Sonntag, 21. Februar 2016

Kein Sonntagssüss: Bananenbrot aus dem Topf



Den Begriff Bananenbrot verbinden etwa 99,99% der Leute automatisch mit einem süssen, kuchenartigen Gebäck mit dominantem Schlauchapfelanteil. Die Banane ist - nomen est omen - auch in diesem Brot vorhanden, doch von einem Kuchen ist es verwandschaftsmässig etwa so weit entfernt, wie ich von Godzilla. Obwohl....

Jedenfalls handelt es sich hier tatsächlich um ein ganz "normales", ungesüsstes Hefebrot, das dezent-exotisch nach Banane schmeckt. Frisch oder getoastet ist es die perfekte Unterlage für Erdnussbutter, Fruchtaufstriche oder Caonella. Unbedingt ausprobieren: Toasten und dick mit Erdbeerkonfitüre oder Johannisbeergelée bestreichen. Mmmmhhhhh..... Herr C., eigentlich kein grosser Bananenfan, belegte es sogar mit Gorgonzola und befand, dass beides sich richtig gut ergänzt. Ausserdem hat es noch einen riesengrossen Vorteil: Es bleibt problemlos 4-5 Tage frisch und saftig.


Für einen grossen Laib:

  • 105 gr Bananenfruchtfleisch (1-2 richtig reife Bananen)
  • 400 gr Weizenmehl Typ 550
  • 160 gr Ruchmehl
  • 5 gr frische Hefe
  • 210 gr Wasser
  • 115 gr Milch
  • 25 gr Rapsöl
  • 25 gr Honig
  • 10 gr Salz

Bananen schälen, in Stücke schneiden, abwiegen und mit dem Stabmixer glatt pürieren (oder mit einer Gabel fein zermusen). Zusammen mit allen weiteren Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 10 Minuten auf Stufe 1 kneten lassen. Weitere 4 Minuten auf Stufe 2 anhängen, bis sich der Teig vollständig von der Schüssel gelöst hat und sich seidig anfühlt.

Schüssel abdecken und den Teig über Nacht/12 Stunden bei kühler Zimmertemperatur (ca. 15 Grad) gehen lassen. Am nächsten Tag einen Gärkorb mit einem Tuch auskleiden und mit reichlich Ruchmehl bestreuen. Arbeitsfläche ebenfalls bemehlen, Teigschaber befeuchten und den Teig damit aus Schüssel heben. Mit bemehlten Händen vorsichtig auseinanderziehen, bis er etwa den Durchmesser einer Pizza hat. Zu einem runden Laib falten und mit dem Schluss nach oben in das vorbereitete Gärkörbchen setzen. Abdecken und 40-60 Minuten aufgehen lassen, bis er sich um ca. 70% vergrössert hat. Unterdessen einen Gusseisentopf mit Deckel (ich: 4,7 Liter Cocotte von Le Creuset) auf das Gitter stellen, auf der zweiten Schiene von unten einschieben und den Ofen auf 250 Grad vorheizen. (Dauert bei mir ca. 35 Minuten). Topf aus dem Ofen holen, Deckel wegnehmen. Teig vorsichtig schräg hineinkippen, so dass das Gärtuch gut weggezogen werden kann. Schnell 3 mal der Länge nach einschneiden, Deckel wieder auflegen und zurück in den Ofen damit. Zuerst 15 Minuten bei 250 Grad, dann 30 Minuten bei 220 Grad backen. Den Deckel wegnehmen, Gitter auf die unterste Schiene versetzen (bräunt auf einer höheren Position zu schnell) und das Brot noch 5-10 Minuten nachbacken. Vorsichtig aus dem Topf heben und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Idee: The Bread Bible 


Kommentare:

kochpoetin hat gesagt…

Ich gehöre definitiv zu den 99,9%. ;-)
Und irgendwie sind hier seit einer gefühlten Ewigkeit keine Bananen mehr im Haus gewesen, da sie immer nur herumlagen und braun wurden. Ich werde wohl wieder einmal welche kaufen müssen...

milchmaedchen hat gesagt…

Das klingt ja fancy! So fancy, dass ich fast versucht bin, nur dafür Bananen zu kaufen. Wie bei Eva gibt es die hier nämlich nur noch sehr, sehr selten.

Ines hat gesagt…

Letzthin getestet und für gut befunden! :)

Cooketteria hat gesagt…

Danke für die Rückmeldung! Freut mich, dass es dir geschmeckt hat. :-)