Montag, 30. Januar 2012

Japanese Cream Bread - Japanisches Sahnebrot




Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, keine Posts in einer anderen Sprache zu veröffentlichen. Wenn ich schon in meiner Muttersprache genug Fehler mache, wie schlimm wird es dann erst in einer Fremdsprache? Katastrophenalarm! (Also bitte nicht hauen, falls es in meiner Übersetzung von Fehlern nur so wimmelt).


Aber für die 46. Ausgabe des Bread Baking Day, gehostet von Noor von Ya Salam Cooking, mache ich gerne eine Ausnahme. Ihre Vorgabe: Backt ein Brot von einem Ort, den ihr gerne besuchen würdet. Keine Frage, für welchen Ort ich mich entscheide. Nichts wie ab nach Kyoto! Da das Budget eine solche Reise aber nicht zulässt, gibt es bei mir halt als Trösterchen ein japanisches Sahnebrot.

Das Rezept stammt aus dem Buch "Magic Bread" von Alex Goh. Das verlangte Ei habe ich weggelassen, dafür die Milchmenge leicht erhöht. Ausserdem die Salz-, Zucker- und Hefemenge etwas angepasst.



Zutaten für ein grosses Brot:

A
  • 120 gr Mehl Typ 550
  • 85 gr kochendes Wasser


B
  • 380 gr Mehl Typ 550
  • 40 gr Zucker
  • 9 gr Salz
  • 7 gr Trockenhefe


C
  • 150 gr Milch, handwarm
  • 100 gr Sahne


D
  • 40 gr Butter, weich

Zuerst das Mehl mit dem kochenden Wasser zu einem Teig vermischen (Zutaten A). In eine Schüssel geben, etwas auskühlen lassen, gut abdecken und mindestens 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. (Bei mir durfte der Teig 48 Stunden ruhen).

Alle Zutaten, die unter B stehen, gut miteinander vermischen. Zutaten C zugeben und zu einem Teig verkneten. Dann den fermentierten Teig (A) in kleine Stücke schneiden, untermischen und alles gut verkneten. Die Butter (D) zugeben und so lange kneten, bis der Teig schön elastisch ist.

Den Teig etwa 80-120 Minuten aufgehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Entgasen und dann in 6 Portionen (à etwa 160 gr) teilen. Die Stücke rund formen und nochmals 10 Minuten ruhen lassen.

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen. Die Teigstücke grob rechteckig flach drücken und dann der Länge nach aufrollen. Die Teigrollen in eine Form geben (meine ist 30 x 12 x 10 cm, mit Backpapier ausgelegt) und darin nochmals 50 Minuten gehen lassen. Zuerst 5 Minuten bei 220 Grad backen, danach die Hitze auf 180 Grad regulieren und weitere 30-35 Minuten backen. Aus der Form nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Das Brot ist sehr weich, richtig fluffig und bleibt auch 2-3 Tage in diesem Zustand.



The 46th edition of Bread Baking Day, hosted by Noor from Ya Salam Cooking, challenged us to bake a bread from a place you would love to visit. No doubt about it, I would visit Kyoto.

The recipe is from the Book "Magic Bread" by Alex Goh. I changed the recipe a little bit. I omit the egg, use less sugar and yeast and 3 gramms more salt.


Ingredients for one big loaf:

A
  • 120 g bread flour
  • 85 g boiling water


B
  • 380 g bread flour
  • 40 g sugar
  • 9 g salt
  • 7 g instant yeast


C
  • 150 g lukewarm milk
  • 100 g whipping cream


D
  • 40g butter, soft

Add boiling water from A into flour, mix until well-blended to form a dough. Cover and set aside to cool. Keep into refrigerator for at least 12 hours. (In my case 48 hours).

Mix B until well blended. Add in C and knead to form rough dough. Add in A (cut in little pieces) and knead mix. Add in D and knead to form an elastic dough.

Let proof for 80-120 minutes, divide the dough into 6 portions (about 160 g each) and mould it round. Let it rest for another 10 min.

Flatten it and roll it into a oblong shape. Place the bread dough into loaf tin (30 x 12 x 10 cm, lined with baking paper) and let it proof for 50 min. Bake at 220°C for 5 minutes. Lower the heat to 180°C and bake for another 30-35 minutes. Take the bread out of the tin and let it cool on a cooling rack.

It's a very soft breakfast bread. And it stays fluffy for up to 3 days.


Bread Baking Day #46 (last day of submission February 1st)


Sonntag, 29. Januar 2012

Hokkaido Milk Pudding - Mit Bergmilch doppelt so gut!



Da der Pudding ziemlich weich ist, ist mein Buddha etwas in die Breite gegangen

Zum ersten Mal habe ich auf ihrer Seite den Hokkaido Milk Pudding entdeckt. Sie hat dafür Milch mit 3,6% Fettgehalt aus Hokkaido gekauft. Pro Liter lag der Preis bei etwas über 6 Dollar (!), was für japanische Verhältnisse aber völlig normal ist. Leider wird die Hokkaido-Milch nicht ins Ausland exportiert. (Ein Geschmacksvergleich mit hiesigen Produkten wäre sicher spannend gewesen). So musste ich mich mit frischer Milch aus den Schweizer Bergen begnügen.


"Il Buddino"

Weil mir dieser Pudding aber nicht cremig genug war, probierte ich Charsiubaus Rezept aus und er wurde genau so, wie ich ihn haben wollte. Cremig, sahnig, einfach wow! Einzig die Zuckermenge habe ich etwas reduziert, da der erste Versuch noch ein wenig zu süss war. Und bitte keine UHT-Milch oder so etwas ähnliches verwenden. Nur die beste Milch, die ihr finden könnt, ist für diesen Pudding gut genug.

