Sonntag, 10. Dezember 2017

Glutenfreie Maniokkekse



Maniok zählt erst seit etwa drei Jahren zu den gern gesehenen Gästen in meiner Küche. Meistens besorge ich auf dem Heimweg bei Coop eine grosse Knolle (Fairtrade) und bereite sie wie Salzkartoffeln zu: Gründlich schälen, in eher grosse Würfel zerteilen, Mittelstrang entfernen und in leicht gesalzenem Wasser mindestens 20 Minuten kochen. Dazu gönne ich mir Butter, Käse, hausgemachten Kräuterquark und einen Salat. Herr C. kann mit dieser exotischen G'schwellti-Variante nicht viel anfangen, darum bleiben regelmässig ein paar gekochte Maniokwürfel übrig. Daraus wird dann mein Lieblingsbrot, das Pao de mandioca (Rezept folgt). 


Vor ein paar Monaten entdeckte ich in einem Asialaden eine Packung brasilianisches Maniokmehl, die natürlich sofort im Einkaufskorb landete. Zu Hause musste ich dann nach ein paar Fehlschlägen feststellen, dass dieses griesige Mehl sich zwar perfekt für Farofa eignet, aber nur eingeschränkt für Brot, Kuchen und Kekse. Die Kekse, die ich heute vorstelle, sind nur wenig süss, nussig, knusprig. Wer mag, kann den Vanillezucker durch Kokosblütenzucker ersetzen und 3 Prisen Salz verwenden, das ergibt eine interessante Digestivknabberei.


Für ca. 25 Kekse:

  • 150 gr Butter oder Alsan, geschmolzen
  • 105 gr knapp lauwarmes Wasser
  • 55 gr hausgemachter Vanillezucker
  • 55 gr Zucker
  • knapper 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 170 gr Maniokmehl

Alle Zutaten der Reihe nach verrühren, 15 Minuten quellen lassen. Unterdessen den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Walnussgrosse Mengen vom Teig abnehmen, rund formen und sanft platt drücken, bis sie etwa zentimeterdick sind. Auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und in der Mitte des Ofens ca. 25-30 Minuten backen, bis sie durchgehend hellbraun sind (evt. zwischendurch einmal vorsichtig wenden). 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, danach auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. In einer gut schliessenden Blechdose aufbewahren.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -129-



[GE]gessen: Die ganze Packung Ein paar Mozartkugeln

[GE]trunken: Tee aus grünem Hafer und Ingwergrün

[GE]kocht: Pikante Bananensuppe mit Ingwer, Garam Masala und Limette

[GE]backen: 
Focaccia alla Zucca
Cobbler mit Äpfeln und Pecannüssen
Vanillige Mohn-Limetten-Würfel (frei nach Tanja Grandits)

Rechtzeitig [GE]wesen
In der Bibliothek, Kochbücher & Krimis besorgt. 
Einen Tag später haben mich die Viren flach gelegt.
Ich hasse Erkältungen und Ohrenschmerzen. 
Alt werden ist echt nichts für Weicheier.

 [GE]sehen:  
Happy Death Day
Spiderman Homecoming
Mord im Orient-Express
Der Schneemann

[GE]lesen
Ihr sollt den Fremden lieben - Alfred Bodenheimer (leider enttäuschend)
Helvetia vegetaria - Carlo Bernasconi (ebenso) 
Überbitten - Deborah Feldman (dito)

[GE]freut: Mit kombinierten Rabatten und Bons zwei Paar teure Markenschuhe für nur 30% des Neupreises ergattert. Call me se Coupon-Queen! 

[GE]freut II:
Herr C. hat es endlich geschafft, unser WC zu streichen und den neuen Klodeckel zu montieren. Ich bin geneigt, in den nächsten Tagen eine grosse Eröffnungsfeier abzuhalten.😄 

[GE]kauft
Eine rote Art déco Glasvase für 50 Rappen und eine weisse Jugendstilvase aus Keramik für 90 Rappen.

[GE]hört: Driving home for Christmas - Chris Rea

[GE]lacht: Top Gear - Camping für Fortgeschrittene

Montag, 4. Dezember 2017

Füsschen or not Füsschen



Änisguetzli/Änisgutzi/Anismödeli/Änismodel/Anischräbeli/Springerle...
Viele Namen, unzählige Rezepte.


