Freitag, 6. Januar 2012

Tätätätätä! Riesiger Dreikönigskuchen




Frisch aus dem Ofen präsentieren wir ihnen: Den Dreikönigskuchen im XXL-Format!

War allerdings nicht von vorneherein in der Calli-Grösse geplant. Eigentlich wollte ich das Rezept halbieren, aber bevor sich mein Hirn eingeschaltet hat, lief die Küchenmaschine schon auf Hochtouren. Und da der Kuchen traditionell aus sieben Kugeln besteht, konnte ich auch keine kleineren Bällchen formen. Dafür kann man sich nach einem Stück das Abendessen sparen. Und vielleicht auch noch das morgige Frühstück...

Rezept für einen riesigen Kuchen (für die gewohnte Grösse einfach halbieren):

  • 600 gr Weizenmehl Typ 550
  • 80 gr Zucker
  • 6 gr Salz
  • 9 gr frische Hefe
  • 250 gr Vollmilch, knapp lauwarm
  • 150 gr Schlagsahne, knapp lauwarm
  • 1 Ei Grösse M
  • etwas Sahne oder verquirltes Ei zum Bepinseln
  • Hagelzucker oder Mandelblättchen
  • 1 getrocknete Bohne, möglichst gross

Alle Zutaten bis und mit Ei in die Schüssel der Rührmaschine geben. Fünf Minuten auf der niedrigsten Stufe kneten, dann einen Gang höher schalten und weitere 7-10 Minuten kneten lassen, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Auf der eingeölten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel legen, abdecken und 3-4 Stunden verdoppeln lassen. Backofen auf 210 Grad vorheizen. Teig in sieben gleich grosse Stücke teilen. Grob rund formen, abgedeckt 10 Minuten entspannen lassen. Zu gleichmässigen Kugeln schleifen. In einer Kugel die Bohne von unten her einarbeiten und mit ein wenig Abstand auf dem mit Backpapier belegten Blech arrangieren. Mit eingeölter Frischhaltefolie abdecken und etwa 40 Minuten aufgehen lassen, bis sich ihr Volumen fast verdoppelt hat. Folie wegnehmen und das Blech auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Schwaden und 10 Minuten anbacken, dann die Hitze auf 190 Grad herunterdrehen. Weitere 30 Minuten backen. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, mit einem Stück Alufolie abdecken. Auf einem Gitter auskühlen lassen und mit heissem Kakao servieren.

Anmerkung: Wenn Kinder mitessen, bitte darauf achten, dass die Bohne gross genug ist, damit sie nicht aus Versehen verschluckt wird und in der Speiseröhre stecken bleibt. Käfer- oder Favabohnen sind eine gute Wahl.


Die Bohne ist übrigens immer im zweiten Stück von Links. Ganz sicher.


Donnerstag, 5. Januar 2012

Grünkohl (Kale) Chips - Diesmal aus dem Dörrautomaten




Die Grünkohlchips aus dem Ofen waren ein voller Erfolg. Was man von den Chips aus dem Dörrer, meiner Meinung nach, leider nicht behaupten kann. Zur besseren Übersicht habe ich die Vor- und Nachteile aufgelistet.

Die Grünkohlstückchen wurden genau gleich behandelt (mariniert & massiert) und dann für acht Stunden bei 40 Grad getrocknet.

Vorteile bei der Dörrermethode:
  • Es können grosse Mengen gleichzeitig getrocknet werden. Vier Dörrsiebe fassen etwa die gleiche Menge wie drei Backbleche. Sehr praktisch, wenn man keinen Ofen mit Umluftfunktion besitzt.
  • Die Chips werden viel gleichmässiger getrocknet, kein Verbrennen möglich.
  • Optisch sind die Stückchen ansprechender. Gleichmässig grün, keine braunen Spitzen.

Nachteile:
  • Lange Dörrzeit. Also nichts für spontane Gästebewirtung.
  • Die Chips sind nicht so knusprig, eher kätschig/gummig/chewy.
  • Nach ein paar Stunden Lagerung waren sie wieder weich. (Könnte allerdings auch an der hohen Luftfeuchtigkeit liegen, zur Zeit regnet es Bindfäden).
  • Geschmack

Auf den Geschmack der gedörrten Chips möchte ich etwas detaillierter eingehen. Was auch immer die Ursache ist, leider haben mir die Chips überhaupt nicht gemundet. Der Kohlgeschmack war unangenehm aufdringlich, die Stückchen leicht bitter beim Kauen und von der Würzung konnte ich nur noch das Salz wahrnehmen. Mir kam es es nach ein paar Bissen vor, als ob ich auf uralten Algenfetzen herumkauen würde. *Bääh*

Natürlich kann ich hausgemachte Fehler nicht ausschliessen. Vielleicht lag es an der Dörrzeit oder der falschen Temperatur. Trotzdem werde ich zukünftig bei der Variante aus dem Ofen bleiben. Bin ja schliesslich keine Seekuh.

Dienstag, 3. Januar 2012

12 x [GE] - 4 - Meine Hirnwindungen unter der Lupe



Wer braucht schon ein Feuerwerk, wenn er ein romantisches Feuerchen haben kann?



Ein neues Jahr, eine neue Woche, eine neue Runde 12 x [GE]



[GE]gessen: Stichfester Kefir mit Hagebuttenkonfitüre

[GE]trunken: Moscato zum Jahreswechsel

[GE]kocht: Ossobuco alla Cooketteria mit Petersilienkartoffeln

[GE]backen: Französische Schokoladentorte

[GE]wesen: Im Schrebergarten

[GE]sehen: "Terminator Salvation" mit Christian Bale

[GE]lesen: "Das Mädchen aus Mailand" von Giorgio Scerbanenco

[GE]freut: Über die zufriedenen Gäste am 29. Dezember

[GE]ärgert: Über rücksichtslose Autofahrer auf der Autobahn

[GE]kauft: Zwei Orchideen für die Frau Mama

[GE]hört: " Big Empty" - Stone Temple Pilots

[GE]lacht: Wie nennt man eine Ente auf Italienisch? - Pollo di lago *gacker*


Falls ihr mitmachen wollt, hinterlasst doch einen Kommentar und einen Link zu eurer [GE] Liste. Würde mich über jeden Mitstreiter freuen.

Montag, 2. Januar 2012

Grünkohl (Kale) Chips aus dem Backofen


Heute habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Grünkohl-Chips gegessen. Und die Dinger sind sagenhaft lecker! Bin ja schon bei diversen englischsprachigen Blogs über "Kale Chips" gestolpert. Aber.... Roher Kohl, gebacken im Ofen, kann das wirklich essbar sein? Ist es! Und wie! Sogar Herr C. fand die Chips toll. Sein Kommentar: "Schmeckt wie knuspriger Rosenkohl".

Im Herbst haben wir im Schrebergarten ein paar Grünkohlsetzlinge eingepflanzt. Mittlerweile sind die Pflänzchen ca. 70 cm hoch und haben den ersten Frost überstanden (Minusgrade verbessern den Geschmack, behauptet meine Mama). Praktischerweise muss man nicht die ganze Pflanze ernten, sondern kann nach und nach so viele Blätter pflücken, wie man gerade braucht.

Schwups einen grossen Sack voll Blätter abgezupft und zu Hause gründlich gewaschen. Um die mittlere Blattrippe zu entfernen, hält man mit einer Hand den Stiel eines Blattes und fährt mit der anderen Hand den Stiel entlang hoch. Falls meine Erklärung zu wirr klingt, hier wird euch geholfen.

Einen Teil habe ich gleich in den Backofen verfrachtet, der Rest wanderte über Nacht in den Dörrer

Zutaten für ein Blech:

  • 100 gr Grünkohl ohne Mittelrippe
  • 1 El Olivenöl
  • 3-4 Spritzer Zitronensaft
  • 1/3 Tl Salz oder 1/2 Tl Kräutersalz
  • 1-2 Tl Gewürze nach Geschmack (Curry, Chilli, Knoblauch, Baharat)

Ofen auf 180 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Grünkohl in mundgerechte Stücke zupfen, waschen und mit Hilfe einer Salatschleuder trockenschleudern. In eine grosse Schüssel geben. Alle anderen Zutaten über die Kohlstücke geben und gut einmassieren. Nach 1-2 Minuten sollte jedes Stück von der Marinade überzogen sein. Ein Stückchen probieren und ggf. nachwürzen.


Dann auf dem Backblech ausbreiten. Die Stücke sollten sich möglichst nicht überlappen, sonst werden sie nicht knusprig. Blech auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und 10-15 Minuten backen. Eventuell mal wenden, falls die Chips ungleichmässig trocknen. Zwischendurch probieren ist natürlich erlaubt. Fertig sind sie, wenn alle Stücke schön knusprig sind. Braune Spitzchen sind übrigens völlig okay. In eine Schüssel füllen und schnell knabbern. Leider sind die Chips aus dem Ofen nicht ganz so grün, wie die aus dem Dörrer (Bild links). Dafür sind sie geschmacklich um Längen besser.