Sonntag, 18. Februar 2024

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -340-

 

[GE]gessen: Zweierlei Cordon Bleu mit Pommes Schranke im Restaurant Auhafen.

Dazu [GE]trunken: Ein grosses Panache. 

[GE]kocht
Polenta aus Ribelmais-, Buchweizen-, Ackerbohnen- und Gerstengriess 
inkl. getrocknetes Gemüse, Kräuter und reichlich Muskatnuss. 
Keine Butter, kein Käse, nur Milch und Wasser.

[GE]backen: Den Ofen aus dem tiefsten Winterschlaf erweckt 
und Chocolate Espresso Revel Bars mit Dinkelmehl nachgebacken. 
Naja, hatte irgendwie mehr erwartet. Leider kein "WoooW"-Effekt.

Zusammen[GE]mixt
Meine neueste Obsession: Banofi (Bananen-Orangen-Filmjölk-Shake).
Schale einer halben Orange & ganzes Fruchtfleisch glatt mixen. Zwei grosse Bananen & eine grosszügige Prise Vanillepulver einpürieren. 1/2 Liter hausgemachte Schwedenmilch und so viel kaltes Wasser untermixen, bis die Konsistenz passt. 
Schmeckt auch mit Kewrawasser statt Vanille.

 [GE]sehen: Fellow Travelers & Yellowstone

[GE]lesen: Ein tiefer Blick in die Seele - Andrea Camilleri

[GE]freutIm secondhand erworbenen Joghurtbereiter von Spinnrad ist die Herstellung von Schwedenmilch pipieinfach. Bereue es zutiefst, mir dieses Helferchen nicht schon vor Jahren zugelegt zu haben. Hatte lange wegen der zwei Temperaturstufen mit dem überteuerten Lagrange Joghurt- und Frischkäsebereiter geliebäugelt, aber ein Literbecher ist für die Zubereitung von Filmjölk, Quark & Co. einiges praktischer als mehrere kleine Gläschen. 

[GE]ärgert: Herr C. ist seit Wochen wieder in Vorfasnachtslaune. Er hetzt von einem Ort zum anderen, organisiert alles, was auch immer für seine Cliquen organisiert werden muss und lässt dafür vieles im privaten Bereich komplett schleifen. Momentan vergisst er kaum ausgesprochene Antworten/Anweisungen/Abmachungen im Handumdrehen. So etwas verursacht bei mir Krätze! Meine Bewunderung gilt all den Leuten, die sich um demente Menschen kümmern, ohne ständig aus der Haut zu fahren.

Im Baumarkt [GE]kauft: Ein Säckchen mit zwei Bon Odori Dahlienknollen und ein Säckchen mit zwei Hollyhill Spiderwoman Dahlienknollen. Oder wie Herr C. sie nennt: Überteuerte Wundertüten für Blumengärtner. Bin gespannt, was sich daraus entwickeln wird. Letztes Jahr entpuppten sich zwei vermeintliche Bon Odori als eine weisse Kaktusdahlie und eine Zingaro. Ähem..... 

[GE]hört: Ein schrilles Knacksen, als der Linienbus anfuhr. Eine Sekunde später zischten mit voller Wucht etliche Glassplitter knapp am Schweinwoll und mir vorbei. Wären wir auch nur einen Schritt weiter gegangen, hätten wir den Vormittag in zwei verschiedenen Notaufnahmen statt im Büro verbracht. Einen herzlichen Dank an den Vollidioten, der an der Haltestelle eine Flasche Alkohol geleert und sie danach in den Rinnstein geworfen hat - einen Meter vom Mülleimer entfernt.

[GE]boren: LLCoolBean - aka se Grossneffe - ist nun ein grosser Bruder. Sein Schwesterchen hat schwarzen Alienaugen und ähnelt dem Papa ansonsten aufs Haar. Hoffentlich wächst sich das aus. 😜

Sonntag, 11. Februar 2024

Bunte Kürbis-Gersten-Suppe mit Petersilie

Starke Windböen und Temperaturen unter 10 Grad. Kein Ponyhofwetter für Herrn C., der heute ein paar Stunden mit seiner Fasnachtsclique über Wiesen und Wälder bummelt. Um ihn aufzutauen, erwartet ihn nach seiner Rückkehr eine warme Suppe. Oder vielleicht auch nicht. Werde mich zwingen müssen, ihm ein winziges Schälchen dieser Köstlichkeit abzutreten. Vielleicht verstecke ich - ganz hinterhältig - den Suppentopf auf der Terrasse und biete ihm nur einen heissen Tee an. Die Idee gefällt mir. Mehr Suppengenuss für mich. Ha!

