Dienstag, 30. Januar 2018

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -136-



[GE]trunken
Frisch gepressten Saft aus Karotten, Sellerie, Orangen, Galgant und Kurkuma

Im Slow Cooker [GE]kocht: Eine Linsensuppe mit einem Teil des Tresters

[GE]dörrt: Den übrigen Gemüsetrester

[GE]backen: Buttermilk Lemon Pie & Chestnut Jam Tarte

[GE]wesen
In der Bibliothek, ein paar Bücher über Obstbaumschnitt ausgeliehen

 [GE]sehen
The Paradise 
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri 
Thor: Ragnarok

[GE]lesen: Turkish Meze - Sevtap Yüce

[GE]freutVoraussichtlich muss ich meine allerliebste "Lieblingsmitarbeiterin" ab Februar nie wieder sehen. Darauf einen vierfachen Wodka mit zwei Papierschirmchen!

[GE]freut II:
Nur eine Woche trennt uns noch von unseren wohlverdienten Ferien.
 Herr C. mutiert dann zum Skihaserl und ich zur Bettwanze.
Während er die Abhänge runterjagt, gönne ich mir mindestens einen Serienmarathon, exzessiven Büchergenuss im Liegestuhl und Chips-Orgien!
Yeah! Darauf einen weiteren vierfachen Wodka!
Allerdings ohne Schirmchen, die piksen beim Trinken immer so in den Augen...

[GE]kauftEine Bircherraffel von Egro und eine runde Ingwerreibe von Kyocera

[GE]hört: Heavy Cross - Gossip

 Mit[GE]holfenBeim Umzug des Lieblingsneffens. Unglücklicherweise waren genug starke Männer vor Ort, und ich wurde zum Putzen abkommandiert. Falls er jemals wieder umzieht, plündere ich vorher mein Konto und überlasse die Freuden eines "männlichen" Badezimmers einer abgehärteten Putzfrau.

Sonntag, 28. Januar 2018

Butterstollenkuchen oder Stollenbutterkuchen?



Egal wie ihr ihn nennt, er ist so oder so genial. Und so etwas behaupte ich nicht leichtfertig. Und ausserdem ist er die perfekte Verwertungsmöglichkeit für all die übrigen Backzutaten aus der Vorweihnachtszeit. 😋


Beschwipste Trockenfrüchte:
  • 75 gr Sultaninen
  • 75 gr Trockenfrüchtemischung (io: Kirschen, Sauerkirschen, Cranberries, Maulbeeren, Rosinen)
  • 50 gr brauner Rum
In einer kleinen Schüssel vermischen, abdecken und 2 Tage durchziehen lassen. Ab und zu umrühren.


Früchtezucker:
  • 40 gr Zucker
  • 50 gr kandierte Früchte (io: Mischung aus Orangeat, Zitronat, Melone, Angelika)
Am Backtag im Mixer zusammen ganz fein zerschreddern. Das Ergebnis soll wie feuchter Sand aussehen.


Teig:
  • 225 gr Weizenmehl Typ 405
  • 175 gr Farina di Manitoba (oder backstarkes Weizenmehl Typ 550)
  • 90 gr Früchtezucker
  • gehäufter 1/4 Tl Spekulatiusgewürz
  • gehäufter 1/8 Tl Vanillepulver
  • 1 grosszügige Prise gemahlene Muskatblüten
  • 4 gr Salz
  • 8 gr Hefe
  • 240 gr knapp lauwarme Milch 
  • 1 Ei Grösse L (65 gr mit Schale), zimmerwarm
  • 70 gr Butterflöckchen, kühlschrankkalt

Zuerst alle Zutaten bis und mit Ei in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 7 Minuten auf Stufe 1 kneten lassen. Dann die Butterflöckchen zugeben und weitere 7 Minuten kneten, bis die Butter vollständig eingearbeitet ist. Der Teig löst sich nicht von der Schüssel, bleibt klebrig und erinnert von der Konsistenz her an zu dick geratenen Spätzleteig. 