Für 3 Portionen:

  • 280 ml frische Milch mit 3,8% Fettgehalt
  • 20 ml frische Sahne
  • 20 gr Zucker
  • 1/2 Tl Agar-Agar Pulver

Alle Zutaten in einen kleinen Topf geben und unter ständigem Rühren aufkochen. Eine Minute kochen lassen und dabei rühren, rühren, rühren! Wenn ihr nicht genug rührt, kocht der Pudding über oder brennt am Boden an. Dann den Topf vom Feuer nehmen und den Pudding in kalt ausgespülte Förmchen oder hitzebeständige Gläser füllen. Etwa eine Stunde auskühlen lassen, dann abdecken und für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Der Pudding hält sich dort 2-3 Tage, aber nicht länger, da das Agar-Agar mit der Zeit seine Bindekraft verliert.

Mein vierter Beitrag zur {Initiative Sonntagssüss}.



Samstag, 28. Januar 2012

Weisse Süsskartoffelsuppe mit Chili-Sumach-Öl



Normalerweise bereite ich die Suppe mit orangefarbenen Süsskartoffeln zu. Doch als ich diese Woche im Asiashop weisse Süsskartoffeln sah, konnte ich nicht widerstehen. Da Herr C. kein grosser Fan von Curry und Ingwer ist, verwende ich beides ziemlich sparsam. Wer es hingegen gerne spicy mag, kann die Menge natürlich beträchtlich erhöhen. Und wenn die Farbe der Suppe egal ist (oder sowieso orange Süsskartoffeln verwendet werden), geht natürlich auch rote oder grüne Currypaste.


Zutaten für 6 Personen als Vorspeise oder für 4 Personen als Hauptgericht:

  • 800 gr weisse Süsskartoffeln
  • 1 El Reiskeimöl
  • 2 kleine weisse Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Tl frischer Ingwer, gerieben
  • 1 Tl gelbe Currypaste
  • Salz, weisser Pfeffer
  • 400 ml Kokosmilch
  • Saft einer halben Limette

Süsskartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Öl in einem grossen Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Wenn die Zwiebeln glasig werden, Ingwer und Currypaste zugeben. Eine Minute mitbraten. Süsskartoffeln in den Topf geben und einen Liter kaltes Wasser zugiessen. Kräftig salzen. Zugedeckt etwa 15 Minuten kochen lassen, bis die Süsskartoffeln weich sind. Kokosmilch zugeben, gut umrühren und Suppe bis kurz vors Kochen bringen. Anschliessend die Suppe mit dem Mixstab sehr fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken. In Suppenteller füllen und jede Portion mit 1-2 Tl Chili-Sumach-Öl beträufeln.


Für das Chili-Sumach-Öl:

  • 2 El Reiskeim- oder Olivenöl
  • 1 Tl Chiliflocken
  • 1 Tl Sumach

Das Öl in einem kleinen Topf oder einer kleinen Pfanne erwärmen. Chiliflocken und Sumach einrühren, auf kleinster Hitze fünf Minuten mazerieren lassen. Dann den Topf vom Herd nehmen und das Öl samt den Gewürzen in ein Schüsselchen füllen.



Freitag, 27. Januar 2012

Rosa Apfelmus mit Quitten und Nashis



Auf meinem Obstteller tummelten sich zwei Quitten, zwei Nashis und ein paar Äpfel der Sorte Spartan. Zuerst wollte ich einen Kuchen oder eine Wähe daraus backen. Aber da Herr C. das Wochenende über nicht da ist, hätte ich dann alles ganz alleine verdrücken müssen. Einerseits ein sehr netter Gedanke. Andererseits würde ich die nächsten Wochen nur noch in Turnhosen herumlaufen können. Der Hüftspeck lässt hämisch grüssen.

Dann halt etwas gesünderes. Apfelmus mit Quitten und Nashis. Noch nie gemacht, aber das Resultat war göttlich! Fast die Hälfte verschwand gleich nach dem Kochen, der Rest wird das Wochenende nicht überleben. Jahaaaa! Alles meins! Meins, meins, meins, meins!

Für 4 Portionen:

  • 2 kleine Quitten
  • 2 kleine Nashis
  • 4 grosse säuerliche Äpfel
  • 150 ml Orangensaft
  • 1/2 Tl gemahlener Zimt
  • 1 El Hibiskusblüten
  • 2-3 Tl Vanillezucker (oder auch mehr)

Quitten mit einem Tuch abreiben, um den Flaum zu entfernen. Dann schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. In einem ausreichend grossen Topf 150 ml Wasser mit den Hibiscusblüten zum Kochen bringen. Quittenstücke zugeben, Hitze zurückdrehen, Deckel auf den Topf und 8-10 Minuten simmern lassen. Unterdessen die Äpfel und Nashis schälen, ebenfalls vierteln, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden.

Nun die Hibiscusblüten mit einem Löffel aus dem Topf fischen. Hitze wieder hochdrehen, Apfel- und Nashistücke zugeben. Einige Minuten ohne Deckel kochen lassen. Regelmässig umrühren, damit nichts anbrennt. Wenn die Äpfel anfangen weich zu werden, den Orangensaft und Zimt einrühren. Nun den Deckel wieder auf den Topf, Hitze zurückschalten und etwa 5-10 Minuten köcheln lassen. Die Quitten und Äpfel sollten fast zerfallen sein. Nicht auf die Nashistückchen achten, die bleiben knackig. Mus probieren und nach Geschmack süssen. Wer es nicht ganz so stückig mag, kann mit dem Kartoffelstampfer nachhelfen.

