Dienstag, 24. April 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -148-



[GE]gessen: Zitroniges Quornschnitzel mit Bratkartoffeln & Spargel

[GE]trunken: Ahornwasser. War keine Offenbarung.

[GE]dämpft: Grünen Spargel. Den ersten, dieses Jahr.

[GE]backen: 
Focaccia mit einem Fütterungsrest der neu angesetzten Pasta Madre

[GE]wesen
Ein Lager bzw. eine Werkstatt für Herrn C. angesehen. Die Vermieterin war ungeheuer sympathisch, aber der Raum leider zu unpraktisch und die Miete zu hoch.

 [GE]sehen: A Quiet Place 

[GE]lesen: Eichmann vor Jerusalem - Bettina Stagneth

[GE]freut: Meiner allerliebsten Lieblingsmitarbeiterin schon seit Wochen nicht mehr über den Weg gelaufen. Ein Grund zum Feiern!

[GE]ärgert
Allerdings schafft diese Frau es auch in absentia durch ihre Fehler und Nachlässigkeit immer präsent zu bleiben...

[GE]kauft
Kokoswasser, Sternanis, Zitwer (weisses Kurkuma) und tiefgekühlte Curryblätter.
Die Curryblätter-Durststrecke ist damit offiziell beendet!
(Und ich weiss immer noch nicht, warum sie fast drei Jahre nirgends mehr erhältlich waren. Weder frisch noch gefroren. Vielleicht EHEC-Verdacht?) 

Passend zur Hitzewelle [GE]hört: Club Tropicana - Wham!

[GE]lacht:
Über den Zettel auf dem Foto (anklicken für bessere Lesbarkeit)

Sonntag, 22. April 2018

Gomfibraunies



Im Kühlschrank finden sich ab und zu halbleere Gläser mit selbst gemachter Konfitüre und/oder Gelée, die unabsichtlich immer weiter nach hinten gewandert und so aus dem Blickfeld verschwunden sind. Diese Braunies sind eine wunderbare Möglichkeit, solche Reste in ein köstliches Dessert zu verwandeln. Ihr Name setzt sich übrigens zusammen aus dem mundartlichen "Gomfi" (siehe Schweizerisches Idiotikon) und der amüsanten eingedeutschten Schreibweise von "Brownies".


Für eine runde Tarteform (24cm) oder eine viereckige Brownieform (20 x 20 cm):

  • 200 gr dunkle Schokolade, mind. 50%
  • 100 gr Butter
  • 3 Eier Grösse L
  • 140 gr Zucker
  • 20 gr Kakao
  • 1 grosszügige Prise Salz
  • 120 gr Konfitüre, Gelée oder Marmelade, glatt gerührt (io: Holundergelée)
  • 120 gr Mehl
  • gehäufter 1/4 Tl Backpulver
  • 2 El angerösteter Sesam (optional)

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Die Form mit Backpapier auslegen. Schokolade und Butter im Wasserbad schmelzen, glatt rühren. Zur Seite stellen. Eier mit Zucker, Kakao und Salz klümpchenfrei verquirlen, dann die Konfitüre unterrühren. Mehl und Backpulver in die Schüssel geben, kurz untermischen. Geschmolzene Schokolade einrühren. Nur so lange vermischen, bis der Teig gerade homogen ist. In die vorbereitete Form giessen, mit dem Sesam bestreuen. In den Ofen verfrachten und 30-35 Minuten backen, bis auch die Mitte aufgegangen ist. Auf ein Kuchengitter stellen, in der Form auskühlen lassen und zimmerwarm servieren. Die Braunies halten sich, gut eingepackt & kühl gelagert, etwa eine Woche.

Donnerstag, 19. April 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -147-



[GE]gessen: Maultaschen mit Chinakohl, Peperoni & Pesto

[GE]trunkenKalt angesetzte Tisana Olivone  

[GE]kocht: Haferkörner im Slow Cooker

[GE]backen: Gomfibraunies

[GE]wesen
Im Garten. Herr C. hat den Drahtkomposter in eine besser zugängliche Ecke versetzt. Währenddessen durfte ich das Himbeerfeld und die Kräuterecke mulchen, aus frischen Haselzweigen einen dilettantischen Minizaun flechten und als Belohnung den umgezogenen Komposter mit drei Kesseln Unkraut füttern. Danach hat er noch vergnügt zwei Felder mit der neuen Gartenfräse von Husqvarna umgepflügt. Nach weniger als 30 Minuten war der Boden bis zur gewünschten Tiefe gelockert, die lehmige Erde schön feinkrümelig und keine Spur von Rückenschmerzen weit und breit. 😄