Egal, ob mit Anissamen oder Anisöl.
Egal, ob mit oder ohne Kirsch.


    Egal, ob mit einem Model oder freihändig geformt.
Nur eines ist wichtig: Die Füsschen!

(Auf dem Foto sichtbar neben den Ohren des Lällekönigs, der, nebenbei bemerkt, zu nahe am Motiv beschnitten wurde).

Ohne sind es einfach keine richtigen Anisguetzli.
Der supergeheime Füsschen-Trick: Weinsteinbackpulver statt Hirschhornsalz.


Für 20-40 Stück (je nach Grösse der Model):

  • 4 superfrische, zimmerwarme Eier Grösse M (mit Schale 240 Gramm, ohne 200 Gramm)
  • 500 gr Puderzucker, gesiebt
  • 2 El Kirsch
  • 10 gr Anissamen, fein zermörsert oder in der Kaffemühle gemahlen
  • 560 gr Mehl, gesiebt
  • 1 gr Weinsteinbackpulver
  • Speisestärke

Eier und Puderzucker in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Schneebesen 15 Minuten auf Stufe 2 aufschlagen, bis die Masse dickschaumig-weiss ist. Kirsch und Anissamen kurz unterrühren, dann den Knethaken montieren. Mehl mit Backpulver vermischen und portionweise zugeben. Jeweils kurz einkneten und zum Schluss von Hand bearbeiten, bis der Teig geschmeidg-seidig ist. Zu einem Rechteck formen, in Tupperware oder Klarsichtfolie einpacken und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag 2-3 Backbleche mit Backpapier belegen. Teig dritteln und die Arbeitsfläche hauchdünn mit Speisestärke bepudern. Mit Hilfe eines (Marmor)Nudelholzes und Teighölzern ein Drittel des Teiges zu einer zentimeterdicken Platte auswallen. Oberfläche dünn mit Speisestärke bepinseln. Nun die Model gleichmässig in den Teig drücken und senkrecht (!) wieder abheben. Die Motive mit runden/ovalen/viereckigen Ausstecherformen bzw. ersatzweise mit einem Glas/Messer/Teigrädchen "ausstechen". Überschüssige Stärke mit dem Backpinsel entfernen. Teiglinge vorsichtig mit einem Bratenwender auf die Bleche verteilen, dazwischen fingerbreite Abstände gönnen. Unbedeckt 12-24 Stunden, je nach Grösse der Kekse, an einem mindestens 20 Grad warmen, trockenen Ort ohne Zugluft ruhen lassen. Am nächsten Tag den Ofen auf 150 Grad vorheizen. Ein paar Tropfen kaltes Wasser auf das Backpapier spritzen (NICHT auf die Kekse!), auf der zweiten Schiene von unten einschieben und die Springerle 15-25 Minuten backen. Die Springerle sollen nach dem Backen hübsche Füsschen aufweisen und möglichst hell bleiben. Vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen. Danach in einer dicht schliessenden Blechdose aufbewahren.

Mittwoch, 29. November 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -128-



In Breisach [GE]gessen
Zwei Grüsse aus der Küche
Feldsalat mit Speck an weisser Himbeervinaigrette
Wildragoût aus der Region mit Wacholdersauce, Spätzle und Rotkraut
Hagebuttenparfait aus einheimischen Früchten und Schokoladentarte

Dazu [GE]trunken: Ein Herbstbräu

[GE]kocht: Kräuternudeln mit Pilz-Lauch-Sauce

[GE]backen: Einen geviertelten Blumenkohl

Am Wochenanfang [GE]wesen: Auf dem Friedhof, Wintergrün verteilt

Am Wochenende [GE]wesen
Zuerst waren wir bei Staub in Turckheim, danach in einem Bio-Supermarché und im Musée Unterlinden. Später folgte ein Bummel durch Colmars Altstadt inklusive Abstecher in den Kusmi-Shop. Nach einem Hupf über die Grenze ging's zum Münster in Breisach und als Abschluss gönnten wir uns ein Herbstmenü im Kaiserstühler Hof. 

[GE]lesen: Ein Mann der Tat - Richard Russo
#tibits. Kochen. Teilen. Geniessen.