Lauwarm oder kalt geniessen. Hält sich im Kühlschrank problemlos 3-4 Tage und macht sich auch gut zu Vanilleeis, Joghurt und Waffeln.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Kastanienwaffeln mit Rum




Als ich gestern ein Päckchen Agar-Agar in der Vorratskammer gesucht habe, fiel mir eine Packung Kastanienmehl in die Hände. Gekauft, um dieses Rezept von paules ki(t)chen auszuprobieren. Leider waren die Fondants kein Erfolg, lag aber ausschliesslich an mir. Wenn ich bloss das Rezept genauer durchgelesen hätte....*ascheübermeinhaupt* Ohne das steif geschlagene Eiweiss waren die Küchlein aussen fast verbrannt und innen total matschig. Aber der zweite Versuch wird irgendwann folgen. Versprochen.

Nun musste aber ein Rezept her, bei dem mehr Kastanienmehl verwendet wird. Das MHD des Päckchens feiert nämlich nächsten Monat Geburtstag. Im Buch "Croques, Gaufres et Paninis" von Stéphanie de Turckheim fand ich dann ein Rezept für "Gaufres à la farine de châtaigne". Ich habe es leicht verändert, die Originalmengen aus dem Buch stehen in Klammern dahinter.

Zutaten für 10 Waffeln:

  • 150 gr Kastanienmehl, luftgetrocknet (100 gr)
  • 150 gr Mehl Typ 405
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 50 gr Rohrzucker (10 gr Puderzucker)
  • 2 Eier
  • 80 gr Butter, geschmolzen (65 gr)
  • 420 ml Milch
  • 1 El Coruba Rum
  • 1 Prise Salz

Beide Mehlsorten in eine grosse Rührschüssel sieben. Backpulver, Zucker und Salz untermischen. Eier, Milch und Rum in einer anderen Schüssel mit dem Schwingbesen verquirlen. Zu der Mehlmischung geben und so lange kräftig rühren, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Die geschmolzene Butter gründlich untermischen. Die Schüssel mit einem Teller oder Folie abdecken, damit der Teig nicht antrocknet. Mindestens eine Stunde ruhen lassen. Danach im Waffeleisen auf mittlerer Stufe 2-3 Minuten backen.

Dazu gab es frisches Apfel-Quitten-Nashi-Mus von gestern. Eine Schokoladensauce könnte ich mir auch sehr gut dazu vorstellen. Nächstes Mal werde ich versuchsweise noch ein paar Schokostückchen in den Teig geben.



Dienstag, 24. Januar 2012

Aargauer Helsweggen - DKduW




Helsete = Patengeschenk zu Neujahr
Helsweggen = Patengeschenk in Form eines Weggen (Brotes)

Vielerorts auf dem Land erhielten die Kinder früher ihre Patengeschenke zu Neujahr in Form von Eierzöpfen, süssen Ringen oder Birnbroten. Meist zusammen mit dem Neujahrsbatzen (kleiner Geldbetrag). Dieser Brauch ist vor allem in den Kantonen Aargau und Luzern noch bis ins 20. Jahrhundert gepflegt worden. Heute scheint er mehr oder weniger ausgestorben zu sein. Tempora mutantur nos et mutamur in illis.

Im Klassiker "Ächti Schwizer Chuchi" von Marianne Kaltenbach, habe ich dieses Rezept für Helsweggen entdeckt. Beim Lesen stutze ich, denn dem Teig werden Pfeffer, Muskat, Nelken und Majoran zugesetzt. Eine eher ungewöhnliche Kombination, um Brot zu würzen. Leider wird nicht erwähnt, ob die Verwendung genau dieser Gewürze eine spezielle Bedeutung hat und woher das Rezept ursprünglich stammt. Aber egal, es klingt ungewöhnlich, also muss es nachgebacken werden. Die im Buch angegebene Menge habe ich halbiert und ein bisschen modifiziert.

Für einen Weggen:

  • 500 gr Mehl, Typ 405
  • 9 gr Salz
  • 2 Tl getrockneter Majoran
  • 1/3 Tl schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1/4 Tl Muskatnuss, frisch gerieben
  • 2 Msp Nelkenpulver
  • 1 El Zucker
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 300 gr Milch
  • 50 gr Butter
  • 1 El geschmacksneutrales Öl
  • 1 Ei Grösse M
  • ein weiteres Ei oder Eigelb zum Bestreichen, optional

Mehl, Salz, Gewürze, Zucker und Trockenhefe in der Schüssel der Küchenmaschine vermischen. Milch in einem Topf erwärmen, Butter zugeben und auf kleiner Flamme schmelzen lassen. Topf zur Seite stellen, bis die Milch etwas mehr als handwarm ist (ca. 40 Grad, Trockenhefe ist da nicht so empfindlich). Die Milch zur Mehlmischung schütten, Öl und Ei zugeben. Maschine 1-2 Minuten auf kleiner Stufe laufen lassen, bis sich alles grob vermischt hat. Dann eine höhere Stufe einstellen und weitere 6-8 Minuten kneten lassen. Der Teig sollte am Schluss schön elastisch sein und nicht mehr kleben. Sonst ggf. wenig Mehl oder etwas Wasser einarbeiten. Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und für ca. 120 Minuten an ein warmes Plätzchen stellen, bis sich das Volumen des Teigs verdoppelt hat.

Backofen auf 220 Grad vorheizen, Backblech mit Backpapier belegen. Dann den aufgegangenen Teig einmal kräftig durchkneten und anschliessend zu einem runden Laib formen. Auf das Backblech legen, mit eingeölter Folie abdecken und noch einmal 40 Minuten gehen lassen. Nach Wunsch mit Eigelb oder Milch bestreichen und mit einem scharfen Messer mehrmals quer einschneiden. Auf der mittleren Schiene zuerst 20 Minuten bei 200 Grad anbacken, dann weitere 20 Minuten bei 180 Grad fertig backen. Der Weggen sollte goldbraun sein und hohl tönen, wenn man den Klopftest macht. Auf einem Gitter auskühlen lassen und möglichst innerhalb von 2 Tagen aufbrauchen.

