Sonntag, 14. August 2016

Rotes Misobrot aus dem Topf



Frage im Freundeskreis: Was muss absolut immer in deinem Kühlschrank vorhanden sein?
Herr One: Geräucherter Lachs und Kapern.
Herr Two: Sauer eingelegte Gurken, zwei Packungen Kaffirähmli und Kaffeepulver.
Dame One: Kaffeepulver, Gesichtscrème, Oliven und Tremoços (salzig eingelegte Lupinen).
Dame Two: Hirseflocken, Orangensaft und Apfelmus.


Antwort der einzigen Hobbyköchin/Foodbloggerin/verfressenen Dame : 
Butter, Rahm, Milch, Eier, Käse, Sesamöl, Konfitüre, Ahornsirup, Bier, Hefe, Walnussöl, Salatsauce und Miso.
Ähem....
Themenwechsel.


Für ein Brot:

  • 245 gr Weizenmehl Typ 550
  • 200 gr Ruchmehl
  • 55 gr helles Roggenmehl
  • 40 gr rotes Miso
  • 15 gr Kokoszucker
  • 5 gr frische Hefe
  • 4 gr Salz
  • 340 gr kaltes Wasser
  • 15 gr kalte Butter, in Flöckchen

Alle Zutaten bis und mit Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Zuerst 10 Minuten auf Stufe 1 kneten lassen. Butter zugeben und weitere 5 Minuten auf Stufe 2 kneten, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Schüssel abdecken und den Teig etwa 4 Stunden bei Zimmertemperatur oder 12-14 Stunden an einem kühlen Ort (z. B. im Keller) aufgehen lassen. Einen runden Gärkorb mit einem Tuch auskleiden und mit reichlich Ruchmehl bestreuen. Arbeitsfläche ebenfalls bemehlen, Teigschaber befeuchten und den Teig damit aus Schüssel heben. Mit bemehlten Händen vorsichtig auseinanderziehen, bis er etwa den Durchmesser einer Pizza hat. Zu einem runden Laib formen und mit dem Schluss nach oben in das vorbereitete Gärkörbchen setzen. Abdecken und 40-60 Minuten aufgehen lassen, bis er sich um ca. 70% vergrössert hat. Unterdessen einen Gusseisentopf mit Deckel (ich: 4,7 Liter Cocotte von Le Creuset) auf das Gitter stellen, auf der zweiten Schiene von unten einschieben und den Ofen auf 250 Grad vorheizen. (Dauert bei mir ca. 35 Minuten). Topf aus dem Ofen holen, Deckel wegnehmen. Teig vorsichtig schräg hineinkippen, so dass das Gärtuch gut weggezogen werden kann. Schnell einschneiden, Deckel wieder auflegen und zurück in den Ofen damit. Zuerst 15 Minuten bei 250 Grad, dann 30 Minuten bei 220 Grad backen. Den Deckel entfernen, Gitter auf die unterste Schiene versetzen und noch 5-10 Minuten bis zum gewünschten Bräunungsgrad nachbacken. Vorsichtig aus dem Topf heben und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. 

Anmerkung: Das Brot ist, trotz der kräftigen Misosorte, keine Umamibombe. Nicht meine erste Wahl als Unterlage für Nutella und Co., aber eine gute Begleitung zu Salat oder Suppe. Idee: Lucky Peach


Kommentare:

Susanne hat gesagt…

Oh wie toll! ich lebe Miso. Wieso bin ich nicht vorher auf die Idee gekommen, das ans Brot zu geben? Nun, in der Küche pupst ein Sauerteig vor sich hin, den ich auf Verdacht angesetzt habe. Dann wird er also in ein Brot wandern, das auch noch etwas Miso abbekommt :-)

Melissa hat gesagt…

Ich ergänze... Senfe (mittelscharf und grob), Roggensauerteig, mind. 1 Chutney, Kapern (Bärlauch in Öl und Holunder nach deinem Rezept), Curry- und Tamarindenpaste.

Spannend, dein Brot! Rotes Miso ist mir aber noch nie begegnet. In meinem Kühlschrank gibt es lediglich eine dunkle Misopaste.

Cooketteria hat gesagt…

@ Susanne
Das habe ich mich im Nachhinein auch gefragt. :-)

@ Melissa
Senf und Roggensauerteig hätte ich auch noch erwähnen können.

Leider kann ich mich nicht mehr an die genaue Bezeichnung des Misos
erinnern. Habe es gleich nach dem Kauf in ein Einmachglas umgefüllt
und dieses mit "Rotes Miso" angeschrieben. Vielleicht ist es Hatcho Miso?
*grübel*

kochpoetin hat gesagt…

Super! Ich habe mich bislang gescheut, Miso ins Brot zu geben, weil ich den Salzgehalt nicht kannte.

Cooketteria hat gesagt…

Ich musste mich auch zuerst im Netz schlau machen, da ich die Originalpackung nach dem
Umfüllen entsorgt habe. Laut Hersteller sind in 40 gr Akamiso 5 gr Salz enthalten, so ergibt
sich für dieses Rezept eine Gesamtsalzmenge von 9 Gramm. Bei hellem/weissem Miso würde
ich 1-2 Gramm Salz mehr einplanen.