Mittwoch, 2. November 2016

Ein Dickie am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen



Für Dickies griff ich aus Faulheit meist zum Stabmixer, obwohl die Konsistenz oft zu wünschen übrig liess. Grünzeug, wie Petersilie oder Wildkräuter, endeten immer als Fitzelchenschwarm im Glas. Ingwer, Kurkuma oder gefrorene Fruchtstücke brachten ihn regelmässig an den äussersten Rand seiner Leistungskraft und wurden nie 100%ig glattpüriert. Mein alter Standmixer hingegen liefert wesentlich bessere Ergebnisse. Kein Wunder, bei doppelt soviel Power. Aber leider verschlingen Auf- und Abbau samt Reinigung auch mehr als doppelt soviel Zeit. Pest oder Cholera, sozusagen... Doch seit ein paar Wochen muss ich mich nicht mehr mit stückigen Frühstücksgetränken oder zeitfressendem Abwasch herumärgern, denn der Mixaufsatz der Ankarsrum vereint die Vorteile beider Geräte: Maximal 18'000 (!) Umdrehungen pro Minute sorgen für perfekte Smoothies, mit dem praktischen Trenndeckel werden auch Kleinstmengen ohne lästiges Runterschaben fitzelfrei glatt und die Reinigung ist kinderleicht. Warmes Wasser und zwei Tropfen Spülmittel in den Aufsatz füllen und ein paar Minuten laufen lassen (unterdessen kann man z.B. gemütlich die Lunchbox füllen). Spülflüssigkeit auskippen, abbrausen und zum Trocknen mit der Öffnung nach unten in den Geschirrhalter stellen. Höchstens 40 Sekunden Aufwand und der Mixaufsatz ist bereit für den nächsten Einsatz. I love my Ankarsrum!


Zutaten für einen herbstlichen Dickie:

  • 1 gefrorene Banane
  • 2 Orangen oder 3 Clementinen
  • 1 vollreife Persimone
  • eine daumengrosse, frische Kurkumawurzel
  • 3 cm langes Stück einer Vanilleschote
  • Haselnussmilch oder Wasser zum Verdünnen

Banane schälen bzw. die Schale mit einem scharfen Messer wegschnitzen. Orangen oder Clementinen schälen. Persimone waschen und den Stielansatz entfernen. Kurkuma waschen und zusammen mit allen anderen Zutaten in den Mixer geben. Glatt pürieren. Mit Haselnussmilch oder Wasser nach Geschmack verdünnen, ein paar Sekunden einpürieren und ab geht die Post.

P.S. Ich kann das Wort Smoothie, besonders wenn es falsch ausgesprochen oder betont wird (z.B. Schmuusii/Smuuzi/Schmosie), nicht mehr hören. Darum wurden meine pürierten Obst- und Gemüsegetränke schon vor einiger Zeit in Dickies umgetauft. Klingt doch viel sympathischer, oder?


Kommentare:

Barbara Furthmüller hat gesagt…

Du hast eine Ankarsrum?! Um die schleiche ich auch schon länger rum, bisher gibt es allerdings keinen Anlass, eine zu kaufen. Aber ich beobachte weiterhin Deine Erlebnisse damit.

Schmuusi kann ich auch nicht hören, und ich wundere mich immer wieder, wie viele Menschen nicht wissen, wie man Smoothies richtig ausspricht. Dickie gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht so besonders. Drink? Zaubertrank? Flüssiges Frühstück? - Mir fehlt auch die Phantasie... ;-)

kochpoetin hat gesagt…

Habe herzlich gelacht beim Lesen! :-)
Deine Umtaufung gefällt mir ausgezeichnet. Leider mangelt es mir immer noch nach einem perfekten Mixer...

SarahMorena hat gesagt…

Das passt farblich perfekt zum heutigen Sonnenschein!
Den "Dickie" würd ich jetzt gern trinken. ;-)
Sieht sehr lecker aus!

Liebe Grüße,
Sarah =)

sin-die-weck-weg hat gesagt…

Hm, das ist das einzige Zusatzteil, das ich habe...
Könnte es ja mal gegen den TM antreten lassen ;-) !

Freue mich, wenn du hier gute Erfahrungen machst; noch mehr gespannt bin ich dann aber über Berichte zum Teigkneten... :-D

Cooketteria hat gesagt…

@ Barbara
Yep, seit Mitte September. *froi* Der ausführliche Testbericht folgt in den nächsten Wochen.

@ kochpoetin
Mir erschien in den letzten Monaten der Kauf eines Powermixers auch immer verlockender zu werden. Aber bei den verlangten Preisen hört für mich der Spass auf. Eine Ankarsrum samt Zubehörset ist in der Schweiz günstiger als ein Vitamix...

@ Sarah
Wenn wir nächstes Mal einen Ausflug ins Wiesental unternehmen, bringe ich dir ein Glas voll vorbei. :-)

@ Frau Weck
Das wäre ein richtig cooler Test! Schade, dass wir so weit voneinander entfernt wohnen. :-(
Habe mir ja beim Ausprobieren fleissig Notizen gemacht, so dass der Bericht "nur" noch redigiert und mit Fotos versehen werden muss.