Donnerstag, 18. Januar 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -135-



[GE]gessen: Geschmorter Fenchel an Miso-Butter

[GE]trunken:
Frisch gepressten Saft aus Karotten, Fenchel, Clementinen und Kurkuma 

[GE]kocht: Karotten-Mango-Suppe für 40 Personen

[GE]backen: Butterstollenkuchen und Gemüsekastenbrot 

[GE]wesen: In zwei Asiashops

 [GE]sehen: Das Piano 

[GE]lesen: Drei Krimis von Agatha Christie

[GE]freut: Eine Ostervase der Porzellanmanufaktur Bing & Grøndahl 
aus dem Jahr 1916 im Brocki gefunden.

[GE]ärgert
Eine afrikanische Kette mit grossen Wüstenbernsteinperlen im Internet ersteigert. Erhalten: Ein furchtbar stinkendes, billiges Imitat aus Knetmasse und Plastik. Folglich den Verkäufer höflich um Rückerstattung gebeten, denn die Kette wurde als echte Steinkette in der Rubrik "Edelsteinketten" angeboten. Antwort des Verkäufers: Ich habe sie selbst gebraucht in Afrika gekauft und von mir kriegen sie nix zurück... Mit anderen Worten: Der Typ wurde wahrscheinlich übers Ohr gehauen und hat sich gedacht, dass er die Kette sicher noch mit Gewinn an jemanden verkaufen kann, der noch dümmer ist als er. 
Tja, falsch gedacht. 

[GE]kauft: Frischer Galgant, Asafoetida, Kaffirlimettenblätter, Koriander, Zitronengras, Limetten, Reiscracker und drei Sorten Currypaste

Die ganze CD rauf und runter [GE]hört: Troublegum - Therapy 
(Zur Zeit Balsam für meine Seele)

[GE]lachtHerrn C. fiel, während er eine Story von frischgebackenen Eltern erzählte, partout das Wort "Hebamme" nicht mehr ein, und so taufte er die Dame flugs um in "die zuständige Gebärmuttertante". *brüüüüllll*

Montag, 15. Januar 2018

Schnelles Wintergemüsecurry mit Tofu



Herr C. ist definitiv kein Curryfan, um es mal freundlich auszudrücken. So lange ein Currygericht mild gewürzt ist und keine Spur von Schärfe aufweist, kann es an guten Tagen auf seine Gnade hoffen. Doch wehe, die Gewürze (O-Ton: Zimt! Kardamom! Nelken! Kreuzkümmel! Kaffirlimettenblätter! Alle des Teufels!) stechen hervor. Noch schlimmer, wenn sie sich mit einer leichten Schärfe verbrüdert haben. In so einem Fall ist die Verbannung ins Exil, aka mein Magen, unumgänglich. Um langwierigen Diskussionen zu entgehen, gibt's bei uns zu Hause nur dann "scharfe" Curries, wenn der Herr auf Geschäftsreise weilt oder sich zumindest verbindlich für den ganzen Abend abgemeldet hat. Kürzlich passierte dann der Supergau, als er wegen verschobener Termine früher nach Hause gekommen ist, furchtbar hungrig war und ich ihm nicht einmal ein Stück Brot anbieten konnte. Frustriert schaufelte er Reis in eine Schüssel, garnierte ihn todesmutig mit einem Klecks Curry, probierte zögerlich einen Löffel voll und verkündete: Die Sauce ist richtig gut. Sehr gut sogar. Sie hat zwar ein bisschen Wumms, aber das ist voll okay. Nach diesem Statement zog er von dannen und ich war genötigt, mir das Riechsalz und die Herztropfen selber zu verabreichen. Am nächsten Tag nahm er sich F-R-E-I-W-I-L-L-I-G nochmal eine Portion und seither bin ich der felsenfesten Überzeugung, dass der wahre Herr C. von Ausserirdischen entführt wurde und ich neuerdings mit einem intergalaktischen Spion zusammenlebe. Echt unheimlich.


Für 2 Personen (inkl. Reste für die Lunchbox):

  • 250 gr Bio-Tofu (io: noppa's aus Schweizer Soja)
  • 2 Tl Kokosöl
  • 1 grosse, gelbe Karotte
  • 1 mittelgrosse gelbe Randenknolle
  • 1 klitzekleine Sellerieknolle
  • 1 grosse Schalotte oder der weisse Teil einer Lauchstange
  • 1/4 Tl Garam Masala
  • 1 Knubbel Ingwer, fein gerieben
  • 4 El Rogan Josh Curry Paste (io: Geeta's, ohne Zusätze)
  • ca. 400 ml heisses Wasser
  • 6 grosse Wirsingblätter
  • 1 Handvoll Cashewnüsse
  • Salz
  • 200 ml Coconut Cream oder 400 ml Kokosmilch

Tofu zwischen Küchenpapier so gut wie möglich trockenpressen und danach würfeln. In einer grossen Pfanne mit hohem Rand langsam in der Hälfte des Kokosöls von allen Seiten anbraten. Unterdessen das Gemüse waschen und/oder schälen. Bete und Sellerieknolle der Länge nach vierteln. Alle Gemüsesorten in dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Sobald der Tofu rundherum angebräunt ist, aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller zur Seite stellen. Restliches Kokosöl in die Pfanne geben und das zerkleinerte Gemüse bei hoher Hitze rührbraten. Sobald es Farbe anzunehmen beginnt, Garam Masala, Ingwer und Currypaste zugeben. Eine weitere Minute rührbraten, dann grosszügig mit dem heissen Wasser bedecken. Salzen, Deckel auflegen und munter kochen lassen. Unterdessen die Kohlblätter vom Mittelstrunk befreien und in kleine Stücke zerzupfen. In die Pfanne zum Gemüse geben. Sobald das Gemüse fast gar ist, Cashewnüsse, Tofu und Coconut Cream unterrühren. Weitere 2-3 Minuten kochen. Falls die Sauce zu dick scheint, mehr heisses Wasser zugeben. Abschmecken. Pfanne zur Seite ziehen und das Curry fünf Minuten ruhen lassen. Mit Reis servieren.