 [GE]sehen: Marianne Faithfull - Der raue Glanz der Seele 

[GE]lesen
Als wir Waisen waren - Kazuo Ishiguro
The Sourdough School - Vanessa Kimbell
Bound to the Fire: How Virginia's Enslaved Cooks Helped Invent American Cuisine
Kelley Fanto Deetz

[GE]freut: Onkel Z. war so lieb, in Zürich eine neue Lunchbox für Herrn C. zu organisieren. Nochmal einen ganz herzlichen Dank dafür.

Bei einer längeren Tramfahrt [GE]ärgert: Ein etwa 4-jähriges Kind spuckt im Tram mehrmals auf den Boden. Der Grossvater, der hinter dem Kind sitzt, findet das auch noch lustig. Auf der Rückfahrt wurde mir ein anderes, etwa gleich altes Kind vor die Nase gesetzt. Die Kleine hatte einen hässlichen Husten und hat mir mehrmals direkt ins Gesicht gehustet. Die Oma, die daneben stand, grinste mich an, als ob sie auch noch stolz auf ihre Enkelin wäre....

 Via Kleinanzeigen für einen Spottpreis [GE]funden:
Eine Trisa La Cremeria (Eismaschine mit Kompressor).
Ice ice baby, vanilla ice ice baby...*sing* 

[GE]kauft: Miso d'Orge von Danival, BioVegan Fermentpulver, Sekowa Backpulver für Vollkorngebäck und Knoblauch-Granulat von Sonnentor 

[GE]hört: Addicted to Love - Robert Palmer

Montag, 16. April 2018

Barely Black Bread



Herr C. ist ein Gewürzgurkenjunkie. Er isst die süss-sauer eigelegten Gürkchen in rauen Mengen zu belegten Brötchen, Gschwellti mit Käse oder auch als kleinen Snack zwischendurch. Wenn er ein Glas geleert hat, backe ich oft mit einem Teil der übrig gebliebenen Flüssigkeit ein amerikanisches Deli Rye Bread. Trotz des relativ hohen Roggenanteils (25 - 60% der Mehlmenge), werden diese Brote konsequent ohne Sauerteig hergestellt. Praktische Sache, wenn man wie ich, keinen Sauerteig mehr pflegen und trotzdem leicht säuerliche, aromatische Roggenmischbrote backen möchte. BTW versuche ich gerade, aus Fermentpulver eine Madre heranzuzüchten, aber das ist eine andere Geschichte. Angelehnt an das Russian Black Bread von King Arthur Flour, entstand vor ein paar Wochen eine neue Version. Das Ergebnis war köstlich, aber nicht annähernd so dunkel wie das Original, darum wurde es von mir in Barely Black Bread umgetauft.


Für ein Kastenbrot:

  • 320 gr Weizenmehl Typ 550
  • 105 gr Roggen, fein gemahlen
  • 10 gr Kakaopulver
  • 1 Tl Getreidekaffeepulver (io: Bambu von A. Vogel)
  • 250 gr lauwarmes Wasser
  • 40 gr Gewürzgurkenlake
  • 40 gr Melasse (io: türkische Maulbeermelasse)
  • 9 gr Salz
  • je 1/4 Tl Kümmel-, Dill- und Fenchelsamen (zuerst abmessen, dann fein mörsern)
  • 4 gr frische Hefe
  • 20 gr Butterflöckchen, kühlschrankkalt

Alle Zutaten bis und mit Hefe in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Zehn Minuten auf Stufe 1 kneten, dann die Butterflöckchen zugeben. Danach noch 5 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen, bis der Teig nicht mehr an Schüssel klebt. Auf einer eingeölten Fläche falten, zurück in die Schüssel legen. Abdecken und 4-5 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Ofen auf 240 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Eine 28 cm lange Brotbackform mit Backpapier auskleiden. Arbeitsfläche mit ein wenig Mehl bestäuben. Den Teig in vier gleich grosse Stücke teilen. Mit den Händen jedes Teigstück zu einer länglichen Zunge ausziehen, aufrollen und in die vorbereitete Form legen. Die Oberfläche mit 2-3 Stössen aus der Sprühflasche befeuchten, mit einer Duschhaube abdecken und ca. 50 Minuten bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis der Teig etwa fingerbreit über den Rand schaut. Mit einem scharfen Messer schräg etwa 3 cm tief einschneiden (wie bei einem Tessinerbrot). In den Ofen stellen, kräftig schwaden und die Hitze danach auf 210 Grad reduzieren. 10 Minuten anbacken. Dann auf 190 Grad runterdrehen und weitere 25 Minuten backen. Aus der Form nehmen und noch 10 Minuten nachbacken. Gesamtbackzeit: 45 Minuten. 

Montag, 9. April 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -146-



[GE]gessen: Cannelloni alla fiorentina

[GE]trunken: Kalt angesetzter Kamillentee

[GE]kocht: Gemüsige Sahnelinsen

[GE]backen: Barely Black Bread

[GE]wesen
Bei Schwesterherz, eine kleine Überraschung im Milchkasten deponiert. Nach dem ersten Arbeitstag an einem neuen Ort ist Schokolade nie verkehrt.

[GE]wesen II: Im Garten. Eine Menge abgeräumt, aufgeräumt & entsorgt.

 [GE]sehen: The Death of Stalin 

 [GE]lesen: Nero: Inszenierung der Macht - Holger Sonnabend

[GE]freut
Die Frau Mutter des Herrn C. hat uns zu Ostern nicht nur mit feinstem Olivenöl beschenkt, sondern mir auch noch ein paar Halsketten überlassen, die sie nicht mehr trägt. Eine ganz besondere Ehre ist, dass sie mir die wunderschöne Bernsteinkette, die einst der Urgrossmutter von Herrn C. gehörte, anvertraut hat. *froi*

[GE]ärgert: Unsere allerliebsten Gartennachbarn waren wieder da und ihr Benehmen ist, falls überhaupt möglich, noch bescheidener als letztes Jahr.

[GE]kauft
15 Holzpflöcke, vier Säcke Rindenmulch, drei Säcke Erde und bunte Mangoldsetzlinge.

Jeden Morgen [GE]hörtDas Krächzen der Raben im Hinterhof.

Sonntag, 8. April 2018

Everything Digestiv Kekse



Kennt ihr das auch, wenn ihr zwar Lust auf irgendetwas zum Knabbern habt, euch aber nicht zwischen süss und salzig entscheiden könnt? Hilfe naht in Form von Everything Digestiv Keksen, die nicht nur beides in sich vereinen, sondern auch noch durch das Everything Gomasio das je ne sais quoi erhalten. Herr C., kein Freund von solchen "Spielereien", bevorzugt die mürben Kekse ohne Zucker, dafür mit erhöhter Salzmenge. Schnell die Gartenmöbel auspacken, den Vinho Verde aus dem Kühlschrank holen und der Sommer kann beginnen.


Für 28 Kekse:

  • 4 El Everything Gomasio
  • 125 gr Gerstenflocken
  • 125 gr Gerstengraupen, fein gemahlen
  • 40 gr brauner Rohrzucker
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1/4 Tl feines Meersalz
  • 125 gr Butter, kühlschrankkalt 
  • ca. 80 gr kalte Milch

Ofen auf 200 Grad vorheizen, Backblech mit einem Backpapier belegen. Gomasio im Mixer fein zerkleinern. In eine Rührschüssel umfüllen. Gerstenflocken in den Mixer geben und ebenfalls fein zerhacken. Zum Gomasio in die Schüssel schütten, restliche Zutaten bis und mit Salz unterrühren. Butter in kleine Würfel zerteilen und zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben. Kurz durchrühren, danach mit einem Pastry Blender/zwei Messern/den Fingern zu einer feinkrümeligen Masse verarbeiten. Der Teig sollte am Schluss aussehen wie feuchter Sand. Milch esslöffelweise unterrühren und nur soviel verwenden, bis der Teig gerade zusammenhält. Er sollte leicht formbar sein und nicht kleben. Mit den Händen zu einer etwa 20 cm langen Rolle mit etwa 5 cm Durchmesser formen. Auf der Arbeitsfläche gleichmässig rund rollen und die Enden begradigen. Die Rolle vierteln und jedes Viertel in sieben Scheiben (ca. 7 mm dick) schneiden. Scheiben evt. nachformen, mit ein wenig Abstand auf dem vorbereiteten Blech verteilen. Auf der mittleren Schiene einschieben und ca. 20-25 Minuten backen, bis die Kekse unten und oben nett gebräunt sind. Auf einem Gitter auskühlen lassen und in einer dicht schliessenden Blechdose maximal 3 Wochen aufbewahren.