[GE]sehen: Sleepers

[GE]kauft
Überraschenderweise nichts bei der Grande Braderie de Staub (siehe[GE]ärgert)
Bio-Supermarché: Lupinenmehl, Adzukibohnenflocken, Kefir-Ferment, Kastanienmilch, kompostierbare Schwämme, Scheuerpads aus PET-Flaschen und Kupfertücher 
Kusmi-Shop: Algotea (LOVE IT!), Lightly Smoked Tea, Oolong

[GE]ärgert
Meine Zurückhaltung war nicht ganz freiwillig. Die Bratpfanne, die ich mir zulegen wollte, war zwar in der richtigen Farbe, aber nur in der falschen Grösse vorhanden. *hmpf*

[GE]hört: Message in a bottle - The Police

[GE]erntet:
Die letzten (Riesen)Karotten, Rote Bete, Dahlienknollen, einen gut getarnten Marina di Chioggia Kürbis und massig Topinambur

Sonntag, 26. November 2017

Kerniges Kürbisbrot mit Honig



Unsere Kürbisernte ist dieses Jahr mickrig ausgefallen: Zwei kleine Chioggias, zwei kleine Delicatas und zwei kleine Butternuts. Irgendwann hatte Herr C. mein Gejammer satt und kutschierte mich zum Mathis-Hof, wo ich mir fünf verschiedene Kürbisse kaufen durfte. Trotz sorgfältiger Auswahl begannen drei davon nach wenigen Tagen an diversen Stellen zu schimmeln. Doch den Vogel schoss der grosse Buttercup ab, der klammheimlich von innen heraus vergammelt ist. Nach der Notoperation konnte nur ein handbreiter Schnitz gerettet werden. Umso ärgerlicher, weil der Kürbis auch im rohen Zustand hervorragend schmeckt. Die Menge reichte nicht für das geplante Kürbisrisotto, darum landete das Früchtchen im Brotteig. Auch keine schlechte Entscheidung.


Für ein Brot:

  • ein Stück aromatischer Kürbis, ca. 180 gr 
  • 50 gr Sonnenblumenkerne
  • 15 gr schwarze Sesamsamen

Kürbisschnitz von Kernen, Fasern und Schale befreien. Geputztes Kürbisfleisch im Zerkleinerer in winzige Stücke zerhäckseln oder fein reiben. 120 Gramm davon abwiegen und in die Rührschüssel der Küchenmaschine befördern. Sonnenblumenkerne und Sesam in einer kleinen Pfanne oder unter dem Grill kurz anrösten. Auf einem Teller abkühlen lassen, während der Teig zubereitet wird. Vor der Zugabe fein hacken.*

  • 320 gr Ruchmehl
  • 80 gr Lichtkornroggenmehl Typ 1150
  • 10 gr Chia
  • 300 gr knapp lauwarmes Wasser
  • 40 gr heller Honig (io: Borretsch)
  • 10 gr Salz
  • 4 gr Hefe

Alle Zutaten, ausser Sonnenblumenkernen und Sesam, in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Zuerst 7 Minuten auf Stufe 2 kneten. Kerne zugeben und weitere 4-5 Minuten kneten, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Auf der eingeölten Arbeitsfläche falten, zurück in die Schüssel legen, mit einer Duschhaube abdecken und den Teig 12-16 Stunden an einem kühlen Ort (ca. 8-10 Grad) aufgehen lassen. Am nächsten Tag 1-2 Stunden akklimatisieren lassen. Gärkorb mit einem Leinentuch auskleiden und mit reichlich Ruchmehl bestreuen. Arbeitsfläche ebenfalls bemehlen, Teigschaber befeuchten und den Teig damit aus Schüssel heben. Mit bemehlten Händen vorsichtig zu einem runden Laib formen und mit dem Schluss nach oben in das vorbereitete Gärkörbchen setzen. Abdecken und bei Zimmertemperatur etwa 50 Minuten aufgehen lassen, bis sich der Teig um ca. 80% vergrössert hat. Unterdessen einen Gusseisentopf mit Deckel (io: 4,7 Liter Cocotte) auf das Gitter stellen, auf der zweiten Schiene von unten einschieben und den Ofen auf 270 Grad vorheizen. Topf aus dem Ofen holen, Deckel zur Seite legen. Teig vorsichtig schräg hineinkippen, so dass das Gärtuch gut weggezogen werden kann. Schnell einschneiden, Deckel wieder auflegen und zurück in den Ofen damit. Zuerst 20 Minuten bei 270 Grad, dann 25 Minuten bei 220 Grad backen. Deckel entfernen und nach Belieben einige Minuten nachbräunen lassen. Vorsichtig aus dem Topf heben und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. 

