Donnerstag, 27. August 2015

Supercrèmiges Hummus aus Kichererbsenmehl



Eines meiner Experimente mit der Getreidemühle ergab kürzlich Mehl aus grünen Erbsen und schwarzen Kichererbsen. Aus dem Erbsenmehl lässt sich eine einfache 3-Minuten-Suppe herstellen, ausserdem kann es in Brotteigen verarbeitet werden. Aber für das graue Kichererbsenmehl wollte mir partout kein Verwendungszweck einfallen. Ich und meine superspontanen Aktionen.... Also machte ich mich virtuell auf die Suche und fand nach einiger Zeit, neben all den Anleitungen für Socca und Panelle, ein Rezept für Hummus aus Kichererbsenmehl. Leider taugte die Anleitung rein gar nichts, denn der allerwichtigste Schritt wurde übersprungen: Kichererbsenmehl muss vor der Verwendung durchgesiebt und mit einem Teil der Flüssigkeit angerührt werden, sonst verwandelt sich alles in eine Klümpchenparade. Darum bitte genau an meine Anleitung halten und nichts überspringen, gell? Die Crèmigkeit verdankt das Hummus dem hohen Flüssigkeitsanteil, Öl- und Tahinzugabe können auf ein Minimum reduziert werden. Wir bevorzugen übrigens Walnuss- statt Olivenöl, der nussige Geschmack harmoniert ganz wunderbar mit Kichererbsen und Sesam. Graues Hummus mit schwarzem Sesammus ist zwar recht lustig anzusehen, unterscheidet sich geschmacklich aber nur minimal von der normalen Version mit gelbem Kichererbsenmehl und hellem Tahin. Also ran an die Töpfe, denn crèmiger wird es nicht mehr!


Basis:

  • 700 ml kaltes Wasser
  • 1/2 Tl Salz oder 1 gehäufter Tl Gemüsebrühepulver 
  • 100 gr Kichererbsenmehl*

500 ml Wasser mit Salz oder Brühepulver zum Kochen bringen. Kichererbsenmehl durchsieben und mit dem restlichen Wasser klümpchenfrei verrühren. Wenn das Wasser im Topf heiss ist, eine Kelle voll zum angerührten Kichererbsenmehl giessen und alles gründlich vermischen. Sobald das Wasser im Topf wieder kocht, Topf zur Seite ziehen und Kichererbsenwasser mit einem Schneebesen unter ständigem Rühren untermischen. Zurück auf die Platte schieben, Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln. Während dieser Zeit ständig rühren, sonst brennt die Masse sofort an. Probieren, und wenn der bohnige Geschmack verschwunden ist, in eine kalt ausgespülte Schüssel umfüllen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 

  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 50 ml Wasser
  • 3 El Oliven- oder Walnussöl
  • 3 El Tahin
  • 4 El frisch gepresster Zitronensaft 
  • 1/2 Tl Sumach
  • (Kräuter)Salz, Pfeffer

Knoblauchzehe schälen, halbieren und ggf. entkeimen. Zusammen mit Wasser, Öl und etwas Salz in den Becher geben, mit dem Stabmixer zu einer feinen Sauce pürieren. Die Hälfte des Kichererbsenpuddings zugeben, pürieren. Tahin und Zitronensaft einpürieren. Restlichen Pudding, Sumach und Pfeffer in den Becher geben. Pürieren, bis die Masse völlig glatt und crèmig ist. Abschmecken, in eine Schüssel umfüllen, abdecken und mindestens eine Stunde durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken. Reste in ein Einmachglas umfüllen und in den Kühlschrank stellen. Innerhalb einer Woche verbrauchen. 

* Erhältlich in Indiashops unter der Bezeichnung Besan, Gram Flour und/oder Chickpea Flour. Oder im gut sortierten Bioladen, meist in der Ecke mit den glutenfreien Produkten. Wer eine Getreidemühle mit entsprechender Leistung besitzt, kann die Kichererbsen auch selber zu Mehl vermahlen. Aber bitte vorher unbedingt die Gebrauchsanleitung konsultieren!


Kommentare:

kochpoetin hat gesagt…

Ich glaube, das schafft meine HaWos nicht. ;-)
Interessante Idee, zumal man so tatsächlich relativ spontan in den Genuss von Hummus kommt, ich vergesse ja ganz gern das rechtzeitige Einweichen...

Cooketteria hat gesagt…

Leistungstechnisch ist meine Salzburger mühelos damit klar gekommen, aber wahrscheinlich auch nur, weil die schwarzen Ceci einiges kleiner sind als normale Kichererbsen. Die müsste ich wahrscheinlich vorher zerkleinern. Aber den Aufwand spare ich mir gerne, so teuer ist das fertige (Bio)Mehl nun auch nicht. Und eine Kilopackung reicht für mindestens 10 spontane Mezze-Orgien. :-)

SarahMorena hat gesagt…

Das liest sich ja interessant! Muss ich glaub mal ausprobieren. ;-)

Hat die Kontaktaufnahme funktioniert?

Liebe Grüße,
Sarah =)

Cooketteria hat gesagt…

Aber unbedingt. :-)

Theoretisch ja. Praktisch kann ich mich mit meinem IPod (wieder einmal) nicht in
meinen Account einloggen. Gmail mag anscheinend keine mobilen Geräte. *soifz*

Cooketteria hat gesagt…

Und natürlich ganz liebe Grüsse zurück