Anmerkung: Mit Gerstenflocken werden die Kekse ziemlich crunchy. Wer das nicht mag, greift zu blütenzarten Haferflocken. Die Graupen können durch Gerste (z.B. von Vanadis) oder fertiges Gerstenmehl ersetzt werden. 

Mittwoch, 4. April 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -145-



[GE]wesenGanz früh am Morgen auf dem Sonntagsflohmarkt. Beute: Ein Schälchen mit Fuss von Bing & Gröndahl, einen Keramikhängetopf von Scheurich, eine Wasserbadform von Dr. Oetker und einen älteren, schwergewichtigen Sandwich Toaster von Kenwood.

[GE]gessen

Unzählige getoastete Sandwiches und Croque Monsieurs.
I like se Sandwichmaschine very much.
Auch wenn ich das nie öffentlich zugeben würde.

[GE]trunken: Ein Guinness. Passt perfekt zu Käsetoasts.

[GE]wesen II: Bei Schwesterherz zum grossen Osterbrunch

Für den Osterbrunch [GE]backen: Topfenbrioche mit Korinthen, Topfenbrioche mit Pistazien, Focaccia magna, Maniokbrot und einen riesigen Käsekuchen

Unser Gast[GE]schenkEin Minikiwipflänzchen. 
Ging am Ostersonntag beim Packen vergessen, wird nachgereicht.

 [GE]sehen: Outland 

[GE]lesen
Marie Antoinette - Joan Haslip
Aroma - Enna Kille
The Perfect Scoop: Revised & Updated - David Lebovitz

[GE]ärgert
Über die LED-Birne der Flurlampe. Die Betriebsdauer sollte 15'000 Stunden betragen, sie hat sich aber schon nach weniger als 100 Stunden verabschiedet. 

[GE]kauft: Eine Gartenfräse von Husqvarna. 
Bei dem schweren, lehmigen Boden im Garten eine sinnvolle Anschaffung.

[GE]hört: Da da da - Trio

[GE]lacht:
Per Mail den Ostersonntag geplant.
Kurze Anfrage an Schwesterherz: Haddu Zucker, Mayo und Aromat?
Ihre Antwort: Wofür?
Ich: Naja, ich zuckere gerne die gekochten Eier, trinke meinen Tee immer mit Zitrone & Mayo, und Kiwi ohne Aromat geht ja wohl gar nicht.
Sie: Dann besorge ich noch Senf für den Fruchtsalat.
😋

Montag, 2. April 2018

Beschwipste Birnentarte mit Schokolade



Heute wuseln wir ein paar Stunden im Garten herum, ein bisschen Bewegung nach der gestrigen Schlemmerei tut not. Als Belohnung erwartet uns zu Hause eine einfache, aber köstliche Birnenwähe, die mit Schnaps und Schokolade verfeinert, sich nun ganz vornehm Birnentarte nennen darf.


Für eine Wähenform mit 30 cm Durchmesser:

  • 1 fixfertiger Butterblätterteig, rund ausgewallt
  • 50 gr dunkle Schokolade, mind. 50% Kakaogehalt
  • 7 reife, aber noch leicht feste Birnen (io: Williams Christ, ca. 800 gr)
  • 2 Eier Grösse L
  • 200 gr Sahne
  • 150 gr Milch
  • 30 gr Speisestärke
  • 3-4 El Zucker
  • 2 El Williamsbrand

Ofen auf 190 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Form mit dem Blätterteig auslegen. Schokolade grob hacken, auf dem Teig verteilen. Birnen waschen, der Länge nach vierteln. Kerngehäuse, Stiele und Fliegen wegschneiden. Birnenviertel mit der Schale nach oben auf den Schokostücken arrangieren. Die restlichen Zutaten klümpchenfrei verquirlen, über die Birnenviertel giessen. Form in den Ofen verfrachten und die Tarte 60 Minuten backen, bis der Teig und die Oberfläche nett gebräunt sind. Aus dem Ofen holen und 20 Minuten abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form heben, auf einem Kuchengitter absetzen. Das Papier entfernen und die Tarte so auskühlen lassen. Zimmerwarm servieren.

Mittwoch, 28. März 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -144-



[GE]gessen: Kartoffelsuppe mit Wienerli

[GE]trunken
Saft aus Karotten, Orangen, Grapefruit, Sellerie, Petersilienwurzeln & Kurkuma

[GE]kocht: Gemüse-Kartoffel-Gratin mit Sardellen

[GE]backen: 
Birnentarte mit dunkler Schokolade und Birnenbrand
Topfenbrioche mit Vogelaugenkorinthen

[GE]wesen: In meinen zwei Lieblingsbrockis

[GE]kauft: Eine rosafarbene (!) Von Roll Gratinform aus Gusseisen, drei Halsketten, einen Blumenigel, ein dreieckiges Schälchen aus den 50ern und drei Bücher.

 [GE]sehen: Ein paar alte Folgen CSI

[GE]lesen
Tonic - Tanita de Ruijt
Saffron & Pearls - Doreen Hassan

[GE]hört: The Edge of Heaven - Wham! 

[GE]schickt: Der Lieblingsnichte ein Überraschungspaket.
Sie ist vor kurzem mit ihrem Freund zusammengezogen und ich konnte es mir nicht verkneifen, ihnen ein bisschen Krimskrams zuzusenden.

[GE]freut: Das Paket ist gut angekommen. Im doppelten Wortsinn. 

[GE]ärgert und deshalb vor[GE]nommen:
Keine Second-Hand-Internetkäufe mehr. Mit wenigen Ausnahmen waren alle Dinge, die ich in den letzten Monaten im Internet gebraucht erworben habe, in einem wesentlich schlechteren Zustand als beschrieben. Die Moral vieler Verkäufer/-innen lässt immer mehr zu wünschen übrig. Aktuellstes Beispiel: Auf einer Plattform wurde eine angeblich unbenutzte Geldbörse angeboten. Besichtigungstermin vereinbart, vierzig Minuten mit dem Bus dorthin getuckert und dann wurde mir ein Portemonnaie in die Hand gedrückt, welches innen und aussen verdreckt, beschädigt und stellenweise stark abgegriffen war. Erklärung: Irgendjemand hatte das Portemonnaie längere Zeit benutzt, weiterverschenkt und da der Verkäufer es nicht selber genutzt hat, wurde es als UNBENUTZT angeboten. Dreister geht es kaum.

Sonntag, 25. März 2018

Everything Gomasio (I did it myyyy waaaayyyyyyy.....)

  

Everything Bagel = Bagel mit einem Topping aus Sesam, Mohn, Zwiebeln, Knoblauch und Salzflocken.
Everything Seasoning = Fixfertige Mischung aus den oben aufgezählten Zutaten (ohne Bagel).
Gomasio = Japanisches Sesamsalz, besteht durchschnittlich aus 90% Sesam und 10% Salz.
Everything Gomasio = Ein fröhlicher Mischmasch, ganz nach Lust und Laune zusammengewürfelt. 
Verwendung: Einfach über Salate, Suppen, Butterbrot, gedämpftes Gemüse, gekochte Eier u.v.a.m. streuen.


Für ein kleines Gläschen:

  • 5 El heller Sesam
  • 1 El schwarzer Sesam
  • 1 grosszügige Prise Fenchelsamen
  • 1 Prise Kümmelsamen
  • 1 Prise Ajowan, unzerkleinert
  • 1 Tl Rauch- oder Meersalzflocken (io: Falksalt Smoke)
  • 1 El getrocknete Zwiebelstückchen

Alle Zutaten bis und mit Salz in kleine Pfanne geben, auf mittlerer Stufe rösten. Die Pfanne immer wieder rütteln und schütteln, damit nichts anbrennt. Nach etwa 5 Minuten sollten die Sesamsamen eine hellbraune Farbe angenommen haben, gut duften und anfangen zu springen. Dann die Pfanne vom Herd nehmen und die Zwiebelstücke unterrühren. Die Restwärme reicht aus, um den weissen Stückchen eine hellbraune Farbe zu verleihen. Dadurch verschwindet der rohe Geschmack, und die Röstzwiebelnote harmoniert perfekt mit dem nussigen Sesam. Die Mischung auf einen Teller schütten und vollständig auskühlen lassen. Danach in eine geeignete Mühle umfüllen, den Rest in einem dicht schliessenden Glas kühl und dunkel aufbewahren. Variante: Die gewünschte Menge vorzu frisch im Suribachi oder Mörser zerstossen. Ich rate davon ab, die gesamte Menge auf einmal zu zerkleinern, weil das freigesetzte Sesamöl schnell ranzig wird. Falls es doch sein muss, das Gomasio während der warmen Jahreszeit unbedingt im Kühlschrank aufbewahren und zackig verbrauchen.

