Freitag, 31. Januar 2014

N.Y. Times Plum Torte (allerdings mit Zwetschgen)



Was passiert, wenn Frau eine Brownieform und ein Kochbuch kauft? Dann wird natürlich ein Zwetschgenkuchen gebacken! Faden verloren? Naja, zugegeben, zwingend logisch ist das Ganze natürlich nicht. Zur Aufklärung: Bei dem Buch handelt es sich um das kürzlich eingetroffene New York Times Dessert Book. Ob es ein lohnender Kauf war? Keine Ahnung, weiter als bis zur Seite 39 bin ich noch nicht gekommen. Das Rezept für die Original Plum Torte klang zu verlockend. Eine gute Gelegenheit, die vor Weihnachten in der Migros gekaufte Brownieform einzuweihen. Pflaumen hatte ich keine, aber bei der Durchsicht des Tiefkühlers fand sich noch ein angebrochenes Säckli Zwetschgenhälften. Alles klar? ;-)


Beim Umrechnen von Cups zu Gramm kürzte ich gleich die Zuckermenge und ersetzte den Zimt- durch Vanillezucker zum Bestreuen. Backpulver mit Safranzusatz ist nicht zwingend, verleiht aber eine schöne Farbe. Beim Fett musste ich improvisieren, ich hatte nur noch ein kleines Stück Sauerrahmbutter und eine halbe Packung Alsan im Kühlschrank. Funktionierte (und schmeckte!) trotzdem prächtig. 


Für eine Brownieform (30 x 20 cm):

  • 120 gr Butter, weich 
  • 120 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier (Gewicht mit Schale ca. 135 gr)
  • 120 gr Mehl
  • 1 Tl Backpulver mit Safran
  • 20-24 gefrorene Zwetschgenhälften oder während der Saison 10-12 frische Früchte
  • 1,5 El selbstgemachter Vanillezucker zum Bestreuen

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Backform an den Rändern gut ausbuttern, Boden mit Backpapier belegen. Frische Zwetschgen waschen, trockentupfen, halbieren und entsteinen. Gefrorene Hälften aus dem Tiefkühler nehmen, ggf. voneinander trennen und auf einem Teller parat legen.

Butter z.B. im Ofen bei 50 Grad weich werden lassen. In eine Rührschüssel geben und zusammen mit Zucker und Salz aufschlagen, bis die Masse hell und schön crèmig ist. Eier einzeln jeweils eine Minute unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und nur kurz unterrühren, bis der Teig homogen ist. In die vorbereitete Form geben und mit einem Löffelrücken gleichmässig verstreichen. Zwetschgenhälften auf den Teig legen, nicht reindrücken. Oberfläche mit Vanillezucker bestreuen. Darauf achten, dass in jeder Fruchthälfte ein bisschen Zucker landet. Auf der zweiten Schiene von unten einschieben. 25 Minuten backen, evt. mit Alufolie abdecken, falls der Kuchen zu schnell bräunt. Weitere 10 Minuten backen, ggf. die Folie wegnehmen und 3-4 Minuten fertig backen. Stäbchentest nicht vergessen!  Gesamtbackzeit: 35-40 Minuten. Eine Viertelstunde auf dem Kuchengitter auskühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form nehmen. Backpapier ablösen und vollständig auskühlen lassen. Nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben und unbedingt ein Foto knipsen, bevor die verfressene Verwandtschaft zugreift und zum Ablichten nur noch ein Randstück übrig lässt.... Hält sich sonst auch gut verpackt und kühl gelagert 2-3 Tage frisch.

Notiz an mich: Für's Schwingerfest 2016 Teigmenge verdoppelt, in die grosse Wähenform (28 cm) gefüllt, Vanillezucker weggelassen und 50 Minuten auf der untersten Schiene gebacken. 


Kommentare:

kochpoetin hat gesagt…

Versinken die Zwetschgen in solchen Kuchen immer so malerisch? :-)
Ich habe übrigens noch nie Alsan probiert, schmeckt es wie Margarine?

(Isa) Bella hat gesagt…

Ich danke dir vielmals für den beitrag zum Blogevent!
Da ich auch immer einen Beutel Pflaumen im Froster habe (das sind einfach immer zu große Mengen, die wir im Sommer ernten...) bietet es sich ja geradezu an, diesn Kuchen schleunigst nachzubacken...
Deinen Blog kannte ich bisher nicht, freue mich aber umso mehr, ihn jetzt entdecktz zu haben, zum Nachkochen stehen ganz oben auf meiner Liste die Wirsingchips!!

VG Bella

Susanne hat gesagt…

Sieht verlockend aus. Ich scheitere an den Pflaumen, aber da könnte man doch auch vielleicht Apfelspalten...
@Eva: ich finde, Alsan schmeckt wie Margarine.

Cooketteria hat gesagt…

@ kochpoetin
Nö, leider nicht. ;-)
Alsan in der grünen Verpackung schmeckt entfernt nach Margarine, mich erinnert der Geschmack mehr an Low-Fett-Butter aus Italien. Also nicht ganz so grausig wie viele andere Margarinesorten. Die Biovariante (orange Verpackung) schmeckt mir mangels Buttergeschmack gar nicht. Ich kaufe Alsan aber auch nur, um damit vegane (Back)Rezepte auszuprobieren. Auf's Brot kommt bei uns normalerweise nur Sauer- oder Rohmilchbutter.

Cooketteria hat gesagt…

@ Bella
Gern geschehen. Wir haben dieses Jahr den Grossteil der Zwetschgen zu Backofenmus verarbeitet und nur wenige eingefroren. Aber der Frühling steht vor der Türe und ich brauche Platz im TK, so passte das Rezept perfekt. Die Wirsingchips sind klasse, kann sie dir nur wärmstens empfehlen.

Ganz liebe Grüsse

Cooketteria hat gesagt…

@ Susanne
Äpfel gehen sicher auch, ist ja ein einfacher Gleichschwerteig, der passt zu (fast) allen Früchten. Gestern habe ich den Kuchen mit Heidelbeeren und Gewürzen nachgebacken und der war WOW.... (Rezept folgt)