Für 4-6 Personen, je nach Hunger und Grösse des Kürbisses:

  • etwa 1,2 Liter Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter, eines mit einer Gewürznelke gespickt
  • 1 grosse Muskatblüte
  • 100 gr fein geschrotete Gerste oder grober Gerstengriess (io: Semola di orzo grossa)
  • ein Kabocha Kürbis, ca. 1,2 Kilo - gerüstet und in mirabellengrosse Würfel zerteilt
  • 1 richtig grosse Zwiebel (io: Rosa Roscoff)
  • 1 Stange Sellerie
  • 100 gr Bündner- oder Hobelfleisch, gerne auch Ab-/Anschnitte 
  • ca. 150 ml Milch
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle (io: Pesteda)
  • Kräutersalz
  • Piment, gemahlen
  • ein kleines Sträusschen Petersilie, ca. 20 Gramm

In einem beschichteten Bräter 800 ml Gemüsebrühe mit den Lorbeerblättern und Macis zum Kochen bringen. Unterdessen die Gerste in einem Sieb unter fliessendem kalten Wasser so lange abspülen, bis das abfliessende Wasser klar bleibt. Griess etwa 5 Minuten in der Bouillon vorkochen. Unterdessen die Zwiebel schälen und mittelfein hacken. Sellerie entfädeln und in kleine Würfel schneiden. Trockenfleisch ebenfalls klein würfeln. Wenn die Gerste fast weich ist, Kürbis, Gemüse und Fleisch einrühren. Soviel Brühe zugiessen, bis die Kürbiswürfel knapp bedeckt sind. Deckel auflegen und etwa 10 Minuten kochen, bis die Kürbisstücke weich sind. Dann die Milch zugiessen. Suppe mit Salz, Pfeffer und Piment abschmecken, weitere drei Minuten kochen. Falls die Gerstensuppe zu dick scheint, mit heissem Wasser oder mehr Milch bis zur gewünschten Konsistenz verdünnen. Lorbeerblätter, Gewürznelke und Macis rausfischen. Lorbeer und Nelke entsorgen, gekochte Muskatblüte fein hacken. Anschliessend auf dem Schneidebrett mit der Breitseite des Messers zermusen und wieder zur Suppe geben. Petersilie waschen, entstielen, fein hacken und zuletzt unterrühren. Heiss servieren.

Tipps: Fein geschrotete Gerste bzw. grober Gerstengriess benötigt ein Bruchteil der Kochzeit, die man für Perlgraupen einrechnen muss. Kürbiswürfel aus dem TK verkürzen den Vorbereitungsaufwand enorm, ebenso dünne Bündnerfleischanschnitte. Petersilie weglassen und Schnittlauchröllchen zum Schluss über die Suppe streuen. Für eine üppigere Version, Milch durch Sahne ersetzen.

Sonntag, 4. Februar 2024

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -339-

[GE]gessen: Herrliche Saucisses du Berger aux Herbes de Provence aus Schaf- und Schweinefleisch von Rostain, erworben im Bioladen Satoriz in Blotzheim/F.

[GE]trunken: Bananen-Kumquats-Shake mit einer Basis aus hausgemachtem Joghurt

[GE]kocht: Mein Interpretation einer Thaisuppe. 
Grünes Curry, Kokosmilch, Kaffirlimettenblätter, Poulet und reichlich Wintergemüse (Rüebli, Süsskartoffeln, Wirsing, Lauch)

[GE]backen: Toast Hawaii. Mit und ohne Hawaii.

[GE]wesen: In der winzigkleinen Pasticceria Carbone in Oberwil.
Zwei Cannoli gegönnt. Herr C., kein Freund von "blutten" Cannoli, mochte die Variante mit Café natürlich lieber. Gut so. Ich bleibe bei Ricotta pur. 
Gerne plus Canditi, wenn verfügbar.

 [GE]sehen: Murder at the End of the World 

Nicht fertig [GE]lesen
Gott spricht Jiddisch: Mein Jahr unter Ultraorthodoxen - Tuvia Tenenbom
Interessantes Thema, aber sein Tüdeliger-Onkel-Schreibstil ist nicht mein Ding.

[GE]freut: Ein paar wenige Dahlien bestellt, u.a. Octopus Sparcle, Windmill und Floorinoor. Nur eine neue Pompondahliensorte und eine dekorative Dahlie ausgesucht, alle anderen sind offen, d.h. Bienen- und Hummelmagnete.