Natürlich kann die Mischung endlos variiert werden, z.B. mit Algenflocken, Brennnesselsamen, Bärlauchsalz, Kurkuma, Dillsamen, Zimt, Liebstöckelsamen, Knoblauchgranulat, getrockneten Schnittlauchröllchen, Leinsamen, Currypulver, Mohn, Kreuzkümmel, Hanfsamen, Koriander, Zitrusschalen, Hefeflocken, Nigella, Chiliflocken, Lapsang Souchong, Kokosflocken, Sumach oder was euch sonst noch so alles in den Sinn kommt.

Mittwoch, 21. März 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -143-



[GE]gessen: Den Rest vom gekauften Mohnstriezel

[GE]trunken
Schwarztee mit hausgemachtem Tea Masala (Mischung aus 12 Gewürzen)

Zusammen[GE]rührt: Schwarzes Sesamdressing mit Ingwer

[GE]backen: Kartoffelbrot mit Hartweizengriess

[GE]wesen: Mit Schwesterherz wieder auf dem Gemüsemarkt, wieder Käse gekauft und danach wieder einen Kaffeeklatsch abgehalten. Dieses Mal aber ohne Regen.

 [GE]sehen: Schnee! Schnee! Schnee!

[GE]lesen: Pretty Girls - Karin Slaughter

[GE]freut
Marcus Signer, den Kommissar aus Wilder, im Coop angetroffen. Sehr netter Typ.

[GE]ärgert
Ein Ambulanzfahrzeug raste die Strasse entlang und musste abrupt stoppen, weil ein BMW X5 Fahrer nicht gewillt war, sein überteuertes Fahrzeug auf den Grünstreifen zu lenken. Die Sanitäter hatten keine andere Wahl, als umständlich über den Gehsteig auszuweichen. Bei diesem Manöver haben sie mindestens zwei Minuten verloren, die vielleicht entscheidend gewesen sind. Genau deshalb hätte ich diesem Asozialen zu gerne den Führerschein entzogen, seinen SUV einkassiert und ihm noch eine Busse im fünfstelligen Bereich verpasst!

[GE]kauft
Jal Jeera Masala, Ajowan, Fenchelsamen, Hagebuttenpulver, Chufas Nüssli (knirschfreie Erdmandelflocken), Weichspeckbirnen und eine Karambole.

[GE]hört: Entre dos tierras - Heroes del Silencio

[GE]lacht:
Im Supermarkt Febreze gegen Tiergerüche für's Auto entdeckt. Herrn C. zu Hause den Kauf verkündet, während ich noch im Einkaufskorb nach der Flasche krame. Völlig unerwartet guckt der Herr des Hauses mich schwer beleidigt an und klagt: Was soll das? Bisher hast du dich daran doch auch nicht gestört. Verdutzt entgegne ich: Bitte? Natürlich stört mich das Gemüffel. Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn das Schweinwoll nach Waldspaziergängen feucht ins Auto steigt und danach der ganze Innenraum modrig riecht. Herr C. beginnt daraufhin zu giggeln und kann sich kaum mehr beruhigen. Vier Anläufe später konnte ich auch mitlachen. Er hatte verstanden: Schatz, ich habe dir noch ein Mittel gegen Biergeruch mitgebracht...

Montag, 19. März 2018

Vier-Jucharten-Brot



Beim Aus- und Umräumen des Vorratsschrankes fanden sich einige, teilweise lächerlich geringe, Restbestände. Um Platz zu schaffen, und damit die Gläser/Vorratsgefässe bald geleert werden, stehen sie jetzt auf dem Schränkchen neben der Küchenmaschine. 