* Für ein rustikaleres Brot den Kürbis an der Röstiraffel reiben und die Kerne ganz lassen.

Freitag, 24. November 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -127-



Mehrmals [GE]fragt worden: Warum ich keine Rezepte mehr poste. Ich würde ja gerne, aber mir fehlt einfach die Zeit dazu. Ich hetze seit Wochen von einem Ort zum anderen, und versuche mein temporär verdoppeltes Arbeitspensum mit dringenden Gartenarbeiten, dem Haushalt und diversen anderen Pflichten unter einen Hut zu bringen. Ein Ende ist zwar absehbar, aber bis dahin bin ich Minimalistin in Sachen Kochen, Backen und Bloggen. Man möge es mir verzeihen.

[GE]gessen: Schinken-Käse-Toasts mit eingelegten Pfirsichen

[GE]trunken: Kilkenny Bier

[GE]kocht
Einfache Kartoffelsuppe mit Lauch und lila Karotten der Sort Gniff

[GE]backen: Kerniges Kürbisbrot mit Honig

[GE]wesen: In Biederthal, demeter-Eier und Joghurt besorgt

[GE]lesenElena Ferrante - Die Geschichte der getrennten Wege

[GE]freut
Im Asialaden eine neue Zimtsorte, Zuckerrohr-Essig und Cashewfrucht-Essig entdeckt.

[GE]ärgert
Über eine beratungsresistente Mitarbeiterin. Sie kann sich die einfachsten Vorgänge nicht merken und darum passieren ihr die gleichen Fehler immer und immer wieder. Statt nachzufragen (und sich die Antworten zu notieren), wurstelt sie einfach vor sich hin und ich darf regelmässig ihren Murks geradebiegen. Sie sieht die Arbeit nicht einmal dann, wenn man sie ihr direkt vor die Nase stellt. Oder sie erzählt jedem lang und breit, sie würde sich gleich dieser und jener Aufgabe widmen und rührt danach keinen Finger. Ebenso toll ist es, wenn sie wieder einmal nicht zugehört hat und nachher die beleidigte Leberwurst spielt, weil sie angeblich nie informiert wird. Warum diese Frau, deren Unfähigkeit das ganze Team beeinträchtigt, nicht "gegangen wird", ist uns allen ein Rätsel.

[GE]kauft: Mein erstes Smartphone. Steinzeit ade!

Mehr als einmal [GE]hört
T.N.T - AC/DC
R.I.P. Malcolm Young

[GE]lacht
Über mich. Völlig verschlafen geduscht, Kleider übergeworfen, alles eingepackt, das Schweinwoll ausgehfertig gemacht, Bommelmütze aufgesetzt und erst vor der Türe bemerkt, dass ich kein Höschen anhabe. Der Tag wäre sicher lustig geworden.

Freitag, 17. November 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -126-



[GE]gessen: Mit Tante Z. im tibits

[GE]trunken: Mate-Tee

[GE]kocht: Lunga-di-Napoli-Kürbissuppe mit Curry für 75 Leute

[GE]backen: Asiatisch angehauchte Rindsvoressen aus dem Ofen

[GE]wesenIn Zürich, einen Geburtstagseinkaufsbummelgutschein von und mit Tante Z.eingelöst. Nun bin ich stolze Besitzerin einer neuen Garnitur Kleidung und trage eine neue Frisur.

 Auf meinen Ausflügen [GE]sehen: Ach herrje, wo fange ich bloss an?
Schaffhausen, Bodensee, Appenzeller Land, Rochers de Naye, Montreux, Freddie Mercury, Einsiedeln, Schnee, noch mehr Schnee, Gstaad, Zürich, Bern, Aarau, Olten, Luzern, viele Berge, kleine Dörfer, hohe Pässe, wunderschöne Herbstlandschaften... 

