Sonntag, 17. Juli 2016

Peperonata dolce con mele



Laut Einkaufszettel, hätten sich nur Butter, Saure Sahne, Zitronen und ein Würfel Hefe im Einkaufskorb befinden sollen. Tatsächlich lagen, neben den benötigten Dingen, noch zwei Gurken, ein Kilo rote Bio-Paprika, ein Sack Lageräpfel, ein Kistchen Kirschen und ein Netz Orangen. Zu meiner Verteidigung: Im Sommer werden kurz vor Ladenschluss Gemüse und Früchte oft zum halben Preis angeboten, weil die Fruchtfliegen sich sonst über Nacht explosionsartig vermehren würden bzw. heikles Grünzeug ohne Kühlung blitzschnell anfängt zu schimmeln. Zu Hause angekommen, landeten die Orangen und ein Teil der Äpfel in der Obstschale, die Kirschen entsteint im TK, die Gurken im Gemüsefach und der Rest als Peperonata in Gläsern. Vorletztes Jahr habe ich das Rezept dafür in einer alten Elle eten entdeckt, umgehend nachgekocht und pro Glas nicht mehr als einen Löffel davon kosten können, weil Herr C. den Rest immer blitzschnell aufgefuttert hat. 


Für 4 Gläser à 125 ml:

  • 750 gr rote Peperoni/Paprika (gerüstet gewogen, ca. 1 Kilo)
  • 200 gr mürber Apfel (gerüstet gewogen)
  • 50 gr Schalotten (gerüstet gewogen)
  • 320 gr Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 100 ml Apfelsaft
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 El Apfelessig
  • 2 Msp Pimenton de la Vera 

Peperoni, Apfel und Schalotten in mittelgrosse Stücke schneiden, zusammen mit Zucker und Salz in einem grossen Topf vermischen. Deckel auflegen und zwei Stunden Saft ziehen lassen. Apfelsaft und Lorbeerblatt zugeben, Deckel wieder auflegen, Topf auf den Herd stellen und alles 10 Minuten köcheln lassen. Lorbeerblatt entfernen, Topfinhalt mit dem Mixstab fein pürieren. Auf mittlerer Stufe mit halb aufgelegtem Deckel (wg. heftiger Spritzerei) zu einer dickflüssigen Konfitüre einkochen. Alle paar Minuten umrühren, damit nichts anbrennt. Eventuell nach 20 Minuten Kochzeit erneut pürieren, falls noch Schalenfetzchen sichtbar sind. Nach 45 Minuten Kochzeit sollte die Peperonata die gewünschte dickflüssige/musige Konsistenz erreicht haben. Essig und Pimenton unterrühren, eine weitere Minute kochen lassen und danach gleich in die ausgekochten, vorgewärmten Gläser füllen. Deckel gut zudrehen und unter einem Tuch auskühlen lassen. Wer es schärfer mag, kann 1-2 fein gehackte Peperoncini mitkochen oder vor dem Abfüllen statt Pimenton de la Vera einen halben Teelöffel Urfa Biber unterrühren. Peperonata passt hervorragend zu Käse und kaltem Braten. Mein Tipp: Dick auf's Butterbrot streichen. Wenn sauber gearbeitet wurde, hält sich die Paprikakonfitüre mindestens 6 Monate. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren und bald verbrauchen.


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