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Donnerstag, 4. August 2022

Cookies Linsengranola (vegan & glutenfrei)

Fertiges Granola mit roten Linsen

Bei der Bruthitze verzichte ich lächelnd auf ein reguläres Mittag- oder Abendessen und greife stattdessen gerne zur Müslischüssel. Das perfekte Birchermüesli steht momentan ganz oben auf meiner Hitliste. Dicht gefolgt von hausgemachtem Granola mit Cashewmilch, getoppt mit allem, was die Obstschale gerade hergibt.

Ungebackene Granolamasse mit gelben Linsen

Das Linsengranola ist meine neueste Kreation. Keine Angst, es schmeckt weder "linsig" noch "gesund", dafür sättigt es langanhaltend. Die Hülsenfrüchte erhöhen den Proteingehalt erheblich und sorgen zusammen mit dem Reissirup für das Zusammenklumpen der übrigen Zutaten. Toller Nebeneffekt: Die Granolastückchen sind - und bleiben über Monate hinweg - superknusprig. Ein Kunststück, welches mir mit Apfel- oder Bananenmus als Bindemittel noch nie gelungen ist. Fazit: Unbedingt ausprobieren!

Für etwa 450 Gramm Granola:

  • 65 gr halbierte rote oder gelbe Linsen
  • 200 gr hahnenheisses Wasser
  • 1 Prise Salz

Linsen in einem Sieb unter fliessendem kalten Wasser abspülen. Einweichen ist nicht notwendig. Die abgetropften Linsen in einem Topf mit Wasser und Salz zum Kochen bringen. Etwa acht Minuten auf höchster Stufe kochen, bis die Linsen quasi durchgegart sind und ein Grossteil des Wassers aufgesogen wurde. Herd ausschalten, ein Küchentuch über den Topf legen, den Deckel draufpressen und die Linsen neben der heissen Platte 30 Minuten ausquellen lassen. Danach die Linsen mit einer Gabel zerquetschen um ein möglichst glattes Mus zu erhalten. Den Topf noch einmal auf den Herd stellen und den Linsenbrei wenige Minuten unter ständigem Rühren zu Apfelmuskonsistenz einkochen. Abwiegen. Es sollten +/- 165 Gramm Linsenmus im Topf vorhanden sein. Falls die Waage einiges mehr anzeigt, den Brei noch länger einkochen, damit überflüssiges Wasser verdampft. Je trockener der Linsenbrei, desto knuspriger werden die Granolabröckchen.


Alle Zutaten im Topf mit dem heissen Linsenbrei vermischen. Probieren und ggf. nachwürzen oder -zuckern. Ofen auf 160 Grad vorheizen. Das Backblech mit Backpapier belegen.

  • 150 gr zarte Vollkornhaferflocken
  • 30 gr Kokosraspel
  • 20 gr Mandelblättchen
  • eine Hand voll Sultaninen, optional

Haferflocken, Kokosraspel und Mandelblättchen mit dem gewürzten Linsenbrei im Topf vermischen. Dabei entsteht ein gut zusammenhaltende, nur minimal bröckelige Masse. Die Linsenmasse auf dem vorbereiteten Backblech mit einer Teigkarte oder einem Pfannenwender verteilen. Grosse Brocken in maximal gummibärchengrosse Stücke zerkleinern. Blech auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Fünfzehn Minuten backen, durchrühren. Danach alle 5-10 Minuten umrühren und zu gross geratene Cluster nochmals verkleinern. Gesamtbackzeit: Etwa 40 Minuten. Wichtig: Nach spätestens 25 Minuten auf Sicht backen. Das Linsenmüesli sollte rundum nett gebräunt sein aber keinesfalls dunkelbraun werden. Wenn Farbe und Konsistenz passen, den Ofen abschalten. Backofentür öffnen und das Granola noch 5 Minuten nachtrocknen lassen. Danach das Blech auf ein Kuchengitter stellen. Alle paar Minuten die Klumpen vorsichtig durchrühren, damit sie schneller abkühlen. Wenn das Granola völlig ausgekühlt ist, mit oder ohne Sultaninen in ein dicht schliessendes Glas umfüllen. Kühl und trocken lagern. Haltbarkeit: Mindestens sechs Monate.

Anmerkung: Das Linsengranola wird mit der kleinen Menge Reissirup und Kokoszucker nur minimal süsslich, Zimt und Vanille halten sich ebenfalls eher im Hintergrund. Wer sein Granola süsser und würziger mag, sollte die Zucker- und Gewürzmenge grosszügig erhöhen. Reissirup besitzt wenig Süsskraft, wenn als Ersatz Ahornsirup, Birnel, Agavendicksaft o.ä. verwendet wird, eventuell den zusätzlichen Zucker reduzieren oder streichen.

