Sonntag, 28. September 2014

Bittermandelextrakt / Almond Extract DIY



Mein Gehirn lässt mich immer öfter im Stich. Ich war nämlich der festen Überzeugung, ich hätte die Anleitung für selbst gemachten Bittermandelextrakt schon lange verbloggt. Wenn Ines bei der Frangipani Tarte nicht nachgefragt hätte, wäre es mir wohl gar nie aufgefallen. Nur leicht peinlich sowas...*hüstel*


Für 500 ml:

  • 40 gr Bittermandeln (z.B. von Schwarzenbach)
  • 500 ml milder Wodka 

Bittermandeln grob hacken und in ein dicht schliessendes Einmachglas geben. Wodka darüber giessen, Deckel gut zudrehen und mindestens drei Monate im Schrank vergessen. Ab und zu schütteln, wenn man gerade daran denkt. Wenn nicht, auch nicht schlimm. Nach der Ziehzeit (die übrigens auch gerne ein halbes Jahr betragen darf), durch ein feines Sieb filtern und in kleine Fläschen umfüllen. Kühl und dunkel lagern, dann ist der Extrakt etwa ein Jahr haltbar. Die Menge kann natürlich auch halbiert werden. Oder man verschenkt die übrigen Fläschchen. Einen Dank noch an Ulrike, bei der ich das Rezept schamlos abgekupfert habe.


Freitag, 19. September 2014

Quittiger Senfkaviar



Wie soll ich euch Senfkaviar bloss beschreiben? Er ist knackiger als gewöhnlicher grober Senf. Und auch fruchtiger, nur leicht scharf, dafür weniger senfig (ihr wisst schon was ich meine, auch wenn es dieses Wort nicht in den Duden geschafft hat). Einfach wunderbar zu gegrilltem Fleisch, Fisch und Gemüse. That's it.


Für etwa 250 ml :

  • 50 gr braune Senfkörner (z.B. von TRS aus dem Asienladen)
  • 50 gr gelbe Senfkörner
  • 100 gr Quittenbalsam
  • 4 El Quittensirup
  • 3 El Apfelessig
  • 1-2 El milder Honig oder Birnel
  • 3/4 Tl feines Meersalz
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Pimentkörner

Beide Senfsorten mit allen übrigen Zutaten in einer Glas- oder Porzellanschüssel vermischen. Mit Klarsichtfolie abdecken und 48 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Lorbeerblätter und Pimentkörner mit einem Teelöffel herausfischen, in kleine Gläschen füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Hält sich gut und gerne drei Monate. Die Idee stammt übrigens von hier.


Dienstag, 16. September 2014

Frangipani Tarte mit Nashis



Herr C. hatte seine Beziehungen spielen lassen und so durften Lieblingsnichte und ich zum exklusiven Showcase von George Ezra, welches im Basler Sud über die Bühne ging. Kurz und bündig: Ihr habt einen gewaltigen Auftritt verpasst!


Nach diesem Erlebnis der Extraklasse startete ich mit soviel Schwung in den heutigen Tag, dass die Tarte nach nur zehn Minuten Arbeitszeit im Ofen war. Die Nashis habe ich letzte Woche vor dem Sunnebädli gekauft, wo ab und zu ungespritztes Obst preisgünstig auf einem kleinen Regal angeboten wird. Wer keine Nashis findet, ersetzt sie einfach durch nicht zu reife Birnen.


Für eine runde Wähenform mit 24 cm Durchmesser:

  • 100 gr Mandelblättchen 
  • 100 gr weiche Butter
  • 80 gr Zucker 
  • 1 grosses Ei (ca. 70 gr)
  • 2 El selbst gemachter Bittermandelextrakt oder 1-2 Tropfen Bittermandelöl
  • 4-5 kleine Nashis (ca. 500 gr)
  • 1 rund ausgewallter Blätterteig

Ofen auf 190 Grad vorheizen. Von den Mandelblättchen einen gehäuften Esslöffel für die Dekoration zur Seite legen, restliche Menge im Mixer fein mahlen. Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Ei gut unterrühren, dann gemahlene Mandeln und den Bittermandelextrakt untermengen. Nashis schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und die Viertel, je nach Grösse, der Länge nach halbieren oder dritteln. Blätterteig auf die Grösse der Wähenform zuschneiden und mit dem anhaftenden Backpapier nach unten hineinlegen. Die Mandelmasse gleichmässig darüber verstreichen und spiralförmig mit den Nashischnitzen belegen. Gitter auf der untersten Schiene einschieben und die Tarte etwa 45 Minuten backen. Nach 20 Minuten Backzeit mit den Mandelblättchen bestreuen. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, locker mit Alufolie abdecken. Lauwarm oder abgekühlt servieren.

P.S. Mädels, ihr kriegt eine eigene ganz für euch. Versprochen.


Freitag, 5. September 2014

Vergesst Dulce de Leche. Heute gibt es Miso-Caramel!



Der erste Versuch mit Miso in einer Süssspeise war ja ein voller Erfolg (siehe Browniekuchen mit Miso), darum wollte ich noch ein bisschen mehr mit der fermentierten Paste herumexperimentieren. Ich suchte mir diese Caramelsauce heraus und war schon beim ersten Anlauf schwer begeistert. Auch die vegane Version mit Kokosmilch statt Sahne steht dem Original in nichts nach. Dann begann ich ein wenig mit den Zutaten zu spielen, um etwas in Richtung Aufstrich zu erhalten. Sauce ist ja schön und gut, aber ich wollte dieses geniale Caramel auf frische Brötchen streichen können. Oder zwischen zwei Kekse. Mmmmmhhhh......


Wer es flüssiger mag, nimmt einfach 50 Gramm mehr Sahne oder Kokosmilch. Vanillemark rundet das Karamell hervorragend ab, einfach ein wenig davon zusammen mit dem Miso einrühren.


Für etwa 350 ml:

  • 330 gr Zucker
  • 110 gr Wasser
  • 200 gr Sahne oder Kokosmilch
  • 35 gr helles Miso

Zucker und Wasser in einen ausreichend grossen Topf mit schwerem Boden geben. Auf mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Wenn der Topfinhalt sehr gut riecht, die Farbe von hellgolden zu einem satten Dunkelgold wechselt und die ersten dünnen Rauchfähnchen aufsteigen, den Topf sofort vom Herd ziehen. Bei mir geht es auf Stufe 7,5 von 9 etwa 10 Minuten, bis das Karamell dieses Stadium erreicht. Sahne unter stetigem Rühren vorsichtig zugiessen. Achtung: Das Caramel brodelt dabei wie verrückt und durch den heissen Dampf droht Verbrennungsgefahr! So lange weiterrühren, bis sich Karamell und Sahne zu einer dickflüssigen Sauce verbunden haben. Miso klümpchenfrei einrühren und in ein sauberes Marmeladeglas umfüllen. Auskühlen lassen und erst dann mit dem Deckel verschliessen. Hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen. Natürlich kann man das Miso-Caramel auch als Sauce nutzen. Ein paar Esslöffel davon in einen kleinen Topf geben und zusammen mit etwas Flüssigkeit leicht erwärmen. Fertig.