Dazu gab es Butter, Salami, Bresaola, Appenzeller Käse, Honig und Hagebuttenkonfitüre. Da die Gewürze nicht stark herausstechen, passen auch süsse Aufstriche. Uns gefällt dieses aussergewöhnliche Brot sehr gut, eine interessante Abwechslung auf dem Frühstückstisch.


Noch ein paar Worte zum Kochbuch:
Ich habe mir das Buch vor etwa acht Jahren in einem Antiquariat gekauft, da ich ein Faible für die traditionelle Schweizer Küche habe. Die Aufmachung in meiner Ausgabe von 1982 ist einfach gehalten. Keine Fotos, dafür viele Illustrationen (leider fast keine zum Aussehen der Gerichte), die Schrift ist recht klein und das Format eher unhandlich. Und trotzdem liebe ich das Buch heiss und innig. Wegen den Geschichten zu den einzelnen Gerichten, Erklärungen zu Traditionen und Brauchtum und weil sich das Nachkochen der Rezepte wirklich lohnt. Ausserdem finden sich darin auch viele Gerichte mit sehr ungewöhnlichen Namen, wie z.B. "Schunggebegräbnis"(=Schinkenbegräbnis) oder "Alte Maa"(=alter Mann). Ein richtig toller Schmöker.

Die letzten zwei oder drei Jahre wurde es nur als Nachschlagewerk und Lesebuch verwendet. Nun wird es Zeit, wieder öfters etwas daraus nachzukochen. Wenn ich nicht so faul wäre, würde ich mit diesem Buch glatt eine Nummer à la "Julie & Julia" durchziehen. Bei den vielen Rezepten, die ich mit Zettelchen markiert habe, würde es sich wahrscheinlich sogar lohnen...

Dies ist mein zweiter Beitrag zum Dauerevent "DKduW", freundlicherweise gehostet von Foodfreak.

Montag, 23. Januar 2012

Flohmarktschätze Teil 6 - More from the 70's


...It's just a jump to the left. And then a step to the right....*schrummelschrummel*

Am Samstag musste Herr C. geschäftlich wieder mal nach Zürich. Und ich war mit dabei. Nicht beim geschäftlichen Teil, naturellement nur zum Vergnügen. Geplant war ein Besuch der einzigen japanischen Bäckerei in der Schweiz. Es wurde nichts daraus, da die Geschäfte mehr Zeit als geplant beanspruchten. Da blieb zum Trost nur der Besuch im Brocki-Land.

Meine Beute: Ein 80x80cm Kissenüberzug, vier Tischsets (Leinen?) und ein Milchkännchen aus Porzellan. Das Kännchen ist von Langenthal und mit der Jahreszahl '73 versehen. Cool und topaktuell, wie ich finde.

Kommentar von Herrn C.: "Das sieht ja aus wie von IKEA." Ich stimme ihm zu und freue mich insgeheim über meinen guten Geschmack. Aber er war leider noch nicht fertig: "So ein hässliches Stück aus der Grabbeltisch-Abteilung, das keiner freiwillig kaufen würde. Ich hoffe, du hast dir für's Mitnehmen ein ordentliches Schmerzensgeld auszahlen lassen." *hmpf*


Sonntag, 22. Januar 2012

Totenbeinli - Ein nur leicht makaberes Gebäck



Totenbeinli (= Toten(ge)beinchen) stammen ursprünglich aus dem Schweizer Kanton Graubünden und wurden früher beim Leichenschmaus zum Kaffee gereicht. Daher der etwas gewöhnungsbedürftige Name. Heutzutage sind sie in der ganzen Schweiz verbreitet und werden gerne auch ausserhalb der Weihnachtszeit gebacken, da sie sich gut aufbewahren lassen. In der Romandie sind sie als "Croquants aux noisettes" bekannt. Klingt zwar vornehmer, aber da ich ein Faible für Gebäck mit kuriosen Namen habe, halte ich mich an "Totenbeinli".

Mein dritter Beitrag zur {Initiative Sonntagssüss}.

Zutaten für etwa 40 Stück:

  • 100 gr Butter, weich
  • 150 gr Zucker
  • 2 Eier Grösse L
  • fein abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
  • 1/4 Tl Zimt
  • 1/8 Tl Nelkenpulver
  • 1/8 Tl Piment, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 200 gr ganze Haselnüsse und/oder Mandeln, angeröstet und abgekühlt
  • 250 gr Mehl
  • verquirltes Eigelb zum Bestreichen (optional)

Zucker und Butter in einer Schüssel mit dem Handrührer crèmig rühren. Alle anderen Zutaten der Reihe nach untermischen. Aus dem Teig einen rechteckigen Block formen (ca. 12 cm breit, 4 cm hoch), in Frischhaltefolie wickeln und für 3-4 Stunden in den Kühlschrank legen.

Ofen auf 200 Grad vorheizen und Backblech mit Backpapier belegen. Etwa zentimeterdicke Scheiben vom gut durchgekühlten Teigklotz abschneiden. Mit etwas Abstand zwischen den Reihen auf das Backblech legen. Wer möchte, kann die Totenbeinli nun noch dünn mit verquirltem Eigelb bestreichen. In der Mitte des Ofens 15-20 Minuten backen, bis die Totenbeinli goldgelb sind. Auf einem Gitter auskühlen lassen und in einer dicht schliessenden Dose aufbewahren. Haltbarkeit: 3-4 Wochen

Anmerkung: Ich habe dieses Mal 100 gr Mandeln und 100 gr Haselnüsse verwendet. Gefällt mir geschmacklich noch besser, als nur eine Nusssorte alleine. Das Rezept habe ich vor einigen Jahren aus einer Zeitschrift (Betty Bossi oder vielleicht Annabelle?) abgeschrieben und etwas modifiziert.