[GE]ärgert
Bei einem Schweizer Anbieter vier lang gesuchte Dahlien entdeckt. Freudig bei der Gärtnerei Waldhaus eine Bestellung aufgegeben. Einen Tag später per Mail erfahren, dass zwei Sorten ausverkauft sind. Heute, 14 Tage später, werden diese Sorten immer noch als verfügbar gelistet. In Zeiten von einfach zu erstellenden Webshops sind handgebastelte Bestelllisten eine unnötig mühsame Sache. Besonders, wenn sie nicht zeitnah aktualisiert werden. Nächstes Jahr dürfen sie sich in Köstritz über meine Bestellung freuen. Deren Webshop funktioniert in Echtzeit.


Auf einem Flohmarkt [GE]kauft: Das putzigste Küchentuch des Jahres.
I love Kiwis!

[GE]hört: Ein mittelaltes Pärchen mokiert sich lautstark in einem Brockenhaus über die ausgestellten Gegenstände. Alles Dekomüll, alles unnützes Zeug, alles Staubfänger. Ihr Kauf: Ein Traumfänger, zwei Metallkrönchen und ein Porzellanhund. Vor der Tür zwei Zigaretten angesteckt und laut überlegt, in ein anderes, nahe gelegenes Brockenhaus zu laufen. Sie: Vielleicht haben die dort nicht auch nur Schrott. Er: Nein. Keine Lust. Die Luft hier ist total verpestet von den vielen Autos. Sie: Hast recht. Scheussliche Luft, wir fahren besser nach Hause. Kippen weggeschnippt und auf dem Weg zum Auto zwei neue angesteckt...

Mich [GE]fragt: Soll man über solche Leute lachen oder sich vor ihnen ängstigen?

Dienstag, 30. Januar 2024

Schneller Ingwer-Curry-Tofu aus dem Ofen


Ganz ehrlich? Den Ofentofu in Joghurtmarinade finde ich besser. Fakt. Aber wenn die Zeit drängt, der Hunger die Hirnkontrolle übernimmt und man keine fixfertigen Nuggets in den Ofen schieben will, sind diese Ingwer-Curry-Tofuwürfel auch gut. Nein, nicht nur gut. Besser. Sogar wesentlich besser als irgendwelches hochverarbeitetes Fertigfutter aus unaussprechlichen Zutaten mit zig E-Nummern. Organisierte Menschen pressen den Tofu am Vortag und lassen die Marinade über Nacht einwirken. Harte Kerle vertauschen das milde mit dem scharfen Currypulver. Toughe Mädels mischen eine gehackte Chilischote unter. Weicheier wie ich, sind auch so mit den mild-aromatischen, leicht ingwerscharfen Tofubrocken zufrieden. Weil gut. Nein. Besser.

Für ein rechteckiges Brownieblech (ca. 20 x 30 cm):

  • 600 Gramm Tofu (io: 350 gr normaler Tofu & 250 gr geräucherter Tofu, beides bio)
  • ein grosszügiger Gutsch / ca. 3-4 El hoch erhitzbares Öl 
  • 1 grosse Knoblauchzehe, geschält und fein geraspelt
  • 1 kleinfingergrosses Stück Bio-Ingwer, ungeschält fein geraspelt
  • 1 El mildes Currypulver
  • Salz 

Ofen auf 210 Grad vorheizen, Gitter auf der mittleren Schiene platzieren. Brownieblech mit etwas Öl einfetten, zur Seite stellen. Jeden Tofublock einzeln in Küchenpapier wickeln. Vorsichtig soviel Flüssigkeit wie möglich herausdrücken, ohne ihn zu zerkrümeln. Mit den Fingern in nicht zu kleine Stücke zerteilen, d.h. etwa mirabellengrosse Würfel. In einer Salatschüssel das restliche Öl mit Knoblauch und Ingwer verrühren,  Tofuwürfel zugeben. Mit Currypulver und etwas Salz bestreuen. Mit den Händen vorsichtig durchmischen, bis alle Würfel hellgelb verfärbt sind. Bröselt ein bisschen, deshalb auch die grossen Stücke. Kosten und ggf. nachsalzen. In einer Lage in der gefetteten Form verteilen und ca. 25-30 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Kann man heiss servieren, eignet sich aber zimmerwarm genau so gut als Salattopping, für Buddha Bowls, als Baguettefüllung oder mit (süsser) Chillisauce als Snack für zwischendurch. Reste nach dem Abkühlen eintuppern, im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von fünf Tagen aufbrauchen.