Sonntag, 26. Dezember 2021

Süss-saurer Paprikakohl mit grünem Szechuanpfeffer

 
In der am 24. Dezember - kurzentschlossen via TGTG  - erworbenen Gemüse- & Obstportion waren zwei Mangos, drei Säckchen mit geschnittenem Bio-Salat, je eine grüne und gelbe Paprika und ein paar Bio-Äpfel enthalten. Mir wären mehr exotische Früchte, Federkohl und Zichoriensalate weitaus lieber gewesen, aber das ist halt die Krux bei Überraschungstüten: Es gibt, was es gibt. Deal with it. 

Meine Leseliste hat uns, wie schon so oft, vor einem langweiligen Salat mit noch langweiligerer Rohkostgarnitur bewahrt. Herr Glatzkoch postete am selben Tag, als ich die Gemüsetüte in Empfang nahm (Omen-Alarm!), ein nordchinesisches Rezept für Essig-Paprika-Weisskraut. Die Grundidee ist also gemopst, die Zutaten wurden an meine Vorräte angepasst und auch die Zubereitung mangels Wok etwas modifiziert. Ergebnis: Ein feine und leichte Gemüsebeilage, die im Handumdrehen fertig ist. 

Für 2 Personen:

  • 2 El Sonnenblumenöl
  • 5 grüne Szechuanpfefferkörner
  • eine mittlere grüne Blockpaprika, ca. 150 gr
  • die Hälfte einer grossen gelben Blockpaprika, ca. 100 gr
  • handbreiter grüner Teil einer Lauchstange, gründlich abgebraust
  • 200 gr nicht zu fein geschnittenes Weisskraut (io: gehobelter Bio-Kabis aus der Tüte)
  • ein bombierter Tl brauner Zucker
  • 2 grosszügige Prisen Salz
  • 1 El weisser Reisessig

Sonnenblumenöl in einem beschichteten Bräter erhitzen. Unterdessen die Paprikaschoten putzen und in nicht zu dünne Streifen schneiden. Wenn das Öl heiss ist, die Pfefferkörner in die Pfanne befördern. Etwa 30 Sekunden später die Paprikastreifen reinschubsen. Lauch ebenfalls in nicht zu dünne Streifen schneiden, ebenfalls in die Pfanne schubsen. Etwa eine Minute rührbraten. Weisskraut untermischen, eine weitere Minuten auf höchster Stufe rührbraten. Zucker, Salz und ein Esslöffel Essig unterrühren. Weitere ein bis zwei Minuten rührbraten. Das Gemüse sollte knackig bleiben und die Kombination aus Salz, Zucker und Essig ausgewogen sein. Falls nicht, entsprechend nachwürzen. Sofort servieren. Oder auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und als Gemüsesalat geniessen. Ganz nach dem Motto: Es muss nicht immer Sauerkraut sein.

Notiz an mich: Nächstes Mal mit roter und gelber Paprika zubereiten, das Auge isst schliesslich mit. Das Kraut sollte breiter geschnitten sein, dann bleibt es knackiger. Wenn Herr C. berufsbedingt auswärts diniert, den Szechuanpfeffer vor dem Anbraten grob hacken oder mörsern.

1 Kommentar:

Das Mädel vom Land hat gesagt…

So geht Kochen! Super! :-)