Freitag, 20. Januar 2012

Teurgoule (Reisterrine) nach Gaston Lenôtre - DKduW




Koch- und Backbücher sammeln ist eines meiner liebsten Hobbys. Mittlerweile sind vier Regale voll, ein weiteres wäre wegen der Doppelstapelung dringend nötig. Einige dieser Bücher kenne ich fast auswendig, andere habe ich schon sehr lange nicht mehr aufgeschlagen. Höchste Zeit, dies zu ändern. Darum hier mein erster Beitrag zum Dauerevent "Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen" (DKduW), gehostet von Foodfreak.

Zufällig aus dem Regal gezogen:

(Leider nur noch antiquarisch erhältlich)

Vor Jahren von einer Tante geschenkt bekommen, ab und zu mal die hübschen Fotos angesehen, aber nie etwas daraus gekocht bzw. gebacken. Warum bloss? *grübel* Vielleicht liegt es an der grosszügigen Verwendung von Eiern in diesem Buch. Gebäck, das sechs oder mehr Eier beinhaltet, ist mir etwas suspekt. Und Herr Lenôtre backt gerne ohne Backpulver, dafür mit um so mehr Eiern. Vermutlich ist dies der Grund, warum das Buch, trotz der hübschen Aufmachung und der originellen Rezepte, ein unbeachtetes Dasein fristen musste. Oder es liegt ganz einfach daran, dass ich zu viele Koch- und Backbücher habe. Wäre auch möglich.

Auszug aus dem Klappentext:
(...) Auf seinen Reisen durch die verschiedensten Gegenden und die entlegensten Dörfer Frankreichs ist Gaston Lenôtre auf einen ausserordentlichen Reichtum ursprünglicher, traditioneller Rezepte gestossen, von denen viele in der Zwischenzeit in Vergessenheit geraten sind. In diesem Buch leben die althergebrachten regionalen Spezialitäten wieder auf. (...)

Ein bisschen darin gestöbert und ein einfaches, aber nicht minder interessantes Rezept gefunden.

Beschreibung des Gerichts:
"Vormals ein unverzichtbarer Bestandteil an jedem Dorffest in der Region Orne und Calvados, ist diese Süssspeise auch heute noch ein traditionelles Familiendessert. Wegen der sehr langen Garzeit brachte man sie früher häufig zum Bäcker zum Backen. (...) Die Reisterrine wird traditionell mit Zimt aromatisiert, es darf aber auch Vanille sein, wie es die bretonischen Nachbarn mit ihrer Reisspezialität (Riz à la bréhatine) machen. Die Qualität der Milch ist bei diesem Dessert wichtig, es schmeckt eindeutig besser mit Rohmilch." Funktioniert aber natürlich auch mit pasteurisierter Vollmilch.


Terrine ou Teurgoule (Reisterrine)

Originalrezept für 6-8 Personen: Mein Rezept für 4 Personen:

2 Liter Rohmilch (oder 1,5 l Milch & 500 ml Sahne) 1 Liter Rohmilch & 200 ml Sahne
Mark einer Vanilleschote Mark einer halben Vanilleschote
200 gr Puderzucker 70 gr Puderzucker
200 gr Rundkornreis 120 gr Milchreis
1 Prise Salz 1 Prise Salz
1/3 Tl Zimt

Ofen auf 160 Grad vorheizen.

Milch, Sahne, Vanillemark, Puderzucker, Reis, Salz und ggf. Zimt in eine grosse, ofenfeste Terrinenform geben. Mit einem Löffel kurz durchrühren, damit sich das Vanillemark besser verteilt. Das Ganze in der Mitte des Ofens 2 Stunden backen lassen. Nicht umrühren! Die Oberfläche ist nach dem Backen gebräunt und schmeckt leicht nach Caramel. Warm oder kalt servieren.

Anmerkung: Im Original wird die Reisterrine 4-5 Stunden bei 120 Grad gebacken. 70 Gramm Zucker sind für meinen Geschmack völlig ausreichend, sonst wäre mir die Terrine zu süss. Wer Milchreis gerne etwas klebriger mag (so wie wir), nimmt 70 gr Langkornreis und 50 gr Klebreis.

Fazit: Ab sofort wird im Hause C. Milchreis nur noch auf diese Weise zubereitet. Kein ständiges Rühren nötig, nichts brennt an, besser geht's einfach nicht. Sehr empfehlenswert!


Donnerstag, 19. Januar 2012

Nachgebacken: No-Knead-Baguette nach Jeffrey Hamelman



Mit ganz viel Vorstellungskraft könnte es einem Baguette ähneln...

Vor ein paar Tagen bin ich bei Küchenlatein über das Rezept gestolpert und natürlich musste es so schnell wie möglich nachgebacken werden. Es geht schliesslich nichts über ein selbst gebackenes Brot. Vor allem, wenn es wenig Aufwand erfordert und die Küchenmaschine im Schrank bleiben darf.

Da ich mich genau an die angegebenen Mengen und die ausführliche Anleitung von Ulrike gehalten habe, verzichte ich aufs Abtippen und stelle direkt den Link zu ihrem Rezept hier hinein:


Oh, jetzt hätte ich fast noch zwei kleine Änderungen unterschlagen. Mangels Bäckerleinen oder Baguetteblech, sind die Brote freihändig geformt. Und statt Weizenmehl Typ 550 habe ich die gleiche Menge UrDinkel-Weissmehl verwendet. Hat prima geklappt.



Das Baguette war sehr lecker, die Löcher zwar etwas kleiner (zuviel Kraft beim Teigfalten angewendet?) aber das tat dem Genuss keinen Abbruch. Fazit: Dieses Brot wird sicherlich noch öfters gebacken.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Mein schickes Krönchen - Ehre, wem Ehre gebührt...



Auf vielen, vielen Umwegen hat das kleine Päckchen von Ann (frauheilewelt) nun endlich zu mir gefunden. Nebst einer lieben Nachricht befand sich darin auch dieses entzückende Krönchen, welches ich bei ihrer Verlosung gewonnen habe.

Für alle, die nun furchtbar neidisch sind, habe ich noch eine gute Nachricht.
Auf ihrem Blog findet ihr eine ausführlich bebilderte Bastelanleitung für die Krönchenspange.

Liebe Ann, ganz, ganz herzlichen Dank für dieses tolle Geschenk. Ich freu mich wie Bolle.

Es grüsst huldvoll:

Cookie, now se Queen of se Kitchen

P.S. Falls jemand in nächster Zeit ein Schloss und/oder eine Kutsche zu verlosen hat, meldet euch bei mir. Brauche schliesslich noch ein paar standesgemässe Requisiten.


Sonntag, 15. Januar 2012

Ein Kuchen namens Tüpflihupf



Der Akku meiner Kamera war wieder mal leer, da musste das Handy einspringen

Kurze Erklärung zum Namen: Die Tüpfli (= Tüpfelchen) kommen in Form von Schokoladenstückchen in den Hupf (= Gugelhupf). So ergibt das einen Tüpflihupf. Das Rezept stammt aus dem Buch "Kinder Kochen" von Betty Bossi. Eine Überlebenshilfe, wenn man ab und zu Zwerge mit Essbarem bei Laune halten muss. Beispielsweise mit süssen Spiegeleiern (Quarkcrème mit Aprikosenhälften) oder Schmetterlings-Nussschnecken. Alles sehr verlockend, doch dieses Mal musste es ein Kuchen aus der Tannenbaum-Backform von Nordic Ware sein. Kinder sind schliesslich immer für einen guten Witz zu haben.

Mein heutiger Beitrag zur {Initiative Sonntagssüss}.

Zutaten für einen kleinen Wald... pardon, Kuchen:

  • 200 gr weiche Butter & ein Knubbel für die Form
  • 100 gr Zucker
  • 100 gr brauner Rohrzucker
  • 1/8 Tl Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier Grösse L, zimmerwarm
  • 140 gr Milch
  • 150 gr Weizenmehl Typ 405
  • 150 gr Halbweissmehl oder Weizenmehl Typ 550
  • 3 Tl Weinsteinbackpulver
  • 150 gr dunkle Schokolade (mind. 50%), in kleine Stückchen gehackt
  • Puderzucker nach Belieben

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Rille von unten einschieben. Eine Gugelhupfform mit 3 Litern/12 Cups Fassungsvermögen gut ausfetten und zur Seite stellen. Butter, Zucker, Vanillepulver und Salz in einer Rührschüssel mit dem Handrührer crèmig aufschlagen. Eier einzeln zugeben und jeweils 30 Sekunden unterrühren. Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Eier-Fett-Masse rühren. Zum Schluss die Schokostückchen unter den Teig ziehen. In die vorbereitete Gugelhupfform füllen und etwa 50 Minuten bei 180 Grad backen. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, locker mit Alufolie abdecken. Ganz wichtig: Die letzten 10 Minuten unbedingt ohne Alu-Abdeckung backen. Stäbchenprobe machen. Wenn nichts mehr klebt, den Kuchen aus dem Ofen holen und 15 Minuten in der Form ruhen lassen. Dann vorsichtig auf ein Gitter stürzen und vollständig auskühlen lassen. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Schmeckt übrigens auch ganz wunderbar, wenn zusätzlich die fein abgeriebene Schale einer Bio-Orange unter den Teig gemischt wird. 

Samstag, 14. Januar 2012

Impressionen Museumsnacht Basel 2012



Alle Jahre wieder
(Foto anklicken und der Text wird besser lesbar)



Auf dem Weg zu den Totenbeinli (Geheimtipp!) trafen wir einen Engel



Der Botanische Garten wurde förmlich überrannt



Die alte Apotheke im Pharmazie-Historischen-Museum



Fliegender Schneckengeist? Schneckiger Geisterflieger?
Kurios und kuriöser...

Wir besuchten auch noch andere Museen, u.a. die Skulpturenhalle, das Anatomische Museum und das Antikenmuseum. Leider sind die Fotos aber alle nichts geworden, da dauernd irgendwelche Leute durchs Bild spaziert sind. *grummel*
Aber spannend war es allemal. Und nächstes Jahr sind wir natürlich wieder mit von der Partie.

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Dienstag, 10. Januar 2012

12 x [GE] - 5 - Meine Hirnwindungen unter der Lupe



Hüttenkäse-Junkie



Eine neue Woche, eine neue Runde 12 x [GE]



[GE]gessen: Entrecôte mit Senfsauce, Pommes Frites

[GE]trunken: Samuel Adams Bier

[GE]kocht: Salat aus Pfälzerrüebli

[GE]backen: Kastanienwaffeln

[GE]wesen: Wieder mal in Aarau

[GE]sehen: Den Fabrikladen der Fa. Wernli

[GE]lesen: "Dr. Siri sieht Gespenster" von Colin Cotterill

[GE]freut: Über sehr fein schmeckende Kartoffeln und Pfälzerrüebli vom Bauernhof in Trimbach

[GE]ärgert: Über einen dreisten Lügner

[GE]kauft: Neue Wanderschuhe

[GE]hört: "I was made for loving you" - Kiss

[GE]lacht: Über den kleinen Suchthaufen (siehe Bild)


Falls ihr mitmachen wollt, hinterlasst doch einen Kommentar und einen Link zu eurer [GE] Liste. Würde mich über jeden Mitstreiter freuen.

Montag, 9. Januar 2012

Koch den Vinz - Rotes Linsencurry ohne Naan



Nicht spektakulär, aber sehr schmackhaft

Multitasking: Ein schnelles Mittagessen und gleichzeitig mein erster Beitrag zu Koch den Vinz, ein Jahresprojekt von Foodfreak.

Für das Naan hat die Zeit leider nicht gereicht, wird aber nachgeholt. Weiter unten findet ihr meine Anmerkungen zum Rezept. In Klammern meine Änderungen bei den Zutaten.

Für 2 Personen:

  • 80 gr rote Linsen
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • etwas Salz
  • 2 Tomaten
  • 1 grüne Chilischote (habe ich weggelassen, Herr C. mag keine Chilis)
  • 1 Schalotte
  • 5 gr frischer Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 El Butterschmalz (Reisöl)
  • 1/2 Zimstange
  • 1 El Tomatenmark
  • 1 Prise Kurkuma
  • 3 Stängel glatte Petersilie
  • 1 Tl Currypulver (Madrascurry)

Die roten Linsen in ein Sieb geben und gut mit kaltem Wasser abwaschen. Dann die Linsen mit Gemüsebrühe in einen Topf geben, zum Kochen bringen und zugedeckt bei milder Hitze ca. 15 Minuten weich kochen.

Tomaten mit heissem Wasser überbrühen, Schale abziehen, Tomate vierteln, entkernen und das Fruchtfleisch in feine Würfel schneiden. Chili halbieren, Kerne ausstreichen und das Fruchtfleisch fein schneiden. Schalotte, Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken.

Butterschmalz in einem separaten Topf erhitzen, Zimt dazugeben und eine halbe Minute anschwitzen. Dann Schalotte hinzufügen und goldgelb anschwitzen. Tomaten, Chili, Ingwer, Knoblauch und Tomatenmark zugeben. Mit etwas Salz und Kurkuma würzen und ca. 5 Minuten braten. Dann die gekochten Linsen mit der Flüssigkeit zugeben und noch ca. 5 Minuten weiterkochen. Dann mit Curry abschmecken. Petersilie abspülen, trocken schütteln, fein hacken und untermischen.

Dazu passt Basmatireis.

Anmerkungen: Die Linsen waren bei mir schon nach 10 Minuten fast komplett zerkocht. Mich persönlich stört's nicht, aber die Optik leidet ein bisschen. Da das Curry nun mehr einem Eintopf glich, war es auch ohne Beilage sehr sättigend.

Ganz herzlichen Dank an Herrn Klink, für dieses unkomplizierte Rezept. Und natürlich noch einen Dank an Foodfreak. Ohne dein Projekt hätte ich dieses Rezept wohl noch Jahre auf meiner To-Do-Liste hin-und hergeschoben.



Sonntag, 8. Januar 2012

Pain d'épices - Deliziöses zum Frühstück



An Weihnachten gab es bei meiner Schwester ein spezielles Pain d'épices aus dem Elsass. Der genaue Name ist mir leider entfallen, aber die Verpackung sah sehr nett und ziemlich teuer aus. Neben den typischen Gewürzen, wie Zimt und Nelken, enthielt dieses lebkuchenartige Gebäck noch reichlich Anis und Orangeat. Eine eher ungewöhnliche Kombination, die aber genau meinen Geschmack traf. Und natürlich schnellstens nachgebacken werden musste. Ergebnis: Sehr, sehr lecker (wenn man Lebkuchen mag) und überhaupt nicht trocken oder bröselig. Et voilà, meine Création um kalte, trübe Januarmorgen aufzumöbeln.

Für ein Pain d'épices:

  • 50 gr Orangeat
  • 200 gr Milch
  • 250 gr Honig
  • 3 El Rohrzucker
  • 1 Tl gemahlener Anis
  • je 1/3 Tl Zimt, Nelken, Ingwer, Koriander
  • 2 Prisen Muskat, frisch gerieben
  • 260 gr Mehl
  • 1 schwach gehäufter Tl Natron
  • 2 Prisen Salz
  • 1 El Orangenblütenwasser

Ofen auf 160 Grad vorheizen. Eine 30 cm lange Cakeform mit Backpapier auskleiden. Orangeat mit 1 El Rohrzucker mischen und im Mixer (oder von Hand) in kleinste Stückchen zerhacken. Milch, Honig und restlichen Rohrzucker in einem kleinen Topf erwärmen, bis der Zucker geschmolzen ist. Topf vom Feuer nehmen und alle Gewürze in die Honigmilch einrühren. Zur Seite stellen und ziehen lassen. Mehl, Natron und Salz in einer Rührschüssel mischen. Wenn die Milch nur noch lauwarm ist, zum Mehl in die Schüssel giessen. Mit dem Schwingbesen alles gut vermischen. Orangenblütenwasser und Orangeat unterrühren.Teig in die vorbereitete Form füllen. Backen: Form auf Backblech stellen, mittlere Rille, 90 Minuten. Stäbchenprobe nicht vergessen. Den Kuchen 30 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus dem Backpapier schälen und vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen. Gut verpackt hält sich das Pain d'épices mindestens eine Woche.


Wer gerne deliziös frühstückt, serviert dazu einen Klacks weich gerührte Butter, schottische Orangenmarmelade und rabenschwarzen Espresso.

P.S. Dies ist mein erster Beitrag zur {Initiative Sonntagsüss}.


Samstag, 7. Januar 2012

Samstagsspaziergang von der Salhöhe nach Trimbach/SO



Blick von der Salhöhe aus



Irgendwo in der Nähe der Frohburg



Mann bequatscht Hase...äääh...Hund, natürlich



Etwas Schnee gesichtet! Juhui!



Zum Abschied noch ein hübsches Bergpanorama
*hermitdemschneeundzwarsofort!*

Freitag, 6. Januar 2012

Tätätätätä! Riesiger Dreikönigskuchen




Frisch aus dem Ofen präsentieren wir ihnen: Den Dreikönigskuchen im XXL-Format!

War allerdings nicht von vorneherein in der Calli-Grösse geplant. Eigentlich wollte ich das Rezept halbieren, aber bevor sich mein Hirn eingeschaltet hat, lief die Küchenmaschine schon auf Hochtouren. Und da der Kuchen traditionell aus sieben Kugeln besteht, konnte ich auch keine kleineren Bällchen formen. Dafür kann man sich nach einem Stück das Abendessen sparen. Und vielleicht auch noch das morgige Frühstück...

Rezept für einen riesigen Kuchen (für die gewohnte Grösse einfach halbieren):

  • 600 gr Weizenmehl Typ 550
  • 80 gr Zucker
  • 6 gr Salz
  • 9 gr frische Hefe
  • 250 gr Vollmilch, knapp lauwarm
  • 150 gr Schlagsahne, knapp lauwarm
  • 1 Ei Grösse M
  • etwas Sahne oder verquirltes Ei zum Bepinseln
  • Hagelzucker oder Mandelblättchen
  • 1 getrocknete Bohne, möglichst gross

Alle Zutaten bis und mit Ei in die Schüssel der Rührmaschine geben. Fünf Minuten auf der niedrigsten Stufe kneten, dann einen Gang höher schalten und weitere 7-10 Minuten kneten lassen, bis sich der Teig von der Schüssel gelöst hat. Auf der eingeölten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel legen, abdecken und 3-4 Stunden verdoppeln lassen. Backofen auf 210 Grad vorheizen. Teig in sieben gleich grosse Stücke teilen. Grob rund formen, abgedeckt 10 Minuten entspannen lassen. Zu gleichmässigen Kugeln schleifen. In einer Kugel die Bohne von unten her einarbeiten und mit ein wenig Abstand auf dem mit Backpapier belegten Blech arrangieren. Mit eingeölter Frischhaltefolie abdecken und etwa 40 Minuten aufgehen lassen, bis sich ihr Volumen fast verdoppelt hat. Folie wegnehmen und das Blech auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Schwaden und 10 Minuten anbacken, dann die Hitze auf 190 Grad herunterdrehen. Weitere 30 Minuten backen. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, mit einem Stück Alufolie abdecken. Auf einem Gitter auskühlen lassen und mit heissem Kakao servieren.

Anmerkung: Wenn Kinder mitessen, bitte darauf achten, dass die Bohne gross genug ist, damit sie nicht aus Versehen verschluckt wird und in der Speiseröhre stecken bleibt. Käfer- oder Favabohnen sind eine gute Wahl.


Die Bohne ist übrigens immer im zweiten Stück von Links. Ganz sicher.


Donnerstag, 5. Januar 2012

Grünkohl (Kale) Chips - Diesmal aus dem Dörrautomaten




Die Grünkohlchips aus dem Ofen waren ein voller Erfolg. Was man von den Chips aus dem Dörrer, meiner Meinung nach, leider nicht behaupten kann. Zur besseren Übersicht habe ich die Vor- und Nachteile aufgelistet.

Die Grünkohlstückchen wurden genau gleich behandelt (mariniert & massiert) und dann für acht Stunden bei 40 Grad getrocknet.

Vorteile bei der Dörrermethode:
  • Es können grosse Mengen gleichzeitig getrocknet werden. Vier Dörrsiebe fassen etwa die gleiche Menge wie drei Backbleche. Sehr praktisch, wenn man keinen Ofen mit Umluftfunktion besitzt.
  • Die Chips werden viel gleichmässiger getrocknet, kein Verbrennen möglich.
  • Optisch sind die Stückchen ansprechender. Gleichmässig grün, keine braunen Spitzen.

Nachteile:
  • Lange Dörrzeit. Also nichts für spontane Gästebewirtung.
  • Die Chips sind nicht so knusprig, eher kätschig/gummig/chewy.
  • Nach ein paar Stunden Lagerung waren sie wieder weich. (Könnte allerdings auch an der hohen Luftfeuchtigkeit liegen, zur Zeit regnet es Bindfäden).
  • Geschmack

Auf den Geschmack der gedörrten Chips möchte ich etwas detaillierter eingehen. Was auch immer die Ursache ist, leider haben mir die Chips überhaupt nicht gemundet. Der Kohlgeschmack war unangenehm aufdringlich, die Stückchen leicht bitter beim Kauen und von der Würzung konnte ich nur noch das Salz wahrnehmen. Mir kam es es nach ein paar Bissen vor, als ob ich auf uralten Algenfetzen herumkauen würde. *Bääh*

Natürlich kann ich hausgemachte Fehler nicht ausschliessen. Vielleicht lag es an der Dörrzeit oder der falschen Temperatur. Trotzdem werde ich zukünftig bei der Variante aus dem Ofen bleiben. Bin ja schliesslich keine Seekuh.

Dienstag, 3. Januar 2012

12 x [GE] - 4 - Meine Hirnwindungen unter der Lupe



Wer braucht schon ein Feuerwerk, wenn er ein romantisches Feuerchen haben kann?



Ein neues Jahr, eine neue Woche, eine neue Runde 12 x [GE]



[GE]gessen: Stichfester Kefir mit Hagebuttenkonfitüre

[GE]trunken: Moscato zum Jahreswechsel

[GE]kocht: Ossobuco alla Cooketteria mit Petersilienkartoffeln

[GE]backen: Französische Schokoladentorte

[GE]wesen: Im Schrebergarten

[GE]sehen: "Terminator Salvation" mit Christian Bale

[GE]lesen: "Das Mädchen aus Mailand" von Giorgio Scerbanenco

[GE]freut: Über die zufriedenen Gäste am 29. Dezember

[GE]ärgert: Über rücksichtslose Autofahrer auf der Autobahn

[GE]kauft: Zwei Orchideen für die Frau Mama

[GE]hört: " Big Empty" - Stone Temple Pilots

[GE]lacht: Wie nennt man eine Ente auf Italienisch? - Pollo di lago *gacker*


Falls ihr mitmachen wollt, hinterlasst doch einen Kommentar und einen Link zu eurer [GE] Liste. Würde mich über jeden Mitstreiter freuen.