Mittwoch, 20. Juni 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -156-



Zusammen[GE]rührt

Gekochtes Linsenmehl + schwarze Sesampaste = Hummus à la Beton 😜

[GE]trunken: Ein paar Gläser Kalimotxo *hicks*

[GE]kocht: Mit Béchamelsauce überbackene Blumenkohlröschen, 
dazu Kartoffelwürfel mit Bockshornkleeblättern

[GE]backen: 
Pizzaquadrate mit Mughlaisauce
Quatre-quarts au citron
Doppeltes Römerbrot in Kastenform für Schwesterherz

[GE]wesen: Am Dienstag beim Büchertauschtisch,
am Freitag in der Bibliothek und am Samstag bei einer Medientauschbörse mit Lesestoff für die Sommerferien eingedeckt.

[GE]tauscht
2 Kochbücher, 4 Romane und 18 CDs gegen zwei Biographien und zehn klassische Krimis (A. Christie, G. Simenon, E. Ambler, D.L. Sayers & M. Grimes)

 [GE]sehen: Pompeii, in Stein verewigt 

[GE]lesen: Alexandra Romanowa - Carolly Erickson

Erstei[GE]rt: Silberne Creolen. Wurde auch Zeit, ich laufe seit Monaten wie ein Pirat mit einem einzelnen Ohrring durch die Gegend.

[GE]freut: Osso truto von Weidetruthühnern vorbestellt.
(Osso truto = Familiäre Kurzform von Trutenschenkelscheiben)

[GE]ärgert
Sechs Kleidungsstücke im Internet geordert und vier davon zurückgeschickt, weil 
a) die Qualität unterirdisch war 
und 
b)ich mich entweder über Nacht rundherum verdoppelt habe 
oder 
c)die Teile viel zu klein geschnitten sind.
Schwesterherz hat natürlich auf Antwort b getippt..

[GE]erntet: Etwa 10 Kilo rote Johannisbeeren, 2 Kilo schwarze Johannisbeeren, einen Korb voll Cassisblätter für Sirup, ein paar Himbeeren (die Herr C. direkt mit dem Schweinwoll brüderlich geteilt hat) und die ersten drei gelben Zucchini.

Sonntag, 17. Juni 2018

Kastanienmilch



Bevor der Amtsschimmel wiehert: Pflanzlicher Milchersatz darf offiziell nicht mit dem Wörtchen "Milch" vermarktet werden. Aber wir sind ja hier entre nous und mir gefällt der Name Kastanienmilch wesentlich besser als Kastaniendrink. Dank ihrer nussigen, leicht süsslichen Note trinke ich die Kastanienmilch sehr gerne pur, aber auch für Kakaogetränke, Chai, Shakes, Pfannkuchen, Gebäck, Brot und Saucen ist sie bestens geeignet. 


Für 2 Gläser:

  • 400 gr Wasser
  • 1 El / 10 gr Kastanienmehl 
  • ein paar Körnchen Salz
  • Gewürze nach Geschmack, optional (io: 1/4 Tl Hippiemilchpulver)

Alle Zutaten in einem kleinen Topf vermischen. Auf den Herd stellen und unter ständigem Rühren eine Minute kochen, bis der mehlige Geschmack verschwunden ist. In eine saubere Glasflasche abfüllen, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Anschliessend im Kühlschrank mindestens 2 Stunden durchkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von vier Tagen konsumieren. 

Anmerkungen: Besonders bei grösseren Mengen geht es schneller, wenn nur die Hälftes des Wassers zum Kochen verwendet wird. Restliches Wasser kalt untermischen. Bitte beachten, dass sich dadurch aber die Haltbarkeit verkürzen kann. Wer eine dickere Konsistenz bevorzugt, erhöht die Mehlmenge auf 15 oder 20 Gramm. Gewürze sind absolut nicht nötig, aber eine Prise Zimt, Piment, Vanille und/oder Garam Masala ist nie verkehrt. Kastanienmehl findet man im Bioladen, meist im Regal mit den glutenfreien Produkten, und in Italien in jedem gut sortierten Supermarkt. In Bella Italia unbedingt darauf achten, dass ihr kein Mehl aus Kastanien kauft, die über Rauch getrocknet wurden. Mit dem Verpackungsaufdruck "essicate senza fumo" seid ihr auf der sicheren Seite. Ich bevorzuge das Tessiner Bio-Kastanienmehl der Firma Erboristi Lendi, welches im italienischsprachigen Teil der Schweiz in jedem grösseren Coop erhältlich ist (350 gr für ca. 8 Franken).