[GE]lesen
Die Dornenvögel - Colleen McCollough
Underground Railroad - Colson Whitehead

[GE]freut
Herr C. hat mir, trotz eigener Mini-Ernte, gnädigerweise doch noch erlaubt, beim Bauern ein paar Kürbisse als Wintervorrat zu besorgen.

[GE]ärgert
So spät im Jahr war die Auswahl leider schon deutlich eingeschränkt.
Wenn ich den erwische, der mir alle Blue Hubbards weggeschnappt hat...*grrr*

In verschiedenen Brockis, quasi als Reiseandenken, [GE]kauft
Julltrik-Teller von Gustavsberg aus dem Jahr 1976 (Weihnachten kann kommen)
Ein Buch über alte Beerensorten (für den nächsten Frühling)
Zwei Bauernkeramikhühner (Ostern kann kommen)
Einen kleinen Slow Cooker (stand schon viel zu lange auf der Wunschliste)
Eine weitere Kunstkeramikvase (weil hab' ich ja noch nicht genug 'von) 
Weihnachtgeschenke für liebe Menschen (Nachhaltigkeit mitten im Konsumwahn)

[GE]hört: Monster Mash  Bobby "Boris" Pickett

[GE]lacht: Über den Banker im Zug von ZH nach BS, der mit seinem Gegenüber beratschlagt hat, ob er sich zu Weihnachten eine zweite Rolex oder eine zweite Breitling gönnen soll. Als er noch mit mir in der Lehre war, bewegte ihn nur die Frage, wer ihm einen Franken für den Kaffeeautomaten borgen könnte...
(Antwort: Nicht von mir, ich konnte ihn damals schon nicht ausstehen).

Mittwoch, 8. November 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -125-



Bei Schwesterherz [GE]gessen
Rehrücken mit Waldpilzsauce, Kürbisspätzli, Rotkohl, glasierten Marroni und Preiselbeer-Birnen. Vorneweg Bruschette mit Paprika-Artischocken-Chimmichurri und zum Dessert Französische Schokoladentorte mit Wacholder-Apfelmus und Schlagsahne. Das Hauptgericht war ihr Werk, Vor- und Nachspeise mein Zutun.

[GE]trunken: Grog mit Grappa

[GE]kocht: Dörrbohnen mit Speck

[GE]backen: Zwirbelbrot mit Ruch- und Roggenmehl

[GE]wesen: Unter anderem am Rüeblimärt in Aarau

 Wie jedes Jahr am 31. Oktober an[GE]gucktHalloween (1978) 

[GE]lesen: The Christmas Chronicles - Nigel Slater

Über die SBB [GE]ärgert
Zuverlässigkeit und Sauberkeit lassen wirklich zu wünschen übrig!

Über die Funde beim Lieblingsflohmi [GE]freut
Einen Topf mit Holzgriff von Le Creuset, eine riesige Lunchbox aus Metall, eine Porzellanschüssel mit Ausguss, eine Feinreibe mit Griff, eine Backform mit herausnehmbarem Boden, ein Art déco Teesieb mit Ablage, eine Aktentasche von Mandarina Duck pour moi und einen Fleischwolf mit Wurstfüller für Herrn C.

Am Rüeblimärt [GE]kauft:
 Karotten der Sorte Gniff, Wildschweinrauchwürste, Wildschweinbratwürste, Galloway Rauchwürste, Kümmelwürste, frischen Ingwer mit Grün, Bockshornkleekäse, Rüeblikäse, jungen Alpkäse und einen Zwiebelzopf für Schwesterherz.

Zu[GE]hört: Wie sich eine Dame am Telefon völlig unmöglich aufgeführt hat, weil sie soooo bekannt sei und ich sie, welche Schande, nicht kenne. Nach dem Telefonat setzte ich Tante Google auf sie an und fand heraus, dass die Anzahl der Suchergebnisse mit meinem eigenen Namen wesentlich höher ist...

[GE]lacht: Über die Menge Rotkraut, die Schwesterherz gekocht hat.
Wir hätten noch mindestens 10 weitere Leute damit verköstigen können.

Sonntag, 5. November 2017

Fledermauskuchen ohne Fledermäuse



Heute folgt die zweite Version des Fledermauskuchens, allerdings ohne gehackte Fledermäuse. Stattdessen mit Mandelblättchen und ein wenig Bittermandelöl, für die Erwachsenen unter uns. Geschmacklich genau so gefällig wie die Halloweenvariante und optisch sogar alltagstauglich.


Für eine Wähenform mit 24 cm Durchmesser:

  • 50 gr Mandelblättchen, hellbraun geröstet und abgekühlt
  • 100 gr weiche Butter oder Alsan
  • 75 gr beiges Tahin
  • 2-3 Tropfen Bittermandelöl
  • 120 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 175 gr Mehl
  • 1/8 Tl Weinsteinbackpulver

Alle Zutaten der Reihe nach in einer Rührschüssel mit einem Kochlöffel vermischen. Kurz mit den Händen in der Schüssel verkneten, bis der Teig gerade so zusammenhält. Die Konsistenz ähnelt eher nassem Sand als einem Mürbeteig, aber keine Panik, des g'hört so. Schüssel abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag den Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Backpapier passend zuschneiden und die Backform damit auslegen. Teig aus dem Kühlschrank holen und mit den Händen portionsweise grob in der Form zerbröseln. Am Schluss ganz leicht zusammendrücken. In den Ofen stellen und etwa 35 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Aus dem Backrohr holen und 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Danach mit dem Backpapier auf ein Kuchengitter heben und vollständig auskühlen lassen. In kleine Stücke zerschneiden oder brechen.

Samstag, 4. November 2017

Verspätet: 12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -124-



Im Appenzellerland [GE]gessen
Mittags im Ernst in Trogen eine richtig gute Rüebli-Fenchel-Suppe. Nachmittags in der Konditorei eine Appenzeller Nussstange und abends in Heiden gebratene Hühnerleber mit Calvadossauce, gemischtes Gemüse und Röstikroketten. Njam! 

[GE]trunkenMeinen hausgemachten Energydrink.
(Kalter Tee aus Zimt, Nelken, Kardamom, Kurkuma & Hibiskus mit Apfelsaft und Baobabpulver).

[GE]kocht: Schon wieder Linsen mit gelben Randen. I love it.

[GE]backen: Eine fantastische Focaccia mit Kartoffelflocken

[GE]wesen: Nochmals in Italien und in Winterthur an einer bezaubernden Hochzeit. 

[GE]sehen: Spectre

[GE]lesen
Zingerman’s Bakehouse - Amy Emberling & Frank Carollo 
Molly's Kitchen: Stadt, Land, Genuss - Molly Yeh
Recipe Revival - Editors of Southern Living
Beyond Canning - Autumn Giles
Simply Pho - Helen Le

[GE]freut: 13 Tage strahlender Sonnenschein während unserer Ferien im Tessin. Dafür schneite es am Abreisetag und beide Pässe, die wir überqueren mussten, liessen bei uns weihnachtliche Vorfreude aufkommen (siehe Foto).

[GE]ärgert
Zurück am Arbeitsplatz war zuerst eine halbe Stunde aufräumen und putzen angesagt, weil gewisse Leute der Meinung sind, sie könnten sich alles erlauben.

Vor und während der Heimreise noch [GE]kauft: 
Sciroppo di Amarene, 96%er Alkohol (für Extrakte), Tapenade, Grappa di Uva Americana, Mirto di Sardegna, Bio-Kastanienmehl, Estratto per brodo vegetale, Miele di Limone, Sale con erbe e fiore alpine und Gran Alpin Mehle.
Vielleicht sollte ich demnächst eine Alohol- und Honig-Verkostungen zur Kostendeckung anbieten...

[GE]hört: Once in a lifetime - Wolfsheim

[GE]funden und nach Hause geschleppt:
Einen tiptopen Le Creuset Gänsebräter (40 x 30 cm, ca. 9 l) beim Spazieren mit dem Schweinwoll auf einem Mäuerchen erspäht und vor Freude gequickt, weil sich daran ein Zettelchen mit der Botschaft "Gratis - Zum Mitnehmen" befand.