Sonntag, 7. Januar 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -133 & 134-



Gut [GE]rutscht? 
Aber sicher doch. The same procedure as every year (siehe [GE]wesen).

[GE]gessenRindsvoressen mit Dörrpflaumen

Anzucht [GE]startet: Wie jedes Jahr um diese Zeit, sind die selbst zusammengebastelten Sprossengläser wieder im Einsatz.

[GE]kocht: Ditalini mit Broccoli, Sardellen und Kirschtomaten

An Silvester [GE]wesenMit dem Schweinwoll zu Hause auf dem Sofa.
Es gab Sandwiches, dazu Paprikachips und drei lautstark abgespielte Heinz-Erhardt-Filme. Angestossen wurde mit zwei (oder drei?) Gläschen Moscato. Danach folgte Arsen & Spitzenhäubchen, ebenfalls auf voller Lautstärke, bis die Böllerei im Park nebenan wegen Windböen und Regen verebbte. Nicht spektakulär, aber very gemütlich.

 [GE]sehenEins, zwei, drei & Blade Runner 2049

[GE]lesen
Geständnisse - Kanae Minato
Japanese Pâtisserie - James Campbell

[GE]freut: Über tolle Weihnachtsgeschenke, u.a. Küchentücher aus ägyptischer Baumwolle, einen Nutri Blender, Bücher, Taschen, einen Slow Juicer und Halsketten.

Grün und blau [GE]ärgert
Meine Teilzeitstelle im Kulturbereich wurde aus finanziellen Gründen halbiert. Dummerweise haben die Zuständigen vergessen, mich rechtzeitig darüber zu informieren. Glück im Unglück: Wegen der Änderung kann ich fristlos kündigen.
Time to say goodbye...*sing*

Im Ausverkaufs[GE]tümmel ergattert
Zehn Weingläser, zwei Backpinsel, eine Rührschüssel, eine sauerteigbeständige Brotbackform, drei Pyjamas, Socken und eine Regenjacke.

[GE]hört: Take Five - Dave Brubeck

[GE]lacht
Über die Annahme meiner Vorgesetzten, ich würde die Kürzung ungerührt hinnehmen und weiterhin jederzeit früher erscheinen, später gehen, im Krankheitsfall einspringen, Ferienvertretungen machen und das alles für einen halbierten Lohn bzw. kostenlos, denn Überstunden werden laut Arbeitsvertrag mit Freizeit ausgeglichen.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Kürbishummus mit Sesamöl & Garam Masala



Nach den Feiertagen benötigte mein angeschlagenes Schwesterherz (neuer Kosename: Se Hinkebein) ein paar Kleinigkeiten, die bis Silvester in unserem Tiefkühler zwischengelagert werden mussten. Nach einer hektischen Umräumungsaktion fand der Einkauf Platz zwischen Zwetschgen und Heidelbeeren. Übrig blieb ein Glas mit gekochten Favabohnen, welches partout nirgends mehr reinpassen wollte. Mit dem Vorsatz, daraus Hummus herzustellen, schloss ich den TK und ging die Treppe hinauf. Vor der Wohnungstüre erlebte ich dann die zweite Überraschung, denn der am Vortag im Bioladen gekaufte kleine Hokkaidokürbis begann an der Unterseite bereits zu faulen. Mein Kürbisglück hält also weiter an... Jedenfalls lag der Gedanke nahe, beides miteinander zu verarbeiten. Das Ergebnis gefiel mir so gut, dass ich euch das Rezept nicht vorenthalten möchte.


Für 3-4 Personen:

  • 120 gr Kürbis, gerüstet gewogen (io: Bio-Hokkaido mit Schale)
  • 250 gr gekochte Favabohnen oder Kichererbsen, aufgetaut (oder gut abgespülte Dosenware)
  • 2 gehäufte El Sesammus
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 El Sesamöl
  • 1 kleine Knoblauchzehe, geschält
  • 2 grosszügige Prisen Garam Masala 
  • Salz, Pfeffer

Kürbis weich dämpfen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Alle Zutaten der Reihe nach bis und mit Garam Masala in den Mixer geben, kräftig salzen. Den Impulsschalter betätigen, bis sich im Glas eine stückige Paste befindet. Dann noch etwa 30 Sekunden durchgehend mixen, bis das Hummus ziemlich glatt ist. Pfeffern und ggf. mit Salz, Sesamöl und/oder mehr Zitronensaft abschmecken. Wenn möglich, 1-2 Stunden durchziehen lassen und dann mit Pita, Crackern und/oder Gemüsesticks servieren.