Freitag, 22. März 2019

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -188-



[GE]kochtCouscoussalat für 20 Leute

[GE]backen: 
Einen Suppentopf voll Faschtewaije für den Fasnachtsdienstag
Buttermilchhörnchen mir UrDinkelruchmehl
Rosinen-Rum-Hörnchen
Cookies Brookies

[GE]trunken
Einen Cognac morgens um 4:00 als Einschlafhilfe nach der ganzen Koch- und Backorgie

[GE]gessen: Halloumi mit gebratenen Chioggia-Randen-Würfeln

 [GE]sehen: Only Lovers Left Alive

 [GE]lesen: Das Nest der Schlangen - Andrea Camilleri

Wahnsinnig [GE]freutIm Brocki eine Jugendstilvase von Max Laeuger ergattert.

[GE]wesen
Nach langer Abstinenz bei Ikea, um einen Objektpräsenter für die kostbare Vase zu besorgen. Fazit: Einen weiteren Besuch verkrafte ich frühestens 2020.

[GE]kauft: Der Zauberberg von Thomas Mann und einen Karton voll Gemüsetee als kleines Präsent für Familie und Freunde beim sonntäglichen Osterbrunch.

[GE]ärgert
Die 12 Packungen Gemüsetee direkt beim Hersteller stick & lembke bestellt, von wegen frisch ab Werk und so. Die böse Überraschung folgte dann beim Auspacken: 11 Packungen überschreiten ihr MHD einen Tag nach Ostern, d.h. am 22. April 2019! Nur eine Packung ist bis Januar 2020 haltbar. Beschwerde per Mail verschickt, bis jetzt ist noch keine Antwort eingetrudelt. *gnah*

[GE]hört: Goldfinger - Shirley Bassey

[GE]lacht
Eine Freundin riet mir dringend davon ab, den Horrorstreifen "The Babadook" anzuschauen. Sie hätte danach tagelang Alpträume gehabt. Natürlich umgehend den Film angeschaut und anschliessend mit ihr telefoniert. Auszug aus dem Gespräch: "Und, wie schlimm fandest du ihn?" - "Grausam. Furchtbar. Kaum auszuhalten." - "Gell, der ist so richtig angsteinflössend. Besonders die Szene, als der Babadook erscheint". - "Uuh... Da liegt, glaube ich, ein Missverständnis vor. Ich fand den Film keineswegs gruselig, aber das nervtötende Kind, das war echt furchteinflössend. Und nach dem Abspann hatte ich das Bedürfnis, schnurstracks meine Eierstöcke zu spenden." Tödliche Stille am anderen Ende der Leitung. "Bist du noch dran?" - "Jaaa..." - "Ja und?" - "Heisst das, du magst keine Kinder, nur weil sie manchmal quengeln und herumschreien?" Mist, dachte ich, Fettnäpfchenalarm! "Nein, natürlich nicht. Ich meine... Gehört ja irgendwie dazu... Ääähhh... Du weisst schon... Bin ja eine liebende Tante... Äääähhh..." Plötzlich brüllt sie ins Telefon: "Reingelegt! Hatte den ganzen Film über gehofft, dass das Monster erscheint und das nervige Balg auffrisst, damit endlich Ruhe herrscht". 
Und das sagte die Frau, die selber vier kleine Kinder hat... 

Sonntag, 17. März 2019

Gebackener Urkohl(salat) mit Apfeldressing



Mal wieder ein Gericht aus der Rubrik: Unspektakulär, aber fein. Die Idee für den Salat habe ich bei Arthurs Tochter gemopst, allerdings benötigte der Kohlkopf in unserem Ofen eine merklich längere Backzeit. 