Zugabe:
  • beschwipste Trockenfrüchte samt Restflüssigkeit
  • 100 gr kühlschrankkalte Marzipanrohmasse, in Würfel mit ca.1,2 cm Kantenlänge zerteilt

Früchte zwei Minute auf Stufe 1 unterkneten. Marzipanwürfel zugeben, 30 Sekunden auf Stufe 1 einkneten, bis sie einigermassen im Teig verteilt sind. Mit einem Gummischaber von Hand gleichmässig unterheben. Den Teig auf einer gut eingeölten Fläche mit eingeölten Händen falten. Funktioniert anfänglich mehr schlecht als recht, aber nach dem dritten Faltzyklus hat der Teig einen recht guten Stand. Zurück in die Schüssel legen, abdecken und etwa 4-5 Stunden bei Zimmertemperatur aufgehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. 


Finish:
  • 80 gr kühlschrankkalte Butter, in etwa 25 Würfel zerteilt
  • 40 gr Zucker
  • 50 gr Mandelblättchen

Ofen auf 220 Grad vorheizen, Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Eine Wähen- oder Tarteform (30 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Teig aus der Schüssel in die Form hineingleiten lassen, mit befeuchteten Händen vorsichtig auf Formgrösse ausziehen/drücken. Die auf der Oberfläche sichtbaren Rosinen, Beeren und Marzipanstücke tief in den Teig reindrücken, damit sie beim Backen nicht verbrennen. Die Form abdecken und den Teig 30-40 Minuten an einem warmen Plätzchen aufgehen lassen. Die Oberfläche mit dem Zucker bestreuen und die Butterwürfel einigermassen gleichmässig verteilt in den Teig hineindrücken. Mandelblättchen auf der Oberfläche verstreuen, mit den Handflächen leicht andrücken. Kuchen in den Ofen schieben und die Hitze gleich auf 200 Grad reduzieren. 10 Minuten anbacken. Hitze auf 180 Grad reduzieren, weitere 20 Minuten backen. Aus dem Ofen holen, auf ein Kuchengitter stellen und 5-10 Minuten in Form auskühlen lassen. Dann den Kuchen mitsamt dem Backpapier rausheben, auf dem Kuchengitter absetzen und Papier vorsichtig entfernen. Komplett auskühlen lassen und dann servieren. Dieser fluffige und doch feuchte Butterstollenkuchen hat ein komplexes, butteriges Aroma und hält sich, gut eingepackt, bis zu einer Woche.

    Donnerstag, 18. Januar 2018

    12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -135-



    [GE]gessen: Geschmorter Fenchel an Miso-Butter

    [GE]trunken:
    Frisch gepressten Saft aus Karotten, Fenchel, Clementinen und Kurkuma 

    [GE]kocht: Karotten-Mango-Suppe für 40 Personen

    [GE]backen: Butterstollenkuchen und Gemüsekastenbrot 

    [GE]wesen: In zwei Asiashops

     [GE]sehen: Das Piano 

    [GE]lesen: Drei Krimis von Agatha Christie

    [GE]freut: Eine Ostervase der Porzellanmanufaktur Bing & Grøndahl 
    aus dem Jahr 1916 im Brocki gefunden.

    [GE]ärgert
    Eine afrikanische Kette mit grossen Bernsteinperlen im Internet ersteigert. Erhalten: Ein furchtbar stinkendes, billiges Imitat aus Knetmasse und Plastik. Folglich den Verkäufer höflich um Rückerstattung gebeten, denn die Kette wurde als echte Steinkette in der Rubrik "Edelsteinketten" angeboten. Antwort des Verkäufers: Ich habe sie selbst gebraucht in Afrika gekauft und von mir kriegen sie nix zurück... Mit anderen Worten: Der Typ wurde wahrscheinlich übers Ohr gehauen und hat sich gedacht, dass er die Kette sicher noch mit Gewinn an jemanden verkaufen kann, der noch dümmer ist als er. 
    Tja, falsch gedacht. 

    [GE]kauft: Frischer Galgant, Asafoetida, Kaffirlimettenblätter, Koriander, Zitronengras, Limetten, Reiscracker und drei Sorten Currypaste

    Die ganze CD rauf und runter [GE]hört: Troublegum - Therapy 
    (Zur Zeit Balsam für meine Seele)

    [GE]lachtHerrn C. fiel, während er eine Story von frischgebackenen Eltern erzählte, partout das Wort "Hebamme" nicht mehr ein, und so taufte er die Dame flugs um in "die zuständige Gebärmuttertante". *brüüüüllll*

    Montag, 15. Januar 2018

    Schnelles Wintergemüsecurry mit Tofu



    Herr C. ist definitiv kein Curryfan, um es mal freundlich auszudrücken. So lange ein Currygericht mild gewürzt ist und keine Spur von Schärfe aufweist, kann es an guten Tagen auf seine Gnade hoffen. Doch wehe, die Gewürze (O-Ton: Zimt! Kardamom! Nelken! Kreuzkümmel! Kaffirlimettenblätter! Alle des Teufels!) stechen hervor. Noch schlimmer, wenn sie sich mit einer leichten Schärfe verbrüdert haben. In so einem Fall ist die Verbannung ins Exil, aka mein Magen, unumgänglich. Um langwierigen Diskussionen zu entgehen, gibt's bei uns zu Hause nur dann "scharfe" Curries, wenn der Herr auf Geschäftsreise weilt oder sich zumindest verbindlich für den ganzen Abend abgemeldet hat. Kürzlich passierte dann der Supergau, als er wegen verschobener Termine früher nach Hause gekommen ist, furchtbar hungrig war und ich ihm nicht einmal ein Stück Brot anbieten konnte. Frustriert schaufelte er Reis in eine Schüssel, garnierte ihn todesmutig mit einem Klecks Curry, probierte zögerlich einen Löffel voll und verkündete: Die Sauce ist richtig gut. Sehr gut sogar. Sie hat zwar ein bisschen Wumms, aber das ist voll okay. Nach diesem Statement zog er von dannen und ich war genötigt, mir das Riechsalz und die Herztropfen selber zu verabreichen. Am nächsten Tag nahm er sich F-R-E-I-W-I-L-L-I-G nochmal eine Portion und seither bin ich der felsenfesten Überzeugung, dass der wahre Herr C. von Ausserirdischen entführt wurde und ich neuerdings mit einem intergalaktischen Spion zusammenlebe. Echt unheimlich.


    Für 2 Personen (inkl. Reste für die Lunchbox):

    • 250 gr Bio-Tofu (io: noppa's aus Schweizer Soja)
    • 2 Tl Kokosöl
    • 1 grosse, gelbe Karotte
    • 1 mittelgrosse gelbe Randenknolle
    • 1 klitzekleine Sellerieknolle
    • 1 grosse Schalotte oder der weisse Teil einer Lauchstange
    • 1/4 Tl Garam Masala
    • 1 Knubbel Ingwer, fein gerieben
    • 4 El Rogan Josh Curry Paste (io: Geeta's, ohne Zusätze)
    • ca. 400 ml heisses Wasser
    • 6 grosse Wirsingblätter
    • 1 Handvoll Cashewnüsse
    • Salz
    • 200 ml Coconut Cream oder 400 ml Kokosmilch

    Tofu zwischen Küchenpapier so gut wie möglich trockenpressen und danach würfeln. In einer grossen Pfanne mit hohem Rand langsam in der Hälfte des Kokosöls von allen Seiten anbraten. Unterdessen das Gemüse waschen und/oder schälen. Bete und Sellerieknolle der Länge nach vierteln. Alle Gemüsesorten in dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Sobald der Tofu rundherum angebräunt ist, aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller zur Seite stellen. Restliches Kokosöl in die Pfanne geben und das zerkleinerte Gemüse bei hoher Hitze rührbraten. Sobald es Farbe anzunehmen beginnt, Garam Masala, Ingwer und Currypaste zugeben. Eine weitere Minute rührbraten, dann grosszügig mit dem heissen Wasser bedecken. Salzen, Deckel auflegen und munter kochen lassen. Unterdessen die Kohlblätter vom Mittelstrunk befreien und in kleine Stücke zerzupfen. In die Pfanne zum Gemüse geben. Sobald das Gemüse fast gar ist, Cashewnüsse, Tofu und Coconut Cream unterrühren. Weitere 2-3 Minuten kochen. Falls die Sauce zu dick scheint, mehr heisses Wasser zugeben. Abschmecken. Pfanne zur Seite ziehen und das Curry fünf Minuten ruhen lassen. Mit Reis servieren.

    Sonntag, 7. Januar 2018

    12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -133 & 134-



    Gut [GE]rutscht? 
    Aber sicher doch. The same procedure as every year (siehe [GE]wesen).

    [GE]gessenRindsvoressen mit Dörrpflaumen

    Anzucht [GE]startet: Wie jedes Jahr um diese Zeit, sind die selbst zusammengebastelten Sprossengläser wieder im Einsatz.

