Samstag, 7. Juli 2012

Dinkelbrot mit Totentrompeten



Ich bewundere Leute, die im Herbst frisch-fröhlich in die Wälder ziehen und mit riesigen Körben voller Pilze wieder zurückkommen. Ich hätte erstens wahnsinnig Schiss, die falschen Pilze zu erwischen und zweitens keinen blassen Schimmer, wo ich überhaupt auf die Pirsch gehen müsste. Daneben habe ich die Tendenz, mich im Wald hoffnungslos zu verlaufen. So wird aus dem kurzen Spaziergang schnell ein dreistündiger Irrlauf. Ne, ne, darauf kann ich verzichten.

Also kaufe ich bei Bedarf die Pilze entweder frisch oder ausserhalb der Saison in getrockneter Form. Meistens verbrauche ich dann nicht die ganze Packung in einem Rutsch und so sammeln sich immer ein paar Päckchen mit Resten. Manchmal mache ich Pilzpulver oder -salz daraus, doch dieses Mal wollte ich etwas anderes ausprobieren. Auf ihrem Blog gesehen und mit kleinen Änderungen meinerseits nachgebacken. Ein wirklich köstliches Brot mit einem dezenten Pilzgeschmack, welcher gut zu Trockenfleisch und mildem Käse passt. 

Für ein Brot:

  • 20 gr getrocknete Totentrompeten
  • 450 gr Dinkelmehl Typ 630
  • 150 gr Weizenmehl Typ 550
  • 12 gr frische Hefe
  • 165 gr Milch
  • 165 gr Wasser
  • 1 El Honig
  • 2 Tl Zucker
  • 12 gr Salz
  • 50 gr Rapsöl

Pilze von Hand oder im Mixer in kleine Stücke hacken.

Pilzstückchen, beide Mehlsorten und die Hefe in einer Schüssel vermischen. In der Mitte eine Kuhle formen. Milch, Wasser, Honig, Zucker und Salz in einem kleinen Topf erwärmen. Zucker und Salz sollen sich in der Flüssigkeit auflösen. Auf Handwärme abkühlen lassen. Flüssigkeit und Rapsöl in die Mehlkuhle giessen und mit der Küchenmaschine oder von Hand zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt etwa 120 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. 

Ofen auf 220 Grad vorheizen. Teig kurz durchkneten, zu einem runden Laib formen und die Oberfläche mit wenig Wasser befeuchten. Schüssel darüberstülpen, nochmals 30-40 Minuten gehen lassen. Wer mag, kann nun die Oberfläche mit etwas Mehl bestreuen, ist aber nicht unbedingt nötig. Ein beliebiges Muster einschneiden. Auf der mittleren Rille einschieben, kräftig schwaden und 15 Minuten anbacken. Danach die Hitze auf 190 Grad senken und in 25-30 Minuten fertig backen. Vor dem Anschneiden mindestens zwei Stunden auskühlen lassen.

Kommentare:

Sybille hat gesagt…

Schon wieder so ein tolles Brot!!
Was soll ich da sonst noch sagen??
Liebe Grüße :)

Cooketteria hat gesagt…

Der Geniesser schweigt und mümmelt ein Stück Brot. :)

hoetuspoetus hat gesagt…

Hallo!
Schon lange bin ich eine „Stille Leserin“ und habe seit kurzem erst einen eigenen Blog.
Schau mal auf meinem Blog vorbei, da habe ich eine Überraschung für dich!!!
Ein Award geht um die Welt..... so wie es ihm gefällt.....
Nee denkste, nicht wie es IHM gefällt, sondern wie es MIR gefällt.
Und MIR gefällt DEIN Blog!
Zauberhaft liebe Grüße...... Katja