Mittwoch, 17. Juni 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -233-



[GE]gessen: Mit lieben Menschen im Restaurant Ochsen in Schwellbrunn.

[GE]trunken: 
Einen portugiesischen Rotwein, den der familieneigene Weinpapst ausgesucht hat.

[GE]freut: Alle trotzten dem Mistwetter und nahmen über eine Stunde Anreise in Kauf, damit wir uns endlich wieder einmal live sehen konnten.

[GE]kauft: Sechs Siedwürste und Kalbsfischli in der angeschlossenen Metzgerei.

Auf dem Rückweg noch [GE]plündert: Die Holzofenbäckerei Brotkorb. 
Ein Ausflug ohne Halt in Waldstatt? Undenkbar! Erbeutet wurden St. Galler Brote, ein Zopf, ein altmödiger Chäsfladen mit Hefeteigboden, Chäsfladen mit Zwiebeln, Mandelgipfel, Linzertorten, Pizze, Silsergipfel, Aprikosenschnitten und Zimtfladen.
P.S. Natürlich haben wir telefonisch vorbestellt. Ehrensache. 

[GE]kocht: Curryreis mit Rüebli und Cashews

[GE]backen: Hartweizenfocaccia mit Sauerteigfütterungsüberschuss 

 [GE]sehen: Lukas 

 [GE]lesen: 
A Knife to the Heart - Barbara Nadel 
Die Tulpe: Eine Kulturgeschichte - Anna Pavord
Ikebana: Schalengestecke nach Moribana - Satchiko Matsunaga
Gewürze aus dem Alten Rom - Günther E. Thüry

Dank einer Hausräumung [GE]schenkt bekommen:
Eine Pastamaschine von Marcato, Holzbearbeitungsmaschinen, Gartenwerkzeug, Schnitzzubehör, eine elna Nähmaschine, Schneiderscheren, einen Weltempfänger, eine Werkstattlampe, alte Fotoapparate und diverses anderes Werkzeug. Ein Teil der Gegenstände wurde schon verschenkt, den Rest werden wir behalten oder verkaufen. 

[GE]hört: Sailing on the Seven Seas - OMD

[GE]lacht: Hirnbirn und Chrützimützi sind Partnerstädte.
(Insider. Sorry.)

Mittwoch, 3. Juni 2020

Mittwochssüss: Gepimpte Beerichüechli



Im Kühlschrank steht ein Einmachglas mit orangefarbenem Sirup. Sirup? Nee, liebe Leute, das ist kein Sirup. Sondern Mandarinenmarmelade mit Vanille aus Eigenproduktion. Der Geschmack ist top, die Konsistenz leider ein Flop. Herr C. findet zwar, dass Zitrusmarmelade ruhig recht flüssig sein darf, aber ich mag das einfach nicht. Kleckerei und klebrige, verschmierte Finger sind nicht meine Welt. Aus diesem Grund mische ich die Konfi lieber unter Quark oder Joghurt. Und unter Kuchenteig. Sozusagen als Ersatz für Zitrusabrieb. Die Konfi hält sich dezent im Hintergrund, verleiht dem fertigen Gebäck aber heimlich noch eine extra flaumige, saftige Konsistenz.
P.S. Schweizer machen übrigens keinen EU-Norm-Konformen-Unterschied und nennen alles, was nur entfernt an Fruchtaufstrich erinnert, einfach "Konfi".


Für 12 Muffins:

  • 150 gr geputzte Beeren, z.B. Heidel-, Cassis-, Johannis-, Brom- oder wünzige Stachelbeeren
  • 125 gr sehr weiche Butter
  • 65 gr brauner Rohrzucker 
  • 65 gr Zitrusmarmelade (io: flüssige Mandarine mit Vanille)
  • 2 Eier Grösse L, zimmerwarm
  • 125 gr Weizenmehl oder 65 gr Ruchmehl & 60 gr Weizenmehl Typ 405
  • 3/4 Tl Weinsteinbackpulver