                                     

Sieht zwar etwas unordentlich aus, aber die Reste verschwinden so nach und nach, weil sich kleine Mengen Flocken, Körner, Trockenfrüchte etc. gut in Brotteigen verstecken lassen. Nur dumm, dass dieses Brot so köstlich ist, und ich die geleerten Gläser aus diesem Grund bald wieder mit frischen Leinsamen, Roggenflocken und Weizenkörnern füllen werde...


Quellstück:
  • 30 gr Sesam
  • 30 gr Leinsamen
  • 30 gr Gerstenflocken
  • 30 gr Roggenflocken
  • 120 gr kaltes Wasser
  • 5 gr Salz

Sesam in einer kleinen Pfanne oder unter dem Grill kurz anrösten, bis er fein duftet. Die Leinsamen zugeben und mitrösten, bis sie zu springen beginnen. Zusammen mit den übrigen Zutaten in einer kleinen Schüssel verrühren, abdecken und 12 Stunden bei Zimmertemperatur einweichen lassen.


Autolyse:
  • 125 gr fein gemahlener Weizen 
  • 100 gr lauwarmes Wasser

In die Schüssel der Küchenmaschine geben, kurz verkneten, abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.


Teig:
  • 240 gr Weizenmehl Typ 550
  • 45 gr helles Emmermehl
  • 5 gr Chia
  • 8 gr frische Hefe
  • 120 gr lauwarme Milch
  • 25 gr Birnel oder flüssiger Honig
  • 20 gr Rapsöl
  • 3 gr Salz

Eine 30 cm lange Kuchen- oder Brotbackform mit Backpapier auskleiden. Das Quellstück und alle restlichen Zutaten zu dem eingeweichten Weizenmehl in die Rührschüssel geben. Zwölf Minuten auf Stufe 1, danach 5 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen, bis der Teig nicht mehr an Schüssel klebt. Auf einer eingeölten Fläche falten, zurück in die Schüssel legen. Abdecken und 4-5 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Ofen auf 240 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Arbeitsfläche mit Ruchmehl bestäuben. Den Teig in vier gleich grosse Stücke teilen. Zu Kugeln schleifen, in die vorbereitete Form legen, mit ein wenig Mehl bestäuben, abdecken und ca. 50 Minuten aufgehen lassen, bis der Teig etwa fingerbreit über den Rand schaut. Mit einem scharfen Messer schräg etwa 2 cm tief einschneiden (wie bei einem Tessinerbrot). In den Ofen stellen, kräftig schwaden und die Hitze danach auf 210 Grad reduzieren. 10 Minuten anbacken. Dann auf 190 Grad runterdrehen und weitere 30 Minuten backen. Aus der Form nehmen und noch 5-10 Minuten nachbacken. Gesamtbackzeit: 45-50 Minuten. 

Dienstag, 13. März 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -142-



[GE]gessen: Zwei Cheeseburger und eine Apfeltasche bei McDoof

[GE]trunken: Kalt angesetzter Hanfblütentee

[GE]schmort
Rinderbeinscheiben mit Guinness, Dörrzwetschgen und Garam Masala

[GE]backen: 
Sandwichbrot mit Schafmilch & Waldstaudenroggen
 Fladenbrot in der Pfanne

 [GE]sehen: I, Tonya

[GE]lesen: Ocean Greens - Lisette Kreischer

[GE]ärgert: Wo sind all die Bio-Suppenknochen hin?
Nach meiner Odyssee bin ich felsenfest davon überzeugt, dass einfacher ist, den Papst nach Mitternacht ans Telefon zu bekommen, als in einer Schweizer Grossstadt spontan Rindssuppenknochen und Rinderbeinscheiben aufzutreiben.

[GE]freut: Mit Schwesterherz einen Ausflug zum Gemüsemarkt unternommen, vier Sorten Käse erstanden, und danach im Regen einen Kaffeeklatsch abgehalten. 

[GE]wesen: Auf Raubzug durch diverse Gartencenter 

[GE]kauft: Anzuchterde, ein Mirabellenbäumchen, zwei Minikiwi-Pflänzchen, fünf Dahlien und diverse Sämereien (u.a. Nero di Toscana, Blue Hokkaido, Spargelsalat, grossblättriges Basilikum, Einlegegurken, drei Sorten Karotten).

[GE]hört: Constant Craving - k.d. lang

[GE]schmunzelt: Über den putzigen Schneemann mit Hut und Krawatte