Sonntag, 10. Dezember 2017

Glutenfreie Maniokkekse



Maniok zählt erst seit etwa drei Jahren zu den gern gesehenen Gästen in meiner Küche. Meistens besorge ich auf dem Heimweg bei Coop eine grosse Knolle (Fairtrade) und bereite sie wie Salzkartoffeln zu: Gründlich schälen, in eher grosse Würfel zerteilen, Mittelstrang entfernen und in leicht gesalzenem Wasser mindestens 20 Minuten kochen. Dazu gönne ich mir Butter, Käse, hausgemachten Kräuterquark und einen Salat. Herr C. kann mit dieser exotischen G'schwellti-Variante nicht viel anfangen, darum bleiben regelmässig ein paar gekochte Maniokwürfel übrig. Daraus wird dann mein Lieblingsbrot, das Pao de mandioca (Rezept folgt). 


Vor ein paar Monaten entdeckte ich in einem Asialaden eine Packung brasilianisches Maniokmehl, die natürlich sofort im Einkaufskorb landete. Zu Hause musste ich dann nach ein paar Fehlschlägen feststellen, dass dieses griesige Mehl sich zwar perfekt für Farofa eignet, aber nur eingeschränkt für Brot, Kuchen und Kekse. Die Kekse, die ich heute vorstelle, sind nur wenig süss, nussig, knusprig. Wer mag, kann den Vanillezucker durch Kokosblütenzucker ersetzen und 3 Prisen Salz verwenden, das ergibt eine interessante Digestivknabberei.


Für ca. 25 Kekse:

  • 150 gr Butter oder Alsan, geschmolzen
  • 105 gr knapp lauwarmes Wasser
  • 55 gr hausgemachter Vanillezucker
  • 55 gr Zucker
  • knapper 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 170 gr Maniokmehl

Alle Zutaten der Reihe nach verrühren, 15 Minuten quellen lassen. Unterdessen den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Walnussgrosse Mengen vom Teig abnehmen, rund formen und sanft platt drücken, bis sie etwa zentimeterdick sind. Auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und in der Mitte des Ofens ca. 25-30 Minuten backen, bis sie durchgehend hellbraun sind (evt. zwischendurch einmal vorsichtig wenden). 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, danach auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. In einer gut schliessenden Blechdose aufbewahren.

1 Kommentar:

SarahMorena hat gesagt…

Ohhh, Maniok! Soooo lecker!
Diese Tüte kenne ich noch aus meiner Zeit in Brasilien!
Über jedes Mittagessen wurde ein wenig von geröstetem Maniokmehl gestreut!
Und den Maniok selbst hätte ich inhalieren könne. Leeeeecker! =)

Einen schönen 2. Advent wünsch ich Dir! =)

Liebe Grüße,
Sarah =)