Ofen auf 200 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Stufe von unten einschieben. Beeren in ein Sieb geben, abbrausen, trocken tupfen. Tiefgekühlte Beeren direkt unter den Teig mischen. Unterdessen ein 12er Muffinblech ausbuttern oder mit Papierförmchen bestücken. Butter mit Rohrzucker zwei Minuten aufschlagen. Zitrusmarmelade unterziehen, dann die Eier eine Minuten unterrühren. Mehl und Backpulver kurz untermischen. Nicht zu lange rühren, nur bis das Mehl gerade eingearbeitet ist. Beeren mit einem Spatel unterrühren. Teig in die Muffinformen verteilen und gleich in den Ofen verfrachten. 18-20 Minuten dunkelgoldig backen. Stäbchentest nicht vergessen! 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig einzeln herausholen und auf einem Gitter völlig auskühlen lassen. Die Chüechli lassen sich wunderbar aus den Papierförmchen lösen und sind auch nach zwei Tagen noch supersaftig. Quelle: Abgewandeltes Rezept aus dem Buch Tender. Obst von Nigel Slater.

Dienstag, 2. Juni 2020

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -232-



[GE]gessen: Lammnierstück, Kräuterbutter und Basler Brot

[GE]trunken: Kokos-Kalamansi-Lassi aus der Migros. I like it.

Im Slow Cooker [GE]pochiert: Hühnerbrüste in würziger Kokossauce 

Zusammen[GE]mixt: 
Gazpacho aus Gurke, Peperoni, Tomaten, Aprikosen und Granatapfelmelasse

[GE]wesen: Den ersten Flohmarkt nach dem Lockdown besucht.

Dort [GE]kauft
: Zwei Einkaufskörbe aus den 80ern, ein Brettspiel aus dem gleichen Jahrzehnt, ein Kuchengitter und einen Slow Juicer als Ersatzteillager.

 [GE]sehen: Die ersten zwei Folgen von The Plot Against America, die letzte Folge von Defending Jacob und alle Folgen von The Great. 

[GE]lesen: 
Studio Olafur Eliasson - The Kitchen
Atlas der nie gebauten Bauwerke - Philip Wilkinson

Wir bekloppt [GE]freut: 
Die irre Studentin ist ausgezogen!
Sie ist endgültig weg!
Freudentaumel!
Champagner!
P.S. Ihr hättet den Umzug sehen sollen. Chaotisch ist nur der Vorname...

Auch [GE]freut: Die vor drei Jahren eingetopfte Minikiwipflanze blüht, trotz Spätfrost, wie wild und wird heuer zum ersten Mal Früchte tragen.

[GE]hört: Inside - Stiltskin

[GE]bucht: Ein einsam gelegenes Ferienhäuschen in der Ostschweiz.
Und Schwesterherz ist wieder mit von der Partie.
Das wird lustig.

Montag, 1. Juni 2020

Knackiger Randensalat mit Koriander



Viele Leute kennen Randen/Rote Beete/Runkeln nur in eingelegter Form oder als Salat aus gekochten Exemplaren. Die Vielseitigkeit der rohen Knolle hat sich auch mir erst in den letzten Jahren offenbart. Zuerst habe ich sie zu Suppe verarbeitet, dann im Ofen gebacken und als Beilage kredenzt. Als nächstes kamen Randengnocchi, Randenspätzli, Randenwähe, Randenquiche, Randentarte, Randencake und Randenmuffins. Im Winter bevorzuge ich immer noch Salat aus gekochten oder gebackenen Knollen, doch sobald die Tage wärmer werden, steige ich um auf die rohe, knackige Version. Dieser Salat ist süss-sauer, mit einem Hauch senfiger Schärfe, und dank dem Koriander ein kleines bisschen exotisch. Abgetropfte Reste in ein aufgeschnittenes Brötchen packen, übriges Hühnerfleisch vom letzten Grillabend fein zerzupfen, über den Randenstreifen verteilen, grosszügig mit Zitronenmayonnaise beklecksen. Njamm!


Für 4 Personen als Beilage:

  • 2 grosse Randen, ca. 600 gr
  • 75 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 3 El Reisessig
  • 2 El Rapsöl
  • 1 El mittelscharfer Senf
  • 1 Tl Birnel oder Süssmostkonzentrat 
  • 1/2 Tl gemahlener Koriander
  • Kräutersalz und reichlich frisch gemahlener weisser Pfeffer

Randen schälen und in dünne Stäbchen hobeln oder schneiden. Die restlichen Zutaten zu einer süss-sauren Sauce vermixen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Mit den Randenstreifen vermischen, abschmecken und vor dem Servieren mindestens eine Stunde abgedeckt durchziehen lassen. Kann auch gut am Abend vorher zubereitet werden. Reste halten sich problemlos 3-4 Tage im Kühlschrank.