Mittwoch, 13. Juni 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -155-



[GE]gessen: Fruchtige Gazpacho mit Aprikosen

[GE]trunken: Kalt angesetzter Matetee

[GE]kocht
Süss-saure Linsen mit Peperoni und Aprikosen, dazu Surti Kolam Reis

[GE]backen: Urchiger Butterkuchen

[GE]wesen
Beim Arzt, nachdem ich mein Knie am Badewannenrand demoliert hatte.
Die Tage darauf vorwiegend im Bett oder auf dem Sofa.
Yeah.

 [GE]sehenUnsane. Bis jetzt der beste Horrorfilm des Jahres 2018.

[GE]lesen
Ascona, Monte Verità: Auf der Suche nach dem Paradies - R. Landmann

Auf dem Quartieflohmarkt [GE]funden: Eine alte Puddingform aus Metall. 

[GE]freut:
Die ersten weissen Himbeeren sind reif, ebenso die Mara de Bois Erdbeeren. Die nachgesäten Bohnensamen sind zu 95% gekeimt -die erste Packung war offensichtlich überlagert- und wir haben die Legion der Apfelspinner alleine mit Brennnesseljauche nachhaltig vertrieben. 

[GE]ärgert
Die neue Gartennachbarin hat sich direkt beim Vereinspräsidenten beschwert, weil die Pächter neben ihr angeblich an einem Sonntag zu laut gewesen sind. Wir waren an dem Tag auch da und hatten nicht einmal bemerkt, dass die beschuldigte Familie Gäste hatte. Keine Musik, kein Scheiaweia, keine lautstark quengelnden Kinder oder ähnliches (d.h. der pure Gegensatz zu unseren nördlichen Nachbarn). Nur Menschen, die sich in normaler Lautstärke unterhalten und zwischendurch gelacht haben. 
Nun sind wir also auf drei Seiten umzingelt von Idioten...

Gebraucht [GE]kauft: Französisch kochen von Julia Child

[GE]hört
Cruel Summer - Bananarama
Love is a Shield - Camouflage

Montag, 11. Juni 2018

Urchiger Butterkuchen



Die Johannisbeersträucher im Garten bescheren uns dieses Jahr garantiert eine Rekordernte. Auch der Stachelbeerbusch biegt sich unter seiner Last, die Himbeersträucher bilden bereits ein unüberwindliches Dickicht und selbst die Aroniastämmchen tragen so üppig wie noch nie. Bevor ich also die nächsten Wochen (gefühlt) nichts anderes mehr als Beeren verkoche, verbacke und verarbeite, habe ich noch schnell einen Butterkuchen ohne Fruchtanteil in den Ofen geschoben. Wobei ich mich gerade frage, ob ich nächstes Mal nicht ein paar schwarze Johannisbeeren in den Teig schmuggeln sollte. Oder lieber obendrauf? Mmmmmhhhhh......


Für eine Wähenform mit 30 cm Durchmesser:

  • 150 gr Weizenmehl Typ 550
  • 150 gr Weizenmehl Typ 405
  • 20 gr Roggenvollkornmehl
  • 60 gr brauner Rohrzucker
  • 3 gr Salz
  • gehäufter 1/4 Tl Zimt
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 3 gr frische Hefe
  • 1 Ei Grösse M 
  • ca. 135 gr Milch, lauwarm                         
  • 35 gr Butter, in Flöckchen zerteilt

Alle Zutaten, bis und mit Hefe, in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Ei ohne Schale abwiegen und mit lauwarmer Milch auf 185 Gramm ergänzen (io: 50 gr Ei & 135 gr Milch = 185 Gramm). Auf der zweiten Stufe 6 Minuten kneten. Butter zugeben und weitere 4-6 Minuten kneten lassen. Der Teig bleibt leicht klebrig und löst sich nicht sauber von der Schüssel. Auf einer eingeölten Fläche falten, abdecken und bei Zimmertemperatur 4-5 Stunden zum Verdoppeln gönnen. Backpapier in Formgrösse (inkl. Rand) zuschneiden. Teig auf das Backpapier legen, mit nassen Händen sanft auf die Grösse der Unterlage ausziehen. Teig samt Backpapier in die Form legen, ggf. nachformen. Mit einem Backblech abdecken und 30-40 Minuten bei Zimmertemperatur entspannen lassen. Unterdessen den Ofen auf 220 Grad vorheizen und das Gitter auf der untersten Schiene einschieben.

Belag:

  • 60 gr Zucker
  • 60 gr Butter, in etwa 24 Würfel zerteilt
  • 25 gr Mandelblättchen

Wenn der Teig schön aufgegangen ist, mit den angefeuchteten Fingerkuppen rundherum viele Vertiefungen reindrücken, ohne den Boden zu durchlöchern. Mit der Hälfte des Zuckers bestreuen. Butterflöckchen in den Vertiefungen verteilen. Mit dem restlichen Zucker bestreuen, dann die Mandelblättchen darauf verteilen. Kuchen in den Ofen stellen, Temperatur gleich auf 200 Grad reduzieren und 10 Minuten anbacken. Temperatur auf 180 Grad senken und weitere 12-15 Minuten backen, bis der Butterkuchen aufgegangen und die Oberfläche durchgehend gebräunt ist. Auf ein Kuchengitter heben, Backpapier entfernen und auskühlen lassen. Möglichst noch am Backtag ratzeputz aufessen. Reste bleiben, gut eingepackt, zwei bis drei Tage frisch.

Dienstag, 5. Juni 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -154-



[GE]rne verzichtet
Auf eine gegrillte Kalbsbratwurst während dem Flohmarktbummel. Die Leute am Grillstand hatten überhaupt nichts im Griff und liessen alleine während der Zeit, als ich für Herrn C.s Schweinswurst angestanden bin, zwei Reihen Kalbsbratwürste beidseitig verkohlen. Ich habe mir dann später im nahe gelegenen Supermarkt ein Bürli und eine Packung Hummus besorgt.

[GE]trunken: Erdbeershake mit Vanille & Dattelsüsse

[GE]kocht: Taboulé mit Karotten und Sumach

[GE]backen: Eine Aprikosenwähe für ein Geburtstagskind

[GE]wesen: Flohmarkt mit Pflanzentauschbörse auf dem Land

Dort [GE]kauft
Fünf alte, tibetische Perlen und ein unvollständiges Arzberg-Geschirrset mit blauem Bastdekor, bestehend aus fünf Eierbechern, zwei Servierplatten, zwei Schüsseln, einer Butterdose und einem Saftkrug für den Gegenwert eines Kinoeintrittes. *froifroifroi*

[GE]tauscht:
Vier Rosenweihrauchpflänzchen gegen 12 Physalis-, 10 Mangold- und einen 
Kürbissetzling (Rouge vif d'Etampes) für Schwesterherz

 [GE]sehenEverest & Bodom

[GE]lesen
Feast: Food of the Islamic World - Anissa Helou
Kaltblütig - Truman Capote

[GE]freut: Spontan einen Nachmittag mit lieben Freunden im Garten verbracht.

[GE]ärgert
Letztes Jahr bequeme Espadrilles ohne Schnickschnack gesucht und nur in der Herrenabteilung eines Schuhladens fündig geworden. Mittlerweile ist mein Paar leider durchgelaufen und auf Nachfrage erfuhr ich, dass genau dieses Model aus dem Sortiment genommen wurde. Dafür gab es in der Damenabteilung unzählige Varianten, zum Beispiel in pink, gestreift, gepunktet, mit extradicker Sohle, mit glitzernden Pailetten bestickt, Designerware für den Preis einer Karibik-Kreuzfahrt.... Sozusagen alles, aber keine einfachen, dunkelfarbigen Espadrilles in meiner Grösse. *gnah*

[GE]hört: I ran - A Flock of Seagulls

Freitag, 1. Juni 2018

Rüeblisalat mit Curry & Ingwer



Herr C. ist zum Glück kein Karottenkaspar. Aber Karottensalat, den mag er nicht. Ich präzisiere: Karottensalat aus rohen Karotten. Erst recht nicht, wenn der Karottensalat mit viel Orangen- und Zitronensaft angemacht wurde. Blöd nur, dass ich genau diese Art von Karottensalat heiss und innig liebe. Aber ich liebe ja auch den Herrn C. heiss und innig, zumindest meistens, und bin daher bereit, ab und zu beim Thema Karottensalat Kompromisse einzugehen. Das Anbraten der Karottenstifte und der Mayonnaisezusatz wurden von einem sibirischen Rezept übernommen. Die Joghurtsauce ist angelehnt an den Karottensalat aus dem Hiltl, Ingwer und Bohnen sind meiner kreativen Ader zu verdanken. Herr C. hatte natürlich auch an diesem Karottensalat etwas auszusetzen, aber zumindest hat er zwei Portionen verdrückt, bevor er die Würzung bekrittelte.... So, genug Karotten für heute. Es war übrigens gar nicht so leicht, in jedem Satz mindestens eine Karotte oder einen Karottensalat unterzubringen. (Ertappt! Ihr habt meine Behauptung gerade nachgeprüft, gell?)


Für 4-6 Personen als Grillbeilage:

  • 500 gr grosse, dicke Karotten 
  • 1 haselnussgrosser Knubbel Ingwer
  • 1 El Rapsöl
  • 1/2 Tl mildes Currypulver
  • 1/2 Tl Koriander, gemahlen
  • 1/2 Tl grobes Salz
  • 1/4 Tl Kreuzkümmelsamen
  • 1/4 Tl Garam Masala
  • 50 ml Wasser
  • 250 gr gegarte Käfer- oder Limabohnen (optional)

Karotten schälen und in dünne Stifte hobeln. Ingwer waschen und fein zerreiben. Rapsöl in einer grossen Pfanne heiss werden lassen. Karotten samt den Gewürzen etwa zwei Minuten rührbraten, bis die Karottenstifte anfangen weich zu werden. Wasser zugiessen und weitere 30 Sekunden rührbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. In eine Salatschüssel umfüllen, ggf. die Hülsenfrüchte untermischen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dabei ab und zu mal umrühren. Unterdessen die Sauce zubereiten.

  • 1 Frühlingszwiebel
  • 100 gr Joghurt (io: vom Schaf)
  • 1 El Limetten- oder Zitronensaft, frisch gepresst
  • 1 El Mayonnaise (io: eifreie Mayo aus Rapsöl)
  • 1 Tl milder Senf
  • Salz

Frühlingszwiebel putzen und fein hacken. Joghurt mit den übrigen Zutaten verrühren, leicht salzen. Mit dem abgekühlten Gemüse vermischen, abschmecken. Vor dem Servieren, wenn möglich, noch ein paar Minuten durchziehen lassen. Reste eignen sich wunderbar als Bruschette- oder Sandwichbelag.

Dienstag, 29. Mai 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -153-


[GE]trunken: Kastanienmilch aus Kastanienmehl

[GE]kocht: Pasta mit Bohnen, Kartoffeln, Zucchini und Pesto

[GE]backen: 
Noch mehr Einkornflauschis, die übrigens auch getoastet ganz vorzüglich munden.

[GE]wesen
Mit Schwesterherz die Endreinigung der Mietwohnung des Lieblingsneffens übernommen.
Der Lohn dafür bestand aus einem Thonbrötchen, einem halben Tomaten-Mozzarella-Sandwich, vier Kägi Fret, einem Pfefferminzeistee und 500 Gramm Rehragoût.
Mutter Teresa hätte in Sachen Demut echt noch was von mir lernen können...😏

 [GE]gönnt
The Guest
Deadpool 2
Tucker & Dale vs Evil
The House of the Devil
The Blackcoat's Daughter 
Mit anderen Worten: A cozy Weekend, während Herr C. auf Geschäftsreise war.

Während seiner Abwesenheit [GE]nossenKnoblauchbrot mit Tomatensalat. 
Dazu Brotscheiben oder halbierte Einkornflauschis unter dem Grill beidseitig hellbraun rösten, mit einer geschälten Knoblauchzehe einreiben. Grosszügig mit Butter bestreichen. Cherrytomaten vierteln, Frühlingszwiebel und Petersilienblätter fein hacken. Mit Salz, Pfeffer und einem Gutsch Granatapfelmelasse verrühren.
Nach dem Genuss, wenn möglich, 24 Stunden in Klausur verbringen.

[GE]lesen
Plants Taste Better - Richard Buckley
Bakeland - Marit Hovland

[GE]freut
Endlich hat es die Migros geschafft, Ziger ins Sortiment aufzunehmen. Juhui!
Zigerscheiben auf geröstetem Brot, garniert mit Schnittlauchröllchen. *sabber*

[GE]ärgert
Herr C. bekam von uns allen eine Hoftierpatenschaft zum Geburtstag geschenkt. Seine Reaktion: Wenn ich Viecher kraulen will, kann ich das auch auf unserem Bauernhof ums Eck erledigen.(Nachdem er sich eingehend über den Bauernhof und das Prinzip der Patenschaften informiert hat, fand er das Geschenk aber doch noch toll).

Auf dem Flohmarkt [GE]kauft und bei der Pflanzenbörse [GE]tauscht
Supercool: Ein James Bond Tarotset aus dem Jahr 1973.
Abgegeben: Zwei Zucchini- und zwei Kürbissetzlinge
Mitgenommen: Zwei Cherrytomätchen, eine Duftpelargonie & eine Kalanchoe

[GE]hört: True Faith - New Order

[GE]lacht
Während ich im Garten die Himbeeren hochgebunden habe, schallte es plötzlich aus der hinteren Ecke: Uuaaaahhhhh! Als nächstes hüpfte Herr C. mit verzerrtem Gesicht an mir vorbei und schüttelte sich vor Ekel. Des Rätsels Lösung: Señor Kröte hat es auch dieses Jahr geschafft, ihn mit einem Wohnungswechsel eiskalt zu erwischen.😂

Sonntag, 27. Mai 2018

Einkornflauschis



Die Getreidemühle nölte: Laaaangweeiilig! Bin unterbeschäftigt!
Der Vorratsschrank nörgelte: Verbrauch e-n-d-l-i-c-h den kümmerlichen Rest Einkorn!
Der Mann monierte: Was ist eigentlich aus dem versprochenen Sonntagsfrühstück im Bett geworden?
Ergebnis der ganzen Quengelei: Aromatische, saftige Einkornflauschis, die sich auch zum Toasten eignen.


Für eine Brownieform (20 x 20 cm):

  • 12 gr Hartweizengriess
  • 65 gr Milch
  • 5 gr Salz

Alle Zutaten in einem kleinen Topf vermischen, unter ständigem Rühren einmal aufkochen. Zur Seite ziehen, Deckel auflegen und 2-3 Stunden auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 

  • Griesskochstück
  • 130 gr Milch, knapp lauwarm 
  • 120 gr Einkorn, fein gemahlen
  • 120 gr Weizenmehl Typ 550
  • 15 gr Zucker
  • 2 gr frische Hefe
  • 25 gr Butter, kühlschrankkalt

Milch mit Einkorn vermischen, 10 Minuten quellen lassen. Dann alle restlichen Zutaten, bis auf die Butter, in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Fünf Minuten auf Stufe 1 kneten, bis der Teig einigermassen glatt ist. Dann die Butterflöckchen einkneten und die Maschine weitere 5-7 Minuten laufen lassen, bis der Teig Ohrläppchenkonsistenz aufweist. Auf einer eingeölten Fläche falten, zurück in die Schüssel legen und mit einer Duschhaube abdecken. Über Nacht, d.h. 12-14 Stunden, bei ca.10 Grad aufgehen lassen. Am nächsten Tag dem Teig 2 Stunden in der Wärme zum Akklimatisieren gönnen. Danach abwiegen und in 9 gleich schwere Stücke teilen (500 gr : 9 = 55 gr). Auf einer bemehlten Fläche absetzen.