    [GE]kocht: Ditalini mit Broccoli, Sardellen und Kirschtomaten

    An Silvester [GE]wesenMit dem Schweinwoll zu Hause auf dem Sofa.
    Es gab Sandwiches, dazu Paprikachips und drei lautstark abgespielte Heinz-Erhardt-Filme. Angestossen wurde mit zwei (oder drei?) Gläschen Moscato. Danach folgte Arsen & Spitzenhäubchen, ebenfalls auf voller Lautstärke, bis die Böllerei im Park nebenan wegen Windböen und Regen verebbte. Nicht spektakulär, aber very gemütlich.

     [GE]sehenEins, zwei, drei & Blade Runner 2049

    [GE]lesen
    Geständnisse - Kanae Minato
    Japanese Pâtisserie - James Campbell

    [GE]freut: Über tolle Weihnachtsgeschenke, u.a. Küchentücher aus ägyptischer Baumwolle, einen Nutri Blender, Bücher, Taschen, einen Slow Juicer und Halsketten.

    Grün und blau [GE]ärgert
    Meine Teilzeitstelle im Kulturbereich wurde aus finanziellen Gründen halbiert. Dummerweise haben die Zuständigen vergessen, mich rechtzeitig darüber zu informieren. Glück im Unglück: Wegen der Änderung kann ich fristlos kündigen.
    Time to say goodbye...*sing*

    Im Ausverkaufs[GE]tümmel ergattert
    Zehn Weingläser, zwei Backpinsel, eine Rührschüssel, eine sauerteigbeständige Brotbackform, drei Pyjamas, Socken und eine Regenjacke.

    [GE]hört: Take Five - Dave Brubeck

    [GE]lacht
    Über die Annahme meiner Vorgesetzten, ich würde die Kürzung ungerührt hinnehmen und weiterhin jederzeit früher erscheinen, später gehen, im Krankheitsfall einspringen, Ferienvertretungen machen und das alles für einen halbierten Lohn bzw. kostenlos, denn Überstunden werden laut Arbeitsvertrag mit Freizeit ausgeglichen.

    Donnerstag, 4. Januar 2018

    Kürbishummus mit Sesamöl & Garam Masala



    Nach den Feiertagen benötigte mein angeschlagenes Schwesterherz (neuer Kosename: Se Hinkebein) ein paar Kleinigkeiten, die bis Silvester in unserem Tiefkühler zwischengelagert werden mussten. Nach einer hektischen Umräumungsaktion fand der Einkauf Platz zwischen Zwetschgen und Heidelbeeren. Übrig blieb ein Glas mit gekochten Favabohnen, welches partout nirgends mehr reinpassen wollte. Mit dem Vorsatz, daraus Hummus herzustellen, schloss ich den TK und ging die Treppe hinauf. Vor der Wohnungstüre erlebte ich dann die zweite Überraschung, denn der am Vortag im Bioladen gekaufte kleine Hokkaidokürbis begann an der Unterseite bereits zu faulen. Mein Kürbisglück hält also weiter an... Jedenfalls lag der Gedanke nahe, beides miteinander zu verarbeiten. Das Ergebnis gefiel mir so gut, dass ich euch das Rezept nicht vorenthalten möchte.


    Für 3-4 Personen:

    • 120 gr Kürbis, gerüstet gewogen (io: Bio-Hokkaido mit Schale)
    • 250 gr gekochte Favabohnen oder Kichererbsen, aufgetaut (oder gut abgespülte Dosenware)
    • 2 gehäufte El Sesammus
    • Saft einer halben Zitrone
    • 1 El Sesamöl
    • 1 kleine Knoblauchzehe, geschält
    • 2 grosszügige Prisen Garam Masala 
    • Salz, Pfeffer

    Kürbis weich dämpfen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Alle Zutaten der Reihe nach bis und mit Garam Masala in den Mixer geben, kräftig salzen. Den Impulsschalter betätigen, bis sich im Glas eine stückige Paste befindet. Dann noch etwa 30 Sekunden durchgehend mixen, bis das Hummus ziemlich glatt ist. Pfeffern und ggf. mit Salz, Sesamöl und/oder mehr Zitronensaft abschmecken. Wenn möglich, 1-2 Stunden durchziehen lassen und dann mit Pita, Crackern und/oder Gemüsesticks servieren.