und ist es eine Mandelsulz, bestehend aus Mandelmilch, Zucker und Gelatine.

Bei mir darf es ein wenig luxuriöser sein und somit ein weiterer Beitrag zur {Initiative Sonntagssüss}

Für 4-6 Portionen:

  • 150 gr Mandeln, ungeschält
  • 600 ml Wasser
  • 100-125 gr Zucker
  • 1-2 Tropfen Bittermandelöl
  • 1 Tl Agar-Agar
  • 200 ml frische Sahne

Mandeln für einige Stunden (am besten über Nacht) in reichlich kaltem Wasser einweichen. Einweichwasser wegschütten, Mandeln mit 100 ml Wasser in den Mixer geben und zu einem glatten Mus pürieren. Nach und nach die restlichen 500 ml Wasser zufügen. Mandelmilch durch ein feines Tuch (Geléetuch, Nussmilchbeutel o. ä.) filtern. Das Mandelmehl weiterverwenden oder entsorgen.

Mandelmilch, Zucker und Agar-Agar in einen Topf zum Kochen bringen. Eine Minute kochen lassen, dabei immer schön rühren. Topf zur Seite stellen und Bittermandelöl zugeben. Nach einigen Minuten in eine Schüssel umfüllen und so lange auskühlen lassen, bis die Masse gerade anfängt fest zu werden. Das dauert so 10 bis 30 Minuten, je nach Temperatur. Unterdessen die Sahne steif schlagen. Wenn die Mandelmilch anfängt zu gelieren, Schlagsahne unterziehen. Am besten mit einem Gummischaber, damit so wenig Luftbläschen wie möglich zerstört werden.

Blanc-Manger in Förmchen oder Tassen abfüllen und mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Wer es puristisch mag, serviert nichts dazu. Allen anderen empfehle ich eine selbst gemachte Fruchtsosse (z.B. aus Beeren) als Begleitung. Frische oder gefrorene Beeren in den Mixer geben, Zucker nach Geschmack dazu, vielleicht noch einen Tropfen Alkohol, Mixer anschalten und fertig.

Anmerkung:
Schneller geht es natürlich mit fertig gekaufter Mandelmilch, z.B. aus dem Bio-Laden. In diesem Fall nur 500 ml verwenden. Reines Bittermandelöl erhält man in der Apotheke oder bei vielen Anbietern von ätherischen Ölen. Bitte kein künstliches Bittermandel-Aroma (Dr. Oe...) oder ähnliches verwenden. Dann lieber das Bittermandelöl durch etwas Vanillemark ersetzen.