Mittwoch, 2. April 2014

Bärlauchbutter



Spielen eure Pflanzen im Garten und auf dem Balkon auch verrückt? Rosmarin und Schnittlauch sind bei mir schon über und über mit Blüten bedeckt, der Waldmeister wird sich in den nächsten Tagen dazugesellen, der ausgesäte Neuseeländer Spinat hat schon nach 3 Tagen gekeimt (normalerweise braucht er 2-4 Wochen) und die Jiaogulan treibt auch schon wieder aus. Alles einen Monat zu früh, einfach unglaublich! Sogar der Wald spinnt. Überall Knospen und Blüten und auch der Bärlauch wird in den nächsten Tagen anfangen zu blühen.


Höchste Zeit, noch ein paar Blätter zu sammeln und daraus Bärlauchbutter herzustellen. Um den Sommer über für alle Grillpartys versorgt zu sein, stelle ich gleich eine grössere Menge her und friere die in Klarsichtfolie gewickelten Rollen ein. Ein kleiner Trick sorgt bei diesem Rezept für den wunderbaren Schmelz: Ein Drittel der Butter wird durch Margarine ersetzt. Wer keine Margarine verwenden möchte, nimmt einfach einen weiteren Block Butter.


Für einen (halben) Jahresvorrat:

  • 500 gr Butter, sehr weich
  • 250 gr Alsan, weich
  • 120 gr Bärlauch
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • Schale einer halben Zitrone, fein abgerieben
  • 2 El Worcestershiresauce
  • 1 El scharfer Senf
  • 1 gehäufter Tl Sumach
  • 3-4 Tl Herbamare oder anderes Kräutersalz 
  • frisch gemahlener Pfeffer

Butter und Margarine mit Hilfe einer Küchenmaschine aufschlagen. Nach einigen Minuten wird die Buttermischung sehr viel heller (fast weiss) und sehr crèmig sein. Kräuter waschen, trockenschleudern, ca. 2/3 davon grob zerkleinern und zusammen mit der Worcestersauce pürieren. Restliche Kräuter von Hand, oder ebenfalls im Mixer, fein hacken. Pürierte und gehackte Kräuter, Zitronenschale, Senf und Sumach gründlich unterrühren, mit Kräutersalz und Pfeffer würzen. Schüssel etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis die Butter formbar ist. Gewünschte Menge abnehmen, auf ein Stück Klarsichtfolie geben und zu einer Rolle eindrehen. Hält sich im Kühlschrank gut eine Woche, im Tiefkühler mindestens ein halbes Jahr.


Kommentare:

Toettchen hat gesagt…

Bärlauchbutter ist eine herrliche Beigabe zu einem Stück Fleisch. Geht es doch bei den kurz gebratenen oder gegrillten Köstlichkeiten selten um die Zubereitungsart, als vielmehr um die Zugabe.
Da ist eine ideale Beilage zu vielen Köstlichkeiten.
LG
Toettchen

Katharina hat gesagt…

Die Bärlauchbutter schmeckt sehr lecker. Allerdings habe ich einen (eigentlich sehr leckeren)süßlich-scharfen Senf verwendet, dessen Geschmack irgendwie ziemlich dominiert und mich etwas stört. Beim nächsten Mal werde ich darauf achten, einen Senf mit möglichst wenig Süße zu benutzen. Wir haben die Butter schon für Kräuterbutterbaguette und einfach als Brotaufstrich gegessen, auch meine Kinder waren sehr angetan. Danke für das Rezept!

Cooketteria hat gesagt…

Hallo Katharina

Freut mich, wenn euch die Butter schmeckt. Ich muss gestehen, dass ich süsslichen Senf überhaupt nicht mag und hier in der Schweiz auch kaum erhältlich ist. Deshalb meine ich bei Senf immer die scharfe Variante. Hab's oben im Rezept geändert, danke für den Hinweis.

Ganz liebe Grüsse