Montag, 30. Oktober 2017

Gehackte Fledermäuse in Kuchenform



Kaum zurück aus den Ferien, hält mich ein Schnupper-GA auf Trab, was eine sträfliche Vernachlässigung von Haushalt, Garten und Blog zur Folge hat. Vorausschauend, wie ich nun einmal bin, habe ich den Fledermauskuchen deshalb schon vor unserer Abreise gebacken, fotografiert und mit Genuss verspeist. Über mehrere Tage hinweg verteilt, natürlich. Am ersten Tag gab es eine Hälfte und am nächsten Tag den Rest. Ähem.... Happy Halloween y'all!


Für eine Wähenform mit 24 cm Durchmesser:

  • 100 gr sehr weiche Butter oder Alsan
  • 80 gr schwarzes Sesammus
  • 125 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl Mandarinenschalenpulver 
  • je 1/4 Tl Vanille- und Zimtpulver
  • 200 gr Mehl
  • 1/8 Tl Weinsteinbackpulver
  • 6 (oder auch mehr) Zuckergussglubscher

Alle Zutaten der Reihe nach in einer Rührschüssel mit einem Kochlöffel vermischen. Kurz mit den Händen in der Schüssel verkneten, bis der Teig gerade so zusammenhält. Die Konsistenz ähnelt eher nassem Sand als einem Mürbeteig, aber keine Panik, des g'hört so. Schüssel abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag den Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Backpapier passend zuschneiden und die Backform damit auslegen. Teig aus dem Kühlschrank holen und mit den Händen portionsweise grob in der Form zerbröseln. Am Schluss ganz leicht zusammendrücken. In den Ofen stellen und etwa 35 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Aus dem Backrohr holen und 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Danach mit dem Backpapier auf ein Kuchengitter heben und vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit den Augen verzieren. In kleine Stücke zerschneiden oder brechen.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -123-



[GE]gessen
Jeden Morgen ein ausgiebiges Frühstück, bestehend aus Aufbackbrötchen (1,5 Stunden Fussmarsch pro Weg erzeugt Pragmatismus), Alpbutter, Ziegenbutter, Hagebuttenkonfitüre, Bergamottenmarmelade, zwei Honigsorten aus dem Tal, Käse, Tessiner Mortadella, Schokomilch und Espresso aus der Cafetièra. 
An so einen opulenten Start in den Tag könnte ich mich doch glatt gewöhnen.

[GE]trunken: Vino di Uva Americana

[GE]sammelt: Zwei Kisten voll Edelkastanien und ein Schneckenhäuschen

[GE]kocht: Linseneintopf mit Chioggia-Randen und den superfrischen Kastanien

[GE]wesen: Oberalppass, Lukmanierpass, Valle di Blenio, Gambarogno, Luino 

 [GE]sehen: Einen Fuchs 

[GE]hört: Röhrende Hirsche

[GE]freut: Schwesterherz hat es trotz einer Zug-Odyssee schlussendlich doch noch zu uns hoch geschafft und wir haben die Zeit mit ihr ungemein genossen.

[GE]ärgert: Über den Mistkübelmangel. 
Nicht einmal an Bushaltestellen fanden sich Abfallbehälter.

Gutes aus der unmittelbaren Region [GE]nossen
Ricotta, sechs verschiedene Sorten (Bio)Alpkäse, Luganighe, Luganighette, Lardo, Miele di Rododendro, Miele di Castagne, Bio-Joghurt und Alpbutter   

In Italien ein[GE]kauft, als ob ich eine Grossfamilie versorgen müsste: Diverse Sorten frische und getrocknete Pasta, Farina di Manitoba, Farina di Manitoba integrale (!), Oregano di Sicilia, Scamorza, Scamorzini, Bresaola, Miele di Bosco di Piemonte, Miele di Eucalypto, Burro di Capra, Strolghino di Culatello, Pan di Stelle Müsli, Tisana Caffè Verde, Grappa Nonino, Grappa di Dolcetto & Nebbiolo, Sardellenpaste und als krönenden Abschluss zwei Gläschen Liebig Estratto di Carne. Fortsetzung folgt. 😎

[GE]lacht
Über meinen Moustache (Pigmentveränderung), den ich der Höhensonne verdanke. Mal schauen, ob ich bis zu unserer Abreise noch einen vollständigen Bart hinbekomme.