  • 2 El Milch
  • 1 El zarte Vollkornhaferflocken

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen, das Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Die Brownieform mit Backpapier auslegen. Die Ecken der Teigstücke zusammenkneifen, danach vorsichtig rund schleifen. Kugeln mit ein wenig Abstand in der Form verteilen. Mit zwei Stössen aus der Sprühflasche befeuchten, mit der Duschhaube abdecken und etwa 40-50 Minuten bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sich die Kugeln knapp verdoppelt haben. Wichtig: Nicht ganz verdoppeln lassen. (Der fotografierte Batch hatte Dank der schwülen Hitze nach 40 Minuten Übergare und ging nur noch minimal im Ofen auf). Mit Milch bepinseln, und grosszügig mit Haferflocken bestreuen. Form in den Ofen schieben, wenig schwaden und die Hitze gleich auf 200 Grad reduzieren. 10 Minuten anbacken, dann die Ofentemperatur auf 180 Grad drosseln und weitere 20 Minuten backen. Fünf Minuten abkühlen lassen, danach aus der Form heben und das Backpapier vorsichtig abziehen. Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Abgedeckt in der Backform aufbewahren.

Mittwoch, 23. Mai 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -152-



[GE]gessenBratgemüsepfanne mit Gnocchi und Pesto

[GE]trunken: Iced Chai

[GE]kocht
Kohlrabi-Karotten-Kartoffel-Eintopf nach Art der Frau Mama

[GE]backen: 
Vada Pav Buns
Shortcake Pie mit Rhabarber-Erdbeeren-Füllung
Flauschibrot für Schwesterherz

[GE]wesen: Mit lieben Freunden und ihrem kleinen Sohn spazieren

 [GE]sehen
Die göttliche Ordnung 
Wie angelt man sich einen Millionär?

[GE]lesen
Vergessene Gemüse - Gabriele Redden

[GE]freut: Bio-Grünspargel aus Binningen!
Das Schälen ist natürlich nicht notwendig. Meine Spargelschalenphobie ist an dieser Verschwendung schuld. Bin als Kind einmal fast an einem schlecht geschälten, fädigen Spargelstück erstickt. Sowas prägt.

[GE]ärgert: Zu IKEA gefahren, um 4 kleine Webteppiche aus Baumwollresten zu besorgen, aus denen Bodenkissen für den Garten entstehen sollen. Extra einen Tag vorher angerufen und mich erkundigt, ob auch genug dunkelfarbige Teppiche vorhanden sind. Antwort: Ja sicher, eine ganze Kiste voll. Tja, anscheinend waren an dem Tag etwa 200 Leute vor mir da und haben mir nur die weissen Exemplare übrig gelassen...
*grmpf*

 Während und nach dem Spaziergang in verschiedenen Hofläden [GE]kauft: Vollmilchquark, Sauermilch, Alpkäse, Trockenwurst vom Wildschwein, Rohmilch, Pfingstrosen für die Vase und 20 Setzlinge (Fenchel, Blumenkohl, Eichblatt, Eisberg, Salanova und Stangensellerie).

[GE]hörtŞıkıdım - Tarkan 

[GE]lacht: Als ich am Samstagvormittag vom Einkaufen nach Hause gekommen bin, habe ich Herrn C. vor der Glotze ertappt. Er wollte sich die Hochzeit von Harry & Meghan nicht entgehen lassen. Hilfe, mein Mann ist ein heimlicher Royal-Fan...

Montag, 21. Mai 2018

Flauschibrot



Anfang Mai einen Butterzopf mit Griesskochstück bei Plötz gesehen, spontan nachgebacken und dem Ergebnis nicht viel Positives abgewinnen können. Der Zopf war uns zu labberig, liess sich schlecht aufschneiden und die laschen Scheiben zerrissen gnadenlos beim Bestreichen mit etwas zu harter Butter. Das war nix, zumindest nicht in Form eines Zopfes. Aber warum nicht Brötchen aus dem Teig backen? Gedacht, getan. Schon besser. Beim dritten Anlauf einige Zutaten und die Vorgehensweise verändert, die Weggli in eine Form verfrachtet und vor dem Backen noch mit Sesam bestreut. Das Ergebnis? Ich zitiere Herrn C.: Boah, die sind echt lecker. Und Schwesterherz meinte: Se Flauschibrot ist suuuuupiiiii! Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. 😎


Für eine Wähenform mit 30 cm Durchmesser:

  • 25 gr Hartweizengriess
  • 125 gr Milch
  • 10 gr Salz

Alle Zutaten in einem kleinen Topf vermischen, unter ständigem Rühren einmal aufkochen. Zur Seite ziehen, Deckel auflegen und 2-3 Stunden auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 

  • Griesskochstück
  • 475 gr Weizenmehl Typ 550
  • 30 gr Zucker
  • 4 gr frische Hefe
  • 245 gr Milch, knapp lauwarm
  • 45 gr Butter, kühlschrankkalt

Alle Zutaten bis auf die Butter in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 5 Minuten auf Stufe 1 kneten, bis der Teig einigermassen glatt ist. Dann die Butterflöckchen einkneten und die Maschine weitere 5-7 Minuten laufen lassen, bis der Teig Ohrläppchenkonsistenz aufweist. Auf einer eingeölten Fläche falten, zurück in die Schüssel legen und mit einer Duschhaube abdecken. Über Nacht, d.h. 12-14 Stunden, bei ca.10 Grad aufgehen lassen. Am nächsten Tag dem Teig 2 Stunden in der Wärme zum Akklimatisieren gönnen. Danach abwiegen und in 15 gleich schwere Stücke teilen (950 gr : 15 = 63 gr). Auf einer bemehlten Fläche absetzen.

  • 2 El Milch
  • 2 El Sesamsamen

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen, das Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Die Wähenform mit Backpapier auslegen. Die Ecken der Teigstücke zusammenkneifen, danach vorsichtig rund schleifen. Fünf Kugeln mit ein wenig Abstand in die Mitte der Form legen. Oben und unten je drei Kugeln anlegen und mit je zwei Kugeln dahinter vervollständigen. Mit zwei Stössen aus der Sprühflasche befeuchten, mit der Duschhaube abdecken und etwa 50 Minuten bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sich die Kugeln verdoppelt haben. Mit Milch bepinseln, und grosszügig mit Sesam bestreuen. Form in den Ofen schieben, wenig schwaden (io: drei Stösse aus der Sprühflasche) und die Hitze gleich auf 200 Grad reduzieren. 10 Minuten anbacken, dann die Ofentemperatur auf 180 Grad drosseln und weitere 20 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Dienstag, 15. Mai 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -151-



[GE]gessen: Schnitteli mit Heumilchbrie und Giersch

[GE]trunken: Kurkuma-Sternanis-Eistee

[GE]kocht: Osso buco mit Senfsauce und Zitronenrisotto

[GE]backen: Einen Samosastrudel
Herr C. fand ihn "zu indisch gewürzt", was mich aber nicht im geringsten stört. Bleibt mehr für mich von dem köstlichen Zeug.

[GE]wesen
Mit Schwesterherz auf dem Gemüsemarkt und anschliessend Frühstücken. Oder besser gesagt: Ich hatte ein Frühstück, bestehend aus Baguette, Croissant, Butter, Konfi, Honig, gekochtem Ei, Orangensaft und Latte macchiato. Sie begnügte sich mit einem Latte und einem Streuseltaler. Angeberin. Pfffft....

 [GE]sehen: Eine neue Folge Westworld 

[GE]lesen
Der Richter und sein Henker - Friedrich Dürrenmatt
Secrets of the Southern Table - Virginia Willis

[GE]freut: Im Ausverkauf einen Rucksack namens Borealis von The North Face ergattert. Zu einem Drittel des normalen Preises.
Yeah!

Wieder mal an[GE]rufen
Bei der Polizei, die notorischen Falschparker in unserer Strasse gemeldet. 20 Minuten später klemmte bei beiden ein Strafzettel unter dem Scheibenwischer. 
Yeah! 

 [GE]kauft: Ein Päckchen Dattelsüsse von Rapunzel

[GE]hört: Ice Ice Baby - Vanilla Ice

[GE]ekelt: In einer Pasticceria zwei Cornetti gekauft. Eines mit Nutellafüllung, das andere mit Pistaziencrème. Die Crème schmeckte irgendwie komisch. Als ich das Gebäck Herrn C. für eine Kostprobe hinhielt, schüttelte er den Kopf und bemerkte: Ich esse doch nichts, was wie gekochter Rotz aussieht.
Am Rest durfte sich das Schweinwoll erfreuen.

Sonntag, 13. Mai 2018

Goldvreneli



Vorgabe: Unkompliziert zerteilbares Brot für gemütliche Grillabende mit Familie und Freunden.
Ergebnis: Handliche, goldgelbe Weggli, die zu allem passen, was der Grill und die Salatschüsseln hergeben. 


Tipp: Übrige Goldvreneli abgedeckt in der Form aufbewahren und am nächsten Tag in die Lunchbox packen.


Für 24 Goldvreneli / Backform 25 x 38 cm:

  • 1 Ei Grösse XL, zimmerwarm (io: 67 gr ohne Schale)
  • 133 gr Milch, knapp lauwarm
  • 180 gr Crème fraîche, zimmerwarm
  • 230 gr Weizenmehl Typ 405
  • 230 gr Weizenmehl Typ 550 oder Halbweissmehl
  • 40 gr Dinkelmehl Typ 630
  • 35 gr Weizen, fein gemahlen
  • 8 gr frische Hefe
  • 20 gr Rapsöl
  • 25 gr Zucker
  • 10 gr Salz
  • 2 El Milch zum Bepinseln

Rührschüssel der Küchenmaschine auf die Waage stellen, Ei aufschlagen und abwiegen. Mit Milch ergänzen, bis 200 Gramm erreicht sind. Beispiel: Mein Ei wog ohne Schale 67 Gramm, daher benötigte ich noch 133 Gramm Milch bis der Schüsselinhalt 200 Gramm auf die Waage brachte. Restliche Zutaten bis und mit Salz zugeben. Auf Stufe 2 etwa 10 Minuten kneten, bis der Teig seidig glatt ist und Ohrläppchenkonsistenz hat. Auf einer eingeölten Fläche zu einem Ball formen, zurück in die Schüssel legen, abdecken und 3-4 Stunden bei Zimmertemperatur/ca. 22 Grad gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat. Aus der Schüssel nehmen, den Teig wiegen und das Ergebnis durch 24 teilen. Beispiel: 960 Gramm Teig : 24 = Portionen à 40 gr abtrennen. Die Portionen rund schleifen, und mit ein wenig Abstand in der mit Backpapier ausgelegten Form verteilen (4 Reihen à 6 Bällchen). Mit geölter Klarsichtfolie abgedeckt und bei Zimmertemperatur etwa 50 Minuten aufgehen lassen, bis sich das Volumen der Bällchen fast verdoppelt hat. Unterdessen den Ofen auf 220 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Bällchen mit Milch bepinseln, in den Ofen stellen, nur wenig schwaden. Hitze sofort auf 200 Grad reduzieren, 10 Minuten anbacken. Danach Hitze auf 180 Grad zurückdrehen, weitere 20-25 Minuten backen, bis die Oberfläche goldgelb ist. Aus dem Ofen holen, 5 Minuten abkühlen lassen. Dann mit dem Backpapier vorsichtig aus der Form heben, auf einem Kuchengitter absetzen. Backpapier entfernen und das Wegglibrot vollständig abkühlen lassen. Vorzugsweise in der Form transportieren.