Für den Salat:

  • 1 Urkohl, ca. 1 kg
  • 1 rote Zwiebel, ca. 90 gr

Strunk kürzen, Kohlkopf kurz abbrausen und tropfnass in eine passende Backform (io: Brownieblech) legen. Gitter auf der untersten Schiene einschieben. Kohl mittig platzieren und bei 180 Grad etwa eine Stunde backen, bis die Kerntemperatur 70 Grad überschritten hat bzw. beim Anstechen mit einem Messer kein harter Kern mehr spürbar ist. Auf ein Kuchengitter stellen und vollständig auskühlen lassen. Äusserstes Blatt entfernen, restlichen Kohlkopf fein hobeln. Zwiebel schälen und ebenfalls fein hobeln. Mit reichlich Apfeldressing vermischen. Wenn irgendwie möglich, vor dem Servieren noch ein paar Stunden zum Durchziehen gönnen.


Ergibt ca. 500 ml Apfeldressing, ausreichend für den Kohlsalat und eine Wochenration Blattsalat:

  • 1 säuerlicher Apfel, ca. 150 gr (io: Braeburn)
  • 200 gr kräftige Gemüsebouillon
  • 100 gr naturtrüber Apfelessig
  • 1/8 Tl scharfes Currypulver

Apfel waschen. Ungeschält in dünne Schnitze schneiden, Kerngehäuse und Fliege entfernen. Mit Brühe, Essig und Currypulver in einem kleinen Topf 3-4 Minuten zugedeckt kochen, bis die Apfelstücke butterweich sind. 

  • knapper 1/2 Tl getrocknete Majoranblättchen
  • 1/2 Tl getrocknete Gartenzwiebelstückchen oder 1/4 Tl Zwiebelpulver  
  • 1/8 Tl scharfes Paprikapulver

Topf vom Herd ziehen, Gewürze unterrühren. Unbedeckt auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

  • 100 gr Rapsöl
  • 2 Tl milder Senf
  • 1/2 Tl getrocknete Salatkräuter (io: gedörrter Schnittlauch & Peperoniflocken)
  • reichlich weisser Pfeffer
  • Salz

Topfinhalt in einen Mixbecher giessen, mit den restlichen Zutaten eine Minute auf höchster Stufe vermixen. Abschmecken und in eine saubere Glasflasche umfüllen. Ohne Deckel vollständig abkühlen lassen. Mit Deckel im Kühlschrank lagern und innerhalb eines Monats verbrauchen. Idee: Migusto

Sonntag, 10. März 2019

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -187-




[GE]gessen
: Haferflockensuppe

[GE]trunken: Zimtblättereistee

[GE]kocht: Glasnudelsalat mit Wintergemüse
(Karotten, Petersilienwurzeln, Lauch, Wirsing, Schnittknoblauch)

[GE]backen: 
Einen Zimtfisch, zwei Mahlapfische und zwei Apfeltartes mit Mahlap & Vanille

[GE]wesen: Tour de Brocki 
Herr C. suchte nach Fasnachtsklimbim, ich nach Osterdeko.

[GE]kauft: Drei Fischbackformen, ein Wagenfeld Eierkoch, ein Mini-Gewächshaus, eine schwere Aebleskiverpfanne, drei Keramikhühner und ein Keramiktopf mit Güggeldekor

 [GE]sehen: Rätselhafter Vulkanausbruch

[GE]lesen: The Artisan Jewish Deli At Home - Nick Zukin

[GE]freut: Zwei Sesselbezüge für den Terrassensessel geschenkt bekommen

[GE]ärgert: Der Laptop streikte von einer Sekunde auf die andere. Grund: Interne Tastatur nicht vorhanden/angeschlossen. Zum Glück liess sich das Problem ein paar Tage später mit einem neuen Kabel beheben. Kostenpunkt: Knapp 100 Franken. Und ja, genau, die Garantie ist vor zwei Monaten abgelaufen...  

[GE]hört: Cool Cat - Queen

[GE]reinigt, [GE]wachst und auf[GE]stellt
Das kleines Gewächshaus aus dem Brocki, Marke Eigenbau aus Holz & Glas.
Nun residiert es im Bücherregal und bietet der Kenzan-Sammlung ein Zuhause.