Sonntag, 22. Januar 2017

Maracuja-Limetten-Pie



Gemessen an den kunterbunten Obstauslagen in den Geschäften, scheint im Winter das Bedürfnis nach exotischen Früchten extrem hoch zu sein. Neben altbekannten und neuen Zitrussorten kuscheln sich im Januar zum Beispiel Pitahayas, Cherimoyas, Litchis, Kiwanos, Karambolen, Mangostanen, Physalis und Tamarillos in den Regalen aneinander. Neben dieser ganzen Pracht aus Formen und Farben wirken die dunkelvioletten Maracujas/Passionsfrüchte ziemlich unscheinbar. Anfänglich sind die enteneigrossen Früchte noch prall und rund, doch schon nach kurzer Zeit sehen sie so aus, wie ich am Tag nach einer heftigen Party. Mit anderen Worten: Sie schrumpeln, und dieser Vorgang macht sie nicht gerade attraktiver. Die meisten Filialleiter denken sich dann wohl: Schnell abschreiben und zum halben Preis anbieten, vielleicht kriegen wir die potthässlichen Dinger dann noch los. Und in diesem Moment komme ich ins Spiel, denn wie wir alle wissen, sind Maracujas erst im Schrumpelstadium richtig aromatisch. Die gehorteten Früchte werden zu Hause halbiert, die Kerne ausgekratzt und durch ein Sieb gestrichen. Den Saft friere ich portionsweise ein und verarbeite den Rest zu meinem geliebten Maracuja-Limetten-Pie, den ich ganz alleine essen darf, weil Herr C. Passionsfrüchte hasst. Juhui! 


Für eine Pieform mit 24 cm Durchmesser:


Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Kokosraspel im Mixer fein zerkleinern. Je feiner die Raspel, desto besser hält der Boden nachher zusammen. Zwieback zugeben und zu feinen Bröseln zermixen. Butter schmelzen und mit den Zwieback-Kokos-Bröseln verrühren. Die Mischung sollte wie feuchter Sand aussehen und zusammenhalten, wenn man sie in der Hand zusammendrückt. Gleichmässig in der Form verteilen, einen Rand formen und alles vorsichtig andrücken. Keksboden 8-10 Minuten vorbacken, bis er durchgehend hellbraun ist. Unterdessen die Füllung zubereiten.

Füllung:

  • 2 frische Bio-Eier, Grösse M
  • 400 gr / 1 Dose gezuckerte Kondensmilch
  • 100 gr Passionsfruchtsaft (ca. 12 Früchte)
  • 60 gr Limettensaft (1-2 grosse Bio-Limetten)
  • 1/2 Tl feine abgeriebene Limettenschale

Eier in eine Rührschüssel aufschlagen und mit dem Schwingbesen eine Minute kräftig verquirlen. Kondensmilch zugiessen, eine Minute kräftig unterrühren. Zuletzt Saft und Schale zugeben und ebenfalls eine Minute lang untermischen. Füllung auf den vorgebackenen Boden giessen, glätten und wieder auf der untersten Schiene einschieben. Bei 180 Grad 15 Minuten backen. Ofen ausschalten und den Pie noch 5 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen. Die Füllung soll nicht aufgehen, sonst gibt's Risse beim Abkühlen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Danach abdecken und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank parkieren, damit die Füllung schnittfest wird. Reste halten sich locker 3-4 Tage im Kühlschrank.

P.S. Möglichst saure Limetten auswählen, damit die Füllung nicht zu süss gerät. Dieses Mal habe ich sie durch Calamansi (Calamondin, siehe Foto) aus eigener Ernte ersetzt und das Ergebnis war perfekt ausbalanciert.


Sonntag, 31. Juli 2016

Geheimnisumwitterter Kokos-Limetten-Cake



Jetzt fragt ihr euch natürlich alle, warum der Kuchen geheimnisumwittert sein könnte. Kleiner Tipp: Es handelt sich um eine Geheimzutat. Dreimal dürft ihr raten. Emmermehl? Backpulver mit Safran? Französische Salzbutter? Nö, nö und nochmals nö. *Zonkgeräusch*  Die Auflösung: Geschälte Zucchini! Viele werden nun die Mundwinkel nach unten verziehen und zum nächsten Blog zappen. Bitte, ich möchte euch nicht aufhalten. Allen, die noch tapfer ausharren, verrate ich jetzt, dass ich früher genau gleich reagiert hätte. Doch dieser Kuchen hat nichts gemein mit dem unterzuckerten Foltergebäck aus grob geraspeltem Gemüse und Vollkornmehl, welches während meiner Kindheit und Jugend gnadenlos an jeder Geburtstagsparty auftauchte. Ich sage nur: Feucht. Limonig. Exotisch. Und keine Spur von Zucchini wahrnehmbar. Nicht einmal optisch*. Probiert es aus. Ihr werdet es nicht bereuen. Versprochen. 


Für eine kleine Cakeform (21 x 12 cm):

  • 1 Ei Grösse L                                       
  • 75 gr Zucker                                        
  • 45 gr Rapsöl                                           
  • Abrieb einer halben Limette                               
  • Saft der halben Limette   
  • 1 Prise Salz                                     
  • 70 gr fein geriebene Zucchini **       
  • 25 gr Kokosraspel                                
  • 110 gr Mehl, mit 3/4 Tl Weinstein-Backpulver vermischt                                                       

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Kuchenform mit Backpapier auslegen oder sorgfältig einbuttern. Ei gründlich mit dem Zucker verquirlen, dann alle Zutaten der Reihe nach untermischen. In die vorbereitete Form giessen, Oberfläche glätten. Gitter auf der zweite Schiene von unten einschieben. Den Kuchen etwa 30 Minuten backen, bis der Stäbchentest positiv verläuft und die Oberfläche nett gebräunt ist. Zuerst 10 Minuten in der Form, danach ausgepackt auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Der Zuckerguss ist nicht zwingend, passt aber wie die Faust auf's Auge. Dafür die andere Limettenhälfte auspressen und den Saft mit Puderzucker zu einem dickflüssigen Guss verrühren. Über den Kuchen giessen, antrocknen lassen und dann endlich geniessen. 

* Mutige sparen sich das Schälen der Zucchini und werden mit einem grün gesprenkelten Ergebnis belohnt.
** Bircherraffel verwenden.


Sonntag, 14. Februar 2016

Kokosmilchjoghurt aus 4 Zutaten (inkl. vegane Variante)



Im bevorzugten Bioladen gibt es neuerdings Kokosmilchjoghurt im Kühlregal. Natürlich musste ich mir gleich einen Becher schnappen und die Zutatenliste durchlesen. Überraschenderweise war sie sehr übersichtlich: Kokosmilch, Stärke und probiotisches Pulver. Fast hätte ich den Becher mitgenommen, aber das Preisschild hat mich wieder in die Realität gebeamt: Knapp 4 Franken für 125 Gramm finde ich reichlich happig. Darum den Becher wieder zurückgestellt, stattdessen zwei Päckchen Bio-Kokosraspel gekauft und mich zu Hause in mein Labor die Küche verkrümelt. Nach vier Durchgängen darf ich behaupten: Für mich ist es DAS perfekte Kokosmilchjoghurt. Und das behaupte ich nicht leichtfertig. Schliesslich tüftle ich seit Jahren an einem möglichst einfachen Kokosjoghurtrezept herum, d.h. keine teuren Spezialzutaten, möglichst wenige Komponenten und eine unkomplizierte Herstellung. Aber am allerwichtigsten: Der Geschmack ist superb. Mild säuerlich, angenehm crèmig, die Kokosnuss ist präsent aber nicht erschlagend. Nebenbei punktet es auch noch mit einem günstigen Preis: Ein Kilo DIY-Bio-Kokosmilchjoghurt kostet ca. 3 Euro/5 Franken. Braucht ihr noch mehr Argumente?


Für einen Liter Kokosmilch:

  • 1,1 Liter Wasser
  • 200 gr Bio-Kokosraspel

Wasser in einem mittelgrossen Topf aufkochen, dann die Kokosraspel einrühren. Topf zur Seite ziehen, Deckel auflegen und die Kokosraspel 10 Minuten einweichen lassen. Danach mit einem Stabmixer möglichst fein pürieren. Weitere 5 Minuten ohne Deckel ziehen lassen. Flüssigkeit durch einen Nussmilchbeutel/ein Geléetuch filtern und die Kokosmilch auffangen. Die Raspel im Tuch so fest wie möglich ausdrücken. Vorsicht: Das Zeug ist verdammt heiss! Ich empfehle daher dicke, saubere Gummihandschuhe für diesen Arbeitsschritt. Die Kokosmilch nochmal filtern und abmessen. Reste, die nicht für die Joghurtherstellung gebraucht werden, in eine Glasflasche umfüllen und maximal drei Tage im Kühlschrank lagern. Die ausgedrückten Kokosraspel im Dörrer/Ofen ein paar Stunden bei 50 Grad durchtrocknen, im Standmixer ganz fein zerschreddern und schon habt ihr Kokosmehl zum Backen.


Kokosmilchjoghurt:

  • 500 gr Kokosmilch
  • 15 gr Speisestärke 
  • 1-2 Tl Zucker, Honig oder Ahornsirup (optional, kurbelt die Aktivität der Bakterien an)
  • 2 El / 35 gr Joghurt, Sojajoghurt oder Kokosjoghurt mit lebenden Kulturen, ohne Zusätze

Speisestärke mit 50 gr Kokosmilch klümpchenfrei verrühren. Restliche Kokosmilch mit dem Zucker in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Angerührte Speisestärke zügig zugeben, unter ständigem Rühren eine Minute kochen, bis die Kokosmilch angedickt ist. Topf zur Seite ziehen und die Kokosmilch auf 37 Grad/Körpertemperatur abkühlen lassen. Das dauert etwa eine Stunde, währenddessen ab und zu umrühren, damit sich keine Haut auf der Oberfläche bildet. Unterdessen das Joghurt aus dem Kühlschrank holen, damit es nicht eiskalt eingerührt werden muss. Wer einen Joghurtbereiter besitzt, schaltet diesen nun zum Vorwärmen ein. Andere Variante: Backofenlampe anschalten und das Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Sobald der Topfinhalt auf 37 Grad abgekühlt ist, das zimmerwarmen Joghurt mit ein paar Esslöffeln Kokosmilch verquirlen, dann gründlich mit der restlichen Flüssigkeit vermischen. Auf vier Joghurtgläser oder zwei Weckgläser à 250 ml verteilen und in den Joghurtbereiter bzw. in den Ofen stellen. Nach 6-12 Stunden Reifezeit den Joghurtbereiter/die Ofenlampe ausschalten (je länger das Joghurt warm gehalten wird, desto säuerlicher wird es). Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, mit den Deckeln verschliessen und über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. Die Haltbarkeit beträgt etwa eine Woche, wenn sauber gearbeitet wurde. Idee: Clevercook 

Ich löffle das Joghurt am liebsten pur aus dem Glas, aber auch mit Konfitüre, frischen Früchten oder Granola ist es ein Knaller. Es passt natürlich auch hervorragend zu salzigen Gerichten, z.B. würzigen Curries und Eintöpfen. Wer kein gekauftes Joghurt verwenden möchte, versäuert tierische Milch oder Sojamilch mit Kornelkirschenholz und nimmt dieses als Ersatz für Produkte aus dem Laden. Dies ist übrigens mein erster erster Beitrag zu {EiNab}. Mehr Infos zu diesem nachhaltigen Projekt findet ihr hier. 

Donnerstag, 26. Februar 2015

Kokosmus-Schoko-Blondies (ohne Mehl & Butter)



Sieht aus wie ein Cantuccino, schmeckt wie ein dänischer Kokoskeks und ist in Wahrheit eine Scheibe Kokos-Schoko-Blondie. Keiner der Testesser wollte mir glauben, dass tatsächlich kein Mehl bzw. irgendwelche Getreideprodukte enthalten sind. Im Gegensatz zu den supersaftigen Kürbiskernbrownies, hat diese Version die Konsistenz eines eher trockenen Kokoskuchens. Zumindest am Backtag. Reste trocknen noch nach und beginnen wie Cookies aussenherum ein bisschen zu bröseln. Was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut. Mir gefielen die Blondies am nächsten und übernächsten Tag sogar noch besser. 

Für eine kleine Kastenform (21 x 12 cm):


Ofen auf 160 Grad vorheizen, Gitter auf der mittleren Schiene einschieben. Form mit Backpapier auslegen. Ei mit Zucker und Salz gründlich verquirlen. Schokolade grob hacken und mit dem Weinsteinbackpulver unter die Eimischung rühren. Zuletzt das Kokosmus schnell untermischen, bis der Teig gerade homogen ist. In die vorbereitete Form geben, gleichmässig verteilen und 18-20 Minuten backen, bis der Kuchen aufgegangen und die Oberfläche gebräunt ist. Aus dem Ofen holen, fünf Minuten warten, dann aus der Form heben und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Reste halten sich gut eingepackt 2-3 Tage.


Sonntag, 9. November 2014

Weisses und geröstetes Kokosmus



Nussmus selber herstellen ist keine grosse Hexerei. Man braucht nur genügend Nüsse, einen leistungsstarker Mixer, eventuell ein bisschen Öl und ausreichend Zeit. Je kleiner und schwächer das Gerät, desto länger dauert die Prozedur. Eine Minute mixen, 15 Minuten abkühlen lassen, wieder eine Minute mixen, wieder abkühlen lassen... 


Ein Hochleistungsmixer oder eine Küchenmaschine mit reichlich Power schafft es auch in einem oder zwei Durchgängen, doch meine Geräte wurden nicht für einen minutenlangen Dauerbetrieb konstruiert. Und bevor ich meinen geliebten Standmixer für ein bisschen Nussmus schrotte, plane ich lieber ein paar Stunden mehr ein. Umso erstaunter war ich, als ich zum ersten Mal Kokosmus zubereitete. Nach zwei Minuten hatten sich die Kokosraspel verflüssigt und nach drei weiteren Intervallen war das Mus fertig. Den schnellen Erfolg verdanken wir dem hohen Fettanteil der Kokosnüsse und dem niedrigen Schmelzpunkt des im Fruchtfleisch enthaltenen Öles. 


Im Sommer bleibt das Mus oft durchgehend flüssig, doch sobald es ein wenig kälter wird, erstarrt es zu einem milchigen Klotz. In diesem Fall das Glas einfach ein paar Minuten in ein warmes Wasserbad stellen. Ich mag das weisse Kokosmus mittlerweile lieber als das geröstete, welches mich zu sehr an Raffaello erinnert. (Seit ich mich an einer schrecklich langweiligen Party daran überfressen habe, kann ich die Kugeln nicht mehr ausstehen). Ist allerdings eine Ähnlichkeit erwünscht, würde ich noch Agavendicksaft und Vanillepulver untermischen.


Für ein Glas mit 250 ml Füllmenge:

  • 400 gr Kokosflocken oder -raspel

Für das dunklere Mus die Kokosraspel in einer grossen Pfanne bei mittlerer Hitze einige Minuten rösten. Immer schön umrühren, damit nur etwa ein Drittel der Raspel hellbraun werden. Mehr braucht es nicht für den typischen Geschmack. Kokosraspel in der Pfanne auf Handwärme abkühlen lassen, dann in den Mixer geben. Für das weisse Mus einfach die Raspel direkt in den Mixer schütten. Zwei Minuten laufen lassen. (Bitte unbedingt vorher die Bedienungsanleitung eures Gerätes konsultieren, manche dürfen nur ein paar Sekunden am Stück benützt werden). Alles, was an den Wänden klebt, runterschaben und nach einer Abkühlphase von mindestens 10 Minuten, wieder 1-2 Minuten mixen. Vorgang so lange wiederholen, bis das Kokosmus schön glatt ist. In ein sauberes Glas umfüllen und im Küchenschrank aufbewahren.  

P.S. Zu Hause hergestelltes Kokosmus wird nie 100%ig seidig-glatt, was mich aber überhaupt nicht stört. 

Montag, 17. Februar 2014

Übrige Croissants? Try Umm Ali!


Ich kenne drei Wege, um in den Genuss dieses Desserts zu gelangen:

a) Familie oder Freunde zum Brunch einladen und viel zu viele Croissants kaufen
Nachteil: Trotz grosszügig kalkulierter Mengen, kann es vorkommen, dass am Schluss alle weg sind. Fressmonster um mich herum, allesamt.

b) Extra welche beim Bäcker besorgen und ein, zwei Tage im Küchenschrank verstecken
Nachteil: Wenn Herr C. Hunger hat, vergreift er sich auch an altbackenen Gipfeli

c) Selber ausreichend Croissants backen
Nachteil: Sehr aufwändig
Vorteil: Wenn sie unten verbrannt sind, mag sie keiner freiwillig essen

Bei mir kam heute Variante C zum Zug. Ein kleiner Denkfehler beim Einschieben und schwupps waren die Croissants unten schwarz. Wegwerfen? Die ganze Mühe für die Katz....ääh..den Kompost? Sicher nicht! Also das Desaster zur Seite gestellt, Teilchen zwei Tage durchtrocknen lassen, alle dunklen Stellen abgeschabt bzw. weggeschnitten und dann daraus mein geliebtes Umm Ali gebastelt. Übersetzt bedeutet der Name "Alis Mutter" und ist nicht wirklich selbsterklärend. Was wie ein Nachtisch für Kannibalen klingt, ist in Wirklichkeit eine gehaltvolle Version eines Brotpuddings. Ein Resteessen deluxe, bestehend aus altbackenem Blätterteiggebäck, Nüssen, Trockenfrüchten, Milch, Sahne und Zucker. Ägypter mögen es üppig, was sich auch in ihren Rezepten niederschlägt. Meine Version würde dort vielleicht als "light" durchgehen, was es aber durchaus nicht ist. Es ist mastig, sündhaft lecker, süchtig machend, perfektes Soulfood. Aber als Dessert ist es auch mir zu mächtig. Ein nettes Mittag- oder Abendessen und zusammen mit ein bisschen Obst, wie geschmorten Äpfeln, Rotweinbirnen oder Orangen-Granatapfel-Salat, eine wunderbare Abwechslung für trübe Tage. 


Für 2-3 ohne Beilagen oder für 4 mit einer Portion Obst dazu:

  • 4 altbackene Croissants (zusammen etwa 200 Gramm)
  • 1 grosszügiger Knubbel Butter zum Fetten der Form
  • 2 El Rosinen
  • 2 gehäufte El Mandelblättchen
  • 2 gehäufte El Kokosflocken
  • 250 ml Vollmilch
  • 100 ml Sahne
  • 3 El (Vanille)Zucker
  • 1 Prise Zimt

Ofen auf 180 Grad vorheizen und eine kleine Auflauf- oder Kuchenform mit der weichen Butter grosszügig ausfetten. Croissants in Stücke brechen oder in Scheiben schneiden. Die Hälfte der Croissantstücke in die Form schichten, darauf die Rosinen verstreuen. Restliche Croissants darüber verteilen, andrücken, mit Mandelblättchen und Kokosflocken abschliessen. Milch mit 50 ml Sahne und dem Zucker in einem kleinen Topf warm werden lassen. Rühren, bis der Zucker völlig aufgelöst ist. Sorgfältig über die Nüsse in die Form giessen. Zum Schluss mit der restlichen Sahne toppen. Auf der zweiten Schiene von unten einschieben und 10 Minuten backen. Dann auf die unterste Schiene verfrachten und weitere 15 Minuten backen, bis der Pudding leicht aufgegangen ist und appetitlich riecht. Eventuell nach der Hälfte der Backzeit mit Alufolie abdecken, falls die Oberfläche zu schnell bräunt. Mandelblättchen und Kokosflocken sollten höchstens mittelbraun, aber nicht schwarz werden. Möglichst warm servieren.

Anmerkung: Wie gesagt, es darf ruhig geklotzt werden bei diesem Nachtisch. Zum Beispiel mit reichlich gehackten Nüssen und Kokosflocken, die zwischen die Croissantstücke gestreut werden. Wie wäre es mit doppelt so vielen Rosinen? Oder lieber Datteln oder Aprikosen? Mehr Sahne, weniger Milch? Pistazienstückchen als Deko? Jede Köchin in Ägypten hat ihr eigenes Rezept, viel falsch machen kann man sowieso nicht. Ich mag die Nüsse am liebsten nur oben drauf und verwende riesige Trockenbeeren, damit Rosinenhasser sie einfacher rauspulen können.


Samstag, 15. Juni 2013

Granola mit Bananen, Chia & Kürbiskernen



Meine hochfliegenden Frühstücksträume sind mittlerweile begraben. Früher aufstehen, um etwas zu kochen? Nein, danke. Früher aufstehen, um etwas zu essen? Nein, danke. Mein Körper weigert sich standhaft, zugunsten von Nahrung auf Schlaf zu verzichten. Vorteil: Keine Augenringe. Nachteil: Wann esse ich denn jetzt das tolle, selbstgemachte, klumpige Granola? Klumpig? Yep. Ich mag kein locker-flockiges Granola. Ich mag dicke Brocken, die problemlos auch ohne Milch verputzt werden können. Wer Bananengeschmack nicht mag, nimmt ungesüsstes Apfelmus. Das klebt zwar nicht so schön, schmeckt aber einiges neutraler.


Trockene Zutaten:

  • 200 gr 5-Korn-Flocken
  • 50 gr Haferflocken
  • 50 gr Gerstenflocken
  • 50 gr Chia
  • 50 gr Kürbiskerne
  • 50 gr Kokosraspel 

Alles in einer grossen Rührschüssel mischen.


Feuchte Zutaten:

  • 200 gr reifes Bananenfruchtfleisch
  • 6 El Avocado- oder Rapsöl
  • 100 gr Birnel oder Ahornsirup 
  • 1/2 Tl Zimt
  • 1/4 Tl frisch geriebene Tonkabohne (optional)
  • ein bisschen frisch geriebene Muskatnuss
  • 2 grosszügige Prisen Salz

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Bananen in Scheiben schneiden und zusammen mit allen restlichen Zutaten im Mixer pürieren. In die Rührschüssel zu den trockenen Zutaten geben und gründlich durchmischen. Granola auf dem Backblech verteilen. Klumpen nur zerkleinern, wenn sie grösser als eine halbe Walnuss sind. Auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen, danach die Temperatur auf 160 Grad senken. Je nach gewünschtem Bräunungsgrad, weitere 30-40 Minuten backen. Häufig durchrühren und wenden, dabei die Klumpen möglichst nicht zerstören. Auf dem Blech auskühlen lassen, danach in einem Einmachglas oder einer Blechdose aufbewahren. Hält mindestens 3 Monate.


Donnerstag, 7. Februar 2013

Dem Kaiser seine Kekse



Kleines Schweinwoll wuchs in einem ungarischen Tierheim auf, in dem die Hunde mangels anderer Nahrung, vorwiegend mit Essensresten aus Restaurants gefüttert wurden. Hundefutter findet er deshalb stinklangweilig. Um an unser Essen zu kommen, lässt er sich so einiges einfallen. Besonders auf Fisch jeglicher Art und alles was nach Vanille schmeckt, fährt er voll ab. So fing ich an, zwischendurch selber Hundekekse zu backen.

Fünf Sekunden später hätte ich fast meinen Finger eingebüsst

Allerdings ohne Fisch oder Fleisch, die Krümel davon mag ich nicht in meiner Jackentasche haben. Dafür mit gesunden Haferflocken und einer Banane für die Süsse. Carob und Vanillearoma sind nicht zwingend notwendig, Schweinwoll mag die Kekse aber lieber mit. Wer hat den Hund bloss so verzogen? Tstststs... 


Für etwa 30 Kekse:

  • 170 gr Vollkorndinkelmehl  (oder halb Vollkorn, halb Dinkelmehl Typ 630)
  • 80 gr feine Haferflocken
  • 2 El Kokosflocken
  • 1 El Carobpulver
  • 1 grosse Banane, sehr reif (ca. 150 gr)
  • 1 Ei
  • 1 El Raps- oder Olivenöl
  • Vanillebackaroma (optional)

Trockene Zutaten in einer Rührschüssel mischen. Banane mit Ei, Öl und ein paar Tropfen Vanillearoma pürieren. Zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben und gut verrühren. Auf der Arbeitsfläche kurz durchkneten, danach ca. 1 cm dick auswallen, bis die Grösse der Teigplatte etwa 20 x 25 cm beträgt. Waagerecht halbieren und die Hälften in fingerdicke Streifen schneiden. Mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen 30-35 Minuten bei 160 Grad backen. Je nach Ofen, müssen die Kekse ein oder zwei Mal während des Backvorgangs gewendet werden, damit sie vollständig durchbacken. Nur wenn sie richtig durch und durch trocken sind, können sie wochenlang aufbewahrt werden.


Freitag, 12. Oktober 2012

French Toast ohne Eier, dafür mit Banane und Kokos



Wer hat's erfunden?

Vielleicht die Schweizer, die es "Fotzelschnitte" nennen?
Oder die Amis, bei denen ein Brunch ohne "French Toast" undenkbar wäre?
Es könnten auch die Deutschen gewesen sein. "Arme Ritter", heissen sie dort.
Mais non, werden die Franzosen einwenden, le "Pain Perdu" haben wir erfunden!
Die Brasilianer waren's wohl eher nicht, obwohl der Name "Rabanada" köstliches verspricht.
Oder waren es die Laoten, mit ihrem "Bombay Toast"?

Die erste Erwähnung findet es in Texten aus dem Mittelalter. Früher eine beliebte Fastenspeise, später als Arme-Leute-Essen verschrieen. Heute wird French Toast meist zum Frühstück oder als süsses Z'nacht gereicht. Was sich aber nie geändert hat, sind die Grundzutaten. Eier, Milch und altbackenes Brot. Für vegane Varianten wird oft pflanzliche Milch mit Mehl, Stärke oder Tofu als Ei-Ersatz vermixt. Not bad, aber diese Version mit Banane und Kokosraspel schlägt alles.


Für 2 Personen:

  • 1/2 Baguette vom Vortag
  • 1 grosse Banane, fast überreif
  • 200 ml Milch oder Kokosmilch
  • 2 Prisen Salz
  • 1 El Speisestärke
  • etwa 4 El Kokosflocken
  • Alsan und Rapsöl zum Braten

Baguette in daumendicke Scheiben schneiden. Banane schälen, klein schneiden und zusammen mit Milch und Salz glatt pürieren. Speisestärke mit einem Teil der Bananemilch klümpchenfrei verquirlen, dann alles zusammen verrühren. Baguettescheiben nebeneinander in eine Auflaufform legen und mit der Bananenmilch übergiessen. Zehn Minuten einweichen, dann die Scheiben wenden und weitere 5-10 Minuten durchziehen lassen. Alsan und Rapsöl zu gleichen Teilen in einer grossen Pfanne erhitzen. Baguettescheiben beidseitig mit den Kokosraspeln bestreuen, leicht andrücken. Bei mittlerer Hitze auf jeder Seite goldbraun braten. Mit Spekulatius-Zucker, Zimt-Zucker, Ahornsirup oder Muskatsirup servieren. Quelle: Vegan Brunch.

Caramellige Version: Wenn die Scheiben noch hellgolden sind, in der Pfanne mit Zucker bestreuen. Umdrehen und kurz braten, bis es wunderbar duftet. Zweite Seite mit Zucker bestreuen, ebenfalls caramellisieren lassen. 


Sonntag, 27. Mai 2012

Schattenmorellen-Schoko-Kuchen aus Hermann-Teig



Tääätätätäääää! Maestro, bitte einen Tusch! Mit Spannung erwartet und hier ist er: 

Deeeeer Schaaaattenmoooorellen-Schoookoooo-Kuuucheeen aus Heeermann-Teeeeig!

Locker, luftig und trotzdem saftig. Einfach wunderbar.

Das Rezept habe ich mir vom Meister persönlich geholt. Nein, nicht von Robert, sondern von Dr. Oetker. Zutaten und Zubereitungsweise habe ich leicht angepasst und auch noch den Namen geändert. Unter einem "Versunkenen Kirschkuchen" stelle ich mir persönlich eher das letzte Dessert auf der Titanic vor....

Für eine runde Form (26 cm Durchmesser):

  • 125 gr Butter oder Alsan, sehr weich
  • 110 gr selbst gemachter Vanillezucker
  • 3 Eier
  • 70 gr gemahlene Mandeln
  • 40 gr Kokosraspel
  • 200 gr Hermann-Teig
  • 120 gr Mehl
  • 1 Tl Backpulver
  • 100 gr dunkle Schokolade, fein gehackt
  • 1 Glas Schattenmorellen/Sauerkirschen, abgetropft (Abtropfgewicht etwa 350 gr)
  • Puderzucker zum Bestäuben (optional)

Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Form mit Backpapier auslegen oder mit Butter ausfetten (hab ich in der Eile vergessen).

Butter und Vanillezucker schaumig rühren. Eier gründlich unterrühren, dann Mandeln, Kokosflocken und den Hermann zugeben. Mehl und Backpulver mischen, sieben und portionsweise unterrühren. Zuletzt die Schokostücke zugeben. Teig in die Springform füllen, mit dem Spatel glatt streichen und die Schattenmorellen darauf verteilen. Auf der mittleren Schiene etwa 40-50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen und wenn nichts mehr klebt, Kuchen aus dem Ofen holen. Fünfzehn Minuten stehen lassen, dann vorsichtig aus der Form holen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Am besten schon am Vortag zubereiten, der Kuchen schmeckt nach einem Tag Ruhezeit viel besser als frisch aus dem Ofen. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben und mit Sahne und Vanilleeis servieren.

Sonntag, 26. Februar 2012

Buttermilch-Rusks - Tunken ausnahmsweise erlaubt



Tunken erfreut sich unter gereiften Semestern grosser Beliebtheit. Wohl wegen der nachlassenden Beisskraft im Alter. Oder weil die lieben Kleinen das Gebiss wieder einmal versteckt haben. Meine Grosseltern beispielsweise tunkten dauernd: Zwieback in die Milch, Brot in die Suppe, Kuchen und Kekse in den Kaffee. Für mich als Kind der blanke Horror. Überall diese unappetitlichen Bröckchen in der jeweiligen Flüssigkeit und dazu noch die grausigen Schlürfgeräusche.... *schüttel*... Ich tunke eigentlich nur, wenn Grippeviren in meinem Körper wüten. Dann schmeckt sowieso alles wie Schuhkarton, egal ob eingeweicht oder nicht. Meine bevorzugte "Nahrung" bei schweren Erkältungen ist darum Hot Whiskey. Weil eine Alkoholfahne vor der Mittagszeit aber haltlose Verdächtigungen auslösen könnte, tunke ich halt. Zumindest bis 12:00 Uhr. Danach geht die Post ab. Eine Ausnahme sind Rusks. Die dürfen immer getunkt werden. Am liebsten in eine grosse Tasse heisse Schokolade. Rusks sind ein Dauergebäck für den Vorrat, welches sich vor allem in Südafrika grosser Beliebtheit erfreut. In einer dicht schliessenden Blechdose aufbewahrt, sind sie problemlos mehrere Monate haltbar.


Zutaten für eine grosse Vorratsdose:

  • 400 gr Weizenmehl Typ 405
  • 100 gr Weizenvollkornmehl
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 50 gr Kokosraspel
  • 50 gr Haferflocken
  • 50 gr Sonnenblumenkerne
  • 200 gr brauner Rohrzucker
  • 5 gr Salz
  • 1 Tl gemahlener Koriander
  • 1/2 Tl gemahlener Zimt
  • 1/2 Tl gemahlener Ingwer
  • 1/2 Tl gemahlener Piment
  • 250 gr Butter oder Margarine (Alsan)
  • 250 gr Buttermilch
  • 1 Ei Grösse L

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Alle trockenen Zutaten in einer Rührschüssel mischen. Butter oder Margarine schmelzen, etwas abkühlen lassen und mit der Buttermilch und dem Ei in einer anderen Schüssel verquirlen. Zu den trockenen Zutaten giessen und gut mit einem Kochlöffel oder dem Handrührer vermischen. Eine quadratische oder rechteckige Form (meine misst 30 x 22 x 4 cm) mit Backpapier auslegen. Teig hineinfüllen, glatt streichen. Auf der mittleren Schiene 50-60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Wenn nichts mehr am Stäbchen klebt, den Kuchen aus dem Ofen holen und mindestens eine Stunde auskühlen lassen. Wenn der Kuchen ausgekühlt ist, in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden. Dann in Stücke beliebiger Grösse teilen. Ich schneide meist ein paar Scheiben in fingerdicke Stücke (für Gäste) und den Rest doppelt so breit (als Zwischenverpflegung fürs Büro oder Reiseproviant). Backblech mit Backpapier belegen, die Stücke darauf verteilen. Im Backofen bei 80 Grad mehrere Stunden trocknen. Die Dauer hängt von der Grösse der Stücke ab. Zwischendurch ein Stück aus dem Ofen holen und kontrollieren, ob sie völlig durchgetrocknet sind. Dann den Ofen ausschalten, Kochlöffel zwischen die Türe klemmen und die Rusks vollständig auskühlen lassen. In eine gut schliessende Blechdose schichten und sich die nächsten Wochen daran erfreuen.

Und ab damit zu einer weiteren Runde {Initiative Sonntagssüss}. Dort wird heute übrigens der erste Geburtstag des Events gefeiert. Happy Birthday und auf viele weitere süsse Sonntage!  




Donnerstag, 15. Dezember 2011

Bounty-Kekse (heute ohne Meuterei)



Was hätte Kapitän Bligh wohl von diesem Ringelpiez gehalten?

Die Bounty-Kekse sind nicht so mürbe wie die Erdnusscookies, eher chewy. Dafür erinnern sie vom Geschmack her deutlich an das Innenleben eines Bounty-Riegels. Nur nicht so pappsüss. Das Rezept habe ich fast 1:1 von hier* übernommen.

Zutaten für ca. 50 Kekse:

  • 160 gr Mehl
  • 200 gr Kokosraspel
  • 250 gr Butter, weich
  • 160 gr Zucker
  • 1 El Vanillezucker (selbstgemacht)
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz cremig rühren. Ei unterrühren, danach die Kokosraspel und zuletzt das Mehl untermischen. Den Teig vierteln, zu Rollen formen, in Klarsichtfolie einschlagen und mindestens 5 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. Die Rollen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und 12-15 Minuten bei 160 Grad backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen und danach in Blechdosen verpacken.


Leider ist es schier unmöglich, in meinem Gasbackofen ohne Oberhitze, eine gebräunte Keksoberfläche zu erhalten. Deshalb sehen meine Exemplare immer so vornehm blass-bleich aus.


*Übrigens einer meiner früheren Lieblings-Blogs. Leider hat die Verfasserin schon vor zwei Jahren aufgehört, neue Beiträge einzustellen. Aber trotzdem sehr lesenswert.