Sonntag, 3. März 2019

Focaccia mit Kochstück aus Kürbis & Sorghumhirse



Ziel: Kürbisverwertung 
Idee: Eine aromatische Focaccia mit langer Frischhaltung
Weg: Verschiedene Methoden ausprobiert, z.B. mit Kartoffelflocken, Quellstück oder Brühstück 
Motivationsanschub: Noch sechs Kürbisse übrig
Geschmack, Konsistenz und Frischhaltung mit Kochstück aus Kürbis & Sorghum = Allererste Sahne
Kommentar Schwesterherz: Göttlich!
😎


P.S. Und ja, in puncto Geschirrtücher bin ich eine gnadenlose Bügelverweigerin. Verschafft mehr Lebenszeit.  Besitzer rumpfliger Chuchitüechli, vereinigt euch!


Für ein grosses Wähenblech mit 30 cm Durchmesser:

  • 1 kleiner Kürbis, ca. 350 gr (io: Emerald Buttercup)
  • 130 gr Wasser
  • 10 gr Salz
  • 30 gr Sorghum-/Milomehl

Kürbis zerteile, schälen und Innenleben entfernen. Fruchtfleisch in dünne Scheiben schneiden und im Dünsteinsatz dämpfen, bis sie butterweich sind. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 200 Gramm abwiegen, mit Wasser und Salz in einen Mixbecher füllen und mit dem Stabmixer zu einem glatten Brei pürieren. Mit dem Mehl in einem kleinen Topf unter ständigem Rühren etwa zwei Minuten erhitzen, bis die Masse angedickt ist. Vom Herd ziehen, Deckel auflegen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 24 Stunden im Kühlschrank lagern, vor der Verwendung Zimmertemperatur annehmen lassen. Rührschüssel der Küchenmaschine auf die Waage stellen und 340 Gramm Kürbispüree darin abwiegen.

  • 340 gr Kürbiskochstück
  • 510 gr Weizenmehl Typ 550
  • 150 gr Wasser, knapp lauwarm
  • 20 gr Oliven- oder Rapsöl
  • 4 gr frische Hefe

Alle Zutaten zum Kürbispüree in die Rührschüssel geben. Etwa 14 Minuten auf Stufe 1 kneten, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Er ist ziemlich weich, aber willig. Auf einer eingeölten Fläche mit eingeölten Händen falten. Zurück in die Schüssel legen, abdecken und bei 15 Grad ca. 8-10 Stunden aufgehen lassen. Am nächsten Tag die Wähenform bis über den Rand hinaus mit Backpapier auskleiden.Teig vorsichtig mit einem eingeölten Schaber aus der Schüssel lösen und in die vorbereitete Form gleiten lassen. Mit nassen Händen in der Form verteilen, d.h. vorsichtig mit den Fingerspitzen breit drücken und ziehen, bis der Teig die Form ausfüllt. Mit einer Duschhaube oder einem Backblech abdecken und 35-45 Minuten an einem warmen Plätzchen aufgehen lassen. Unterdessen den Ofen auf 250 Grad vorheizen, das Gitter auf der untersten Schiene einschieben und die Emulsion vorbereiten.

Salmoia:
  • 30 gr warmes Wasser
  • 2 gr Salz
  • 8 gr Rapsöl

Salz in kleine Schüssel geben, warmes Wasser zugiessen und mit einem Schwingbesen durchrühren, bis sich das Salz komplett aufgelöst hat. Öl zugeben und so lange verquirlen, bis eine weisse Emulsion entstanden ist. Spiralförmig auf den aufgegangenen Teig giessen. Mit feuchten Fingerkuppen gleichmässig verstreichen, danach möglichst viele Löcher vorsichtig in den seidenweichen, vor Luftblasen strotzenden Teig drücken. Wichtig: Den Boden dabei möglichst nicht durchlöchern. In den Ofen schieben, nicht schwaden. Hitze sofort auf 220 Grad reduzieren. 30 Minuten backen, bis die Oberfläche nett gebräunt ist. Form aus dem Ofen holen. Die Focaccia mit dem anhaftenden Papier aus der Form heben, auf ein Gitter setzen und dann das Papier entfernen. Vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen.